Mehrere Männer mit schwarzem Hut, weißen Hemden und roten Westen spielen in einer Blaskapelle.

Einer Studie zufolge bergen Blasinstrumente weniger Ansteckungsgefahr bei Corona als Chorgesang.

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    Corona-Infektion: Blasmusik weniger ansteckend als Chorgesang

    Corona-Infektion: Blasmusik weniger ansteckend als Chorgesang

    In Bezug auf eine Corona-Infektion ist Blasmusik weniger ansteckend als Chorgesang. Singt ein Infizierter, können bis über 500 Mal mehr viruslastige Partikel als beim Atmen verbreitet werden. Nicht das einzige Ergebnis einer Untersuchung.

    Blasmusik machen ist weniger riskant als singen - zumindest was Infektionen mit dem Coronavirus betrifft. Laut Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation ist Blasmusik bei Corona-Gefahr weniger ansteckend als Chorgesang. Die Forscher aus Göttingen gaben am Donnerstag Ergebnisse ihrer Untersuchung heraus.

    Demnach schleudern infizierte Personen beim Singen und Sprechen in der gleichen Zeit über 500 Mal mehr viruslastige Partikel in die Luft als beim ruhigen Atmen. Beim Spielen von Blasinstrumenten hingegen gelangt deutlich weniger Aerosol in die Umgebung als beim Singen - aber immer noch bis zu 50 Mal mehr als beim Atmen.

    Ansteckungsfahr bei Gesang größer

    Die Forscher untersuchten, wie viele Partikel welcher Größe beim Spielen von 20 verschiedenen Blasinstrumenten freigesetzt werden. Ermittelt wurde dabei jeweils die obere Grenze für das Infektionsrisiko mit der Omikron-Variante.

    Das risikoreichste Instrument bei einer möglichen Verbreitung von Viren wie Sars-CoV-2 ist der Untersuchung zufolge also die Stimme. Der Studie zufolge bleiben vor allem die größeren, für die Übertragung von Viren besonders wichtigen Atemtröpfchen in den Blasinstrumenten hängen. Die Instrumente wirken somit wie ein Filter für größere Partikel. Partikel mit einer Größe von weniger als fünf Mikrometer dringen aber weitestgehend nach außen, sie bleiben länger in der Luft und breiten sich weiter aus, so dass sie vor allem in ungelüfteten Räumen hohe Konzentrationen erreichen können.

    Flöte birgt geringste Ansteckungsgefahr

    Relativ viele Viren können aber aus der Klarinette kommen. Sie setzt deutlich mehr Aerosol frei, das Krankheitserreger wie Sars-CoV-2 enthalten kann, als etwa die Flöte. Die Klarinette erreicht beinahe so hohe Werte wie beim Singen. So liegt das Ansteckungsrisiko bei der Klarinette und der Posaune in einem Abstand von anderthalb Metern nach vier Minuten bereits bei bis zu 50 Prozent. Im selben Abstand zu einer Flöte wird dieses Infektionsrisiko erst nach drei Stunden erreicht. Alle anderen gemessenen Instrumente lagen dazwischen.

    Mit Material von AFP

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