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Corona-Krise: Experten legen Konzept für Veranstaltungen vor | BR24

© dpa-Bildfunk/Tom Weller

Archivbild: Fußballspiele ohne Zuschauer

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    Corona-Krise: Experten legen Konzept für Veranstaltungen vor

    20 Experten haben ein Konzept zur Rückkehr von Zuschauern und Gästen zu Sport- und Kultur-Veranstaltungen in der Corona-Krise entwickelt. Mit besonderen Vorkehrungen sei Indoor eine Auslastung bis zu 30 Prozent, Outdoor bis zu 40 Prozent möglich.

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    • BR24 Redaktion

    Experten und Wissenschaftler sowie Vertreter von Kultur und Sport haben ein Konzept vorgelegt, das die Teilnahme von Zuschauern und Gästen an Kultur- und Sportveranstaltungen wieder ermöglichen könnte. Mit ihrem Konzept präsentieren die etwa 20 Wissenschaftler und Experten sowie mehr als 40 Kultur- und Sportinstitutionen erstmalig einen branchenübergreifenden Ansatz.

    Alkoholverbot bei Großveranstaltungen

    So soll für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ein umfassendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept gelten. Außerdem soll es unter anderem personenbezogene Tickets geben, um Kontakte nachverfolgen zu können. Bei Veranstaltungen von mehr als 1.000 Besuchern wird ein Alkoholverbot vorgeschlagen. Außerdem müsse eine Maskenpflicht gelten und ein Konzept für die An- und Abreise vorliegen. Die Gesamtauslastung könnte nach Ansicht der Experten so bei 25 bis 30 Prozent liegen.

    Outdoor: Auslastung bis zu 40 Prozent

    Für Freiluftveranstaltungen geht das Konzept bei vergleichbaren Maßnahmen von einermöglichen Auslastung von 35 bis 40 Prozent der Kapazität aus. Im Amateur- und Breitensportschlagen die Autoren zudem eine "Bagatelluntergrenze" vor, die bei Veranstaltungen mit ausreichendFlächen eine Sonderregelung vorsieht. Bei Einhaltung der Maskenpflicht und eines erweitertenAbstands sowie Kontaktmanagement durch technische Lösungen wie Apps könnten personenbezogeneTickets in diesem Bereich damit überflüssig werden, hieß es.

    Ein weiterer Vorschlag ist ein "Maximalmodell" mit Teststrategie: Auf Basis neuer Diagnostikmöglichkeiten soll die Erweiterung der Zugangsmöglichkeit zu Veranstaltungen umgesetzt werden - bis hin zu einer möglichen Vollauslastung von Opern, Konzerten und Sportereignissen. Zu diesem Zweck könnte die Kultur- und Sportbranche unter anderem Zuschauern und Gästen einen Antigentest am Veranstaltungsort zur Verfügung stellen, hieß es.

    Die Fokussierung nur auf Inzidenzien müsse geändert werden, sagte der Gesundheitsökonom Florian Kainzinger bei der Vorstellung der Studie. Der Grund: Risikogruppen seien immer mehr geschützt.

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