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Ein Vater arbeitet in der Küche am Laptop mit Kopfhörern, neben ihm sitzt seine Tochter und macht Hausaufgaben.

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    Corona-Krise: Opposition fordert mehr Kinderkrankentage

    Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen sehen die Grünen und die FDP die Gefahr, dass bundesweit auch wieder mehr Schulen und Kitas vorübergehend schließen müssen. Daher drängen sie auf mehr Unterstützung für Eltern.

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    • tagesschau.de

    Die Grünen und die FDP fordern in der Corona-Krise mehr Unterstützung für Eltern, die wegen der Pandemie ihre Kinder zu Hause betreuen. Beide Parteien forderten die Bundesregierung auf, die Zahl der zusätzlichen Kinderkrankentage nochmals zu erhöhen.

    "Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Virusmutationen ist absehbar, dass für viele Familien die bislang vorgesehenen zusätzlichen Kinderkrankentage nicht ausreichen werden", sagte die Vize-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der "Welt am Sonntag".

    FDP kritisiert mangelnde Unterstützung für Selbstständige

    Auch die FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr mahnte, in vielen Familien seien die Kinderkrankentage trotz Aufstockung bereits aufgebraucht. Gleichzeitig sei aber damit zu rechnen, dass es bundesweit immer wieder zu Schließungen von Kitas und Schulen kommen werde. Helling-Plahr kritisierte zudem, dass die Regelung bislang nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern gelte. Viele Selbstständige blieben dadurch außen vor.

    Für mehr Hilfe bei der Kinderbetreuung spricht sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund aus. Dessen Vorstandsmitglied Anja Piel betonte: "Die Mittel dafür, die aus den Beiträgen der gesetzlich Krankenversicherten vorgeschossen werden, müssen aus den Steuertöpfen an die Krankenkassen zurückfließen." Diese Zusage habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bislang nicht eingehalten.

    Kinderkrankentage für 2021 verdoppelt

    Der Bundestag hatte die Aufstockung der Kinderkrankentage in diesem Jahr im Januar beschlossen. Damit stehen in Familien jedem Elternteil pro Kind 20 statt zehn solcher Tage zu. Alleinerziehende können 40 Kinderkrankentage beantragen, ebenfalls doppelt so viele wie üblich.

    Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken unter zwölfjährigen Kindes nicht arbeiten gehen können. Bei Kindern mit Behinderungen fällt diese Altersgrenze weg. Voraussetzung ist allerdings, dass es niemanden im Haushalt gibt, der das Kind betreuen kann.

    Das Krankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes. Das Geld soll es nun aber auch geben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind oder der Zugang eingeschränkt ist. Das gilt auch, wenn Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen.

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