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Corona-Pandemie: Schweden sieht Anzeichen für Abwärtstrend | BR24

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Corona-Pandemie: Schweden sieht Anzeichen für Abwärtstrend

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    Corona-Pandemie: Schweden sieht Anzeichen für Abwärtstrend

    Die schwedische Gesundheitsbehörde sieht einen Trend, wonach die Zahl der Menschen, die an Covid-19 sterben, zurückgeht. Am Freitag gab es 67 neue Todesfälle - weniger als in den Tagen zuvor. Außenministerin Ann Linde gibt aber keine Entwarnung.

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    In Schweden sind bis Freitag 1.400 Menschen an der Virusinfektion gestorben, sehr viel mehr als in den anderen nordischen Ländern. Nach Einschätzung des Staatsepidemiologen Anders Tegnell liegt das vermutlich daran, dass in Schweden viele ältere Menschen in Altersheimen erkrankten und starben. Karin Tegmark Wisell von der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten sagte nun: "Wir sehen einen Abwärtstrend. Es gibt immer noch eine große Anzahl von Verstorbenen pro Tag, aber wir sehen keinen Anstieg, sondern eine Verlangsamung".

    Corona: Schweden hofft auf Herdenimmunität in Stockholm

    Tegnell sagte am Donnerstag in einer Debatte im norwegischen Fernsehen, mathematischen Modellen zufolge sei es möglich, dass in Stockholm bereits im Mai Anzeichen für eine Herdenimmunität zu sehen sein könnten.

    Corona-Maßnahmen: Sonderweg in Schweden

    Die schwedische Regierung schreibt der Bevölkerung nicht vor, wie sie sich verhalten soll, um eine Verbreitung des Virus zu bremsen. Die Aufforderungen sind aber dieselben wie in anderen Ländern: Bleibt zuhause, haltet Abstand und wascht die Hände. Versammlungen mit bis zu 50 Menschen sind weiter erlaubt. Auch die Restaurants sind geöffnet, müssen aber sicherstellen, dass die Gäste zwei Meter Abstand voneinander halten können.

    Schweden spürt Auswirkungen von Corona

    Schwedens Außenministerin Ann Linde sagte am Freitag, es sei ein Mythos, dass in Schweden alles normal weitergehe. "Es gibt keinen vollständigen Lockdown in Schweden. Aber viele Teile der schwedischen Gesellschaft sind eingestellt", so Linde. "Viele Menschen bleiben zuhause und haben aufgehört zu reisen. Viele Unternehmen brechen zusammen. Die Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich dramatisch steigen."

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