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Corona-Risikogebiet: Testpflicht bei Einreise aus diesen Ländern | BR24

© picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Wer aus einem Corona-Risikogebiet in Deutschland ankommt, muss sich testen lassen.

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    Corona-Risikogebiet: Testpflicht bei Einreise aus diesen Ländern

    Wer aus einem Corona-Risikogebiet im Ausland einreist, muss sich innerhalb von 48 Stunden zwingend testen lassen und in Quarantäne. Welche Länder in Europa aktuell als Corona-Risikogebiete gelten und weitere Fragen im Überblick.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden ab 14. Januar verschärft. Demnach müssen Personen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise auch einen negativen Test vorweisen. Die Quarantäne kann durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt.

    Die Bundesregierung hat inzwischen etwa 150 der rund 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor Reisen dorthin. In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind. Und auch alle 16 deutschen Bundesländer gelten nach den Kriterien (mehr dazu unten) als Risikogebiete.

    Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können.

    Als Gebiet mit besonders hohen Infektionszahlen gelten derzeit Regionen, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt. Für Einreisende aus Großbritannien und Südafrika war die Testpflicht bereits eingeführt worden, nachdem dort eine besonders ansteckende Variante des Virus aufgetaucht war.

    Welche Länder/Regionen in Europa Corona-Risikogebiete sind

    Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium des Inneren haben folgende Risikogebiete in Europa ausgewiesen:

    • Albanien
    • Andorra
    • Armenien
    • Aserbaidschan
    • Belgien
    • Bosnien und Herzegowina
    • Bulgarien
    • Dänemark (inklusive Faröer Inseln) außer Grönland
    • Estland
    • in Finnland die Regionen Uusimaa (hierzu gehört auch die Stadt Helsinki), Päijät-Häme, Varsinais-Suomi
    • in Frankreich: gesamt Kontinentalfrankreich, Französisch-Guyana, St. Martin und Französisch-Polynesien
    • Georgien
    • in Griechenland die Regionen Westmakedonien, Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Nördliche Ägäis
    • Irland
    • Italien
    • Kosovo
    • Kroatien
    • Lettland
    • Liechtenstein
    • Litauen
    • Luxemburg
    • Monaco
    • Montenegro
    • Niederlande inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile der Niederlande
    • Nordmazedonien
    • in Norwegen Oslo, Viken, Innlandet, Rogaland und Trøndelag
    • Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal
    • Polen
    • Portugal, das gesamte Land inklusive der autonomen Region Madeira
    • Republik Moldau
    • Rumänien
    • Russische Föderation
    • San Marino
    • Schweden
    • Schweiz
    • Serbien
    • Slowakei
    • Slowenien
    • Spanien für das Festland, die Balearen und die Kanarischen Inseln
    • Tschechien
    • Türkei
    • Ukraine
    • Ungarn
    • Vatikanstadt
    • im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland: das gesamte Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Gibraltar. Ausgenommen sind die weiteren Überseegebiete, Isle of Man und die Kanalinseln (Guernsey, Jersey)
    • Zypern

    (Quelle: RKI, Stand: 7. Januar 2021, die vollständige Liste aller Risikogebiete weltweit finden Sie hier)

    Ab wann gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet?

    Um zu klären, ob ein bestimmtes Land oder eine Region ein Corona-Risikogebiet ist, nimmt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium eine zweistufige Bewertung vor. Das Vorgehen ist detailliert auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) beschrieben.

    In einem ersten Schritt wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 neu Infizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird dann festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, in denen die Neuinfizierungen unter dem Grenzwert liegen, möglicherweise trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko gilt.

    Für eine solche Bewertung erstellen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium Lageberichte vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten: etwa Hygienebestimmungen, Testkapazitäten oder Kontaktnachverfolgungen vor Ort. Wichtig ist auch die Frage, ob ein Corona-Ausbruch lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

    Was bedeutet ein Reisehinweis, was eine Reisewarnung?

    Das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise- und Sicherheitswarnungen. Dort können sich Touristen über ihre Aufenthaltsorte informieren, auch darüber, ob es Corona-Risikogebiete sind. Das Auswärtige Amt unterscheidet grundsätzlich zwischen Reisehinweisen und Reisewarnungen.

    Reisehinweise gibt es für zahlreiche Länder. Sie machen auf besondere Risiken aufmerksam und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

    Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt als starkes Indiz für das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände und reicht in vielen Fällen aus, um Reisebuchungen unter Umständen kostenfrei stornieren zu können. Reise- und Sicherheitshinweise alleine reichen hierfür meist nicht aus.

    Wo gibt es wichtige Corona-Informationen für Reisende?

    Deutsche Reisende, aber auch dauerhaft im Ausland lebende Bundesbürger können sich auf der Website des Auswärtigen Amts für eine Krisenvorsorgeliste registrieren und bekommen dann im Krisenfall per Mail aktuelle Informationen über die Region, in der sie sich befinden - auch dann, wenn die Region als Corona-Risikogebiet eingestuft wird.

    Auf der Website des ADACs können Reisende ihr Urlaubsziel eingeben und werden mit Informationen zur Corona-Situation in den betreffenden Ländern und Regionen versorgt. Wenn man sich in einem Land aufhält, das zum Risikogebiet erklärt wird, gelte generell, den Behörden vor Ort Folge zu leisten, so eine ADAC-Sprecherin. Pauschale Anweisungen könne man nicht geben.

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