BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona-Regeln: Feiern ja, aber mit Einschränkungen | BR24

© BR

Das Abi in der Tasche und dann an der Isar feiern - das Coronavirus ist dabei schnell vergessen. Münchens Polizeisprecher da Gloria Martins sagt, dass sich in der Stadt viele Abiturienten treffen.

131
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona-Regeln: Feiern ja, aber mit Einschränkungen

Wohin zum Abifeiern? Die Clubs sind geschlossen. Auf öffentlichen Plätzen ist es verboten. Für private Feiern hat die Staatsregierung die Corona-Beschränkungen noch einmal gelockert. Im privaten Rahmen darf ohne Abstand gefeiert werden.

131
Per Mail sharen

Feiern mit Familien und Freunden ist wieder möglich. In Gaststätten oder Veranstaltungsräumen darf man seit dem 22. Juni wieder in größerer Runde private Feste feiern, etwa einen Geburtstag oder eine Hochzeit.

Die Teilnehmer müssen dabei keinen Mundschutz tragen. Aktivitäten wie Tanz oder Spiele sind ohne Einhaltung des Mindestabstands möglich. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministerium dem BR. Die Lockerung gilt für private Feiern als geschlossene Gesellschaften, sofern keine weiteren Gäste im selben Raum sind. Außerhalb des geschlossenen Bereichs muss weiter ein Mundschutz getragen werden. Zudem gilt die Obergrenze von 50 Personen in Innnenräumen und 100 im Freien.

Es wird jedoch empfohlen, die Abstands- und Hygieneregeln soweit wie möglich einzuhalten. Sollte es bei der Veranstaltung Live-Musik geben, gelten für die Musiker abweichende Regeln: Sie müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Gästen einhalten, wenn sie singen oder Blasinstrumente verwenden, sind es zwei Meter.

Veranstalter muss ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten

Der Veranstalter einer Hochzeits- oder Geburtstagsfeier muss ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen. Findet die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb statt, ist der Betreiber verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines vom Wirtschafts- und Gesundheitsministerium bekannt gemachten Rahmenkonzepts für die Gastronomie auszuarbeiten. Auf Verlangen muss er das der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen. Dabei muss der Betreiber insbesondere auf eine ausreichende Lüftung bei Feiern in geschlossenen Räumen achten.

Falls dem Gastgeber nicht alle Teilnehmer namentlich und mit Kontaktdaten bekannt sind, sollte in jedem Fall eine Gästeliste geführt werden. Im Fall einer nachträglich festgestellten Infizierung eines der Gäste ist dadurch die Kontaktnachverfolgung möglich.

Private Feiern zu Hause: Ohne Beschränkung

Noch lockerer sind die Regeln für Partys in der eigenen Wohnung: Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine Besucherzahl.

Auf die Maske darf verzichtet werden. Auf den Schutz der Gäste jedoch nicht. Gastgeber sollten ein Auge auf den Mindestabstand haben – und nur so viele Personen einladen, dass den Gästen untereinander genug Platz bleibt. Zudem wird empfohlen, in geschlossenen Räumen regelmäßig für frische Luft zu sorgen. Nicht unbedingt gemütlich, aber wirksam.

Grillen: Zuhause erlaubt, im Freien nicht

Besonders beliebt im Sommer ist das gemeinsame Grillen. Eine Grillparty zu Hause ist kein Problem. Wer sich allerdings zum Grillen gerne mit Freunden im Park oder am See treffen will, hat diesen Sommer leider Pech. Zwar darf man im Freien in einer Gruppe von bis zu zehn Personen zusammensitzen – aber eben nicht zum rauschenden Fest.

Laut Innenministerium sind Freiluft-Partys noch immer ausdrücklich verboten: "Das Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von den anwesenden Personen untersagt." Der Grund: Bei solchen spontanen Feiern könne nicht nachvollzogen werden, wer mitfeiert. Bei einer möglichen Corona-Infektion kann damit die Infektionskette nicht überprüft werden. Außerdem führe fortschreitender Alkoholkonsum dazu, dass der Mindestabstand zwischen den Feiernden möglicherweise nicht mehr eingehalten wird, heißt es von der Polizei.

Polizeieinsätze wegen Partys

Sie kontrolliert die Einhaltung des Feier-Verbots im öffentlichen Raum - und muss deshalb immer wieder einschreiten. Zuletzt etwa im Allgäu: In der Nacht auf Donnerstag lösten die Beamten zwei unerlaubte Partys auf. Am Öschlesee bei Sulzberg feierten 150 Schüler und Schülerinnen ihre letzte Prüfung. Nachdem die Polizei die Jugendlichen über die geltenden Regeln aufgeklärt hatte, verließen diese den See.

In Sontheim mussten dagegen mehrere Streifenbesatzungen anrücken, um eine Feier zu beenden. Laut Polizei war die Stimmung dort deutlich aggressiver, es war demnach zuvor unter den Feiernden bereits zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen.

Polizei löst Party am Münchner Gärtnerplatz auf

Auch in München sorgten Feierwütige kürzlich für einen größeren Polizeieinsatz: Mehrere Hundert Menschen feierten in der Nacht auf Mittwoch auf dem Gärtnerplatz in der Innenstadt eine ausgelassene Party. Die geltenden Mindestabstände wurden dabei nicht eingehalten, teilte die Polizei mit. "Mit etwas erhöhtem Alkoholkonsum vergisst man dann vielleicht doch mal den Infektionsschutz", so ein Sprecher.

Mehrere Anwohner und Passanten hatten die Beamten gerufen - auch wegen der lauten Musik. Mehr als zehn Streifenwagen rückten am Gärtnerplatz an und lösten die Party auf. Da sich die Feiernden einsichtig zeigten, wurde niemand angezeigt.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!