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Corona: Österreich verhängt drastische Maßnahmen | BR24

© pa/dpa/Herbert Neubauer

Corona: Österreich verhängt drastische Maßnahmen

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    Corona: Österreich verhängt drastische Maßnahmen

    Die österreichische Regierung schließt im Kampf gegen das Coronavirus für zunächst eine Woche viele Geschäfte und stellt zudem Gebiete in Tirol unter Quarantäne. Damit will die Regierung vor allem alte Menschen schützen.

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    Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat am Freitagmittag zahlreiche Maßnahmen verkündet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das öffentliche Leben soll damit deutlich heruntergefahren werden. So will die Bundesregierung Menschen schützen, die aufgrund ihres Alters oder von Vorerkrankungen durch eine Erkrankung am Coronavirus besonders gefährdet sind.

    Viele Geschäfte bleiben ab Montag geschlossen

    So werden in Österreich ab Montag alle Geschäfte, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, geschlossen bleiben: Geöffnet bleiben sollen jedoch der Lebensmittelhandel, Banken, Apotheken, Postfilialen, Drogerien, Läden für Tierfutter und andere notwendige Geschäfte, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Zudem werden ab kommender Woche alle Restaurants, Bars und Cafés ab 15 Uhr geschlossen.

    Möglichst viele Arbeitnehmer sollen ins Home-Office

    Die österreichische Regierung appelliert an alle Unternehmen im Land, die Arbeit auf Home-Office umzustellen. Überall wo es möglich ist, sollen Arbeitnehmer nicht mehr an ihre Arbeitsstelle gehen und von zu Hause aus arbeiten.

    Quarantäne für das Paznauntal und St. Anton am Arlberg

    Außerdem werden besonders betroffene Gebiete in Österreich unter Quarantäne gestellt. Dies sind laut Sebastian Kurz das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg. "Diese Gebiete werden ab sofort isoliert", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien. Ausländische Gäste dürften aber noch ausreisen, ergänzte Innenminister Karl Nehammer. Flugverbote gelten nun auch für den Luftverkehr von und nach Frankreich, Spanien und die Schweiz.

    Die Gebiete und die Menschen würden bestmöglich versorgt, so Kurz, und in 14 Tagen könnten die ersten Menschen wieder ihr normales Leben aufnehmen.

    Flugverbindungen teilweise eingestellt

    Auch will Österreich ab Montag die Flugverbindungen zu den Ländern Schweiz, Spanien und Frankreich einstellen. An der Schweizer Grenze soll - wie jetzt schon an der Grenze zu Italien - stärker kontrolliert werden.

    "Österreich wird nicht auf Dauer aber doch auf Zeit auf Minimalbetrieb herunterfahren", sagte Kurz. "Wir sind als Republik Österreich ein Team. Ein Team, in dem jeder seinen Beitrag zu leisten hat - gerade in einer herausfordernden Situation." Von derzeit 6.600 getesteten Menschen sind 432 nach Angaben von Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit dem neuen Coronavirus infiziert. In der Nacht auf Donnerstag gab es zudem den ersten Todesfall eines mit dem neuen Coronavirus infizierten in der Alpenrepublik.

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