BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Corona-Hochburg: Thüringer Landkreis schließt Schulen und Kitas | BR24

© dpa-Bildfunk/Michael Reichel

Thüringer Nachbar-Landkreis zu Bayern schließt Kitas und Schulen.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Corona-Hochburg: Thüringer Landkreis schließt Schulen und Kitas

Wegen eines Inzidenzwertes von 395,6 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen schließt der thüringische Kreis Hildburghausen alle Kitas und Schulen. Hildburghausen grenzt direkt an die fränkischen Landkreise Coburg und Haßberge.

1
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Der thüringische Landkreis Hildburghausen schließt ab Mittwoch bis auf weiteres alle Kitas und Schulen. Wie das Landesbildungsministerium am Montagabend in Erfurt mitteilte, erfolgte die Entscheidung in enger Abstimmung mit der Landesregierung.

Drastischer Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis

Die Behörden reagieren damit auf den drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen in dem Landkreis. Nachbarlandkreise von Hildburghausen sind unter anderem im Süden und Südosten die fränkischen Landkreise Coburg, Haßberge und Rhön-Grabfeld.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen erreichte der sogenannte Inzidenzwert in Hildburghausen 395,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. "Daher haben sich heute die Verantwortlichen auf Kreis- und Landesebene gemeinsam zu gravierenden Schritten entschieden", erklärte das Landesbildungsministerium. Eine Notbetreuung solle aber weiter sichergestellt sein.

Schnelltests sollen mit Hilfe der Bundeswehr durchgeführt werden

Landesgesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sprach von einer "besorgniserregenden Situation". Vorgesehen sei nun, nach Ablauf von fünf Tagen mit Schnelltests das Infektionsgeschehen an den Schulen zu kontrollieren. Dafür seien Bundeswehrsoldaten zur Unterstützung angefordert worden. Dort, wo es keine Infektionen gebe, könnten Schulen und Kitas dann wieder öffnen.

Die Entscheidung sei den Beteiligten nicht leicht gefallen, doch "sind wir der Meinung, dass wir jetzt in diesem Landkreis zu einer Kontaktminimierung im größeren Sinne kommen müssen", erklärte Werner weiter. Das beschlossene Maßnahmenpaket umfasst auch zusätzliche Kontaktbeschränkungen und ein umfassendes Veranstaltungsverbot.

Keine Konsequenzen für Nachbarlandkreise

Im unterfränkischen Nachbarlandkreis Haßberge ist die 7-Tage-Inzidenz nach aktuellen RKI-Zahlen mit einem Wert von 264,3 ebenfalls hoch. Trotzdem haben die Maßnahmen im Landkreis Hildburghausen laut Landratsamt keine Konsequenzen für die Haßberge. Auch auf den unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld wirken sich die verschärften Maßnahmen im Nachbarlandkreis nicht aus. "Bei uns ist bisher alles im Rahmen. Nur wenige Schulklassen und Kindergartengruppen sind derzeit in Quarantäne", sagt eine Sprecherin des Landratsamts Rhön-Grabfeld. Schärfere Maßnahmen seien deshalb bislang nicht angedacht.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!