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Corona-Krise: 168 Millionen Kinder haben gar keinen Unterricht | BR24

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Kinder in Kenia

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    Corona-Krise: 168 Millionen Kinder haben gar keinen Unterricht

    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef beklagt eine "katastrophale Bildungskrise". Mehr als 168 Millionen Kinder weltweit sind wegen Corona-Maßnahmen ganz vom Schulunterricht ausgeschlossen. Die am meisten benachteiligten Kinder zahlten den höchsten Preis.

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    Von
    • Claudia Steiner

    Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer "katastrophalen Bildungskrise" wegen des weltweiten Lockdowns.

    Lateinamerika und Karibik stark betroffen

    Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder. Von den 14 Ländern waren demnach die Schulen in Panama die meisten Tage geschlossen, gefolgt von El Salvador, Bangladesch und Bolivien.

    In Schulen würden Kinder sich mit Gleichaltrigen austauschen, Unterstützung erhalten, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Impfungen sowie eine Mahlzeit bekommen. Die am stärksten Gefährdeten und die Kinder ohne Zugang zu Distanzunterricht sind laut Unicef einem erhöhten Risiko ausgesetzt, nie in die Schule zurückzukehren und zu Kinderehen oder Kinderarbeit gezwungen zu werden.

    "Die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis." Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore

    Kein Zugang zu Distanzunterricht

    In vielen dieser Ländern haben Kinder keinen Zugang zu Distanzunterricht. "Wir können es uns nicht leisten, in das zweite Jahr zu gehen, in dem diese Kinder nur eingeschränkt oder gar nicht in der Schule lernen können", so Fore weiter. Es dürfe nichts unversucht bleiben, um die Schulen offen zu halten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen.

    Insgesamt 888 Millionen Kinder beeinträchtigt

    Neuesten Daten der Unesco zufolge sind weltweit mehr als 888 Millionen Kinder durch vollständige oder teilweise Schulschließungen in ihrer Bildung beeinträchtigt. Um auf die Bildungskrise aufmerksam zu machen, enthüllte Unicef die Installation "Pandemic Classroom" - ein Modell-Klassenzimmer, das aus 168 leeren Schreibtischen besteht. Jeder Schreibtisch stehe für die Millionen Kinder, die in Ländern leben, in denen Schulen seit einem Jahr fast vollständig geschlossen sind.

    Unterstützung nach Ende des Lockdowns

    Wenn Schulkinder in ihre Klassenzimmer zurückkehren, benötigten sie Unterstützung, um sich wieder einzugewöhnen und den Lernstoff aufzuholen, unterstrich das Kinderhilfswerk.

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