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Söder für bundesweit "kurzen, konsequenten Lockdown" | BR24

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Keine Hoffnung für die Gastronomie - Öffnungsschritte scheinen angesichts der dritten Welle in weiter Ferne.

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    Söder für bundesweit "kurzen, konsequenten Lockdown"

    Bayerns Ministerpräsident Söder hält einen härteren Lockdown für sinnvoll - aber nur, wenn alle Bundesländer mitmachen. Es gebe es zu viele Pläne statt eines großen Plans. Bundeseinheitliche Regeln seien besser - zum Beispiel bei der Notbremse.

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    • BR24 Redaktion

    Bei der Forderung nach strikteren Corona-Maßnahmen ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit CDU-Chef Armin Laschet auf einer Linie. Mit einem "Brücken-Lockdown" noch im April solle die Zeit überbrückt werden, bis mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind, hatte Laschet vorgeschlagen.

    Auch Söder spricht sich für einen "kurzen, konsequenten Lockdown" aus. "Das macht aber nur Sinn, wenn alle mitmachen", sagte der CSU-Chef im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Er sei - wie Kanzlerin Merkel, Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann und eben auch Armin Laschet - dafür, eine Gemeinschaftsaktion zu starten und nicht "endlos Klein-Klein zu machen."

    Kritik an Bundesländern, die nicht mitmachen

    Söder kritisierte in der Diskussion um härtere Maßnahmen, dass es dafür keine Unterstützung von den SPD-Ländern gebe. Und auch viele von der CDU geführte Bundesländer hätten sehr zurückhaltend reagiert.

    Söder warnte vor einem "Öffnungsblindflug" und mahnte in der dritten Pandemiewelle weiter zu Einschränkungen.

    "Je weniger konsequent wir sind, desto länger wird es dauern." Bayern Ministerpräsident Söder

    Notbremse bundeseinheitlich verankern?

    Söder beklagte rückblickend, es gebe zu viele Pläne in Deutschland statt eines großen Plans. Er sei überzeugter Föderalist, aber in der Pandemiebekämpfung seien bundeseinheitliche Regelungen deutlich besser. Er könne sich zum Beispiel gut vorstellen, dass die von den Inzidenzwerten abhängige Notbremse einheitlich in einem Bundesgesetz geregelt wird - damit sie nicht von jedem der 16 Landesgerichte gekippt werden könne.

    Spahn verlangt mehr Einigkeit von Bund und Ländern

    Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor in der ARD ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen angemahnt - von "möglichst allen 16 Ländern". Insbesondere müsse klar sein, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nicht über 100 steigen dürfe. Sollte dies künftig doch geschehen, müsse "sehr stark" reagiert werden.

    Warnung vor "Statistischem Blindflug"

    Ärztepräsident Reinhardt sprach sich in der "Rheinischen Post" dafür aus, neue Maßnahmen nicht im "statistischen Blindflug" zu verhängen. Die gegenwärtigen Inzidenz-Zahlen hält Reinhardt durch fehlende Meldungen über Ostern für verzerrt. Das Kippen der vergangenen Bund-Länder-Beschlüsse habe bereits Akzeptanz in der Bevölkerung gekostet. "Daraus sollten alle Beteiligten lernen."

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