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Warum Serbien beim Impfen so weit vorne liegt | BR24

© picture alliance/dpa/Sputnik | Alexander Miocic

Menschen in Belgrad warten auf ihre Corona-Impfung

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    Warum Serbien beim Impfen so weit vorne liegt

    Über 13 Prozent der rund sieben Millionen Einwohner Serbiens haben bereits zumindest die erste Impfung erhalten. Damit rangiert das Nicht-EU-Land europaweit auf Platz zwei hinter Großbritannien.

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    Von
    • Clemens Verenkotte
    • BR24 Redaktion

    Serbien ist nicht in der Europäischen Union und meilenweit von Deutschlands Wirtschaftskraft entfernt. Doch bei den Corona-Impfungen geht es in dem Balkanland deutlich schneller voran als hierzulande und in den anderen EU-Ländern.

    Vucic war klar, dass für Serbien nichts übrigbleiben wird

    Die Impfwilligen, die sich über eine digitale Plattform anmelden können, wählen zwischen den Impfstoffen aus. Denn neben den westlichen Vakzinen verfügt Serbien auch über den russischen Sputnik und den chinesischen Impfstoff Sinopharm.

    Neben den guten Beziehungen Serbiens zu Moskau und Peking liegt dies unter anderem daran, dass bereits im Sommer letzten Jahres für Staatspräsident Vucic klar war, dass große westliche Länder bis zu fünf- oder sechsmal mehr an Impfstoff bestellt hatten, als die Einwohnerzahl ihrer Länder beträgt. "Es war doch klar, dass für uns und andere Länder der Region nichts übrig bleiben wird", so Vucic später.

    Serbien setzt auf bilaterale Impfstoff-Verhandlungen

    Serbien hatte über das COVAX-System, eine Organisation, die von der Weltgesundheitsorganisation, der EU und Frankreich gegründet worden ist, um für einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu Impfstoffen zu sorgen, knapp zwei Millionen Impfdosen bestellt. Doch Ende Januar traf keine einzige Impfdosis dieser Bestellungen ein.

    Bilateral und in direkten Verhandlungen mit den Herstellern gelang es Serbien, zunächst rund 1,5 Millionen Dosen zu erhalten. Das größte Kontingent kam im Januar aus China: Eine Million Dosen des Impfstoffes von Sinopharm. Zusätzlich etwa 500.000 Stück des russischen Sputnik V und eine relativ kleine Menge des BioNTech/Pfizer Impfstoffes, rund 50.000 Dosen.

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