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Corona-Impfungen ab April: Grünes Licht für Hausärzte | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat für den Abbau von Bürokratie geworben. Das System müsse vereinfacht werden, sonst werde man die Ärzte und Ärztinnen nicht für die Impfungen gewinnen können

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Corona-Impfungen ab April: Grünes Licht für Hausärzte

Niedergelassene Ärzte sollen im April mit den Corona-Impfungen beginnen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Probleme bereitet aber noch die Bürokratie.

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  • Antje Dörfner

Im April soll es losgehen: Dann sollen auch die Hausärzte Corona-Impfungen verabreichen können. Das bestätigte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek nach einer Besprechung mit seinen Länderkollegen.

Bürokratie als Hindernis

Die Impfzentren sollen erhalten bleiben, betonte der CSU-Politiker in einem ARD extra am Abend. Es sei aber wichtig, die Ärzte bald hinzuzuziehen.

Der Minister mahnte, die Bürokratie beim Impfen müsse abgebaut werden. Es brauche ein einfacheres System, um die niedergelassenen Ärzte fürs Impfen zu gewinnen. Bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren sollen bestehen bleiben, betonte Holetschek. Er ist zurzeit der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

Holetschek: Impfstoff bleibt nicht liegen

In einer weiteren Sitzung wollen die Länder beraten, wer welche Menge an Impfstoff erhält. Der bayerische Gesundheitsminister wies darauf hin, dass keineswegs Impfstoff liegenbleibe. Die Länder seien beim Impfen gut dabei.

Der Impfstoff soll auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen, hieß es nach der Konferenz zudem. Der Aufwand für die Arztpraxen solle auf ein Minimum reduziert werden, hieß es.

2,5 Millionen Menschen bislang vollständig geimpft

Bund und Länder hatten bereits am Mittwoch beschlossen, dass mit steigenden Mengen an Impfdosen haus- und fachärztliche Praxen ab Ende März/Anfang April generell in die Impfkampagne eingebunden werden sollen. Die Priorisierung einzelner Bevölkerungsgruppen soll beibehalten werden, aber dann sollen die Ärztinnen und Ärzte selbst entscheiden, wer auf Basis der Empfehlungen die Impfung erhält.

Bis Sonntag wurden laut Bundesgesundheitsministerium 2,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Das sind drei Prozent der Bevölkerung. 5,2 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfdosis erhalten. 

75.000 Haus- und Facharztpraxen stehen fürs Impfen bereit

Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) stehen fürs Impfen 75.000 Haus- und Facharztpraxen in Deutschland bereit. Wenn 50.000 Arztpraxen täglich jeweils 20 Impfstoffdosen verabreichten, könnten laut KBV alleine dadurch bis zu fünf Millionen Impfungen in der Woche durchgeführt werden.

Wenn es genug Impfstoff gibt, kann es nach Modellrechnungen der KBV gelingen, am 1. August einen Impfvollschutz der gesamten Bevölkerung zu erreichen. 

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