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Corona-Maßnahmen: Hotels an Weihnachten - das sorgt für Streit | BR24

© pa/dpa/Martin Schutt

Corona-Maßnahmen: Hotels an Weihnachten - das sorgt für Streit

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Corona-Maßnahmen: Hotels an Weihnachten - das sorgt für Streit

Nach dem Vorstoß einiger Länder, über Weihnachten Hotelübernachtungen erlauben zu wollen, ist eine Diskussion entbrannt. Wirtschaftsminister und Kanzleramtschef sind sich uneinig. Der Hotelverband fordert eine einheitliche Regelung.

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  • tagesschau.de

In der Bundesregierung wird diskutiert, ob es trotz der geltenden Corona-Maßnahmen möglich sein soll, über Weihnachten in Hotels zu übernachten, wenn man Verwandte oder Freunde besucht. Bislang besagen die Regeln, dass Übernachtungen nur Geschäftsreisenden erlaubt ist.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte in einer Videoschalte zu Corona-Hilfen des Bundes, wenn es zugelassen sei, dass Zusammenkünfte über Weihnachten in einem engen Rahmen stattfinden, dann sei es aus seiner Sicht auch vertretbar, dass dafür dann Hotelübernachtungs-Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

"Nicht jeder hat zu Hause die Möglichkeiten, um seinen Gästen eine Übernachtung mit ausreichend Platz zur Verfügung zu stellen. Weihnachtszusammenkünfte im engen, überschaubaren familiären Kreis, so wie das von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen worden ist, sind keine touristischen Übernachtungen - sondern das ist eine Kategorie, die wir ausdrücklich erlauben und ermöglichen wollen, weil das familiäre Beisammensein über Weihnachten ein ganz zentraler Bestandteil unserer Alltagskultur ist." Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hatte deutlich gemacht, wer über Weihnachten Verwandte besuche, solle nicht im Hotel übernachten können. Im ZDF sagte er, die Übernachtungsabsicht sei nicht zu kontrollieren. So bestehe die Gefahr eines touristischen Angebots durch die Hintertür. Laut Braun war das auch Thema bei den Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel.

"Das ist kein normales Weihnachtsfest"

Ähnlich äußerte sich Regierungssprecher Steffen Seibert: "Es ist nicht Teil des Beschlusses von Bund und Ländern, solche Übernachtungen zu ermöglichen." Die Bürger blieben weiterhin aufgerufen, touristische Reisen zu vermeiden, so Seibert.

Auch wenn die Zahl der möglichen Kontakte in der Weihnachtszeit höher liege als im Rest des Dezembers, sollte sich jeder bewusst sein, dass es "kein normales Weihnachtsfest, sondern ein Weihnachtsfest in der Pandemie" sei. Bei der Umsetzung der Beschlüsse durch die Länder komme es immer wieder auch zu Abweichungen in Detailfragen, was grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bedingungen verständlich sei.

Einige Länder wollen Hotels öffnen

Schleswig-Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin haben angekündigt, Hotelübernachtungen bei Familienbesuchen über Weihnachten zuzulassen. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert in der Frage in allen Bundesländern die gleichen Vorgaben. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte: "Es wäre gescheit, das bundesweit einheitlich zu regeln und es nicht in den Ländern eigene Schmankerl gibt. Da sollte so schnell wie möglich Klarheit geschaffen werden, damit der Familienbesuch auch jetzt geplant werden kann."

"Hotelöffnung auf dem Lande lohnt sich für viele nicht"

Es gebe eine Nachfrage für Übernachtungen in der Weihnachtszeit. Dies betreffe etwa auch Menschen, die sich über die Feiertage um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern müssten. Aus Sicht der Hotels sei die Frage dagegen differenziert zu betrachten: "Für unsere Betriebe ist das sehr stark abgängig vom Standort", sagte Hartges. In den Städten werde es eher eine Nachfrage geben als im ländlichen Raum. Die Öffnung dort werde sich für viele Hotels wirtschaftlich nicht lohnen.

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© BE

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