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Corona-Pandemie: Wie andere Länder die Regeln lockern | BR24

© pa / dpa / Photoshot

Eine Frau nimmt in einem Restaurant in Wuhan ein Selfie auf

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    Corona-Pandemie: Wie andere Länder die Regeln lockern

    Die Bundesregierung wollte vor Ostern nicht über eine Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen reden, andere Staaten haben die Einschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft bereits aufgeweicht. Ein Überblick.

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    • tagesschau.de

    Spanien

    Hunderttausende Spanier durften am Montag erstmals nach zwei Wochen wieder zur Arbeit fahren. Der sogenannte Winterschlaf, mit dem die Regierung den Kampf gegen die Pandemie intensiviert hatte, ging in jenen Regionen zu Ende, in denen der Ostermontag kein Feiertag ist, zum Beispiel in Madrid.

    Von der umstrittenen Verschärfung der Ausgangssperre zum Winterschlaf waren vor allem Baugewerbe und Industrie betroffen gewesen. Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte allerdings, es gebe noch keine echte Abschwächung der Ausgehsperre.

    "Erste Lockerungen wird es frühestens in zwei Wochen geben. Und die werden schrittweise und vorsichtig sein." Pedro Sánchez, Ministerpräsident Spanien

    Coronavirus: Alles Wissenswerte erfahren Sie hier.

    47 Millionen Bürger dürfen somit weiterhin weder spazieren gehen noch Sport im Freien treiben. Im von der Pandemie schwer betroffenen Land war der Alarmzustand samt Ausgangssperre jüngst bis Mitternacht des 25. April verlängert worden.

    Österreich

    Im Tiroler Ski-Ort Ischgl reagierten die Behörden spät auf Warnungen vor dem Coronavirus, umso rigider setzte die österreichische Regierung dann Anti-Corona-Maßnahmen um.

    In der Alpenrepublik geht es nun am Dienstag mit dem zaghaften Rückweg los: Kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen dann unter strengen Auflagen wieder öffnen. Vom 1. Mai an sollen alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure folgen. Ein Zeitplan zur Öffnung von Hotels und Gastronomie soll Ende April stehen, Ziel ist eine Wiederaufnahme des Betriebs von Mitte Mai an.

    Die Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April verlängert - das bedeutet, dass man die Wohnung weiterhin nur mit triftigem Grund verlassen darf. Die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu.

    Veranstaltungen sollen bis Ende Juni nicht stattfinden. Die bestehende Maskenpflicht im Supermarkt wird von Dienstag an auf alle geöffneten Läden und die öffentlichen Verkehrsmittel ausgedehnt.

    Dänemark

    Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sprach von einer "ersten vorsichtigen Phase" der Öffnung: In einem ersten Schritt werden von Mittwoch an Kinderkrippen, Kindergärten sowie die Schulen für Kinder bis zur fünften Klasse wieder öffnen.

    Damit will die dänische Regierung zunächst die Eltern entlasten, die sich bislang neben der Arbeit auch noch um ihre jüngeren Kinder kümmern mussten.

    Alle weiteren Maßnahmen hat Frederiksen im selben Atemzug um vier Wochen verlängert: Die dänischen Grenzen, auch die nach Deutschland, bleiben vorläufig bis zum 10. Mai dicht. Gleiches gilt - Frederiksen zufolge zumindest bis zur nächsten Phase der Öffnung - für Restaurants, Cafés, Kneipen sowie Theater und weitere Freizeiteinrichtungen.

    Versammlungen mit mehr als zehn Personen sind weiter verboten, Großveranstaltungen bis Ende August untersagt.

    Tschechien

    In Tschechien dürfen seit Donnerstag erste Geschäfte wieder öffnen. Es gab daraufhin einen Ansturm der Kunden auf Hobby- und Baumärkte, weil viele in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ihren Garten oder ihr Haus auf Vordermann bringen wollen.

    In den Tagen nach Ostern will die Regierung einen Plan für die weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen vorlegen. Der Schulbetrieb soll frühestens Ende Mai wiederaufgenommen werden.

    Die Regierung hat zwar weitere Ausnahmen beim geltenden Ein- und Ausreiseverbot in Aussicht gestellt, eine Öffnung der Grenzen für den Reiseverkehr scheint aber aktuell nicht zur Debatte zu stehen:

    "Ich denke, dass das sicherlich keine Frage der nächsten Wochen ist - vielleicht nicht einmal der nächsten Monate." Adam Vojtech, tschechischer Gesundheitsminister

    Italien

    Gleich nach Ostern sollen zusätzlich zu Apotheken und Lebensmittelgeschäften einige Geschäfte, etwa Buch- und Schreibwarenläden, wieder öffnen. Die besonders heftig betroffene Lombardei will aber auch diese Läden nicht so schnell wiedereröffnen. Auch andere Regionen erlassen derzeit eigene Bestimmungen.

    Weitgehend bleibt es somit bei den strikten Regelungen in Italien. Die Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Einwohner wurden bis zum 3. Mai verlängert. Sie gelten seit dem 10. März.

    Die Regierung kündigte allerdings an, dass ein Expertengremium die schrittweise Rückkehr zur Normalität planen soll. Es ist vorgesehen, dass Unternehmen den Anfang machen, bevor die Maßnahmen für die Menschen gelockert werden. Die Schulen könnten bis nach den Sommerferien, also bis September, geschlossen bleiben.

    China

    Von einer Rückkehr zur Normalität kann man noch nicht sprechen. Die Schulen sind weiter geschlossen, sollen voraussichtlich aber bis Ende April öffnen. Weiterhin wird im Land überall Fieber gemessen. Alle Chinesen sollen unverändert Mundschutz tragen.

    Am Ursprungsort der Pandemie in Wuhan in Zentralchina sind nach zweieinhalb Monaten Abriegelung die Bewegungsbeschränkungen für die elf Millionen Bewohner aufgehoben - sofern sie in einer Corona-Gesundheits-App auf ihrem Handy einen grünen Code nachweisen können. Wer Kontakt zu Infizierten hatte, wird dort automatisch auf Rot gesetzt und darf nicht reisen.

    Die Angst vor einer zweiten Welle der Infektionen geht um - besonders durch heimkehrende Chinesen und andere Reisende aus dem Ausland.

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