BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa Bildfunk/ Sven Hoppe
Bildrechte: dpa Bildfunk/ Sven Hoppe

Leere Fußgängerzone: Heute startet wegen der Corona-Pandemie ein bundesweiter Lockdown, den Bund und Länder beschlossen haben.

17
Per Mail sharen

    Corona-Lockdown: Das ist im Freien erlaubt

    Aufgrund der hohen Infektionszahlen gelten im Lockdown jetzt strenge Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sogar eine Ausgangssperre. Die Wohnung darf nur mit triftigem Grund verlassen werden. Das ist draußen noch erlaubt.

    17
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Damit die Zahl der Kontakte sinkt, gelten im Lockdown tagsüber strengere Ausgangsbeschränkungen. Nur mit triftigen Gründen darf dann noch vor die Türe gegangen werden . Dazu zählen neben Wegen zur Arbeit oder zum Arzt auch Einkäufe und die weiterhin erlaubten Treffen mit einem weiteren Hausstand - insgesamt dürfen das aber maximal fünf Personen sein, Kinder bis 14 Jahre nicht mit eingerechnet.

    Nachts gilt eine Ausgangssperre

    Die Ausgangssperre ist im Grunde eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen, mit noch weniger erlaubten Ausnahmen. Nächtliche Ausgangssperre bedeutet in der Definition der Staatsregierung, dass zwischen 21.00 und 05.00 Uhr der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt ist.

    Das sind laut Kabinettsbeschluss Notfälle oder medizinisch unaufschiebbare Behandlungen, der Weg zur Arbeit, die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen, die Begleitung Sterbender oder "Handlungen zur Versorgung von Tieren" - also das Gassigehen. Und ein Verstoß gegen die landesweite Ausgangssperre wird teuer: Dafür will die bayerische Staatsregierung ein Mindestbußgeld von 500 Euro festsetzen.

    Sport und Bewegung an der frischen Luft

    Laufen gehen, mit dem Hund raus oder sich die Beine vertreten. Vor 21 Uhr ist Sport und Bewegung an der frischen Luft ein triftiger Grund, um das Haus zu verlassen. Aber auch beim Sport gilt: Möglichst wenige Kontakte zu haben. Das bedeutet, man darf mit dem eigenen oder einem anderen Hausstand und maximal fünf Personen, Sport treiben. Dazugehörige Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

    In die Berge fahren erlaubt, aber nicht empfohlen

    Ausflüge in die Berge sind zwar weiterhin rechtlich erlaubt, aber trotzdem gilt: Gruppen meiden. Einige Bergbahnen haben ihre Parkplätze schon gesperrt, weil sie zu viele Ausflügler, wie Skitourengeher befürchten.

    Spielplätze bleiben offen

    Anders als im Frühjahr bleiben Spielplätze geöffnet. Kinder dürfen Spielplätze unter freiem Himmel aber nur in Begleitung von Erwachsenen nutzen. Die begleitenden Erwachsenen sind gehalten, wo immer möglich auf ausreichenden Abstand der Kinder untereinander zu achten.

    Draußen keinen Glühwein trinken

    Sowohl der öffentliche Verkauf als auch der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist untersagt. Die konkret betroffenen Örtlichkeiten sind jeweils von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegen.

    Kein Böllern an Silvester

    Auch zum Jahreswechsel und an Weihnachten gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr sowie ein An- und Versammlungsverbot. Böller dürfen für Silvester nicht verkauft werden. Daher wird es in diesem Jahr auch keine öffentlichen Feuerwerke geben. Die Begründung: So kann sich niemand durch Böller verletzen und das Gesundheitssystem nicht zusätzlich belasten.

    Die Regeln und Maßnahmen sind in der elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15. Dezember festgeschrieben. Den kompletten Wortlaut finden Sie hier.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!