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Corona: Mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte in Deutschland | BR24

© dpa-Bildfunk/Uwe Anspach

Corona: Mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte in Deutschland

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    Corona: Mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte in Deutschland

    Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft konnte die Zahl der Intensivbetten und Beatmungsgeräte angesichts der Corona-Krise deutlich gesteigert werden. Im internationalen Vergleich steht Deutschland schon länger gut da.

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    Die Kliniken in Deutschland haben in der Corona-Pandemie die Zahl der Intensivbetten nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft von 28.000 auf 40.000 erhöht. "Ich gehe davon aus, dass wir durch die Aufstockung der vergangenen Wochen inzwischen knapp 40.000 Intensivbetten zur Verfügung haben, von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei sind", sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post". Aktuell seien etwa 2000 Betten mit Covid-19-Patienten belegt.

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    Mehr Beatmungsgeräte

    Auch die Zahl der Beatmungsgeräte wurde erhöht. "Zu Beginn der Pandemie hatten wir etwa 20.000 Betten mit Beatmungsgerät", sagte Gaß. "Inzwischen dürften wir bei etwa 30.000 liegen." Er sei "zuversichtlich, dass wir in den kommenden zwei Wochen für alle Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssen, ein Gerät zur Verfügung haben werden", sagte Gaß, der die rund 1.900 Krankenhäuser bundesweit vertritt.

    Auch bei Nicht-Intensivbetten haben die Kliniken nach seinen Worten Platz geschaffen. Ein nennenswerter Teil an planbaren Behandlungen sei bereits zurückgefahren worden. "Wir haben inzwischen in den Kliniken höhere Leerstände." Die Normalauslastung der Krankenhäuser liege bei 75 bis 80 Prozent, zurzeit seien noch etwa 50 Prozent der Betten belegt.

    Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt

    Auch ohne die derzeitige Aufstockung der Zahl der Intensivbetten ist Deutschland im internationalen Vergleich bereits gut aufgestellt. Hierzulande kommen 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch Österreich mit 28,9 Intensivbetten je 100.000 Einwohner und die Vereinigten Staaten mit 25,8 Intensivbetten je 100.000 Einwohner weisen demnach eine vergleichsweise hohe Dichte auf.

    Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den gegenwärtig besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) stammen aus verschiedenen Erhebungen in zehn Mitgliedstaaten in den Jahren 2013 bis 2020.

    Auch beim Ausstattungsgrad mit Krankenhausbetten insgesamt schneidet Deutschland demnach international gut ab, wie ein Vergleich von 33 OECD-Mitgliedstaaten zeigt. So kamen in Deutschland im Jahr 2017 rund sechs Krankenhausbetten auf 1.000 Einwohner. Noch besser ausgestattet waren nur Japan (7,8 Krankenhausbetten je 1000 Personen) und Südkorea (7,1). Auch in diesem Fall lag der Ausstattungsgrad in aktuell besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten deutlich niedriger.

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