BR24 Logo
BR24 Logo
BR24

Stiko-Chef Mertens rechnet mit digitalem Impfpass | BR24

© picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Symbolfoto: Digitaler Impfpass

54
Per Mail sharen

    Stiko-Chef Mertens rechnet mit digitalem Impfpass

    Der Chef der Ständigen Impfkommission, Mertens, glaubt, dass es auch in Deutschland einen digitalen Impfnachweis geben wird. Damit könnte gegen das Coronavirus geimpften Menschen zum Beispiel der Zugang zu Kulturveranstaltungen ermöglicht werden.

    54
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, rechnet mit dem Einsatz digitaler Impfnachweise, um gegen das Coronavirus geimpften Menschen den Zugang zum Beispiel zu Kulturveranstaltungen oder Restaurants wieder zu ermöglichen. "In der Lebensvorsorge, in Kliniken oder Heimen, kommt das nicht infrage. Aber im privatrechtlichen Bereich - bei Kinos, Theatern, Restaurants und auf Fluglinien kann ich mir einen solchen Nachweis sicher vorstellen", sagte Mertens der "Bild"-Zeitung. "International ist das ja schon vielfach eingeführt", weshalb der Einsatz digitaler Impfnachweise in Deutschland gar nicht zu verhindern sei, sagte Mertens.

    Mertens: Niemand darf benachteiligt werden

    "Wichtig ist, dass zunächst das Impfangebot ausreicht, um niemanden zu benachteiligen", so Mertens. Auch der Ethikrat habe bereits Impfnachweise im privaten Sektor nicht ausgeschlossen, sagte der Virologe.

    Die Bundesregierung will die Voraussetzungen für einen digitalen Impfnachweis schaffen und unterstützt die beim EU-Gipfel im Januar besprochene europäische Lösung. Die Mitgliedsstaaten hatten damals Leitlinien für einen Impfnachweis besprochen, der zunächst ausschließlich für medizinische Zwecke verwendet werden soll. Auf einen späteren Zeitpunkt verschoben die Mitgliedstaaten die Entscheidung, ob ein solcher Impfnachweis auch im Alltag Anwendung finden sollte, etwa um Zutritt in Restaurants zu bekommen oder reisen zu können.

    Virusübertragung nach Impfung muss noch überprüft werden

    Ausnahmen für Geimpfte von den geltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatte auch die Bundesregierung bislang noch ausgeschlossen. Sie verwies vor allem darauf, dass zumindest bei dem noch geringen Anteil Geimpfter auch geklärt sein müsse, ob Geimpfte das Virus noch übertragen können. Berichte über eine Studie aus Israel, wonach die Impfung mit dem Biontech-Vakzin dieses nahezu ausschließt, bringen die Diskussion neu auf.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!