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Kinder fühlen sich nicht gut über Corona informiert | BR24

© picture alliance / Zoonar | OKSANA SHUFRYCH

Eine neue Studie zeigt: Kinder fühlen sich nicht gut über Corona informiert

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    Kinder fühlen sich nicht gut über Corona informiert

    Kinder und Jugendliche können momentan nicht in die Schule gehen und auch keine Freunde treffen. Eine schwierige Situation, dazu kommt eine gewisse Unsicherheit im Wissen über das Coronavirus, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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    Von
    • Astrid Halder

    Die Wissenschaftler des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, kurz IZI, das dem Bayerischen Rundfunk untersteht, befragten über 800 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren. Sie wollten wissen, ob die Kinder das Gefühl haben, sie hätten genug Informationen, wie sie sich vor dem Coronavirus schützen können und wer ihnen solche Informationen vermitteln solle.

    Das Ergebnis ist ernüchternd. In der Studie "Das Themeninteresse von Kindern bei Nachrichtensendungen" wird deutlich, dass sich überraschend wenige Kinder sicher in ihrem Wissen über das Coronavirus fühlen. Dabei zeigen sich weder Geschlechter- noch Altersunterschiede.

    Experten werden meist nicht verstanden

    Nur ein kleiner Teil, nämlich 16 Prozent glaubt, gut informiert zu sein, so die Leiterin des Internationalen Instituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, Maya Götz: "Die anderen sagen, wir haben Defizite, wir möchten neue Informationen, aber auch Informationen, die wir richtig gut verstehen. Und da trauen sie am ehesten einem Jugendlichen oder einem jungen Erwachsenen, zum Beispiel einem Checker Tobi zu, dass er das richtig gut erklären kann." Experten seien für sie nur wenig attraktiv; und in dem, was sie sagten, nicht verständlich, so die Wissenschaftler.

    Kindgerecht aufbereitete Informationen wichtig

    Kinder bräuchten Informationen, die gezielt auf sie abgestimmt und altersgerecht und verständlich aufbereitet seien, so die Studienleiterin: "Was die Studie deutlich zeigt, ist, dass wir die Unsicherheit von Kindern im Umgang mit dem Virus unterschätzen."

    Das Interesse scheint bei den Kindern allerdings da zu sein. 66 Prozent suchen aktiv nach neuen Informationen, so ein Ergebnis der Studie. Zudem würden die meisten Kinder, nämlich 84 Prozent, etwa gerne wissen, wie es Kindern in anderen Ländern mit Corona geht.

    Bei einem Drittel der Kinder ist allerdings eine Ermüdung beim Thema Corona festzustellen. Sie möchten keine weiteren Informationen mehr dazu. Die Studie ist für Kinder in Deutschland repräsentativ.

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