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Corona-Lockerungen in Bayern: Kitas öffnen für alle Kinder | BR24

© picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB

Kitas, Krippen und Kindergärten öffnen für alle Kinder.

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Corona-Lockerungen in Bayern: Kitas öffnen für alle Kinder

Ab heute greifen in Bayern weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Alle Kinder wieder zurück in die Kitas und jeder kann sich auf Corona testen lassen. Außerdem sind Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind seit Montag deutlich einfacher.

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Die Maskenpflicht gilt nach wie vor in Geschäften, im Nah- und Fernverkehr. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, eine Maske zu tragen. Auch Mitarbeiter von Ladengeschäften im Kassen- und Thekenbereich oder an der Rezeption müssen seit letzter Woche keinen Mundschutz mehr tragen, wenn transparente Schutzwände in dem entsprechenden Bereich angebracht sind.

Was sich in Bayern diese Woche ändert und welche Beschränkungen weiterhin gelten:

Alle Kinder dürfen zurück in die Kita und Krippe

Ab Mittwoch, dem 01. Juli, dürfen in Bayern alle Kinder zurück in die Kita oder die Krippe. Bereits vor zwei Wochen wurde die Notbetreuung für Kinder weiter ausgeweitet. Kinder, die im nächsten Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden oder vor dem Übergang von der Krippe in die Kita stehen, durften bereits in Kindergärten und Krippen zurückkehren.

Zuletzt gab es immer wieder Kritik am andauernden Betreuungsverbot angesichts der positiven Entwicklung der Infektionszahlen in Bayern. Auch das Verwaltungsgericht Regensburg hatte das Betreuungsverbot zuletzt gerügt und für "unverhältnismäßig" erklärt.

Kostenlose Corona-Tests für jeden

Als erstes Bundesland bietet Bayern ab Mittwoch kostenlose Corona-Tests für jeden an. Auch all jenen, die keine Symptome haben, werde in "kürzester Zeit die Garantie gegeben, dass eine Möglichkeit besteht, einen Test zu machen und den dann auch zeitnah zu erhalten", sagte Ministerpräsident Söder. Dieses Konzept werde nun schrittweise hochgefahren.

Gelockerte Besuchsregeln in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen

Seit Montag gelten weniger strenge Besuchsregelungen in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Rehas und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Einrichtungen müssen die bisher geltenden Besuchsbeschränkungen durch individuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzen. Darin müssen unter anderem die Einhaltung von Mindestabständen und Hygieneregeln als auch Wege für Besucherinnen und Besucher geregelt sein. Konkret bedeutet das, Bewohnerinnen und Bewohner können deutlich mehr Besucher empfangen.

Tourismus: Einschränkungen für manche Urlauber in Bayern

Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und die dazugehörigen Wellnessbereiche sind wieder geöffnet. Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen allerdings nicht alle Gäste aufnehmen. Besucher, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eines anderen Bundeslandes anreisen oder ihren Wohnsitz in einer Region haben, in der die Corona-Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern lagen, dürfen in Bayern nicht beherbergt werden. Ausgenommen sind Menschen, die über einen negativen Corona-Test verfügen und ein ärztliches Attest vorweisen.

Private Feiern erlaubt – Großveranstaltungen weiterhin verboten

Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen sind seit vergangener Woche mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen außen erlaubt. Voraussetzung dabei ist aber, dass es sich um einen überschaubaren Teilnehmerkreis und nicht um ein beliebiges Publikum handelt, so das Ministerium. Diese Regel soll verhindern, dass bei einem Infektionsgeschehen eine mögliche Verbreitung des Virus nicht nachvollzogen werden kann.

Weiterhin verboten bleiben öffentliche Festivitäten oder auch Veranstaltungen für ein allgemeines und größeres Publikum. Vergangene Woche verlängerte die Bundesregierung das Verbot von Großveranstaltungen vom 31. August bis Ende Oktober.

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