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Wolfgang Panter vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ist froh über den Start der Impfungen in Betrieben. Er betont allerdings: "Wir haben nur wie alle das Problem, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen überschaubar klein ist."

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Corona-Impfungen in Betrieben: Nachfrage hoch, Impfdosen rar

Ab heute impfen die Betriebsärzte in Bayern flächendeckend. Beim Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ist man froh über den Impfstart. Problem: die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen ist überschaubar klein.

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Von
  • Babette Bauer
  • Kerstin Grundmann

Ab dem heutigen Montag können auch Betriebsärzte in Unternehmen Impfungen gegen Corona durchführen.

Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, sieht die Mediziner dafür grundsätzlich gut gerüstet. Im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 sagte Panter: "Wir sind zunächst mal froh, dass es jetzt endlich losgeht, weil die Nachfrage aus den Betrieben ist groß. Daher freuen wir uns."

Panter: Zahl der Impfdosen noch "überschaubar klein"

Panter betonte aber zugleich: "Wir haben nur wie alle auch das Problem, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen überschaubar klein ist." Dennoch ist es aus seiner Sicht sinnvoll, dass die Betriebsärzte jetzt mitimpfen: "Es macht absolut Sinn, weil die Nachfrage groß ist. Wir haben einen direkten Zugang zu Belegschaften."

Die Impfplanung müsse sich allerdings den entsprechenden Dosen anpassen. "Sie müssen im Betrieb überlegen, mit welchen Gruppen beginne ich. Das ist sicherlich eine Gemeinschaftsaufgabe gerade zwischen Unternehmensleitungen und den Betriebsräten und Personalvertretungen."

Mit Blick auf die Menschen, die geimpft werden wollen, sagte Panter: "Wir würden empfehlen, dort nach einer Gefährdungsbeurteilung vorzugehen. Das heißt, wo die Risiken größer sind, dort zu beginnen."

Mehr als 500.000 Impfdosen pro Woche von Jens Spahn zugesagt

Der VDBW-Präsident widersprach der Auffassung des Chefs der Bundesvereinigung der Deutschen Industrie, Russwurm, dass einige Unternehmen noch gar nicht wüssten, ob sie sich an der Impfkampagne beteiligen wollen: "Da kann ich genau das Gegenteil berichten." Für die Impfungen ab der kommenden Woche, ab dem 17. Juni, hätten sich noch mehr Kollegen gemeldet. "Wir haben jetzt eine Zahl von rund 6.300 Betriebsärzten, die Impfstoff angefordert haben."

Diese sollten dann jeweils 84 Impfdosen bekommen, erklärte Panter - und betonte: "Die Politik hat an der Stelle auch Wort gehalten. Spahn hatte 500.000 Dosen zugesagt. In dieser Woche werden es 700.000 Dosen sein und in der darauffolgenden sind es rund 600.000 Dosen."

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für Montagnachmittag zu einem Impftermin im BMW-Werk München angekündigt. Die erwarteten Impfstofflieferungen werden aber wohl auch dort nicht besonders üppig ausfallen. Siemens etwa erwartet 6.000, Audi 2.500 Dosen.

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