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Corona in den USA: Tausende US-Häftlinge kommen frei | BR24

© ARD/Marcus Schuler

Der US-Bundesstaat Kalifornien sieht sich infolge der Corona-Pandemie nicht länger in der Lage, die Sicherheit von Personal und Häftlingen in den überbelegten Gefängnissen zu gewährleisten.

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Corona in den USA: Tausende US-Häftlinge kommen frei

In den USA steigen die Corona-Fallzahlen weiter ungebremst. Kalifornien erwägt jetzt, 8.000 weitere Häftlinge aus den Gefängnissen freizulassen. Die Sicherheit von Inhaftierten und Personal könne nicht länger gewährleistet werden.

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Der US-Bundesstaat Kalifornien sieht sich infolge der Corona-Pandemie nicht länger in der Lage, die Sicherheit von Personal und Häftlingen in den überbelegten Gefängnissen zu gewährleisten. Daher sollen Ende August bis zu 8.000 weitere Strafgefangene vorzeitig freikommen - erneut, denn seit Beginn der Pandemie hat Kalifornien bereits etwa 10.000 Häftlinge auf freien Fuß gesetzt.

Die Ankündigung der weiteren Freilassungen erfolgte kurz nach Bekanntwerden von zahlreichen Corona-Neuinfektionen im Gefängnis San Quentin. In der Haftanstalt, die zu den ältesten in den USA gehört, waren mehr als tausend Insassen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA. Bislang wurden dort mehr als 300.000 Infektionen und mehr als 6.800 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Kritiker machen dafür auch die relativ frühen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in dem Westküstenstaat verantwortlich.

Von traurigem Rekord zu traurigem Rekord

Eben diese frühe Öffnung einiger Bundesstaaten hat der oberste Seuchenexperte der USA, Anthony Fauci, immer wieder kritisiert - erst am Freitag in dem Podcast des Online-Portals "FiveThirtyEight": "In einigen Staaten sprangen die Gouverneure und Bürgermeister im Wesentlichen über die Richtlinien und Kontrollpunkte und öffneten etwas zu früh", so Fauci. Insgesamt gäben die USA derzeit bei der Bekämpfung des Virus kein gutes Bild ab.

Die Folgen der frühen Öffnung spiegeln sich in den Fallzahlen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters stieg die Zahl der Corona-Infektionen allein am Freitag um fast 69.000 Fälle an. Höchstwerte gab es demnach in acht Bundesstaaten: Alaska, Georgia, Idaho, Louisiana, Montana, Ohio, Utah und Wisconsin.

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