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Welche Länder Corona-Risikogebiete sind - und wer das festlegt | BR24

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Wer aus einem Corona-Risikogebiet in Deutschland ankommt, muss sich ab Samstag testen lassen.

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    Welche Länder Corona-Risikogebiete sind - und wer das festlegt

    Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, muss sich ab Samstag testen lassen oder in Quarantäne begeben. Aber welche Länder gelten als Corona-Risikogebiet und wer legt das fest? Und: Wie hängen Reisewarnungen damit zusammen?

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    Wer gerade während der Corona-Pandemie seinen Sommerurlaub plant, begegnet immer wieder dem Wort "Risikogebiet". Was es bedeutet - ein Überblick.

    Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich testen lassen

    Vorweg: Alle aus dem Ausland nach Deutschland Einreisenden können sich innerhalb von 72 Stunden auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Neben speziell eingerichteten Teststellen an Flughäfen oder Bahnhöfen ist das Testen auch in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich.

    Ab dem 8. August gilt zudem eine Testpflicht für die Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Einreisende aus diesen Regionen müssen sich von diesem Zeitpunkt an auf das Virus testen lassen oder bei der Einreise ein negatives Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen. Wer keinen negativen Test-Befund hat, muss sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

    Ab wann gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet?

    Um zu klären, ob ein bestimmtes Land oder eine Region ein Corona-Risikogebiet ist, nimmt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium eine zweistufige Bewertung vor. Das Vorgehen ist detailliert auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI) beschrieben.

    In einem ersten Schritt wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 neu Infizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, in denen die Neuinfizierungen unter dem Grenzwert liegen, möglicherweise trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko gilt.

    Für eine solche Bewertung erstellen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium Lageberichte vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten: etwa Hygienebestimmungen, Testkapazitäten oder Kontaktnachverfolgungen vor Ort. Wichtig ist auch die Frage, ob ein Corona-Ausbruch lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

    Reisehinweise machen auf Risiken aufmerksam

    Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise- und Sicherheitswarnungen. Dort können sich Touristen über ihre Aufenthaltsorte informieren, auch darüber, ob es Corona-Risikogebiete sind. Das Auswärtige Amt unterscheidet grundsätzlich zwischen Reisehinweisen und Reisewarnungen.

    Reisehinweise gibt es für zahlreiche Länder. Sie machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

    Reisewarnung ist ein Appell, die Region nicht aufzusuchen

    Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt als starkes Indiz für das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände und reicht in vielen Fällen aus, um Reisebuchungen unter Umständen kostenfrei zu stornieren. Reise- und Sicherheitshinweise alleine reichen hierfür meist nicht aus.

    Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU besteht zunächst bis 31. August eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. Für die meisten europäischen Länder wurde sie am 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie durch (Teil-)Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt. Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet sollten damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen.

    Für diese europäischen Länder gelten (Teil-)Reisewarnungen:

    • Albanien
    • Armenien
    • Aserbaidschan
    • Belgien für die Provinz Antwerpen
    • Bosnien und Herzegowina
    • Bulgarien für die Verwaltungsbezirke Blagoewgrad, Dobritsch und Varna
    • Kosovo
    • Luxemburg
    • Montenegro
    • Nordmazedonien
    • Republik Moldau
    • Rumänien für die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş
    • Russische Föderation
    • Serbien
    • Spanien für die Regionen: Aragón, Katalonien und Navarra
    • Türkei (explizit ausgenommen sind die vier Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla)
    • Ukraine

    (Quelle: Auswärtiges Amt und RKI, Stand: 08.08.20, 16:30 Uhr, die vollständige Liste aller Risikogebiete weltweit finden Sie hier)

    Krisenvorsorgeliste vom Auswärtigen Amt

    Deutsche Reisende, aber auch dauerhaft im Ausland lebende Bundesbürger können sich auf der Website des Auswärtigen Amtes für eine Krisenvorsorgeliste registrieren und bekommen dann im Krisenfall per Mail aktuelle Informationen über die Region, in der sie sich befinden - auch dann, wenn die Region als Corona-Risikogebiet eingestuft wird.

    Informationen über Urlaubsziele auf Website des ADAC

    Auf der Website des ADAC können Reisende ihr Urlaubsziel eingeben und werden mit Informationen zur Corona-Situation in den betreffenden Ländern und Regionen versorgt. Wenn man sich in einem Land aufhält, das zum Risikogebiet erklärt wird, gelte generell, den Behörden vor Ort Folge zu leisten, so eine ADAC-Sprecherin. Pauschale Anweisungen könne man nicht geben.

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