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Hebamme untersucht Bauch einer Schwangeren

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    Corona: Frauenärzte fordern Impfempfehlung für Schwangere

    Vor dem heutigen Impfgipfel von Bund und Ländern hat der Berufsverband der Frauenärzte eine generelle Impfempfehlung für Schwangere gefordert. Benötigt würden dafür rund eine Million Corona-Impfdosen.

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    • BR24 Redaktion

    Der Berufsverband der Frauenärzte fordert eine generelle Impfempfehlung für Schwangere. "Es wäre zum Schutz der Mütter und ihrer Ungeborenen außerordentlich hilfreich und wünschenswert, wenn beim Impfgipfel eine solche Empfehlung zugunsten der Schwangeren ausgesprochen würde", sagte Verbandspräsident Christian Albrig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Rund eine Million Impfdosen zusätzlich notwendig

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe leider noch keine generelle Empfehlung für die Corona-Impfung für Schwangere ausgesprochen, beklagte der Mediziner. "Es könnten aber, wie in Sachsen bereits geschehen, andere Länderregierungen oder gar das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Beschlüsse fassen", sagte Albrig.

    Um Schwangere flächendeckend zu impfen, müssten zusätzliche mRNA-Impfstoffe für die frauenärztlichen Praxen bereitgestellt werden. Er gehe von insgesamt etwa je 500.000 Dosen für Erst- und Zweitimpfung aus, sagte der Verbandspräsident.

    Corona-Impfung für Schwangere: Bisher kaum belastbare Daten

    Die Stiko ist bisher zurückhaltend. Denn noch mangelt es an belastbaren Daten. Bei den Zulassungsstudien der Impfstoffe waren Schwangere nicht einbezogen. Erste Daten darüber gibt es nur durch Zufall: So wurden auch Frauen geimpft, die zu dem Zeitpunkt noch nichts von ihrer Schwangerschaft wussten.

    Am 18. Mai 2021 gab die Stiko lediglich eine Impfempfehlung für Schwangere mit einem "erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände". Das ist aber keine generelle Impfempfehlung für Schwangere.

    Sächsische Impfkommission: Schwangere können sich impfen lassen

    Eine allgemeine Empfehlung hat bislang nur die Impfkommission des Bundeslandes Sachsen ausgesprochen. Schwangere sollen bevorzugt geimpft werden, und zwar mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna.

    Die Impfungen sollen sich der sächsischen Kommission zufolge frühestens ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester stattfinden, optimal in der 20. bis 24. Schwangerschaftswoche. Auch für Stillende haben die sächsischen Behörden eine Impfung empfohlen.

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