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In U-Bahn und Co. darf nur einsteigen, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

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    Corona-Regel: Es gilt 3G in Bus und Bahn

    Es gilt die 3G-Regeln in Bus und Bahn in Deutschland. Nur geimpft, genesen oder getestet darf man Bus oder Straßenbahn nutzen. Gerade für Ungeimpfte dürfte es kompliziert werden. Wir klären die wichtigsten Fragen zur 3G-Regel im ÖPNV.

    Von
    Thomas MoßburgerThomas Moßburger
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    Es ist eine der im Alltag wohl deutlichsten Regel-Verschärfungen, die das neue Infektionsschutzgesetz der Ampel-Parteien zu bieten hat: die 3G-Regel in Bus, U-Bahn, Tram, Zug und Co. Vergangene Woche passierte das neue Gesetz den Bundestag.

    Wir klären die wichtigsten Fragen zur 3G-Regel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

    Für wen gilt die 3G-Regel?

    Jeder, der einen ICE, Nahverkehrszug, Bus, eine U-Bahn, Tram, S-Bahn oder ein Flugzeug benutzen will, muss grundsätzlich eines der 3G vorweisen können. Also geimpft, genesen oder getestet sein. Für Taxis gilt die Regel nicht.

    Ausnahmen gibt es auch für Schüler, da diese in der Schule regelmäßig getestet werden. Sie müssen lediglich einen Schüler-Ausweis vorzeigen können. Auch Kinder unter 6 Jahren sind von der Regel befreit.

    Wie wird kontrolliert?

    Was die Kontrolle der neuen Regel angeht, ist vieles noch unklar. Verantwortlich für die Kontrollen sind die Verkehrsunternehmen. Allgemein dürfte die Regel jedoch schwer flächendeckend zu kontrollieren sein, wie auch Münchens OB Reiter beim "Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen erklärte.

    Da in Deutschland im Nahverkehr Stichprobenkontrollen statt Drehkreuze üblich sind, dürften auch die Kontrollen der 3G-Regel in dieser Form ablaufen. Aufgrund der in Sachen Corona teils aggressiven Reaktionen gegenüber Kontrollen, wird man sich bei den Unternehmen dafür wohl Hilfe vom Staat holen: Daher hoffen die Stadtwerke nun auf die Unterstützung von Polizei und Ordnungsdienst.

    Welche Strafe droht?

    Wer ungeimpft und nicht genesen ist und keinen Test vorweisen kann, wird – wie beim Fahren ohne Ticket – des Zuges oder Busses verwiesen werden, wenn dies bei einer Kontrolle auffällt. Zudem droht auch in diesem Fall eine Geldstrafe.

    Über die Höhe des Bußgelds seien Ordnungsdienst und Stadtwerke noch im Austausch. Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz (§73 Abs. 2 IfSG) könne diese dann mit Strafen bis zu 25.000 Euro geahndet werden. In Frankreich kostet das Fahren mit Fernverkehrszügen ohne Maske und 3G-Nachweis derzeit 135 Euro Bußgeld.

    Welche Tests – und wie viele?

    Wer nicht genesen ist und sich nicht impfen lassen will, muss einen aktuellen Test vorzeigen können. Der darf maximal 24 Stunden alt sein. Heißt: Wer täglich die U-Bahn oder den Bus zur Arbeit nimmt, braucht quasi täglich einen Test.

    Gültig sind neben PCR- und Schnell-Tests einer Teststelle laut "Welt" auch unter Aufsicht durchgeführte Selbsttests, wie sie derzeit auch bei manchen Arbeitgebern zum Einsatz kommen. Wer einen undokumentierten Selbsttest aus der Drogerie vorlegen will, wird damit wohl keinen Erfolg haben.

    Menschen ohne Corona-Symptome oder Corona-Warn-App-Risiko-Meldungen haben grundsätzlich das Anrecht auf einen kostenlosen Bürgertest pro Woche in einer Teststelle. Zudem muss der Arbeitgeber zwei Tests pro Woche bereitstellen. Wer für weitere Tests für den ÖPNV aufkommt ist noch unklar, Im Zweifel vermutlich der Ungeimpfte selbst.

    Ist der Nahverkehr ein Infektionstreiber?

    Grundsätzlich ist die Gefahr, sich im Öffentlichen Nahverkehr anzustecken, wenn man eine Maske trägt, laut Verkehrsbetrieben nicht höher als an anderen Orten. Der Virologe Christian Drosten rechnet angesichts der neuen Regel nicht damit, dass diese die aktuelle Corona-Lage deutlich entspannen wird: Geimpfte Mitfahrer könnten unerkannt infiziert sein und so am Ende doch getestete Ungeimpfte anstecken.

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