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Corona-Lockerungen: Bund will Treffen von zehn Menschen erlauben | BR24

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Biergarten in Landshut an der Isarpromenade

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Corona-Lockerungen: Bund will Treffen von zehn Menschen erlauben

Das Bundeskanzleramt will eine Verlängerung der Corona-Kontaktbeschränkungen bis 5. Juli, zugleich aber weitere Lockerungen ermöglichen. Demnach sollen sich wieder bis zu zehn Menschen treffen dürfen.

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Die Bundesregierung will - zunächst bis 5. Juli - an Kontaktbeschränkungen festhalten, wobei diese wohl ein wenig gelockert werden sollen. Das geht aus dem Beschlussvorschlag von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) für Beratungen mit Ländervertretern hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach sollen sich ab 6. Juni bis zu zehn Menschen - oder die Angehörigen zweier Hausstände - treffen dürfen, sowohl zu Hause als auch in der Öffentlichkeit.

Bislang ist nur das Zusammenkommen mit Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushaltes erlaubt. Es gilt weiterhin, den Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten; in bestimmten öffentlichen Bereichen bleibt auch die Maskenpflicht bestehen. Darüber hinaus sollen in Regionen, in denen die Infektionszahlen steigen, weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden, um den Ausbruch einzudämmen.

Seibert mahnt: Fortschritte nicht gefährden

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es gehe darum, die erreichten Fortschritte nicht zu gefährden. Es gelte "sowohl mutig als auch wachsam" zu sein, wieder in Schulen, Restaurants und Sportvereine zurückzukehren, aber gleichzeitig die Hygiene-Regeln weiter zu beachten.

Seibert fügte hinzu, die Neuinfektionen bei einem Gottesdienst in Frankfurt und in einem Restaurant in Ostfriesland zeigten, was geschehen könne, wenn Grundregeln außer Acht gelassen würden. Und das sei vermeidbar.

Bund und Länder vertagen Beschluss zu Kontaktbeschränkungen

Ein Beschluss zur Verlängerung der Kontaktbeschränkungen wurde heute noch nicht getroffen. Die Ländervertreter sollen sich zunächst an diesem Dienstag mit den jeweiligen Regierungen zurückkoppeln, wie lange und unter welchen Bedingungen die Kontaktbeschränkungen fortgeschrieben werden sollen, wie aus Verhandlungskreisen verlautete.

Die bislang zwischen Bund und Ländern vereinbarten Beschränkungen gelten noch bis 5. Juni. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, danach auf die Auflagen verzichten zu wollen und diese allenfalls regional anzuwenden, wenn das Infektionsgeschehen es erfordere. Zuletzt gab Ramelow aber an, dass es auch weiterhin eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften geben solle.

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