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Corona: Die Ereignisse vom 26. Oktober bis 01. November | BR24

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Covid-19-Testproben in Or Yehuda in Israel

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    Corona: Die Ereignisse vom 26. Oktober bis 01. November

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 26. Oktober bis 01. November.

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    Sonntag, 1. November 2020

    21.45 Uhr: 76 Corona-Fälle in Ochsenfurter Seniorenheim

    Im Curata Seniorenzentrum Haus Fuchsenmühle in Ochsenfurt sind 76 Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Landratsamt Würzburg mitteilt, steht nun das gesamte Seniorenzentrum unter Quarantäne. Am Samstagabend (31.10.2020) sind insgesamt 109 Bewohner und Mitarbeiter auf Covid-19 getestet worden. Bislang wurden dem Gesundheitsamt 76 positive Befunde vom Labor der Universitätsklinik Würzburg gemeldet. Nach Auswertung aller Ergebnisse sollen weitere konkrete Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Das Landratsamt Würzburg prüft aktuell, welche Maßnahmen erforderlich sind.

    21.25: Weltweit mehr als 46,12 Millionen Corona-Fälle

    Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 46,12 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und über 1,195 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit über neun Millionen bestätigten Fällen und mehr als 230.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

    20.20 Uhr: Trump schließt Lockdown wie in Europa aus

    Zwei Tage vor der Wahl in den USA hat Präsident Donald Trump trotz deutlich steigender Infektionszahlen einen Lockdown wie in Europa ausgeschlossen. "Ich liefere das große amerikanische Comeback und wir haben keine Lockdowns", sagte er. Europa habe die Infektionszahlen trotz Lockdown nicht in den Griff bekommen. "Jetzt müssen sie alles noch einmal machen. Was zum Teufel tun sie da? Ich glaube, ich gehe rüber und erkläre es ihnen." Der Republikaner sagte, sollte sein demokratischer Herausforderer Joe Biden die Wahl gewinnen, wolle dieser über "einige Jahre" hinweg einen Lockdown. "Unter einem Biden-Lockdown würdet Ihr in einem Gefängnisstaat leben", sagte Trump. Er stellte zudem in Aussicht, dass es "eine Frage von Wochen" sei, bis es eine Impfung gegen das Coronavirus gebe.

    19.55 Uhr: Mehr als zehn Millionen Infektionen in Europa

    In Europa haben sich laut einer Reuters-Zählung mittlerweile mehr als zehn Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. In den vergangenen fünf Wochen hat sich den Daten zufolge die Zahl der neuen Covid-19-Fälle in etwa verdoppelt. Im vergangenen Monat war die Zahl der Infektionen bereits in Lateinamerika und Asien über die Marke von zehn Millionen geklettert. In den USA wurden bislang etwa neun Millionen Infektionen registriert.

    19.20 Uhr: Giffey sieht Schulschließungen "letztes Mittel"

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat erneut bekräftigt, dass die Schließung von Schulen und Kitas trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen das letzte Mittel im Kampf gegen die Pandemie sein sollte. "Die Schulen sind besser vorbereitet auf viele Situationen, wo im März Ratlosigkeit angesagt war. Die Schließung von Kitas und Schulen sind nicht das erste Mittel, sondern sie sind das letzte Mittel, wenn es um Einschränkungen geht." In Deutschland gebe es über 30 000 Schulen und über 56 000 Kitas. Nur eine dreistellige Zahl sei derzeit wegen Corona-Infektionen geschlossen.

    19.10 Uhr: Italiens Regierung gerät wegen hoher Corona-Zahlen unter Druck

    In Italien stehen zum Wochenstart neue Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen mit möglichen Teil-Lockdowns an. Angesichts der rasant steigenden Infektionskurven wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag in beiden Kammern des Parlaments in Rom Erklärungen abgeben und anschließend per Dekret neue Beschränkungen erlassen, berichteten mehrere Medien am Sonntag. Vorgesehen seien Maßgaben für regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie in der Lombardei. Auch Metropolen mit hohen Corona-Zahlen wie Neapel oder Genua könnten zu roten Zonen mit Sperren werden. Diskutiert werde, die Reisen zwischen Regionen einzuschränken und den Schulunterricht verstärkt ins Internet zu verlegen.

    19.00 Uhr: Frankreich meldet 46.290 Neuinfektionen

    Frankreich meldet 46.290 Neuinfektionen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen beträgt damit über 1,4 Millionen. Weitere 231 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten in Frankreich beträgt 37.019.

    18.45 Uhr: Rund 200 Bundespolizisten und damit 0,4 Prozent positiv auf Coronavirus getestet

    Aktuell befinden sich vorsorglich 1.755 Angehörige der Bundespolizei in Quarantäne (3,4 Prozent). Davon seien 196 (0,4 Prozent) aktuell positiv getestet worden, teilt das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit. Die Bundespolizei beschäftigt rund 51.300 Mitarbeiter.

    18.40 Uhr: Ausnahmezustand im Kanton Genf

    Der Schweizer Kanton Genf verhängt angesichts knapper Krankenhausbetten in der Corona-Krise ab Montagabend den Ausnahmezustand. Schließen müssen Restaurants, Bars und Geschäfte, die keine Lebensmittel verkaufen, außerdem Kinos, Theater, Fitnesscenter und Dienstleister wie Friseure. Wie der Kanton mitteilte, sollen Schulen und Kindergärten offen bleiben. Die Schweizer Regierung hatte am Mittwoch neue Maßnahmen für das ganze Land verkündet. Seit Donnerstag müssen Bars und Restaurants landesweit um 23 Uhr schließen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt. Die Kantone sollen je nach Situation strengere Maßnahmen treffen.

    18.30 Uhr: DHfK Leipzig komplett in Quarantäne

    Nach dem Auftreten weiterer Coronafälle hat sich die komplette Mannschaft des Handball-Bundesligisten DHfK Leipzig in Quarantäne begeben. Somit kann Nationalspieler Philipp Weber in der anstehenden Länderspielpause nicht die Reise zur Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) antreten. Zudem stehe das für den 12. November angesetzte Heimspiel gegen TUSEM Essen vor einer Absage.

    18.25 Uhr: Erneut gewaltsame Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Spanien

    In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. Landesweit seien dabei 60 Menschen festgenommen und etwa 20 verletzt worden, wie das staatliche Fernsehen RTVE am Sonntag unter Berufung auf die Polizei berichtete. In der Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto "Wir gehen auf die Straße, das Volk hat es satt" gegeben. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

    18.15 Uhr: DOSB-Chef Hörmann fordert "Fingerspitzengefühl und Augenmaß"

    Der Deutsche Olympische Sportbund und sein Präsident Alfons Hörmann hoffen auf "Fingerspitzengefühl und Augenmaß" bei der Umsetzung des Teil-Lockdowns. Der Top-Funktionär des deutschen Sports forderte am Sonntag in der Sportreportage des ZDF, "zumindest für Kinder und Jugendliche und den Individualsport gute Lösungen" zu finden, damit Deutschland nicht in die Bewegungslosigkeit verfalle. Der 60-Jährige nahm einmal mehr den Staat in die Pflicht: Dort, wo jetzt vier Wochen wirklich pausiert werden müsse und finanzielle Schäden entstünden, müssten die verschiedenen staatlichen oder kommunalen Ebenen wertvolle und wichtige Hilfestellung bieten. "Das sind wir den Vereinen, das sind wir den acht Millionen Ehrenamtlichen schuldig."

    17.50 Uhr: Großbritannien meldet neuen Höchststand bei Neuinfektionen

    Die britischen Gesundheitsbehörden melden, dass binnen 24 Stunden weitere 23.254 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Das ist ein Anstieg von 1.339 gegenüber der Bilanz vom Samstag. Die Zahl der Toten steigt um 162 (Samstag: 326). Unterdessen hat die Britische Regierung einen länger dauernden Lockdown in England als die geplanten vier Wochen ins Spiel gebracht. Das Coronavirus sei so bösartig und könne sich so schnell bewegen, dass es dumm sei, vorherzusagen, was in vier Wochen geschehe, sagte Kabinettsminister Michael Gove dem Sender Sky News. Am 2. Dezember werde der bis dato geltende Lockdown geprüft. Die Regierung sei davon angetrieben, "was die Daten sagen".

    17.30 Uhr: In Österreich 1,50 Meter Abstand bei Gottesdiensten

    Die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich verschärfen in Absprache mit dem Kultusministerium ihre Corona-Schutzmaßnahmen für öffentliche Gottesdienste. Die wichtigste Änderung ist, dass ab Dienstag ein Mindestabstand von 1,5 Metern bei Gottesdiensten einzuhalten ist. Wie bisher ist dabei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Vereinbarung wurde heute beschlossen.

    17.15 Uhr: Brinkhaus: Corona-Regeln "gut begründet"

    Der Vorsitzende der Union im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat sich optimistisch geäußert, dass die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossenen Beschränkungen auch vor Gericht Bestand haben. "Diese Maßnahmen sind gut begründet. Wir haben ein sehr starkes Ansteigen des Infektionsgeschehens. Da muss jetzt was gemacht werden", sagte der CDU-Politiker im ARD Bericht aus Berlin. "Und ich denke, die Maßnahmen sind auch verhältnismäßig. Die Länder, die das dann auch umsetzen, haben das auch gut begründet."

    16.50 Uhr: Zahl der Covid-Patienten an Beatmungsgeräten vervierfacht

    Die Zahl der Covid-Patienten, die auf Intensivstationen in Bayern beatmet werden, hat sich nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft innerhalb eines Monats mehr als vervierfacht. "Derzeit werden 224 Covid-Patienten auf einer Intensivstation beatmet", sagte heute der Geschäftsführer Siegfried Hasenbein der Nachrichtenagentur dpa. Am ersten Oktober seien es 51 gewesen.

    Die bayerischen Krankenhäuser seien zwar "noch ein gutes Stück" von einer Überlastung entfernt. Aber Hasenbein sieht darin eine besorgniserregende Entwicklung. Insgesamt seien derzeit 1.300 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Patienten in einem bayerischen Krankenhaus, 245 von ihnen auf der Intensivstation. Die Krankenhäuser gehen davon aus, dass die Zahl der schwer erkrankten Covid-Patienten in den kommenden beiden Wochen weiter steigen wird.

    16.45 Uhr: Engpässe bei deutschen Gesundheitsämtern

    38 von rund 400 deutschen Gesundheitsämtern haben beim Robert Koch-Institut Überlastung angezeigt. Damit stößt fast jedes zehnte Amt mit dem Stand vom 30. Oktober entweder aktuell an Kapazitätsgrenzen oder rechnet innerhalb der nächsten Tage damit. Am 20. Oktober lagen 22 solcher Anzeigen vor, die sich je nach Überlastungsgrad in drei Kategorien gliedern.

    Die Engpässe bei den Gesundheitsämtern betreffen die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes.

    Die Gesundheitsämter sind verpflichtet, den Landesbehörden zu melden, wenn ihnen Personal für den Infektionsschutz fehlt. Die Länder wiederum melden dies an das Robert Koch-Institut weiter. Angaben zu spezifischen Kreisen oder Städten kann das RKI dabei nicht machen.

    16.30 Uhr: Fauci: USA steht "eine ganze Menge Leid" bevor

    Kurz vor der Wahl in den USA hat der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci die Amerikaner auf eine Verschlechterung der Pandemie-Lage eingestimmt. "Uns steht eine ganze Menge Leid bevor. Es ist keine gute Situation", sagte Fauci der "Washington Post". Die USA könnten vor dem Herbst und Winter "unmöglich schlechter positioniert sein". Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99.000 registrierten Neuinfektionen.

    16.30 Uhr: Kindergeburtstag in München mit über hundert Gästen

    Über hundert Gäste haben in einem Münchner Lokal gemeinsam den ersten Geburtstag eines Kindes gefeiert. Die Polizei habe das Fest am Freitagnachmittag aufgelöst und das Lokal geräumt, teilten die Beamten heute mit. Der Betreiber des Lokals und der Veranstalter des Festes wurden wegen Verstoßes gegen die Bayerische Infektionsschutzverordnung angezeigt. 

    Auch in anderen Teilen Münchens hielten sich die Bürger am Wochenende nicht immer an die Anti-Corona-Regeln: Am Samstag kontrollierte die Polizei nach eigenen Angaben in der Innenstadt 600 Passanten. In 180 Fällen erteilten die Beamten demnach Platzverweise, 380-mal sprachen sie mündliche Verwarnungen aus und 45-mal erstatteten sie Anzeige. 

    16.10 Uhr: Luftfahrtpräsident fordert rasche Einführung von Schnelltests

    Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Peter Gerber, fordert mehr Tempo bei der Einführung von Corona-Schnelltests für Flugreisende. "Wenn wir alle Ankommenden testen, wissen wir genau, wer infiziert ist", sagte Gerber, der auch Lufthansa-Cargo-Chef ist, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Schicke man stattdessen jetzt alle Fluggäste nicht-getestet fünf Tage in Quarantäne, wisse man das nicht und es sei unklar, ob alle die Quarantäne einhielten, wenn sie keine Symptome hätten.

    Die Regelung, dass aus Risikogebieten ankommende Passagiere vom 8. November an zunächst in Quarantäne statt zum Test müssen, führt nach Gerbers Ansicht in einen "De-Facto-Lockdown für die deutsche Luftfahrt". Die Neuregelung bringe keine zusätzliche Sicherheit. Der Lufthansa-Cargo-Chef sprach sich für Reisekorridore aus, auf denen Passagiere vor dem Flug mit Schnelltests geprüft werden. "Damit können wir ein hohes Maß an Sicherheit ermöglichen – für Passagiere und auch für Staaten, die sich fragen, ob sie Ankommende einreisen lassen", so Gerber.

    15.05 Uhr: Über 2.000 neue Corona-Fälle in Bayern

    Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 107.366 Menschen in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den aktuellen (Stand: 01.11.2020, 08:00 Uhr) Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen hervor. Seit gestern haben sich 2.036 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem starben vier Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren.

    Somit steigt die Zahl der Todesopfer bayernweit auf 2.806. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 125,85. Über diesem Durchschnitt liegen die Regierungsbezirke Schwaben, Ober- und Niederbayern. Über 200 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben die Städte Kaufbeuren und Rosenheim sowie die Landkreise Berchtesgadener Land, Kulmbach, Lichtenfels, Rosenheim und Rottal-Inn. Rottal-Inn in Niederbayern hat mit einem Wert von 314,40 mit Abstand den höchsten Inzidenzwert.

    14.40 Uhr: Positiver Test bei Eishockey-Bundestrainer

    Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Nationalteam muss daher beim Deutschland Cup in der kommenden Woche in Krefeld auf den 42 Jahre alten Finnen verzichten. Das teilte der Deutsche Eishockey Bund (DEB) heute mit. In Krefeld soll die DEB-Auswahl vom U18-Nationaltrainer Steffen Ziesche und vom Chefcoach der Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Thomas Popiesch, betreut werden. Auch Nationalverteidiger Moritz Seider musste seine Teilnahme absagen. Der aktuell bei Rögle BK aktive 19-Jährige kann wegen der dortigen Pandemie-Lage Schweden derzeit nicht verlassen.

    14.25 Uhr: Frankreich streitet um Geschäftsöffnungen

    In Frankreich nehmen die Proteste gegen die neu verhängten Corona-Maßnahmen zu. Zahlreiche Bürgermeister und Präsidenten großer städtischer Ballungsräume fordern eine schnelle Lösung in der Debatte um sogenannte lebenswichtige und nicht lebenswichtige Geschäften. In einem Brief an Premierminister Jean Castex kritisierten sie am Sonntag die neuen Corona-Regeln, weil diese zu Ungleichheiten führten.

    So dürfen seit Freitag Gartengeschäfte, Weinhändler, Baumärkte und Supermärkte geöffnet bleiben, während unter anderem Buchhändler und Boutiquen schließen mussten. Viele Bürgermeister fürchten um Geschäfte, die gegen die Konkurrenz großer Einkaufszentren kämpfen. In Frankreich wurden bis Samstagabend innerhalb von 24 Stunden 35 641 Neuinfektionen registriert. Damit liegt die Zahl der Infizierten in dem 67-Millionen-Einwohner-Land bei mehr als 1,3 Millionen.

    14.02 Uhr: Polizei zeigt 18 Maskenverweigerer bei Demonstration an

    Die Polizei hat 18 Demonstranten angezeigt, die am Samstag in Schweinfurt ohne Mund-Nasen-Bedeckung an einer Kundgebung teilgenommen haben. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, hatten sich tags zuvor etwa 100 Menschen in der Innenstadt zu einer Demonstration der Bürgerinitiative "Eltern stehen auf" getroffen -  die Organisatoren sprechen sich unter anderem gegen die Maskenpflicht aus. 

    "Die Veranstaltung war in der Größe genehmigt, allerdings unter der Auflage, dass die Teilnehmer Masken tragen", sagte der Sprecher. "Da sich 18 Demonstranten auch nach mehreren Aufforderungen und Gesprächen weiter weigerten eine aufzuziehen, wurden sie alle wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz angezeigt."

    13.55 Uhr: Deutschland kommt in Israel auf die rote Corona-Liste

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen kommt Deutschland am 8. November in Israel auf die Liste der sogenannten roten Länder. Dies teilte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag auf seiner Webseite mit. Damit müssen sich Einreisende aus Deutschland wieder in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Aktuell gilt diese Pflicht für Deutschland als "grünes Land" mit niedrigen Infektionszahlen nicht.

    Für Ausländer gilt in Israel seit März ein generelles Einreiseverbot. Es gibt allerdings Ausnahmen - etwa für Ausländer, deren Lebensmittelpunkt sich in Israel befindet. Die neuen Bestimmungen vom 8. November an gelten auch für Israelis, die aus Deutschland zurückkommen.

    Auch für Israel gilt aus deutscher Sicht eine Corona-Reisewarnung. Wenn in Deutschland am 8. November auch eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten in Kraft tritt, kann eine Reise zwischen beiden Ländern insgesamt fast einen Monat häusliche Absonderung bedeuten.

    Nach Verhängung eines zweiten Lockdowns in Israel vor eineinhalb Monaten sind die Infektionszahlen wieder deutlich gesunken. Am Sonntag verzeichnete das Gesundheitsministerium 218 neue Fälle. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in Israel vor einem Monat waren es noch mehr als 9.000 pro Tag.

    13.46 Uhr: Virologin Protzer: "Fußball kein Treiber der Pandemie"

    Die Virologin Ulrike Protzer von der TU München hält die Fortführung des Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga während der Corona-Pandemie für gerechtfertigt. "Der Fußball, unter den Maßnahmen wie wir ihn momentan durchgeführt haben, war kein Treiber der Pandemie", sagte die Münchner Virologin dem TV-Sender Sky. Man dürfe zwar nicht vergessen, dass in Italien die Verbreitung wohl durch ein Fußballspiel initiiert worden sei. Aber unter diesen Vorsichtsmaßnahmen war es, so Protzer, dann kein Treiber mehr.

    13.02 Uhr: Corona-Höchstwert im Iran - 434 Tote binnen eines Tages

    Die Zahl der Corona-Toten im Iran hat mit 434 Fällen innerhalb eines einzigen Tages einen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag gab es im gleichen Zeitraum mehr als 7.700 Neuinfektionen. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem 82-Millionen-Einwohner-Land aktuell bei mehr als 35.000 und die Zahl der Infizierten bei mehr als 620.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

    Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten dürften die Fallzahlen in Wirklichkeit mehr als doppelt so hoch sein wie amtlich angegeben. Sie verweisen darauf, dass es im Iran - der etwa so viele Einwohner wie Deutschland hat - zu wenige Testmöglichkeiten gebe. Dem Gesundheitsministerium zufolge werden 25.000 Tests gemacht. Experten sind der Meinung, dass mindestens 200.000 Tests am Tag erforderlich wären, um an genaue Fallzahlen zu kommen.

    12.38 Uhr: Drosten - Am besten so verhalten, als wären alle infiziert

    Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, rät in der Corona-Pandemie zu konsequent vorsichtigem Verhalten. "Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies lasse sich auch umkehren: "Wir tun so, als wäre der andere infiziert und wir wollten uns selbst schützen. Daraus ergibt sich unser Verhalten."

    Mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist laut Drosten vorerst nicht zu rechnen. "Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet", sagte er. "Aber spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können - wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen."

    12.18 Uhr: Millionen von Slowaken nehmen an landesweiten Massentest teil

    In der Slowakei läuft ein zweitägiger landesweiter Massentest. Ziel der Regierung ist, so viele Menschen wie möglich ab einem Alter von zehn Jahren zu testen und damit einen harten Lockdown zu vermeiden. Der Test ist kostenlos und wird als freiwillig bezeichnet. Aber wer daran nicht teilnimmt, muss in Quarantäne gehen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Jaroslaw Nad ließen sich am Samstag, dem ersten Tag, 2,58 Millionen der 5,5 Millionen Einwohner Abstriche abnehmen. Ein Prozent der Teilnehmer sei positiv getestet worden und müsse nun in Quarantäne. Mehr als 40.000 Mediziner, Soldaten, Polizisten, Verwaltungsmitarbeiter und Freiwillige sind im Einsatz. Es handelt sich um den ersten derartigen Versuch in einem Land vergleichbarer Größe.

    12.01 Uhr: Umfrage - Bundesbürger mit Merkels Corona-Kommunikation zufrieden

    Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sind nach einer Umfrage mit den Erläuterungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Corona-Pandemie zufrieden. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey für die "Augsburger Allgemeine" bescheinigten ihr 61,8 Prozent der Befragten eine gute Kommunikation. Unzufrieden sind dagegen drei von zehn Deutschen.

    Betrachtet man die im Bundestag vertretenen Parteien, zeigen sich lediglich die Anhänger von AfD und FDP mehrheitlich unzufrieden mit der Kommunikation der Kanzlerin: Knapp neun von zehn AfD-Wählern und sieben von zehn FDP-Sympathisanten sehen dies so. Anhänger von Union, Grünen und SPD stellen sich dagegen klar hinter Merkel. Die größte Zufriedenheit herrscht mit 83,5 Prozent bei Wählern von CDU und CSU.

    11.54 Uhr: Italien will Anfang der Woche Anti-Corona-Maßnahmen verschärfen

    Italiens Regierung plant für Anfang der Woche eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag im Parlament in Rom eine Erklärung abgeben und anschließend per Dekret neue Restriktionen erlassen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Vorgesehen sind nach Medienberichten regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie der Lombardei und in Metropolen wie Neapel und Genua. Reisen zwischen den Regionen könnten stark eingeschränkt werden.

    Die Mitte-Links-Regierung hatte im Laufe des Oktobers schon mehrfach per Dekret immer neue Corona-Maßnahmen erlassen. Im ganzen Land gilt zudem seit mehr als drei Wochen eine Maskenpflicht. Theater und Kinos sind seit rund einer Woche geschlossen. Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr Gäste bedienen. Der Unterricht an Gymnasien soll teilweise online laufen.

    Im Laufe der Woche mehrten sich die Proteste von Verbänden und Bürgern gegen die Verschärfungen. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Samstag 31.758 Neuinfektionen in 24 Stunden, außerdem gab es an einem Tag fast 300 neue Todesopfer.

    11.03 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Müller verteidigt Teil-Lockdown

    Kurz vor Inkrafttreten des Corona-Teil-Lockdowns am Montag hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Bund-Länder-Verständigung auf verschärfte Pandemie-Auflagen mit Nachdruck verteidigt. "Überall um uns herum in ganz Europa ist der Lockdown schon beschlossen oder kündigt sich an", sagte Müller heute in einer Regierungserklärung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. Es gehe darum, "jetzt zu handeln, nicht irgendwann, wenn es zu spät ist".

    Müller warb angesichts der massiv gestiegenen Infektionszahlen auch in der Hauptstadt um Verständnis für die bevorstehenden Einschnitte in Teilen des öffentlichen Lebens, auf die sich der Bund und die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am vergangenen Mittwoch verständigt hatten. Müller ist seit Anfang Oktober Vorsitzender der MPK.

    10.50 Uhr: Gesundheitsämter immer stärker überlastet

    Die Gesundheitsämter in Deutschland berichten laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" von einer zunehmenden Überlastung. Viele seien überfordert von der großen Zahl von Corona-Infektionen, die sie nachverfolgen müssen, berichtet das Blatt unter Berufung auf eine Umfrage bei den Gesundheitsministerien der Bundesländer. So habe in Baden-Württemberg aktuell ein Drittel aller Gesundheitsämter seine Überlastung angezeigt. Damit werde dem Dienstherrn gemeldet, dass die Arbeitslast nicht mehr in vollem Umfang bewältigt werden könne. Mehr als die Hälfte der Gesundheitsämter im Südwesten habe zudem Hilfe durch die Bundeswehr beantragt.

    10.42 Uhr: Außenhandelspräsident - im 2. Quartal 2021 wohl Rückkehr zu "Business as usual"

    Außenhandelspräsident Anton Börner rechnet laut "Handelsblatt" damit, dass bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres ein Impfstoff zur Verfügung steht. Danach komme es zu einem starken Aufschwung, wird er zitiert. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im zweiten Quartal zum Business as usual zurückkehren können. Damit ist das Thema dann erst mal weg." Die politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hält der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA) grundsätzlich für "konsequent und richtig". Allerdings gehe ihm die komplette Schließung aller Restaurants zu weit.

    10.24 Uhr: Ganz Nordrhein-Westfalen ist Corona-Risikogebiet

    Ganz Nordrhein-Westfalen ist nach Darstellung des Robert Koch-Instituts (RKI) Corona-Risikogebiet. Wie aus der Webseite des RKI am Sonntagmorgen hervorging, überschritt Soest die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - damit ist das Bundesland auf der Landkarte nun komplett rot oder hellrot markiert. Besonders angespannt bleibt die Situation der Statistik zufolge in Solingen mit einem Inzidenzwert von 206 - mehr war es sonst nirgends in Nordrhein-Westfalen.

    10.19 Uhr: Corona-Inzidenz im Landkreis Rottal-Inn laut RKI wieder unter 300

    Der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen im Landkreis Rottal-Inn ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder unter die Marke von 300 gesunken. Am Sonntag meldete das RKI 293 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Vortag waren es noch 304,5 gewesen. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch der Landkreis Amberg-Sulzbach befand sich am Sonntag nach RKI-Angaben mit einer Inzidenz von 36,9 nicht in einer der beiden höchsten Warnstufen. Die rote Warnstufe gilt ab einem Wert von 50, die dunkelrote ab einer Inzidenz von 100.

    09.54 Uhr: Divi-Sprecher: Personalmangel senkt Intensivbetten-Kapazität

    In Deutschland sind nach Auffassung der zentralen Registerstelle weniger freie Intensivbetten einsatzbereit als angenommen. "Bundesweit melden Kliniken freie Betten als verfügbar an, obwohl einige wegen des Personalmangels gar nicht genutzt werden können", sagte der Sprecher des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der "Welt am Sonntag". "Wir wiegen uns bei der Zahl der freien Intensivbetten in falscher Sicherheit".

    Divi, die Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, vertritt mehr als 3.000 Intensivmediziner und Pflegekräfte, die derzeit auf deutschen Intensivstationen arbeiten. Zudem sammelt die Organisation in dem Intensivregister die Zahl der von den deutschen Krankenhäusern gemeldeten freien Betten auf den Intensivstationen.

    Karagiannidis rief alle Kliniken auf, "ganz ehrlich" ihre freien Betten zu melden. "Die Zahl ist Grundlage für politische Entscheidungen", mahnte er. "Einigen Geschäftsführern ist nicht klar, welche große gesellschaftliche Verantwortung sie mit dieser Meldung tragen."

    09.25 Uhr: Veranstalter von Corona-Demo legen Beschwerde gegen Urteil ein

    Die Veranstalter der für heute in München geplanten Demo gegen die Corona-Maßnahmen haben Beschwerde gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts München eingelegt. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) mit. Die Beschwerde richtet sich nach Angaben eines VGH-Sprechers unter anderem gegen die Beschränkung auf 1.000 Teilnehmer und die Anordnung einer Maskenpflicht. Das Kreisverwaltungsreferat hatte die Auflagen ausgesprochen, das Verwaltungsgericht bestätigte sie am späten Samstagabend. Dagegen gehen die Organisatoren vom Bündnis "Querdenken 089" nun vor. Der Verwaltungsgerichtshof ist die letzte Instanz. Die Demonstration ist für den Nachmittag geplant.

    09.15 Uhr: Erneut gewaltsame Proteste in Spanien

    In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. In der Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto "Wir gehen auf die Straße, das Volk hat es satt" gegeben. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

    Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag hatte das Parlament der Verlängerung des Alarmzustandes - der dritthöchsten Notstandsstufe - bis zum 9. Mai zugestimmt. 13 der 17 autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, riegelten ihr Territorium für bis zu zwei Wochen ab. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen. In vielen Städten gelten nächtliche Ausgangssperren. Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs sind geschlossen, nur Kindergärten und Schulen sind weiter offen.

    08.50 Uhr: Weitere Lockerungen in Israel

    Eineinhalb Monate nach Beginn des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sind heute weitere Lockerungen in Kraft getreten. Die Grundschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder für rund eine halbe Million Schüler der ersten bis vierten Klasse. Für die Kinder gilt eine durchgängige Maskenpflicht im Unterricht und in den Pausen. Auch Ferienwohnungen sowie Friseur- und Kosmetiksalons dürfen wieder geöffnet werden, Fahrunterricht ist ebenfalls wieder erlaubt. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Erbitterung gab es unter Straßenhändlern, weil deren Geschäfte voraussichtlich erst in einer Woche geöffnet werden. Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen - ähnlich wie die gegenwärtige Lage in Europa. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Diesmal sollen die Lockerungen vorsichtiger umgesetzt werden, damit die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schnellen.

    Auch nach ersten Lockerungen in Israel vor zwei Wochen sinken die Infektionszahlen weiter. Am Sonntag verzeichnete das Gesundheitsministerium 218 neue Fälle. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in Israel vor einem Monat waren es noch mehr als 9.000 am Tag gewesen.

    07.02 Uhr: Australien erstmals seit fast fünf Monaten ohne neue Positiv-Tests

    Australien meldet erstmals seit fast fünf Monaten keine neuen Positiv-Tests. Das gibt Gesundheitsminister Greg Hunt bekannt. Er bedankt sich in einer Twitter-Mitteilung beim australischen Volk und insbesondere den Beschäftigten des Gesundheitswesens. Es hatte massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Virus gegeben. Besonders stark betroffen war der Bundesstaat Victoria, wo weltweit mit die schärfsten und längsten Lockdown-Maßnahmen verhängt worden waren. Diese wurden bereits vergangene Woche größtenteils beendet.

    05.57 Uhr: RKI meldet 14.177 Corona-Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 14.177 neue Positiv-Tests. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle auf 532.930. Es starben weitere 29 Menschen, die positiv getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle summiert sich damit auf 10.481.

    05.30 Uhr: SPD-Fraktion will neue Grundlage für Corona-Maßnahmen

    Die SPD-Fraktion will die Gesetzesgrundlage für die Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern überarbeiten. "Der Bundestag kann und muss diese Leitplanken im Infektionsschutzgesetz differenzierter, als das bisher der Fall ist, vorgeben", heißt es in einem Positionspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es soll am Dienstag von der Fraktion verabschiedet werden. Die Neuregelung sei nötig, um einen "Regelungsflickenteppich der Länder" zu verhindern und eine effektive Bekämpfung der Pandemie zu ermöglichen.

    Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, sagte der dpa, über eine Reform der vagen Regelungen im Infektionsschutzgesetz, auf die sich viele Auflagen derzeit stützen, dürfe nicht erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 beraten werden. "Die Zeit haben wir nicht. Es eilt." Fechner warnte: "Sonst gehen wir das ganz große Risiko ein, dass der Super-GAU eintritt und alle sinnvollen Corona-Maßnahmen von den Gerichten wegen mangelnder Rechtsgrundlagen gekippt werden."

    03.23 Uhr: Mexiko meldet über 6.000 neue Corona-Fälle - 464 Tote

    In Mexiko steigen die Neuinfektionen weiter deutlich. Das Gesundheitsministerium berichtete am Samstag (Ortszeit) von 6.151 neuen Corona-Fällen, womit sich die Gesamtzahl auf 924.962 erhöhte. Die Zahl der Todesopfer nahm um 464 auf 91.753 zu. Die Regierung geht davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

    00.37 Uhr: Bundesweit 165 Schulen pandemiebedingt komplett geschlossen

    In Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge aus Infektionsschutzgründen aktuell mindestens 165 Schulen komplett geschlossen. Das ergab eine Umfrage der "Welt am Sonntag" unter den 16 Kultusministerien der Bundesländer. Am höchsten ist die Zahl demnach mit 135 in Bayern. In Hessen findet derzeit in sechs Schulen wegen der Corona-Pandemie kein Präsenzunterricht statt, in Mecklenburg-Vorpommern vier, in Schleswig-Holstein zwei.

    In einer Reihe von Ländern ist derzeit keine Schule vollständig außer Betrieb. Dazu gehören den Angaben nach Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Thüringen, Berlin, Hamburg und Bremen. Wie in den anderen Ländern auch befinden sich hier aber ebenfalls teils viele Schüler und Klassenverbände in Quarantäne, berichtete die Zeitung.

    00:16 Uhr: DIW - Zweiter Lockdown kostet Wirtschaft 19 Milliarden Euro

    Der ab Montag geltende einmonatige Lockdown infolge der Corona-Krise kommt der deutschen Wirtschaft nach Berechnungen des DIW-Instituts teuer zu stehen. Er werde ihr rund 19,3 Milliarden Euro kosten, ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die "Welt am Sonntag". Mit Einbußen von 5,8 Milliarden Euro sind demnach Gastronomie und Hotels am härtesten betroffen. Das wäre ein Verlust von 55 Prozent der üblichen Wirtschaftsleistung in einem Vierteljahr.

    Die Bereiche Sport, Kultur und Unterhaltung müssen ein Minus von 2,1 Milliarden Euro verkraften, der Handel von 1,3 Milliarden Euro. Die deutsche Industrie muss dem DIW zufolge mit einem Minus von 5,2 Milliarden Euro rechnen. Ein Großteil der übrigen Summe entfällt auf Unternehmensdienstleister, Logistikunternehmen und auch Kinobetreiber.

    Samstag, 31. Oktober 2020

    23.45 Uhr: Insgesamt fast 160.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 18.947 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 407 auf 159.884 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    21.50 Uhr: Lockdown für große Teile Portugals angeordnet

    Die Regierung in Lissabon hat für weite Teile Portugals einen Lockdown angekündigt. Dieser solle ab dem 4. November gelten, teilt Ministerpräsident Antonio Costa mit. Die Maßnahmen beträfen etwa 70 Prozent der Bevölkerung des südeuropäischen Landes. Schulen und für das tägliche Leben notwendige Geschäfte sollen offen bleiben.

    21.14 Uhr: Ziemiak: CDU-Vorsitzkandidaten einigen sich auf Parteitag Mitte Januar

    Die drei CDU-Vorsitzkandidaten haben sich darauf geeinigt, die Führungsfrage der Partei bei einem Parteitag Mitte Januar zu lösen. Das teilte Generalsekretär Paul Ziemiak per Twitter mit.

    Der Landesvorstand der NRW-CDU, die ein Drittel der Delegierten des Bundesparteitages stellt und der alle drei Kandidaten angehören, hat die Vorgabe gemacht, dass ein Parteitag "so schnell wie möglich rechtssicher in Präsenz" stattfinden sollte. Wenn das nicht möglich sei, sollte man eine von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak vorgeschlagene "dezentrale Lösung in Präsenz" einem digitalen Parteitag vorziehen. Den drei Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen wäre ein zentraler Präsenzparteitag am liebsten, teilte Ziemiak mit. Zweite Option ist ein Präsenzparteitag, der an verschiedenen Orten stattfindet, und notfalls als dritte Option ein Online-Parteitag mit digitaler Wahl des Bundesvorstandes.

    20.12 Uhr Teil-Lockdown für England im November

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat jetzt auch für England einen Teil-Lockdown angekündigt. Ab Donnerstag sollen dort nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben. Alle anderen Orte - etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs - müssen bis zum 2. Dezember schließen. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich schärfere, temporäre Corona-Maßnahmen als bisher in England.

    Der Regierungschef schwor die Briten darauf ein, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen - wie Arbeit, Sport, Einkäufe oder die Pflege Angehöriger.

    Am Samstag meldete Großbritannien knapp 22 000 Neuinfektionen. Damit durchbrach das Land die Schwelle von einer Million bestätigten Coronavirus-Fällen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Vereinigte Königreich nach Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control 451 Fälle pro 100.000 Einwohner.

    19.02 Uhr: Fast 100.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA sind binnen 24 Stunden 99.750 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 9,024 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Toten stieg um 1.009 auf 229.109. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

    18.50 Uhr: Mehrere Tausend Menschen bei Corona-Protesten in Deutschland

    Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in verschiedenen deutschen Städten gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Dem Aufruf der Initiative "Querdenken" folgten dabei in Dresden mehrere Tausend Menschen. Die Veranstalter hatten für die Versammlung 1.000 Menschen angemeldet. Deshalb stand zeitweilig im Raum, dass die Demo wegen Überfüllung aufgelöst werden sollte. Ordner bemühten sich, die Menge zu entzerren und die Menschen auf angrenzende Flächen zu verteilen. Viele Teilnehmer verzichteten auf eine Mund-Nasen-Bedeckung und gaben bei Kontrollen durch die Polizei an, ein Attest zu besitzen.

    In Karlsruhe haben sich am Samstag rund 900 Menschen bei einer Querdenken-Demonstration gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen versammelt. Da die Teilnehmer sich nicht an die vorgeschriebenen Abstandsregeln hielten, hätten Polizei und Ordnungsamt mehrfach darauf hinweisen müssen, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Die Veranstaltung habe deshalb kurz vor der Auflösung gestanden. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hatte die Auflage eines Maskengebots für die Querdenken-Demo nach einer Beschwerde der Organisatorin aufgehoben und stattdessen ein Abstandsgebot zur Auflage gemacht.

    In Darmstadt waren knapp 300 Menschen gekommen, die Düsseldorfer Polizei zählte rund 100 selbst ernannte "Corona Rebellen".

    18.33 Uhr: Stockholm schließt wegen Corona-Lage städtische Museen

    Die schwedische Hauptstadt Stockholm schließt wegen der zunehmenden Corona-Infektionen ab Sonntag vorübergehend alle städtischen Museen und Kunsthallen. Zudem wird Gruppentraining in den städtischen Schwimmbädern ebenso gestrichen wie am Wochenende das Schlittschuhlaufen in den Eishallen, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Damit wolle man den Stockholmern helfen, den allgemeinen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten Folge zu leisten. Schwimmbäder und Sportanlagen blieben zwar offen, sollten jedoch nicht besucht werden. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 19. November.

    18.10 Uhr: Auch Estland meldet Rekordwert an neuen Corona-Fällen

    In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute mit 134 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus den Daten der Gesundheitsbehörde in Tallinn hervor. Der bisherige Rekordwert lag bei 125 Fällen.

    Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4.905 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Der Baltenstaat gehört nach Angaben der EU-Behörde ECDC trotz steigender Fallzahlen zu den aktuell am wenigsten betroffenen Ländern in Europa. Estland ist das einzige EU-Land, das auf der Corona-Risikoliste der Bundesregierung noch als "risikofrei" gilt.

    18.01 Uhr: Erneut über 30.000 Neuinfektionen in Italien

    In Italien sind innerhalb von 24 Stunden 31.758 Neuinfektionen registriert worden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das ist der höchste Stand seit dem Beginn der Pandemie. Erst gestern hatte das Land mit 31.084 Fällen einen Rekord vermeldet. Auch die Zahl der Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden in dem Mittelmeerland ist am Samstag gestiegen. Die italienischen Behörden registrierten fast 300 neue Todesopfer mit oder durch das Virus. Am Vortag lag diese Zahl bei knapp unter 200 Toten, vor genau einer Woche hatte sei etwa halb so hoch (151) wie am Samstag gelegen.

    17.58 Uhr: Höchststand an Neuinfektionen in Litauen

    Erstmals sind in Litauen mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gezählt worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden in dem baltischen EU-Land 1.001 Fälle binnen 24 Stunden registriert. Im gleichen Zeitraum starben acht Menschen in Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie.

    Litauen hat knapp drei Millionen Einwohner. Die Entwicklung der Corona-Zahlen ist nach Angaben der EU-Behörde ECDC dabei aktuell schlechter als in Deutschland. Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen stellte die Regierung in Vilnius jüngst 21 der 60 Kommunen des Ostseestaats unter lokale Quarantäne. Seit Freitag sind in Litauen zudem Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten vorübergehend bis zum 13. November untersagt. Ausgenommen sind Sport- und Kulturveranstaltungen, für die Teilnahmebeschränkungen gelten.

    17.42 Uhr: Erdogans Sprecher und türkischer Innenminister mit Coronavirus infiziert

    Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Auf Twitter schrieb Kalin am Samstag, ihm gehe es «Gott sei Dank» momentan ganz gut. Er habe nur milde Symptome. Zuvor hatte am Samstag auch Innenminister Suleyman Soylu mitgeteilt, er sei positiv getestet worden, ebenso wie seine Frau und Tochter.

    Zuvor war bereits bekannt geworden, dass sich auch der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch dessen Frau und Tochter hätten sich infiziert, teilte er am Samstag auf Twitter mit. Sie würden alle im Krankenhaus behandelt. "Glücklicherweise geht es uns jetzt etwas besser", ergänzte er. Soylu ist der höchste türkische Amtsträger, der sich bislang mit dem Virus angesteckt hat.

    17.09 Uhr: Dänemark führt Corona-Warnsystem ein

    Dänemark führt ein Warnsystem mit fünf Risikostufen zur Coronavirus-Lage im Land ein. Mit dem System sollen die Dänen besser vorhersehen können, welche Corona-Maßnahmen je nach Situation auf sie zukommen können, wie das dänische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte.

    Einmal pro Woche soll demnach von einer Expertengruppe bewertet werden, wie groß das Corona-Risiko im Land und in den fünf dänischen Regionen ist. Nach dänischen Angaben gibt es ähnliche Systeme bereits in anderen europäischen Ländern.

    16.55 Uhr: Österreich verhängt Teil-Lockdown

    Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. "Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

    Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen.

    "Es ist notwendig, diesen Schritt zu setzen, um eine Überlastung der Intensivmedizin zu verhindern", sagte Kurz. Am Sonntagnachmittag muss noch der Hauptauschuss des Parlaments den Maßnahmen zustimmen. Die Verordnung gilt bis zum 30. November, die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden.

    16.53 Uhr: Unions-Wirtschaftsflügel für neue Corona-Strategie

    Der Chef des Unions-Wirtschaftsflügels wirbt mit Blick auf den am Montag in Kraft tretenden Teil-Lockdown für eine neue Corona-Strategie. "Wie wir weitere Lockdowns in der Zukunft finanzieren wollen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft", sagte der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Carsten Linnemann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts der hohen Kosten werde es dann immer schwerer, aus den Schulden wieder herauszuwachsen. Die Alternativen seien niedrigere Sozialstandards oder Inflation.

    16.38 Uhr: Corona-Anstieg: Italiens Regierung erwägt Lockdowns für Hotspots

    Italiens Regierung plant wegen der steil steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Das bestätigten führende Kabinettsmitglieder am Samstag. Aktuell gebe es laufend neue Treffen in Rom für ein Dekret, "das mit Sicherheit noch restriktiver sein wird", sagte Außenminister Luigi Di Maio der Zeitung "Il Foglio".

    Regierungschef Giuseppe Conte sagte bei derselben Veranstaltung in einem Videogespräch: "Die Regierung arbeitet daran, ob sie im Kampf gegen Covid-19 erneut eingreifen muss." Nach Medienberichten sind Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen im Gespräch. Losgehen könnte es nächste Woche.

    16.31 Uhr: Bedford-Strohm verteidigt Ausnahmen für Kirchen

    Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hält es für gerechtfertigt, dass die Kirchen trotz verschärfter Corona-Maßnahmen für das öffentliche und private Leben im November geöffnet bleiben dürfen. Die Religionsfreiheit sei gesetzlich verankert und habe einen besonderen Stellenwert, sagte Bedford-Strohm im WDR. Dass Gottesdienste in Kirchen gefeiert werden dürfen, sei in der Corona-Krise wichtig: "Die Seele muss gestärkt werden, gerade jetzt!" Er verwies darauf, dass Präsenz-Gottesdienste unter Beachtung der Schutzregeln stattfänden. Gleichzeitig hat Bedford-Strohm zur Solidarität in Corona-Zeiten aufgerufen. "Lasst uns gerade jetzt, wo wir so sehr mit uns selbst beschäftigt sind, auch an die anderen denken", so der bayerische Landesbischof.

    16.07 Uhr: Covid-Patienten sollen im Ernstfall deutschlandweit verteilt werden

    Bei einem weiteren starken Anstieg der Zahl der Corona-Intensivpatienten plant die Bundesregierung mit den Ländern eine bundesweite Verteilung. "Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung", heißt es in einem Konzept von Bundesinnenministerium und den Innen- und Gesundheitsministern der Länder, das dem Evangelischen Pressedienst vorliegt. Die "Konzeption bei einem worst case Covid-19 Szenario" funktioniert nach einem Ampelprinzip. Deutschland soll demnach bei abzeichnender Überlastung (Planstufe Rot) in drei bis fünf Großregionen aufgeteilt werden, die sich gegenseitig bei der Übernahme von Patienten per Rettungswagen oder Hubschrauber unterstützen sollen.

    15.56 Uhr: Knapp 3.000 neue Corona-Infektionen in Bayern

    Seit Ausbruch der Pandemie haben sich inzwischen 105.330 Menschen in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den aktuellen (Stand: 31.10.2020, 08:00 Uhr) Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen hervor. Seit gestern haben sich 2.963 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem starben sieben Menschen, die an Corona erkrankten. Somit steigt die Zahl der Todesopfer bayernweit auf 2.802.

    Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 122,94. Über diesem Durchschnitt sind die Regierungsbezirke Schwaben, Ober- und Niederbayern. Über 200 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben die Städte Augsburg, Kaufbeuren, Rosenheim, Schweinfurt und die Landkreise Berchtesgadener Land, Rosenheim und Rottal-Inn. Rottal-Inn hat mit einem Wert von 309,46 mit Abstand den höchsten Inzidenzwert.

    15.41 Uhr: Patientenschützer fordern Corona-Schnelltests für die Begleitung Sterbender

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert den Einsatz von Corona-Schnelltests, um eine Begleitung Sterbender durch ihr Angehörigen zu ermöglichen. Gerade in Pflegeheimen und Krankenhäusern hätten sich wegen der Isolationsvorschriften seit Beginn der Pandemie "teils unmenschliche Szenen abgespielt", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Viele Menschen litten auch heute noch daran, "ihre Lieben in den letzten Tagen und Wochen nicht begleitet zu haben".

    15.35 Uhr: 184 Beschäftigte bei bayerischer Polizei laut GdP infiziert

    Innerhalb der bayerischen Polizei sind nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei 184 Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet worden, 345 befinden sich in Quarantäne. Die Zahlen werden weiter nach oben gehen. Deshalb appelliere die GdP an die politisch Verantwortlichen, die vorgesehene Amtshilfe für Gesundheitsämter durch Polizeibeamte auszusetzen. Aufgrund der weiteren Corona-Regelungen würden schon jetzt weitere Aufgaben auf die Polizei zukommen. Hier seien verstärkte Kontrollen zur Einhaltungen der Maßnahmen geplant. Die Polizei könne es sich deshalb personell nicht leisten auch noch polizeifremde Aufgaben im Wege der Amtshilfe zu übernehmen, so Peter Pytlik von der GdP. Zudem sei eine schwindende Akzeptanz für die Einschränkungen in Teilen der Bevölkerung feststellbar. Dies habe Einfluss auf das polizeiliche Einsatzgeschehen. Die Polizei müsse jederzeit einsatzfähig bleiben.

    15.15 Uhr: Vor Teil-Lockdown: Polizei löst mehrere Partys in Bayern auf

    "Gefühlt nutzen die Leute die Tage vor dem Lockdown noch aus", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg. In der Nacht auf Samstag habe es in der Regensburger Innenstadt einige Einsätze wegen Ruhestörung gegeben. Ebenso in Augsburg: "Der Freitag war ein bisschen unruhiger", teilte ein Polizeisprecher mit.

    Bevor am Montag die Gastronomie, der Tourismus sowie Freizeitangebote in Bayern runtergefahren werden, feierten laut den Polizeiinspektionen noch einige. So löste die Polizei in Eltmann (Landkreis Haßberge) am Freitagabend eine Feier mit neun Personen aus sechs verschiedenen Haushalten auf. Auch im Landkreis Regensburg feierten sechs Personen am Freitagabend in einer Wohnung in Wörth an der Donau. Von der Party erfuhr die Polizei, weil eine junge, betrunkene Frau in ein Krankenhaus gebracht worden war.

    13.31 Uhr: Iran verschärft Corona-Maßnahmen

    Die iranische Regierung will in Teheran Hochzeiten, Totenwachen und Konferenzen verbieten. Die Zwangsschließungen von Schönheits-Salons, Teehäusern, Kinos, Bibliotheken und Fitness-Clubs werden um eine Woche verlängert. Weiter kündigt Präsident Hassan Ruhani an, ab kommenden Mittwoch sollten die Einschränkungen in 25 von 31 Provinzen verschärft werden.

    13.17 Uhr: Touristen müssen am 02.11. Bayern verlassen

    Touristen müssen Hotels in Bayern wegen des Corona-Teil-Lockdowns spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

    13.02 Uhr: Mehrwertsteuer-Senkung hat wenig Effekt

    Die wegen der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer hat nach Einschätzung der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bisher kaum Konjunkturimpulse gebracht. "Bislang waren die Effekte der Mehrwertsteuer-Senkung eher geringer ausgeprägt", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl dem "Handelsblatt". Dies werde sich erst gegen Jahresende ändern. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigte, dass die Steuersenkung zum Jahreswechsel auslaufen soll.

    Die Mehrwertsteuer war zum 1. Juli gesenkt worden - der volle Satz beträgt nun 16 statt 19 Prozent, der ermäßigte Satz liegt bei fünf statt sieben Prozent. Ziel ist die Stützung der Konjunktur in der Corona-Krise. Die Senkung ist bis zum 31. Dezember befristet.

    GfK-Chef Bürkl rechnet kurz vor dem Auslaufen noch mit einem Kaufboom: Aufgrund der Erfahrungen mit der Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2007 sei davon auszugehen, "dass vor allem gegen Jahresende sich positive Effekte zeigen werden".

    Die gedämpfte Kauflaune der Deutschen trifft aus Bürkls Sicht vor allem den stationären Handel, weil die Verbraucher aufgrund steigender Infektionszahlen verunsichert seien und viele den Besuch von Geschäften eher vermieden.

    12.41 Uhr: Verordnungen sollen in Bremen diskutiert werden

    Neue Corona-Verordnungen sollen im Bundesland Bremen künftig im Parlament diskutiert und bestätigt werden. Das kündigte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) in einer Regierungserklärung zum bevorstehenden Teil-Lockdown an. In den kommenden vier Wochen werde der Senat der Bürgerschaft einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

    Demnach müssen zukünftige Corona-Rechtsverordnungen, die der Senat erlässt, immer in der darauffolgenden Sitzung der Bremischen Bürgerschaft vorgelegt und von dieser bestätigt werden. "Damit ist die parlamentarische Beteiligung zukünftig rechtsverbindlich garantiert", betonte Bovenschulte.

    Bundesweit mehrt sich die Kritik daran, dass Corona-Maßnahmen überwiegend ohne Parlamentsbeteiligung verordnet wurden und werden. Parlamente wurden oft erst kurz vor Inkrafttreten neuer Regeln informiert.

    12.17 Uhr: Schwere Explosion vor russischer Corona-Klinik

    An einem Krankenhaus für Corona-Patienten in Russland ist ein Tank mit medizinischem Sauerstoff explodiert. Videos zeigten, wie es am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk am Ural eine gewaltige Detonation gab. Durch die Wucht wurden auch umliegende Häuser beschädigt, wie die Behörden mitteilten. Menschen wurden demnach nicht verletzt. Die 160 Patienten seien in eine andere Klinik oder in ein Gebäude des städtischen Stadions gebracht worden.

    Weshalb es zu der Explosion etwa 1.500 Kilometer östlich von Moskau kam, war zunächst unklar. Die Behörden teilten der Staatsagentur Tass zufolge mit, dass die Ausrüstung zur Versorgung von Patienten mit Sauerstoff erst in den vergangenen Tagen installiert worden sei.

    In Russland steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen rasant. Am Samstag wurden mehr als 18.000 neue Fälle gemeldet. Mehr als 1,6 Millionen Menschen haben sich der offiziellen Statistik zufolge seit Beginn der Pandemie infiziert. In vielen Städten und Regionen werden nun provisorische Krankenhäuser eingerichtet.

    12.11 Uhr: Französischer Buchhandel wehrt sich

    Unterschriftensammlung, Aufruf zum Boykott und Verschiebung renommierter Literaturpreise: Frankreichs Buchbranche macht gegen die neu verhängten Corona-Maßnahmen mobil. Der Wirtschaftszweig wehrt sich dagegen, dass sie als nicht "lebenswichtige" Geschäfte schließen müssen, während Baumärkte, Weinhändler und fast alle anderen Groß- und Einzelhändler offenbleiben dürfen. "Herr Präsident, entscheiden wir uns für die Kultur, indem wir die Buchhandlungen wieder öffnen", lautet eine von Schriftstellern, Verlegern und Buchhändlern unterzeichnete Petition an Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron.

    Der Protest zielte auch gegen Supermärkte und Handelsketten mit Buchabteilungen, die zu den Geschäften gehören, die geöffnet bleiben dürfen. Die Regierung kündigte deshalb noch am Freitagabend die zeitweise Schließung ihrer Buchabteilungen an. Aus Solidarität mit den unabhängigen Buchhändlern haben mehrere Literatur-Akademien die Verkündung ihrer Preise verschoben, darunter auch die renommierte Académie Goncourt. Der Prix Goncourt sollte am 10. November bekanntgegeben werden.

    12.04 Uhr: Polen lässt Friedhöfe geschlossen

    In Polen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an. Am Samstag meldete das Gesundheitsministerium mit nahezu 22.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden abermals einen Höchststand. Am stärksten betroffen bleibt die Woidowschaft Masowien mit der Hauptstadt Warschau. Im gleichen Zeitraum starben 280 Menschen infolge der Pandemie. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Corona-Krise auf insgesamt 5.631. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

    Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hatte am Freitag die nie dagewesene Entscheidung getroffen, dass die Friedhöfe des Landes über Allerheiligen geschlossen bleiben. In der stark katholisch geprägten Nation ehren die Familien alljährlich zum 1. November normalerweise ihre Toten. Senioren wurden aufgerufen, ganz zu Hause zu bleiben.

    11.49 Uhr: In Griechenland schließt Gastronomie ab Montag

    In Griechenland sollen Bars und Restaurants in den bevölkerungsreichsten Regionen für einen Monat geschlossen werden. Außerdem soll die nächtliche Ausgangssperre ausgeweitet werden, wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis ankündigt. Demnach gelten die Maßnahmen ab Montag.

    11.34 Uhr: Helios-Kliniken haben genug freie Betten

    Der Chef der Helios-Kliniken, Francesco De Meo, hat sich dagegen ausgesprochen, vorsorglich Klinikbetten für Covid-19-Patienten frei zu halten. Im Frühjahr waren die Krankenhäuser dazu angehalten worden und hatten als Ausgleich eine Prämie erhalten. "Wir waren weit davon weg, nicht genug freie Intensivkapazitäten zu haben", sagte De Meo der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Unsere Krankenhäuser können ganz erheblich mehr an Covid-19 verkraften, als wir im März angenommen haben." Aus den Meldedaten der Krankenhäuser lasse sich eine Woche im Voraus ziemlich genau erkennen, wie viele schwere Covid-19-Fälle auf das Gesundheitssystem zukommen. "Diese Woche reicht uns, um das Krankenhausgeschehen komplett umzustellen."

    Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle hat sich laut Robert Koch-Institut in den vergangenen zwei Wochen von 730 Patienten (17.10) auf 1839 Patienten (30.10.) mehr als verdoppelt. Bund und Länder wollen an Covid-19 erkrankte Intensivpatienten bei knappen Kapazitäten künftig zwischen den Bundesländern verteilen.

    11.20 Uhr: TSV 1860 meldet Corona-Fall

    Beim TSV 1860 München ist ein namentlich nicht genanntes Mitglied des Funktionsteam vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Tabellenführer der 3. Fußball-Liga am Samstag wenige Stunden vor der Partie im Grünwalder Stadion mit. Das Spiel könne trotzdem stattfinden.

    Die "akribische Einhaltung des umfänglichen Hygienekonzeptes" habe in den vergangenen sieben Monaten eine Infektion im Trainings- und Spielbetrieb der Profimannschaft fernhalten können, berichteten die Sechziger auf ihrer Homepage. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt München habe der Verein "grünes Licht" für die Austragung der Partie erhalten.

    11.16 Uhr: Rekordzahl an Positiv-Tests in Polen

    In Polen geben die Behörden den Rekordwert von 21.897 neue Positiv-Tests bekannt. Damit steigt die Gesamtzahl auf 362.731. 5631 Menschen starben bislang, die positiv getestet wurden. +

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums befinden sich 16.144 (Vortag: 15.444) positiv getestete Patienten in Krankenhäusern. 1305 (1254) davon werden beatmet

    10.45 Uhr: Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft die harten Corona-Einschränkungen verteidigt: "Diese zweite Welle der Pandemie macht es erforderlich, schnell und konsequent zu handeln. Wir müssen den rapiden Anstieg der Infektionszahlen stoppen, bevor unser Gesundheitssystem überlastet ist", erklärte sie. "Je weniger Menschen sich begegnen, die sich infizieren können, desto besser", betonte Merkel zur Schließung von Gastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen ab 2. November.

    Die Kanzlerin kündigte an, am Mittwoch mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber und der Industrie zu beraten, wie die Auswirkungen der Krise weiter abzufedern seien. Sie versicherte: "Wir lassen Unternehmen und Betriebe, die durch die aktuelle Krise unverschuldet in Schwierigkeiten gekommen sind, nicht allein. Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen". Die neu beschlossene Finanzhilfe von bis zu zehn Milliarden Euro gehe über die bisherigen Unterstützungsprogramme hinaus.

    10.33 Uhr: Hessens Ministerpräsident in Quarantäne

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird sich in den kommenden Tagen in häusliche Quarantäne begeben, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilt. Grund hierfür seien zwei positiv getestete Personen in der Staatskanzlei. Eine davon arbeite im direkten Umfeld des Ministerpräsidenten. "Ministerpräsident Bouffier selbst ist negativ getestet, und es geht ihm gut", erklärt ein Regierungssprecher. Bouffier werde die Amtsgeschäfte in der Quarantäne weiterführen.

    10.31 Uhr: Wochenende nicht für Partys nutzen

    Kurz vor Inkrafttreten der neuen Corona-Beschränkungen am Montag appelliert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. "Meine persönliche Aufforderung ist, jetzt nicht das Wochenende zu feiern, sondern sich wieder vernünftig zu verhalten", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Das ist auch eine Frage der Eigenverantwortung."

    Er setze darauf, "dass die meisten Menschen in diesem Land sich vernünftig verhalten und an die Regeln halten", fügte Heil hinzu. Er wolle ausdrücklich keine "Kontroletti-Gesellschaft". Gleichwohl werde es Kontrollen geben, ob die Corona-Maßnahmen eingehalten werden.

    Die ab Montag geltenden Einschränkungen seien "hart für viele Menschen", räumte der Minister ein. "Aber wir müssen es schaffen, die sozialen Kontakte zu unterbrechen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen." Ab Montag gelten in ganz Deutschland strengere Kontaktbeschränkungen.

    10.22 Uhr: Gerichte stellen sich auf Klagewelle ein

    Der Bund Deutscher Verwaltungsrichterinnen und -richter (BDVR) rechnet mit vermehrten Verfahren gegen die wieder verschärften Corona-Schutzverordnungen. Die Verwaltungsgerichte könnten "in jedem Einzelfall zeitnah effektiven Rechtsschutz gewähren", sagte der BDVR-Vorsitzende Robert Seegmüller der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

    Die 51 Verwaltungsgerichte sowie 15 Oberverwaltungsgerichte und Verwaltungsgerichtshöfe in Deutschland hätten die Maßstäbe für die Kontrolle von Grundrechtseinschränkungen zur Corona-Eindämmung in den vergangenen Monaten "immer weiter präzisiert", sagte Seegmüller. Danach müsse "jede Eindämmungsmaßnahme für sich genommen notwendig sein", betonte der Vorsitzende des Verwaltungsrichterbundes. Es reiche nicht, dass sie lediglich als nützlich angesehen werde. Vielmehr dürften Behörden "nur solche Maßnahmen verbindlich anordnen, die zur Erreichung infektionsschutzrechtlich legitimer Ziele objektiv notwendig" seien, erklärte Seegmüller. Erforderlich sei eine Maßnahme nur, wenn es keine gleich geeignete, weniger belastende gebe.

    10.05 Uhr: 400.000 Corona-Tote in Lateinamerika

    In Lateinamerika und der Karibik ist die Zahl der Corona-Toten auf mehr als 400.000 gestiegen. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden in der Region bis Freitag insgesamt 400.524 Todesfälle verzeichnet. Brasilien ist mit 159.477 Toten das am schwersten betroffene Land.

    Mit den über 400.000 Todes- und mehr als 11,3 Millionen Infektionsfällen sind Lateinamerika und die Karibik die am stärksten von der Pandemie betroffene Region der Welt. Allein in Peru wurden bis Freitag mehr als 900.000 Infektionsfälle verzeichnet.

    Brasilien zählt auch zu den am schwersten betroffenen Ländern weltweit. Nur in den USA wurden bisher mehr Corona-Tote registriert. Bei den Infektionsfällen liegt Brasilien auf Platz drei hinter den USA und Indien.

    10.02 Uhr: Ausschreitungen bei Demos in Spanien

    In mehreren spanischen Städten hat es in der Nacht zu Samstag gewalttätige Demonstrationen gegen die neuen Corona-Beschränkungen gegeben. Im Zentrum Barcelonas in Katalonien lieferten sich mehrere Hundert Menschen und die Polizei bis spät in die Nacht Straßenschlachten, wie die Zeitung "La Vanguardia" und das staatliche Fernsehen RTVE berichteten.

    Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Polizei mit Pflastersteinen beworfen wurde, Müllcontainer brannten und Barrikaden errichtet wurden. Medien berichteten auch von einigen geplünderten Geschäften, während Anwohner die Demonstranten von ihren Balkonen aus beschimpft hätten. Zwölf Menschen seien festgenommen worden.

    09.54 Uhr: Andrang bei Massentests in der Slowakei

    In der Slowakei hat heute die erste Runde der landesweiten Corona-Massentests begonnen. Vor den Abnahmestellen bildeten sich seit dem frühen Morgen teils lange Schlangen. In der Hauptstadt Bratislava musste nach Angaben der Stadtverwaltung mit Wartezeiten von ein bis drei Stunden gerechnet werden.

    Dem Gesundheitsministerium zufolge konnten bis zum Vormittag im ganzen Land erst 91 Prozent aller Teststellen geöffnet werden. Es mangelte unter anderem an medizinischem Personal, obwohl eine Bonuszahlung von 500 Euro für den Einsatz winkt.

    Verwendet werden Antigen-Tests, die als weniger zuverlässig als PCR-Labortests gelten. Die Teilnahme ist an sich freiwillig. Doch nur wer ein negatives Ergebnis vorweisen kann, wird von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

    Die Abnahmestellen sind auch noch am Sonntag geöffnet. Die zweite Testrunde folgt am 7. und 8. November. Die Slowakei hat knapp 5,5 Millionen Einwohner. Vor einer Woche gab es einen Probelauf in vier Verwaltungsbezirken an der Grenze zu Polen, bei dem knapp 4 Prozent der Teilnehmer positiv getestet wurden.

    09.41 Uhr: 23 Millionen Euro für Hygienemaßnahmen

    Die bayerischen Kindertagesstätten bekommen zum Schutz vor Corona-Infektionen weitere 23 Millionen Euro vom Freistaat für bessere Hygienemaßnahmen. 13 Millionen davon sollen nach Angaben von Familienministerin Carolina Trautner (CSU) in CO2-Sensoren und Luftreinigungsgeräte investiert werden, die übrigen zehn Millionen Euro in Desinfektionsspender, mobile Trennwände, kontaktlose Fieberthermometer und Schutzmasken.

    "Im Hinblick auf den anstehenden Winter ist es besonders wichtig, die Einrichtungen jetzt finanziell zu unterstützen und den Beschäftigten in den Kitas und den Familien mehr Sicherheit in Sachen Infektionsschutz zu geben", so Trautner laut Mitteilung.

    Das Geld soll gemessen an der Zahl der betreuten Kinder gleichmäßig auf die bayerischen Gemeinden verteilt werden. Diese sollen dann selbst entscheiden, wie die Mittel innerhalb ihrer Kommune auf die verschiedenen Träger verteilt werden.

    as Bayerische Kabinett hatte das Programm am 1. Oktober beschlossen, jetzt soll es starten. Anschaffungen, die ab dem 1. Oktober getätigt wurden, können rückwirkend gefördert werden.

    09.31 Uhr: Landkreis Rottal-Inn mit hohem Inzidenzwert

    Der Landkreis Rottal-Inn hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei der Sieben-Tage-Inzidenz die Marke von 300 Corona-Neuinfektionen überschritten. Das RKI meldet 304,5 Fälle innerhalb der letzten sieben Tage. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch der Landkreis Amberg-Sulzbach befand sich am Samstag nach RKI-Angaben mit einer Inzidenz von 38,8 nicht in einer der beiden höchsten Warnstufen.

    09.27 Uhr: Mehr Kompetenzen für Bund gefordert

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert für die Bekämpfung der Corona-Pandemie die Übertragung von Länderkompetenzen auf den Bund. "Wir sollten uns die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Licht der Pandemiebewältigung genau anschauen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wenn es im Interesse der Menschen ist, mehr Zuständigkeiten beim Bund zu verorten, sollten wir diese Aufgabe ohne Scheuklappen angehen."

    Das föderale System sei 1949 zurechtgeschnitten worden, 2020 lebten die Menschen in einer anderen Welt. "Ein Landkreis ist kein Maßstab für die Lösung nationaler oder europäischer Katastrophen - ein Bundesland ist es auch nicht", sagte er.

    Die Kritik, der Bundestag sei in der Corona-Krise entmachtet worden, wies der Fraktionschef zurück: "Es läuft alles im Rahmen der bestehenden Gesetze des Deutschen Bundestages". Die Fraktion stehe im ständigen Kontakt mit der Bundesregierung. Die Haltung der Regierungsfraktionen fließe in alle Entscheidungen ein. Es müsse nicht im Parlament entschieden werden, ob sich Menschen aus zwei oder drei Haushalten treffen dürften, fügte er hinzu. "Das ist definitiv eine Entscheidung der Exekutive."

    09.03 Uhr: Russland meldet stabile Zahl an Neuinfizierten

    In Russland steigt die Zahl der Positiv-Tests um 18.140 (Vortag: 18.283) auf mehr als 1,6 Millionen. Nach Behördenangaben starben 334 (355) weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 27.990.

    08.59 Uhr: Mehrere Anzeigen wegen privater Feiern

    In Niederbayern und der Oberpfalz hat die Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Einsätze wegen Verstößen gegen die corona-bedingten Allgemeinverfügungen und das Infektionsschutzgesetz abarbeiten müssen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern auf BR-Anfrage mitteilt, war ein verstärktes Feier-Geschehen feststellbar. Die meisten der Feiern verliefen im Rahmen des Erlaubten, es gab jedoch Ausnahmen.

    In Regensburg kontrollierten Beamte am Freitagabend eine größere Personengruppe am Neufahrplatz. Als die Polizisten die Personalien feststellen wollten, wurden sie von einem jungen Mann aus der Gruppe angegriffen. Der Angreifer wurde in Gewahrsam genommen. Die Beamten wurden nicht verletzt. In Wörth an der Donau im Landkreis Regensburg wurde eine junge Frau mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass zuvor sechs Personen in einer Wohnung gefeiert hatten. Alle Teilnehmer wurden angezeigt.

    In Roding im Landkreis Cham musste die Polizei eine Party auflösen. Die 13 Gäste stammten fast alle aus unterschiedlichen Haushalten. Auch sie wurden angezeigt. In Mainburg im Landkreis Kelheim wurde kurz vor Mitternacht eine Gaststätte im Stadtgebiet kontrolliert, da dort noch reger Betrieb herrschte. Dabei stellte die Polizei diverse Verstöße gegen die Allgemeinverfügung und das Infektionsschutzgesetz fest. In der Gaststätte wurden laut Polizei keinerlei Auflagen der derzeitigen Bestimmungen eingehalten. Gegen den Betreiber der Gaststätte wurde Anzeige erstattet, von den anwesenden Gästen wurden die Personalien festgestellt. Auch gegen sie wird ermittelt, die Gaststätte wurde geschlossen.

    08.32 Uhr: Johnson will neuen Lockdown

    Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einem Zeitungsbericht zufolge nun doch einen neuen landesweiten Lockdown. Die "Times" berichtete am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise, Johnson werde die neuen Maßnahmen am Montag bei einer Pressekonferenz verkünden. Dem Bericht zufolge soll dann alles geschlossen werden - bis auf lebensnotwendige Geschäfte, Schulen und Kindergärten.

    ohnson hatte es nach dem ersten landesweiten Lockdown im März bisher abgelehnt, erneut so weitreichende Maßnahmen zu beschließen. Er setzt stattdessen auf ein dreistufigen Warnsystem und regionale Maßnahmen.

    Kommende Woche treten für fast 2,4 Millionen Menschen in Nordengland neue verschärfte Einschränkungen in Kraft. In fünf Bezirken von West Yorkshire, unter anderem in der Großstadt Leeds, sind Treffen verschiedener Haushalte in Innenräumen ab Montag untersagt. Pubs und Bars, Casions und Wettbüros müssen schließen. Die Menschen sollen auch auf unnötige Reisen verzichten. In West Yorkshire wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde zuletzt sehr hohe und schnell ansteigende Infektionszahlen verzeichnet.

    Großbritannien hat mit mehr als 45.000 Todesfällen die höchste Zahl an Corona-Toten in Europa zu beklagen. Allein in England werden nach Angaben des britischen Statistikamts derzeit jeden Tag mehr als 50.000 neue Infektionsfälle verzeichnet.

    08.22 Uhr: Mehrwertsteuersenkung wird auslaufen

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat seine Position bekräftigt, die befristete Mehrwertsteuersenkung auch wirklich zum Jahresende auslaufen zu lassen. "Gerade weil diese Steuersenkung sowie die vorübergehende Einführung der degressiven Abschreibung befristet worden sind, zeigen sie Wirkung. Die Konsumenten und die Unternehmen sollen nicht alle auf bessere Zeiten warten. Das ist das ganze Geheimnis des Erfolgs", sagte der Vizekanzler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Frau Merkel und ich sind uns einig, dass die Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende ausläuft."

    Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt 7 Prozent. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

    07.57 Uhr: Über 19.000 Neuinfizierte in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 19.059 neuen Positiv-Tests einen Rekordwert. Die Gesamtzahl der Fälle steigt damit auf 518.753. 103 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Dadurch wächst die Zahl der bisherigen Todesfälle auf 10.452.

    07.55 Uhr: Zahl der Corona-Toten wird ansteigen

    Wissenschaftler am Max-Planck-Institut rechnen damit, dass bald deutlich mehr Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen sterben als bisher. Von bis zu 800 Toten innerhalb sieben Tagen ist die Rede. Das zeigen Modellrechnungen. Ein Grund sei der erneute Infektionsanstieg bei den Über-60-Jährigen. Corona-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen sollen künftig besser verteilt werden.

    Die bisher relativ niedrigen Zahlen von Todesfällen seien darauf zurückzuführen, dass sich bis Ende September überwiegend Menschen unter 60 Jahren mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben, erläutern die Wissenschaftler. Seitdem steige die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Über-60-Jährigen. Dies führe mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle.

    07.41 Uhr: Gerichte sind auf Klagen vorbereitet

    Die deutschen Verwaltungsgerichte sind auf Klagen gegen die neuen Corona-Auflagen vorbereitet. Das hat der Vorsitzende ihres Berufsverbands, Seegmüller, der "Rheinischen Post" gesagt. Nach seinen Worten haben die Verwaltungsgerichte die Maßstäbe für die Kontrolle von Grundrechtseinschränkungen in den letzten Monaten immer weiter präzisiert. So reiche es nicht, wenn bestimmte Eindämmungsmaßnahmen lediglich als nützlich angesehen werden, sie müssten auch notwendig sein.

    Juristen rechnen mit einer Klagewelle gegen die angekündigten Schließungen von Hotels, Restaurants und weiterer Einrichtungen.

    07.34 Uhr: Schnelle Umsetzung der Maßnahmen gefordert

    Die Bundesregierung fordert die Regierungschefs der Länder auf, bei der Umsetzung der verschärften Corona-Maßnahmen ab Montag nicht zu zögerlich zu sein. Der DPA liegt ein Schreiben an die Länderchefs vor, in dem es heißt: Würden keine oder weniger einschneidende Maßnahmen getroffen, würde sich das Infektionsgeschehen rasant weiter verschärfen. Unterschrieben ist der Brief von Bundesinnenminister Seehofer und Justizministerin Lambrecht.

    Sie warnen vor einer starken Belastung des Gesundheitssystems sowie vor schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen. Um diese Gefahr abzuwenden, seien die grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen, die jetzt geplant sind, auch gerechtfertigt.

    07.31 Uhr: Verhandlungen um Finanzausgleich

    Im Schatten der noch nicht ansatzweise absehbaren finanziellen Langzeitfolgen der Corona-Pandemie müssen sich Bayerns Staatsregierung und die Kommunen auf einen neuen Finanzausgleich einigen. Heute empfangen Finanzminister Albert Füracker, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) im Landtag in München die Chefs der vier kommunalen Spitzenverbände Städtetag, Bezirketag, Landkreistag und Gemeindetag. Schon jetzt ist klar: Die Folgen der Pandemie setzen die alljährlichen Verhandlungen für alle Beteiligte unter einen nie da gewesenen Druck.

    06.49 Uhr: Bahn hält Reiseangebot aufrecht

    Die Deutsche Bahn will auch während des erneut beschlossenen Teil-Lockdowns in der Corona-Krise ab kommender Woche den Fahrbetrieb nahezu ohne Einschränkungen aufrechterhalten. "Wir fahren weiter den vollen Fahrplan", sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber der Deutschen Presse-Agentur. "Der Zugbetrieb bei der DB läuft also planmäßig." Bis auf wenige Züge, darunter einzelne Sprinter- und Verstärkerzüge, soll im Fernverkehr alles fahren. Im Regionalverkehr wiederum hätten die Länder als Aufgabenträger "bislang ausnahmslos signalisiert, das Angebot (...) möglichst bei unverändert 100 Prozent aufrechtzuerhalten", sagte Huber weiter.

    Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Deutsche Bahn wieder einen Rückgang bei den Fahrgastzahlen verzeichnet. "Seit Anfang Oktober registrieren wir eine zunehmende Verunsicherung unserer Kunden im Fernverkehr, während das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr stabil geblieben ist", hatte der Konzern bereits vergangene Woche mitgteilt.

    06.40 Uhr: USA meldet Tagesrekord bei Neuinfizierten

    Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100.000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99.321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11.000 mehr als noch am Vortag.

    Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229.700 Menschen starben bislang, mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80.000 überschritten.

    06.26 Uhr: 48.000 Neuinfektionen in Indien

    Indien meldet 48.268 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 8,1 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums vom Samstag hervorgeht. Indien zählt nach den USA die meisten Fälle weltweit. Die Zahl der Toten stieg um 551 auf insgesamt 121.641.

    06.08 Uhr: Reisebranche fordert Entschädigung

    Die deutsche Reisebranche fordert eine Entschädigung der Bundesregierung für ausgefallene Geschäfte. "11.000 Reisebüros, 2.300 Reiseveranstalter und viele tausend touristische Dienstleister sind durch die politischen Entscheidungen der vergangenen Tage und Monate de facto geschlossen", sagte der Präsident des Branchenverbands DRV, Norbert Fiebig, in einem Reuters-Interview. Dies gelte "ohne dass es dazu einer formellen Schließungsverfügung bedurfte", kritisierte Fiebig mit Blick auf Aufforderungen auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel derzeit nicht zu reisen. "Deshalb fordern wir Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf, die Reisewirtschaft in den Wirkungsbereich der Notfallhilfe aufzunehmen, die die Bundesregierung für den November-Lockdown beschlossen hat."

    "Die Unternehmen der Reisewirtschaft verzeichnen mehr als 80 Prozent Umsatzausfälle", betonte Fiebig. Dies entspreche 28 Milliarden Euro für 2020. "Die bisher von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Überbrückungshilfen und weitere Programme sind zwar hilfreich, kompensieren aber diese dramatischen wirtschaftlichen Nachteile nur zu einem kleinen Teil."

    06.01 Uhr: Island erlässt neue Regeln

    Auf der Nordatlantik-Insel Island gelten ab Samstag wegen steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen. Die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen wird von 20 auf 10 herabgesetzt. Bis zu 30 Menschen dürfen eine Beerdigung besuchen; in Apotheken und Lebensmittelgeschäften sind nun maximal 50 Kunden erlaubt. Sportveranstaltungen und Bühnenauftritte werden untersagt, Schwimmbäder, Bars und Nachtclubs geschlossen. Restaurants mit Alkoholausschank müssen um 21.00 Uhr schließen. Die strikteren Maßnahmen sollen bis zum 17. November gelten. Das Infektionsgeschehen war auf der Insel mit ihren rund 360.000 Einwohnern im Sommer fast zum Erliegen gekommen, hat dann aber wieder an Fahrt aufgenommen.

    05.55 Uhr: Slowakei beginnt mit Massentests

    Die Slowakei beginnt mit Massentests, um Infektionsherde aufzuspüren. An diesem Wochenende sollen von der Armee rund 5.000 Abnahmestellen für die landesweiten Massentests eingerichtet werden, unter anderem in Schulen und Rathäusern. Verwendet werden Antigen-Schnelltests, die innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis liefern, aber als weniger zuverlässig als PCR-Tests gelten.

    Initiator des Projekts ist der seit März regierende populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic. Zu den Kritikern zählt die Ärztekammer des Landes, die von einer Ressourcenverschwendung sprach. Die zweite Testrunde folgt am kommenden Wochenende, dem 7. und 8. November. Die Teilnahme ist freiwillig. Doch nur wer einen negativen Test vorweisen kann, wird von den geltenden Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

    Bei einem Probelauf in vier Bezirken an der Grenze zu Polen vor einer Woche waren knapp vier Prozent der Teilnehmer positiv getestet worden. Seit Beginn der Pandemie registrierten die Behörden mehr als 55.000 Corona-Infektionen und 212 Todesfälle. Allerdings zählt die Slowakei nur Verstorbene, bei denen eine andere Todesursache ausgeschlossen wurde. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 5,5 Millionen Einwohner.

    05.23 Uhr: Österreich stellt neue Regeln vor

    Österreichs Regierung will heute neue Maßnahmen zur Eindämmung der stark steigenden Coronavirus-Infektionszahlen im Land vorstellen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will die Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz in Wien informieren. Zuvor trifft er sich mit den Chefs der Bundesländer sowie der Opposition und dem Bundespräsidenten. Welche Maßnahmen geplant sind und ab wann sie gelten, blieb zunächst offen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

    03.21 Uhr: Intensivpatienten deutschlandweit verteilen

    Bei einer starken Zunahme von Intensivpatienten mit Covid-19-Erkrankung wollen Bund und Länder Patienten in Zukunft nicht nur regional, sondern deutschlandweit auf freie Kliniken verteilen. "Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung", heißt es im Konzept des Bundesinnenministeriums, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

    Demnach wird Deutschland dazu in fünf Großregionen aufgeteilt, die sich gegenseitig bei der Übernahme von Patienten per Rettungswagen oder Hubschrauber unterstützen sollen. Im Norden haben sich laut Konzept Hamburg, Bremen, Niedersachen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Im Osten sind es Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Südwesten sollen sich Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland gegenseitig unterstützen. Die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern bilden demnach eigene Großregionen.

    Es sei sinnvoll und notwendig, sich aufgrund der stark steigenden Fallzahlen in den Kliniken mit Eskalationskonzepten auf eine Überforderung vorzubereiten, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), den Funke-Zeitungen.

    01.10 Uhr: China meldet neue Corona-Fälle

    China meldet mehr Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 33 gestiegen, nachdem es zuvor noch 25 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt.

    Die neuen Fälle seien überwiegend aus Übersee importiert worden, sechs stammten von einem regionalen Ausbruch in der westlichen Region Xinjiang. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.973. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4.634.

    Freitag, 30. Oktober 2020

    23.49 Uhr: Auch Großbritannien erwägt landesweiten Lockdown

    Nach Frankreich und Deutschland erwägt auch Großbritannien einem Zeitungsbericht zufolge landesweite Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie. Premierminister Boris Johnson ziehe einen nationalen Lockdown ab kommenden Mittwoch in Betracht, wie "The Times" (Samstagausgabe) berichtete. Dieser solle bis mindestens 1. Dezember in Kraft bleiben.

    23.33 Uhr: Ausschreitungen in Spanien bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

    Bei Protesten gegen Corona-bedingte Ausgangsbeschränkungen in Barcelona hat es am Freitag Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Ein AFP-Korrespondent berichtete von Demonstranten, die Steine und Gegenstände auf Polizeibeamte warfen und Mülltonnen in Brand setzten. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Schlagstöcken. Nach Polizeiangaben nahmen etwa 700 Menschen an der Demonstration teil, 50 von ihnen waren demnach an der Gewalt beteiligt.

    23.30 Uhr: Frankreichs Schuldenberg wächst wegen Lockdown

    Die französische Regierung rechnet wegen der hohen Kosten für den gerade begonnenen zweiten Lockdown im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer weiter steigenden Staatsverschuldung. Die Verbindlichkeiten dürften in diesem Jahr bei 119,8 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, sagte Finanzminister Bruno Le Maire der Zeitung "Le Parisien". Bislang war er von 117,5 Prozent ausgegangen. Die EU-Regeln sehen eigentlich eine Obergrenze von lediglich 60 Prozent zu.

    In Frankreich begann am Freitag ein einmonatiger Lockdown, nachdem die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen war. In den vergangenen 24 Stunden kamen 49.215 neue Fälle hinzu, rund 1.500 mehr als am Donnerstag.

    23.12 Uhr: USA bereiten schrittweise Rückkehr zum Kreuzfahrtbetrieb vor

    Seit Mitte März sind Kreuzfahrten von US-Häfen aus aufgrund der Corona-Pandemie verboten, nun soll es bald langsam wieder losgehen. Die Gesundheitsbehörde CDC gab am Freitag bekannt, ihre strikte "No Sail Order" zu lockern und stellte ein Regelwerk für eine schrittweise Rückkehr zum Betrieb vor. Die Aktien der großen Kreuzfahrtanbieter wie der Aida-Mutter Carnival, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line reagierten mit kräftigen Kurssprüngen.

    Auf ein rasches Comeback der kriselnden Branche deutet derzeit dennoch wenig hin. Angesichts neuer Corona-Eskalationen in Teilen der USA ist das Timing der CDC-Maßnahme eher etwas überraschend. Laut US-Medienberichten hätte Direktor Robert Redfield das Verbot eigentlich sogar gern verlängert, der Industrie soll es aber gelungen sein, mit verstärkter Lobbyarbeit eine von Vizepräsident Mike Pence geleitete Task Force der US-Regierung auf ihre Seite zu ziehen.

    22.42 Uhr: Fußball - Hachinger Mannschaft in Quarantäne

    Die Drittliga-Fußballer der SpVgg Unterhaching haben sich nach einem Coronafall im Team geschlossen in Quarantäne begeben. Das für Samstag angesetzte Punktspiel beim Halleschen FC fällt aus. Das teilten der Verein und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitagabend mit. "Nötig wurde die Absetzung durch die Ergebnisse unserer jüngsten COVID-19-Testung", schrieben die Hachinger auf ihrer Homepage.

    "Diese ergab einen positiven Befund bei einem Spieler, der mit der Mannschaft bereits nach Halle angereist war." Das zuständige Gesundheitsamt ordnete Isolation für den kompletten Kader sowie den Trainer- und Betreuerstab an. Ein Nachholtermin für das Spiel steht noch nicht fest.

    21.35 Uhr: Spanien schließt neuen Total-Lockdown aus

    Trotz neuer Infektionsrekorde will Spanien die Pandemie ohne einen neuen Lockdown mit einer extrem strengen Ausgehsperre eindämmen. Eine totaler Lockdown, wie er im Frühjahr im Corona-Hotspot monatelang herrschte, sei im neuen Notstandsdekret auch nicht vorgesehen, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa.

    Mit 25.595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde unterdessen der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nähert sich damit im 47-Millionen-Einwohner-Land der Marke von 1,2 Millionen. Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sanchez am Sonntag einen zweiwöchigen Notstand ausgerufen und im Rahmen dieser Maßnahme praktisch im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre angeordnet.

    20.08 Uhr: Bundesregierung - Länder sollten Maßnahmen nicht zu zögerlich umsetzen

    Die Regierungschefs der Länder sollten bei ihren Verordnungen für den Teil-Lockdown im November aus Sicht der Bundesregierung nicht zu zögerlich sein. "Würden keine oder weniger einschneidende Maßnahmen getroffen, würde sich das Infektionsgeschehen rasant weiter verschärfen", heißt es in einem Schreiben an die Länderchefs, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    "Dies würde zu einer starken Belastung des Gesundheitssystems sowie zu einer Zunahme von schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen in der Bevölkerung führen, wie dies auch in anderen Staaten zu sehen war und ist." Um diese Gefahr abzuwehren seien die grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen angesichts des hohen Schutzguts der öffentlichen Gesundheit gerechtfertigt. Unterschrieben ist der auf den Freitag datierte Brief von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU).

    19.39 Uhr: WHO warnt vor Corona-Langzeitfolgen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor Spätfolgen von Coronavirus-Infektionen gewarnt. "Für eine bedeutende Zahl von Menschen hat dieses Virus eine Reihe ernsthafter Langzeitfolgen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Berichte über anhaltende Komplikationen nach Covid-19 gebe es von Krankenhauspatienten ebenso wie von daheim behandelten, jungen sowie alten Menschen. Zahlen dazu, wie viele Patienten betroffen sind, gibt es laut WHO noch nicht.

    "Besonders besorgniserregend ist die große Bandbreite an Symptomen, die sich im Laufe der Zeit verändern, oft überschneiden und jedes System im Körper betreffen können", sagte Tedros.

    19.24 Uhr: Pharmakonzern testet Antikörper-Medikament nicht mehr an Schwerkranken

    Der Pharmakonzern Regeneron hat die Ausgabe eines Corona-Antikörper-Medikaments an Schwerkranke im Rahmen einer Studie vorerst gestoppt. Zunächst werde einem potenziellen Sicherheitsrisiko nachgegangen, teilte das Unternehmen mit. Unabhängige Kontrolleure hätten empfohlen, die Ausgabe des experimentellen Medikaments an die am schwersten betroffenen Covid-19-Patienten zu unterbrechen.

    Der Wirkstoff aus zwei Antikörpern könne aber weiter an Patienten im Krankenhaus getestet werden, die bei ihrer Behandlung kaum oder gar keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Ebenfalls weiterlaufen könnten andere Studien mit Personen, die leicht oder mäßig erkrankt sind.

    19.21 Uhr: Belgien schließt die meisten Geschäfte wieder

    Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte ab Montag wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo nach einer Krisensitzung. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.18.23 Uhr: Stadt genehmigt Corona-Demo in München unter Auflagen

    Die Stadt München hat die für Sonntag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unter strikten Auflagen zugelassen. Maximal 1.000 Menschen anstatt der angemeldeten 5.000 dürfen von 16.30 Uhr bis spätestens 21.00 Uhr an der Veranstaltung unter dem Motto "Querdenken 089" an Allerheiligen auf der Theresienwiese teilnehmen, wie das Kreisverwaltungsreferat mitteilte. Die Teilnehmer müssten mindestens 1,5 Meter Abstand halten und während der gesamten Versammlung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

    Demonstrationszüge durch die Innenstadt mit bis zu 1.000 Menschen zur Theresienwiese verbot die Behörde. Sie ließ jedoch Kundgebungen mit 200 Menschen zu, meist an den ursprünglich geplanten Startpunkten am Gärtnerplatz, Harras, Karlsplatz und Wittelsbacher Platz. Für 100 Menschen wurde eine Kundgebung an der Stadelheimer erlaubt.

    18.11 Uhr: Weitere Weihnachtsmärkte abgesagt

    Niedersachsen hat Weihnachtsmärkte bis Ende November verboten. Das geht aus einer neuen Corona-Verordnung des Landes hervor. Dort heißt es unter dem Punkt Betriebsverbote, dass Weihnachtsmärkte, Jahrmärkte und Spezialmärkte und ähnliche Veranstaltungen untersagt sind.

    Die Stadt Eisenach in Thüringen hat den für den 13. November geplanten Beginn ihres Weihnachtsmarktes abgesagt. Ob im Dezember ein kleiner Markt mit einzelnen Buden möglich sei, stehe noch nicht fest.

    Statt des Magdeburger Weihnachtsmarktes soll es eine "Magdeburger Weihnachtswelt" ohne Alkohol und mit einem späteren Beginn Anfang Dezember geben. Voraussetzungen seien ein deutlich rückläufiges Infektionsgeschehen und gelockerte Corona-Beschränkungen, teilte die Stadt mit.

    Das Lichterspektakel "Christmas Garden" im Botanischen Garten in Berlin-Lichterfelde fällt in diesem Jahr aus. Auch das Schwester-Event "Weihnachten im Tierpark" findet in diesem Jahr nicht statt.

    Nach einer ganzen Reihe anderer rheinland-pfälzischer Städte hat auch Mainz seinen Weihnachtsmarkt wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

    17.35 Uhr: Neue Höchstmarke - Mehr als 30.000 Neuinfektionen in Italien

    In Italien hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals die Marke von 30.000 übersprungen. Wie die Behörden in Rom mitteilten, wurden 31.084 neue Corona-Fälle registriert. Damit hat sich der Wert in etwa einer Woche verdoppelt. In dem Mittelmeerland mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem fast 200 Menschen mit oder an dem Virus. Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in Italien nun 647.674 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf über 38.300.

    Die Regierung hatte Anfang der Woche verschärfte Schutzmaßnahmen wie die Schließung aller Lokale um 18.00 Uhr abends gestartet. Kinos und Theater sind seit Montag zu. Experten mahnten, dass die Infektionskurve schnell abgeflacht werden müsse. Der zuständige Sonderkommissar der Regierung, Domenico Arcuri, sagte im Fernsehsender Sky TG24, noch gebe es ausreichend Intensivbetten im Land. Allerdings dürften die Infektionen nicht mehr so schnell wie zuletzt klettern.

    17.26 Uhr: Steinmeier ruft zu gemeinsamer Anstrengung auf

    Kurz vor erneuten massiven Corona-Beschränkungen in Deutschland hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürger zu einer gemeinsamen Anstrengung wie zuletzt im Frühjahr aufgerufen. Der Teil-Lockdown im November sei zwar eine Belastung und bedeute, nochmals Verzicht leisten zu müssen, sagte Steinmeier nach einem Besuch im Gesundheitsamt Berlin-Reinickendorf, "trotzdem rate ich uns allen dazu, nicht zu resignieren und vor allen Dingen nicht die Geduld zu verlieren."

    Steinmeier wies darauf hin, dass es bei den Infektionszahlen täglich neue Höchstwerte gebe. "Wir sind jetzt in einer Situation, in der Handeln notwendig ist. Und Handeln heißt, den Trend wieder zu brechen." Steinmeier betonte: "Wir sollten gemeinsam der Meinung sein, dass diese gemeinsame Anstrengung noch einmal notwendig ist, um Schlimmeres zu verhüten." Die Situation sei heute eigentlich besser als im Frühjahr. So sei das Wissen über das Virus größer geworden. Die Behandlungsmöglichkeiten hätten sich verbessert. Und es sei eher die Frage, wann ein Impfstoff kommen werde und nicht mehr ob.

    17.06 Uhr: München sagt Christkindlmarkt ab

    Der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Münchner Marienplatz wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Gleiches gilt für die Weihnachtsmärkte in den Stadtvierteln. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse jetzt entschieden. "Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können", betonte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Jetzt müsse aber Kontaktbeschränkung oberste Priorität haben.

    "Die Stadt hat alles unternommen, um den Christkindlmarkt coronakonform stattfinden zu lassen", versichert Wirtschaftsreferenet Clemens Baumgärtner (CSU). Die Veranstaltung sollte eigentlich am 23. November beginnen und diesmal mehr Platz bekommen, damit die coronabedingten Abstandsregeln eingehalten werden können. Letztlich waren aber alle Bemühungen vergeblich.

    Der Faschingsauftakt am 11. November mit der Narrhalla auf dem Viktualienmarkt und das Faschingstreiben am Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber werden ebenfalls schon jetzt abgesagt.

    17.02 Uhr: Tschechisches Parlament verlängert Notstand

    Das tschechische Parlament hat den seit Anfang Oktober geltenden Coronavirus-Notstand bis zum 20. November verlängert.

    "Es ist offensichtlich, dass wir unseren Kampf noch längst nicht gewonnen haben", sagte Ministerpräsident Andrej Babis vor den Abgeordneten. Die Mobilität der Menschen sei nicht so stark zurückgegangen wie während des ersten Lockdowns im Frühjahr. Es gelte, einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern und verletzliche Gruppen wie Senioren zu schützen.

    Im Rahmen des Ausnahmezustands gelten weitgehende Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre. Restaurants und Schulen sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

    Tschechien hat mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern hat einen der steilsten Anstiege der Infektionsraten in Europa zu verzeichnen. Die Behörden vermeldeten am Freitag 13.051 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Anzahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie stieg auf 2.862.

    16.43 Uhr: Island verhängt strengere Corona-Maßnahmen

    Auf der Nordatlantik-Insel Island gelten ab Samstag wegen steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen. Die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen wird im gesamten Land von 20 auf 10 herabgesetzt. Bis zu 30 Menschen dürfen eine Beerdigung besuchen. In Apotheken und Lebensmittelgeschäften sind nun maximal 50 Kunden erlaubt. Sportveranstaltungen und Bühnenauftritte werden untersagt, Schwimmbäder, Bars und Nachtclubs geschlossen. Restaurants mit Alkoholausschank müssen um 21.00 Uhr schließen.

    Die strikteren Maßnahmen sollen bis zum 17. November gelten. Bis dahin soll geprüft werden, inwieweit Lockerungen möglich sind oder eine Verlängerung notwendig wird.

    Das Infektionsgeschehen war auf der Insel mit ihren rund 360.000 Einwohnern im Sommer fast zum Erliegen gekommen, hatte dann aber wieder Fahrt aufgenommen. Die Ansteckungsrate in den vergangenen beiden Wochen ist auf 100.000 Einwohner gerechnet höher als in Deutschland gewesen, aber niedriger als in Belgien, Tschechien und Frankreich.

    16.30 Uhr: BKA schickt Beamte zur Kontaktverfolgung nach Berlin

    Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat zehn Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung nach Berlin geschickt. Seit Donnerstag seien sie in den Gesundheitsämtern in Neukölln und Mitte tätig, teilte die Behörde mit. Der Einsatz sei bis zum 23. Dezember befristet. Das Unterstützungsangebot könne bei Bedarf bundesweit auf weitere Gesundheitsämter ausgeweitet werden.

    Die BKA-Mitarbeiter sollen Covid-19-Patienten telefonisch zu ihren Kontakten befragen sowie mögliche Kontakte benachrichtigen. Darüber hinaus sollen sie die Menschen in Risikogruppen einteilen und die Ergebnisse dokumentieren.

    16.27 Uhr: Polen mit neuem Höchststand bei Neuinfektionen

    Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Freitag 21.629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3.400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

    Der bisherige Rekordwert war mit 20.156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5.351 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

    Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki appellierte an alle Senioren, während der kommenden zwei Wochen möglichst nicht aus dem Haus zu gehen, um das Risiko einer Ansteckung gering zu halten.

    16.03 Uhr: Wirtschaft der Eurozone wächst vor zweiter Corona-Welle im Rekordtempo

    Die Wirtschaft in der Eurozone ist im dritten Quartal stark gewachsen. Die Wirtschaftsleistung habe nach den Rückgängen wegen der ersten Welle der Coronavirus-Pandemie von Juli bis September um 12,7 Prozent zugenommen, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Virus und verschärfter Kontaktbeschränkungen wird aber ein erneuter Abschwung in den letzten Monaten des Jahres befürchtet.

    Mit dem Wachstum im Sommerquartal sei der Einbruch der ersten Jahreshälfte zu fast drei Vierteln wieder aufgeholt worden, kommentierte Rosie Colthorpe von Oxford Economics. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft der 19 Euro-Staaten um 11,8 Prozent eingebrochen.

    Die jetzt gemeldete Erholung ist ein Rekordwert seit Einführung der Statistik im Jahr 1995. Besonders hoch war der Anstieg in Frankreich, wo die Wirtschaft um 18,2 Prozent wuchs. In Spanien expandierte sie um 16,7 Prozent und in Italien um 16,1 Prozent.

    15.55 Uhr: Lehrerverbände fordern Schutzmasken und klare Grenzwerte

    Der Bayerische Philologenverband (bpv) fordert mit Blick auf die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen mehr Schutz für Lehrerinnen und Lehrer. Als Dienstherr müsse der Freistaat für größtmöglichen Schutz der Bediensteten sorgen und den Lehrkräften FFP2-Schutzmasken zur Verfügung stellen. Zudem müssten die Kommunen mobile Raumluftreiniger für die Klassenräume anschaffen.

    Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) forderte, dass es nach den Herbstferien "klare Grenzwerte" an allen Schulen brauche. Die Grenzwerte müssten für alle gesellschaftlichen Bereiche gelten, "Schulen dürfen hier nicht ausgenommen werden", sagte der brlv-Vorsitzende Jürgen Böhm. Aktuell ist mit einem Ansteigen der Sieben-Tages-Inzidenz kein automatischer Wechsel in den Distanzunterricht verbunden.

    15.42 Uhr: Forscher befürchten deutlich mehr Corona-Todesfälle

    Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 könnte sich in Deutschland nach Einschätzung von Max-Planck-Forschern in den ersten beiden Novemberwochen jeweils verdoppeln. Anfang November könnten wöchentlich 500 bis 800, möglicherweise sogar mehr Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus sterben, berichtete das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen.

    Demnach sind die bisher relativ niedrigen Zahlen von Todesfällen darauf zurückzuführen, dass sich Sars-CoV-2 bis Ende September vor allem bei unter 60-Jährigen ausbreitete. Seither steige die Zahl der Infektionen bei Menschen über 60 Jahren. Das führe mit Zeitverzug zu einem Anstieg der Todesfälle.

    Vorhersagen über Mitte November hinaus seien aber schwierig, weil die Entwicklung tödlicher Covid-19-Erkrankungen vom Verlauf der Infektionszahlen besonders in der Altersgruppe der über 80-jährigen abhänge, so die Forscher.

    15.36 Uhr: Kitas im Berchtesgadener Land öffnen wieder

    Nach knapp zweiwöchigem weitgehendem Lockdown im Landkreis Berchtesgadener Land sollen am Montag die Kindergärten und Kitas wieder öffnen - trotz der weiter hohen Corona-Zahlen. Die Allgemeinverfügung, nach der seit dem 20. Oktober in dem oberbayerischen Kreis neben Gaststätten und Hotels auch Schulen und Kitas geschlossen bleiben mussten, gelte einen Tag kürzer als geplant bis Sonntagabend um 24.00 Uhr, teilte das Landratsamt mit. Danach sollen die neuen bayernweiten Regelungen in Kraft treten.

    Nach den Herbstferien sollen ab 9. November auch im Berchtesgadener Land die Schulen wieder ihren Regelbetrieb aufnehmen, teilte das Landratsamt weiter mit. Trotz der strikten Einschränkungen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - nach Berechnungen des Gesundheitsamts auf 315,6. Es gab 40 neue Sars-CoV-2-Fälle im Landkreis.

    15.27 Uhr: Gastronomie meldet überdurchschnittliche Umsatzeinbußen

    Die Gastronomie hat bereits vor den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zum Teil-Lockdown überdurchschnittlich starke Umsatzeinbrüche erlitten. Das zeigen Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

    In der Befragung, die bereits vor der Einigung über einen "Lockdown light" abgeschlossen war, klagten 42 Prozent der Gastronomie-Firmen über eine schlechte Geschäftslage. In der Gesamtwirtschaft galt das "nur" für 29 Prozent. Dass ihr Umsatz im Corona-Jahr 2020 um mehr als 50 Prozent zurückgehen wird, erwarten in der Gastronomie 27 Prozent, in der Gesamtwirtschaft nur neun Prozent der Firmen.

    15.22 Uhr: Pflegekammer warnt vor Einsatz von infiziertem Personal

    Die Pflegekammer Niedersachsen hat eindringlich davor gewarnt, mit dem Coronavirus infizierte Pflegekräfte auf Covid-19-Stationen arbeiten zu lassen.

    In einigen Bundesländern wie Bremen und Bayern versorgten positiv getestete Pflegepersonen bereits infizierte Bewohner und Patienten, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. "Dass positiv getestete Pflegende weiter auf Covid-19-Stationen eingesetzt werden, ist ein Skandal und absolut fahrlässig", betonte Klarmann. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz von Pflegenden dürfe nicht mit Füßen getreten werden.

    Aktuell mangele es besonders auf Intensivstationen an Pflegepersonal. Die Pflegekammer fordere daher den Abbau von Bettenkapazitäten, wenn nicht genug Personal vorhanden sei: "Bevor wir coronainfizierte Pflegefachpersonen einsetzen, müssen Patienten in andere Kliniken verlegt werden", sagte Klarmann.

    15.00 Uhr: Über 100.000 Coronainfizierte in ganz Bayern – 2.895 neue Fälle gemeldet

    Seit Ausbruch der Pandemie haben sich inzwischen über 100.000 Menschen in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. 102.367 Infektionen wurden bisher gezählt, davon gelten 74.770 als genesen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervor.

    Seit gestern haben sich 2.895 Menschen mit Covid-19 infiziert. Außerdem starben acht Menschen, die an Corona erkrankten. Somit steigt die Zahl der Todesopfer bayernweit auf 2.795. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 116,44.

    Über diesem Durchschnitt sind die Regierungsbezirke Schwaben, Ober- und Niederbayern. Über 200 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben die Landkreise Berchtesgadener Land, Rottal-Inn, Rosenheim, sowie die Städte Rosenheim und Schweinfurt. Rottal-Inn hat mit einem Wert von 311,93 mit Abstand den höchsten Inzidenzwert. Eine 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner unter 50 und damit Warnstufe "gelb" haben nur die Landkreise Amberg-Sulzbach (38,82) und Regen (49,09).

    14.57 Uhr: Krankenhaus-Kapazitäten der Schweiz stoßen an ihre Grenze

    Das Schweizer Gesundheitssystem droht überfordert zu werden. Obwohl die Zahl der nicht akuten Eingriffe in den Krankenhäusern bereits massiv reduziert worden sei, dürfte die Bettenkapazität in rund zwei Wochen erschöpft sein, sagt der Leiter der Corona-Taskforce der Schweizer Bundesregierung, Martin Ackermann. Die Regierung habe zwar schärfere Maßnahmen angeordnet, doch diese dürften sich in den Krankenhäusern erst in etwa zehn Tagen auswirken: "Das bedeutet leider, dass wir damit rechnen müssen, dass die Kapazitäten in unseren Spitälern überschritten werden."

    14.45 Uhr: Biontech - Bald Ergebnisse zu Wirksamkeit von Impfstoffkandidat

    Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech rechnet nach eigenen Angaben für die nächsten Tage mit ersten Ergebnissen bei den Wirksamkeitstests seines Corona-Impfstoffkandidaten. "Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin den Zeitungen der VRM (Mainz).

    "Bis Mitte November werden wir nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben", sagte Sahin. Sollten diese positiv ausfallen, würden die Unterlagen bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Zudem stehe Biontech mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren.

    Diese Behörden könnten dann über eine Notfallzulassung entscheiden. "Wenn die Genehmigung stattfindet, ist die nächste Frage: Können wir prinzipiell Impfstoff liefern?", erläuterte Sahin: "Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben." Die Freigabe würde geschehen, wenn eine Genehmigung vorliege: "Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen."

    14.38 Uhr: Irritation um Laschet-Foto ohne Maske

    Ein Foto von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ohne Mund-Nasen-Schutz in einem Flugzeug hat für Irritationen gesorgt. Es zeigt ihn in seinem Sitz nach hinten umgedreht zu seinem Regierungssprecher, augenscheinlich im Gespräch - eine Maske baumelt dabei locker an einem Ohr herunter. Die "Bild" veröffentlichte die Aufnahme des CDU-Vorsitzkandidaten.

    Ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei erklärte dazu, Laschet habe während des genannten Fluges sowie an den Flughäfen "selbstverständlich" einen Mund-Nasen-Schutz getragen: "Dies wurde lediglich - entsprechend der allgemeinen AHA-Regeln und den Vorgaben der Fluggesellschaft - für einen kurzzeitigen Moment zum Verzehr von Speisen und Getränken unterbrochen."

    14.30 Uhr: Söder nennt Corona-Lage ernster als im Frühjahr

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Corona-Situation in Deutschland als angespannter als während der ersten Infektionswelle bezeichnet. "Es ist ernster als im Frühjahr", sagte Söder in einer Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München. Es seien nun Geduld, gute Nerven, Optimismus und vor allem Rücksicht notwendig. "Nur durch Rücksicht werden wir Corona stellen." Manche hätten den Ernst der Lage noch nicht verstanden.

    Söder verwies auf die zunehmend angespannte Lage in den Krankenhäusern. "Die Zahl der belegten Betten steigt deutlich." Wenn aber die Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet und die Kapazitäten ausgeschöpft seien, werde die Gefahr für den einzelnen Patienten noch einmal dramatisch höher.

    14.23 Uhr: Touristen müssen Schleswig-Holstein bis 2. November verlassen

    Touristen müssen spätestens bis zum 2. November aus Schleswig-Holstein abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der begrenzten Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen, teilte die Landesregierung in Kiel mit und verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown im November.

    Die Ministerpräsidentenkonferenz habe am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass "Übernachtungsangebote im Inland nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt" werden. Für Schleswig-Holstein gelte deshalb, dass mit wenigen Ausnahmen für die kommenden vier Wochen keine Beherbergungsleistungen mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden.

    Erlaubt bleibe weiterhin eine Beherbergung aus beruflichen oder sozial-ethisch Gründen (beispielsweise Bestattung oder Sterbebegleitung) sowie medizinisch veranlassten Zwecken wie beispielsweise zur Begleitung von Kindern bei einem Krankenhausaufenthalt, erläuterte ein Regierungssprecher.

    14.15 Uhr: BR-Chor führt Komposition "für Gesang mit Maske" auf

    Ab Sonntag (1. November) präsentiert der Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) die Online-Uraufführung der Auftragskomposition "Der Bildhauer" von Howard Arman für Gesang mit Maske.

    Angesichts der Hygieneauflagen und Auftrittsverbote für Gesangsensembles hat der Chor des BR ein Experiment gestartet. Insgesamt wurden zwei Kompositionsaufträge vergeben, die sich künstlerisch mit dem Singen mit Mundschutz und mit den einzuhaltenden Abständen der Aufführenden beschäftigen. Nach der digitalen Uraufführung von Rupert Huberts Werk "U+1F637" (das ist der Zahlencode für ein Emoji mit Mundschutz) folgt nun "Der Bildhauer". Ab dem 1. November (0.00 Uhr) ist die Uraufführung in zwei verschiedenen Versionen zeitlich unbegrenzt abrufbar, ebenso wie das Werk von Rupert Huber

    14.10 Uhr: Spahn sichert Behandlung ausländischer Corona-Patienten zu

    Deutschland wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufnehmen, so lange dies möglich ist. Dies gelte etwa für Staaten wie Tschechien oder Belgien, aber auch andere, die um Hilfe bitten. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass derzeit bereits je zwei Corona-Intensivpatienten aus den Niederlanden und Belgien in deutschen Kliniken behandelt würden.

    14.07 Uhr: Münchner Tierpark Hellabrunn schließt bis voraussichtlich Ende November

    Der Münchner Tierpark Hellabrunn bleibt ab Montag bis voraussichtlich einschließlich 30. November geschlossen. "Wegen der stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen und den neuesten Eindämmungsmaßnahmen der verantwortlichen Behörden sind auch wir in Hellabrunn leider gezwungen, unseren Tierpark bis voraussichtlich Ende November zu schließen", erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban. Aktuell gültige Jahreskarten sollen um die Zeit der Schließung automatisch verlängert werden, sobald der Tierpark wieder öffnet. Gebuchte Eintrittskarten für den Schließungszeitraum sollen automatisch storniert werden. Kundinnen und Kunden bekommen ihr Geld zurück.

    13.52 Uhr: Spahn ab Montag wieder im Ministerium

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Anfang kommender Woche aus der Quarantäne wegen seiner Corona-Infektion zurückkehren. "Es geht mir - toi, toi, toi - ganz gut. Die Symptome sind zurückgegangen", sagte der CDU-Politiker nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister, die er noch von zu Hause leitete. "Ich bin ab Montag dann auch wieder im Ministerium vor Ort." Spahn (40) war als erster Bundesminister positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie am 21. Oktober mitgeteilt worden war. Laut Ministerium hatten sich bei ihm Erkältungssymptome entwickelt.

    13.45 Uhr: Praxis-Angestellte beklagen zunehmend aggressive Patienten

    In der Corona-Pandemie beklagen sich Angestellte von Praxen zunehmend über aggressiv und fordernd auftretende Patienten. "Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt", sagte die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, am Freitag in Bochum. Sie bezog sich dabei auf Grippe- und Pneumokokken-Impfstoffe. Patientinnen und Patienten ließen teils ihren Frust an den Praxisteams ab. Die Mitarbeiter trügen zudem durch die zahlreichen Patientenkontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko.

    13.40 Uhr: Landtagspräsidentin Aigner fordert "offene Debatte"

    Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat die Abstimmung über den künftigen Corona-Kurs Bayerns im Landtag begrüßt und einen verstärkten Austausch gefordert. "Wir brauchen die offene Debatte", betonte Aigner am Freitag bei einer Sondersitzung im Landtag in München. Nach der zweiten Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder binnen weniger Tage solle über einen Dringlichkeitsantrag der Regierungsparteien zu den Anti-Corona-Maßnahmen abgestimmt werden. Nach Aigners Kenntnis sei der bayerische Landtag damit der einzige bundesweit, der über die Maßnahmen abstimme. "Dieses Parlament scheut keine Kontroverse und keine leidenschaftliche Auseinandersetzung", sagte sie. Sie sei dankbar, dass die Staatsregierung ihre Haltung teile.

    13.35 Uhr: Nach den Herbstferien wieder Präsenzunterricht im Landkreis Donau-Ries

    Der Protest von Eltern und Lehrern hatte Erfolg: Nach den Herbstferien sollen auch im Landkreis Donau-Ries wieder alle Schüler täglich zum Unterricht in die Schule gehen können. Nachdem Landrat Stefan Rößle eine "wahre Flut" von Mails und Nachrichten bekommen hatte, in denen sich vorwiegend Eltern über den (teilweise) Distanzunterricht sowie die Maskenpflicht unter anderem für Grundschüler beschwert hatten, hat der Landrat bei der Regierung von Schwaben wegen einer Ausnahmegenehmigung angefragt. Diese wurde jetzt erteilt.

    13.20 Uhr: Neuinfektionen in Österreich klettern rasant

    Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5.627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4.453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

    13.10 Uhr: Philologen fordern FFP-2-Masken für alle Lehrer in Bayern

    Zum eigenen Schutz und zur Sicherstellung des Unterrichts fordert der bayerische Philologenverband für alle Lehrer nach den Herbstferien FFP-2-Masken. "Wenn Schulen systemrelevant sein sollen, und die letzten Aussagen lassen das vermuten, dann muss der Dienstherr auch für maximalen Schutz sorgen", sagte Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, am Freitag in München. Auch die Lehrer wollten den Präsenzunterricht aufrechterhalten und gäben ihr Bestes, damit die Kinder maximal geschützt und maximal unterrichtet werden könnten. Nach wie vor seien in den Klassenzimmern aber viele Menschen aus teils mehr als 30 Haushalten zusammen, und es gebe viele Kontakte auf engem Raum. Neben den FFP-2-Masken für alle Lehrkräfte fordert der Verband die Anschaffung von mobilen Raumluftreinigern und ein einheitliches Vorgehen der Gesundheitsämter, wenn es zu Corona-Fällen an Schulen komme.

    13.00 Uhr: Bayern-Trainer Flick wünscht sich mehr Solidarität

    Bayern-Coach Hansi Flick hat mit Blick auf die verschärften Corona-Beschränkungen an die Solidarität in der Gesellschaft appelliert. "Wir haben jetzt eine Situation, in die wir durch sehr viel Leichtsinn wieder reingekommen sind", sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters aus München am Freitag. "Viele Berufsgruppen haben darunter zu leiden, da muss man Solidarität zeigen." Das gelte auch für die Regierung, die ihrerseits ja schon Hilfsmaßnahmen angekündigt habe. "Die, die arbeiten können, sind in dieser Hinsicht wirklich privilegiert und müssen schauen, vorbildlich mit der Sache umzugehen." Flick kam von sich aus auf die Corona-Krise zu sprechen, nachdem er zu Werten aus der Fritz-Walter-Zeit wie Demut, Bescheidenheit und Vereinstreue befragt worden war. Begriffe wie diese oder Gemeinschaft, Loyalität und Solidarität seien auch in der heutigen Zeit gerade jetzt wichtig.

    12.55 Uhr: Infektionszahlen in Belgien steigen weiter rasch

    In Belgien steigen die Infektionszahlen weiter rasch an. Mitte Oktober seien im Schnitt 15.316 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In der Zeit von 20. bis 26 Oktober sei die Zahl um 38 Prozent gegenüber der Vorwoche geklettert. Seit Ausbruch der Seuche wurden 392.528 Ansteckungsfälle nachgewiesen. In Belgien leben elf Millionen Menschen. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, prüft die Regierung derzeit, ob das bereits stark eingeschränkte öffentliche Leben im ganzen Land weitgehend lahmgelegt wird.

    12.50 Uhr: Scholz - Lage ist viel gefährlicher als viele denken

    Vize-Kanzler Olaf Scholz verteidigt den Teil-Shutdown im November. Die aktuelle Lage sei viel gefährlicher, als es viele Bürger wahrnähmen, sagt der SPD-Kanzlerkandidat. Es gebe viel zu viele Corona-Neuinfektionen. "Wir wissen gar nicht, wo sich die meisten angesteckt haben." Deswegen müssten menschliche Kontakte jetzt per Shutdown reduziert werden. Ziel sei es, im Dezember wieder eine normalere Situation zu haben. Voraussetzung dafür seien aber die Einschränkungen im November, dem "Monat der Wahrheit", sagt der Bundesfinanzminister.

    12.45 Uhr: Weitere Weihnachtsmärkte verschoben oder abgesagt

    Wegen der Corona-Pandemie werden weitere Weihnachtsmärkte verschoben, stark verkleinert oder abgesagt. Eine "Stadtweihnacht" mit verteilten Marktständen im Stadtgebiet plant in diesem Jahr das unterfränkische Schweinfurt: Am Marktplatz soll es ein Winterdorf mit Essen und Getränken geben. In Würzburg plant die Stadt statt des üblichen Weihnachtsmarktes einen alkoholfreien Adventsmarkt ohne Speisen, der sich weitläufig verteilt. Unterdessen hat die Stadt Eisenach in Thüringen den für den 13. November geplanten Beginn ihres Weihnachtsmarktes abgesagt. Ob im Dezember ein kleiner Markt mit einzelnen Buden möglich sei, stehe noch nicht fest.

    12.40 Uhr: Handballer von Fürstenfeldbruck von falsch positiven Ergebnissen betroffen

    die Handball-Mannschaft des TuS Fürstenfeldbruck ist von den derzeitigen Labor-Problemen betroffen. Vier falsch positive Corona-Tests gab es bei den Fürstenfeldbruckern, die nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga das erste Mal seit 28 Jahren wieder im Profi-Handball mitspielen. Seit Anfang der Saison werden alle Spieler und Mannschaftsverantwortliche zweimal in der Woche auf Covid-19 getestet. In der vergangenen Woche wurden dann gleich vier Tests positiv gemeldet. Das gesamte Team begab sich freiwillig in Quarantäne, das bayerischer Derby gegen Rimpar musste verlegt werden. Anfang dieser Woche kam dann die Entwarnung. Die Test-Ergebnisse waren falsch. Der Grund waren offensichtlich die Probleme in einem Augsburger Labor.

    12.35 Uhr: Sterbefallzahlen im September fünf Prozent über Durchschnitt

    Im September sind in Deutschland mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Nach vorläufigen Ergebnissen starben im vergangenen Monat mindestens 73.010 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das waren fünf Prozent beziehungsweise 3221 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die Zunahme wurde den Statistikern zufolge aber offenbar nicht durch Corona verursacht. Grund ist vielmehr die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Bereits seit 2015 steigen die Sterbefallzahlen im September jeweils im Vergleich zu den Vorjahresmonaten an. Saisonale Einflüsse wie Grippe- oder Hitzewellen sind der Statistikbehörde zufolge für diesen Monat ebenfalls nicht typisch. Vielmehr sei der steigende Anteil älterer Menschen als Hauptursache "naheliegend".

    12.15 Uhr: Gotteshäuser in Israel dürfen wieder öffnen

    Angesichts weiter fallender Covid-19-Neuinfektionszahlen dürfen Gotteshäuser in Israel ab Sonntag wieder öffnen. Als Teil der in der Nacht zum Freitag vom Corona-Kabinett beschlossenen zweiten Lockerung des Lockdowns dürfen sich wieder bis zu zehn Personen in Gotteshäusern aufhalten, teilten das Gesundheitsministerium und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Die Regierung als ganze muss dem Schritt noch zustimmen.

    12.10 Uhr: 1. FC Kaiserslautern darf wieder trainieren

    Der 1. FC Kaiserslautern darf nach einer freiwilligen häuslichen Quarantäne als Folge eines positiven Corona-Tests ab sofort wieder trainieren. Dies teilte der Fußball-Drittligist am Freitagvormittag mit. Bei der Testreihe am Mittwoch hatte es einen positiven Fall gegeben, wie die Pfälzer berichteten, ohne den Namen zu nennen. Im Anschluss begaben sich Mannschaft und deren direktes Umfeld in Isolation. Die nächste Reihe an Corona-Tests fiel komplett negativ aus. Der Drittligist darf nun wieder trainieren, der positiv getestete Profi bleibt weiter in Quarantäne.

    12.05 Uhr: Kunstmesse "Art Cologne" wird erneut verschoben

    Die schon einmal verschobene "Art Cologne" wird jetzt doch nicht ersatzweise im November stattfinden. Sie müsse wegen der neuen Corona-Regeln auf den 14. bis 18. April 2021 verschoben werden, teilte die Koelnmesse mit. April ist der reguläre Termin für die Messe. Art Cologne ist die größte deutsche Kunstmesse.

    11.55 Uhr: Bundesregierung setzt Überbrückungshilfe für Studenten

    Die Bundesregierung wird die Überbrückungshilfe für Studenten in der Corona-Krise wieder aktivieren. Dies kündigt eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums an. Die Hilfen sollen demnach "möglichst schnell" wieder fließen.

    11.45 Uhr: Pflegepersonal in Bayern schlägt Alarm

    Das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Bayerns schlägt angesichts der sich zuspitzenden Corona-Situation Alarm. Die Belastung für die Pflegenden sei kaum noch zu ertragen. «Die ohnehin dünne Personaldecke führt schon heute dazu, dass Pflegende trotz Infektion weiterarbeiten müssen, um die Versorgung zu gewährleisten», heißt es in einer Mitteilung der Vereinigung der Pflegenden in Bayern. Neben den körperlichen Problemen steht immer mehr die psychische Belastung im Fokus. Die Vereinigung sehen die Gefahr, psychisch wirksame Effekte in immer größerem Maß die Gesundheit von Pflegekräften nachhaltig beschädigen.

    11.35 Uhr: Kirchenführer aus Montenegro infolge einer Corona-Erkrankung gestorben

    Der serbisch-orthodoxe Metropolit von Montenegro, Amfilohije, ist am Freitag im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Der als Amfilohije Radovic geborene Kirchenführer starb demnach im Klinik-Zentrum der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica. Der Metropolit zählte zum dogmatischen Flügel der serbisch-orthodoxen Kirche und war ein entschiedener Gegner der Unabhängigkeit Montenegros. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik hatte sich 2006 nach einem Referendum aus dem damaligen Staatenbund mit Serbien gelöst.

    11.30 Uhr: "Wutvideo" eines betroffenen Wirtes aus Siegsdorf 20.000 Mal geteilt

    Der Wirt eines Bistros in Siegsdorf im Landkreis Traunstein macht mit einem fast halbstündigen Video-Monolog seiner Wut über den Teil-Lockdown Luft - und findet im Netz viel Resonanz. Mehr als 20.000 Mal wurde das Video bereits geteilt. Der Wirt sei für 20 Mitarbeiter verantwortlich, "hinter jeder steht eine Familie." Mit seinem Aufruf will er auf die Notlage der Gastronomie aufmerksam machen, die seiner Meinung nach "nicht das Problem, sondern die Lösung" sei.

    11.25 Uhr: Laschet ruft zum Verzicht auf Halloween-Partys auf

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ruft dazu auf, am Wochenende auf Halloween-Partys zu verzichten. Eindringlich warnte der Ministerpräsident von NRW und sprach auch die persönlichen Konsequenzen bei seiner Rede im Landtag in Düsseldorf an. "Wir appellieren an jeden: Selbst wenn am 2. November die Verordnung erst in Kraft tritt, verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys und alles, was an diesem Wochenende stattfinden könnte. Sie werden streng kontrolliert werden, und die Polizei und die Ordnungsämter werden vor Ort keinen Missbrauch dulden."

    11.10 Uhr: Schweriner Volleyballerinnen in Quarantäne

    Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben sich nach einem positiven Corona-Test im Umfeld des Teams vorsorglich in Quarantäne begeben. Das für Samstagabend angesetzte Bundesliga-Spiel in Aachen wurde verlegt, teilte der zwölfmalige deutsche Meister am Freitag mit. Wann die Partie nachgeholt wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Die Schwerinerinnen erhielten die Nachricht von dem Corona-Fall am Abend vor ihrer geplanten Abreise nach Aachen. Die betroffene Person sei sofort isoliert worden, gab der Verein bekannt.

    11.05 Uhr: Vor Teil-Lockdown Forderungen nach Hilfen für Studenten

    Die Regierung müsse nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Überbrückungshilfe für in Not geratene Studierende umgehend wieder auflegen und verbessern. In ähnliche Richtung geht auch eine Forderung der Grünen. Deren Ansicht nach sollten alle Studenten bis 25 Jahre einen monatlichen Garantiebetrag von 290 Euro bekommen und zusätzlich einen "Bedarfszuschuss" abhängig von der jeweiligen Einkommens- und Vermögenssituation. "Studierende und Auszubildende sollen ihren Kopf frei haben für Bücher, Lernen und persönliche Entfaltung." Zur Finanzierung dieser Maßnahmen äußerten sich die Grünen nicht.

    In der Corona-Krise hatte das Bildungsministerium zwei Hilfsangebote für Studenten in Not aufgestellt: Zum einen die Überbrückungshilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wurde von Juni bis September an diejenigen ausgezahlt, die mit Kontoauszügen nachweisen konnten, dass sie in einer pandemiebedingten Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs ausblieben. Gezahlt wurden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai bis März 2021 zinsfrei gestellt ist.

    10.50 Uhr: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft verzichtet im November auf Treffen

    Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft wird im November keine physischen Treffen auf Ministerebene mit den EU-Partnern abhalten. Das kündigt Europa-Staatsminister Michael Roth bei der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) an. Grund seien die verschärften Beschränkungen, um die Zahlen der Corona-Infektionen wieder zu senken.

    10.45 Uhr: Kulturstaatsministerin Grütters spricht von "Katastrophe"

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters befürchtet angesichts neuer Corona-Beschränkungen schwere Folgen für die Kulturszene. Die Kultur dürfe nicht zum Opfer der Krise werden. "Leider zwingt uns die Dynamik des Infektionsgeschehens zu harten Maßnahmen", sagte Grütters (CDU). "Doch bei allem Verständnis für die notwendigen neuen Regelungen: Für die Kultur sind die erneuten Schließungen eine echte Katastrophe." Kultur sei weit mehr als Freizeit und Unterhaltung. "Sie ist kein Luxus, auf den man in schweren Zeiten kurzerhand verzichten kann." Es gehe um Tausende Kinos, Privattheater, das gesamte Bühnengeschehen, Clubs oder Festivals. Betroffen seien zahlreiche Beschäftigte. "Es geht um die Existenz für mehr als 1,5 Millionen Menschen, die in unserem Land mehr als 100 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt an Wertschöpfung beitragen und häufig als Soloselbstständige arbeiten." Einnahmeausfälle in den Kultureinrichtungen müssten "schnell, effizient und großzügig" kompensiert und für die vielen Soloselbstständigen passgenaue Förderungen geschaffen werden.

    10.40 Uhr: Wieder neuer Höchstwert: Mehr als 21.600 Neuinfektionen in Polen

    Die Behörden in Polen melden 21.629 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist abermals ein Rekordwert. 202 weitere Menschen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 5351. Um die wachsende Zahl der Patienten aufnehmen zu können, hat die Regierung mehrere Staatsunternehmen angewiesen, Feldlazarette zu errichten.

    10.30 Uhr: Österreich und Italien fast ganz als Risikogebiete eingestuft

    Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte.

    10.15 Uhr: EU berät über "nicht notwendige Reisen"

    Die Gesundheitsminister der EU beraten nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn heute auch über die Beschränkung von nicht notwendigen Reisen innerhalb der Union. Auf Twitter spricht sich Spahn zudem für eine Reform und Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus. "Wir wollen als EU den Reformprozess der WHO maßgeblich gestalten.

    10.05 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Altmaier hebt Konjunkturprognose an

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hebt die Konjunkturprognose für das laufende Jahr trotz des Teil-Lockdowns im November leicht an. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte, wird mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 5,5 Prozent gerechnet. Anfang September hatte das Wirtschaftsministerium noch ein Minus von 5,8 Prozent vorhergesagt. Ende April war noch mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 6,3 Prozent gerechnet worden.

    9.55 Uhr: Düsseldorfer Airport schließt Terminal B infolge von Corona-Einbruch

    Der Düsseldorfer Flughafen reagiert auf den drastisch gesunkenen Flugverkehr und schließt vom 3. November an das Terminal B. An Nordrhein-Westfalens größtem Flughafen werden alle Passagiere künftig über die Flugsteige A und C abgefertigt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Flughafenkreisen erfuhr.

    9.45 Uhr: Kanzleramtschef Braun will bundesweit den Inzidenzwert unter 50 bringen

    Ziel der neuen Corona-Maßnahmen ist nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu drücken. "Die sollten wir auch wieder erreichen, damit wir wieder Stabilität bekommen", sagt der CDU-Politiker im bayerischen Rundfunk. In zwei Wochen werde man überprüfen, ob man eine Wende bei den stark steigenden Infektionszahlen erreicht habe. Zudem spricht sich Braun gegen "proaktive Kontrollen" im Privatbereich aus. Im öffentlichen Raum solle dagegen intensiv kontrolliert werden, ob die beschlossenen Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

    9.35 Uhr: Fluggesellschaften starten am BER mit verringertem Angebot

    Zum Start des neuen Hauptstadtflughafens BER an diesem Samstag werden aufgrund der Corona-Pandemie nur wenige Passagiere erwartet. Mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin, das britische Luftfahrtunternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren. Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten

    9.15 Uhr: Bundesfinanzminister schätzt zehn Milliarden Euro Hilfe für November-Lockdown als ausreichend

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet, dass die zusätzlich zur Verfügung gestellten zehn Milliarden Euro Corona-Hilfen für die Einschränkung des öffentlichen Lebens im November ausreichen. "Ja, und wenn es elf Milliarden würden, würden wir das auch noch schaffen", sagt er im SWR. Der Bundestag habe ausreichend Geld bewilligt. "Wir geben so viel Geld, wie wir überhaupt nur dürfen" und wie nach europäischen Regeln möglich sei. Die Hilfen für die besonders betroffenen Branchen wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kultur seien passgenau. Betriebe und Solo-Selbständige sollen bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes des Vorjahresmonats als Ersatz bekommen. Selbst wenn der November des Vorjahres nicht als Referenzgröße herangezogen werden könne, gebe es ausreichend individuelle Lösungen.

    9.10 Uhr: Weiterer Milliardenverlust bei Air France-KLM

    Die Corona-Krise hat der Fluggesellschaft Air France-KLM im Sommer einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Im dritten Quartal stand unter dem Strich ein Minus von fast 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Nach einer vielversprechenden Erholung im Sommer hätten die wieder aufkommenden internationalen Reisebeschränkungen ab Mitte August und die Verstärkung der Pandemie die Ergebnisse des Konzerns stark beeinträchtigt, sagte Konzernchef Benjamin Smith. In den ersten neun Monaten verbuchte Air France-KLM insgesamt einen Nettoverlust von 6,1 Milliarden Euro.

    9.05 Uhr: Saarlands Regierungschef schließt Lockdown-Verlängerung nicht aus

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hält eine Verlängerung des Lockdowns in den Dezember hinein für möglich, sollten die Infektionszahlen nicht entscheidend sinken und die Kontaktnachverfolgung schwierig bleiben. "Dann müssen wir besprechen, was wir machen. Natürlich gibt es dann verschiedene Optionen. Man kann noch schärfere Maßnahmen machen, wir schließen ja auch nicht alles. Man kann das Ganze verlängern." Der Plan aber sei, mit den vier Wochen durchzukommen.

    9.00 Uhr: Israel beschließt weitere Lockerungen

    Knapp zwei Wochen nach ersten Lockerungen von Israels zweitem Corona-Lockdown sind weitere Erleichterungen geplant. Die Regierung beschloss die Öffnung der Grundschulen für die 1. bis 4. Klasse, allerdings unter Einschränkungen. Von Sonntag an dürfen auch Ferienwohnungen wieder geöffnet werden. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Auch Friseur- und Kosmetiksalons dürfen dann wieder einzelne Kunden empfangen. Straßengeschäfte sollen aber erst eine Woche später geöffnet werden. Sollten die durchschnittlichen Corona-Fallzahlen schon vorher auf rund 500 am Tag fallen, wird schon früher geöffnet. Auch nach den ersten Lockerungen in Israel waren die Infektionszahlen weiter gesunken. Am Freitag verzeichnete das Gesundheitsministerium 630 neue Fälle. Vor einem Monat waren es noch mehr als 9000 am Tag gewesen. Die Zahl der Schwerkranken sank binnen eines Monats um die Hälfte, auf 410.

    8.55 Uhr: Erholung im Einzelhandel sehr unterschiedlich

    Die Erholung im Einzelhandel hat sich im September fortgesetzt. Allerdings profitieren weiterhin nicht alle Bereiche davon. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 6,5 Prozent. Der September 2020 hatte allerdings einen Verkaufstag mehr. Gegenüber dem Vormonat sanken die Erlöse dagegen real um 2,2 Prozent. Das größte Umsatzplus mit real 21,2 Prozent erzielte erneut der Internet- und Versandhandel. Auch Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baubedarf waren gefragt. Hier gab es im September ein Umsatzplus von 11,1 Prozent. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie Waren- und Kaufhäuser.

    8.50 Uhr: Russland meldet mit über 18.000 Neuinfektionen erneut Rekordwert

    In Russland melden die Behörden 18.283 Neuinfektionen binnen eines Tages - so viele wie nie zuvor. Allein 5.268 Ansteckungsfälle wurden in Moskau nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus legt um 355 auf 27.656 zu. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionsfälle, weist aber im Vergleich zu diesen Ländern deutlich weniger Todesfälle aus. Insgesamt sind knapp 1,6 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

    8.45 Uhr: Heil will erleichterten Hartz-IV-Bezug verlängern

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will den vereinfachten Zugang zu Hartz-IV-Leistungen in der Corona-Krise bis Ende des kommenden Jahres fortführen. Die leichtere Beantragung ist derzeit bis Ende 2020 befristet, doch das werde nicht ausreichen, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Regelung muss bis Ende des nächsten Jahres verlängert werden." Heil erklärte, die Maßnahme richte sich besonders an viele Selbstständige, denen in der Pandemie der Verdienst komplett weggebrochen sei, sowie an Arbeitnehmer, die schon vor der Pandemie nicht gut verdient hätten und jetzt durch Kurzarbeit starke Einkommensausfälle hätten und ergänzende Grundsicherung brauchten. Das Vermögen der Betroffenen wird damit weiter nur eingeschränkt von den Jobcentern überprüft. Tatsächliche Kosten für Unterkunft und Heizung werden anerkannt.

    8.10 Uhr: Unions-Haushaltsexperte sichert Geld für Überbrückungshilfe zu

    Der Haushaltsexperte der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, hat betont, dass für die Überbrückungshilfe für Unternehmen während des Teil-Lockdowns im November keine neuen Schulden nötig sind. Diese zehn Milliarden Euro Überbrückungshilfe seien kein zusätzliches Geld. Im zweiten Nachtragshaushalt seien für Überbrückungsprogramme für Unternehmen 25 Milliarden Euro vorgesehen worden. "Davon sind noch gute 20 Milliarden vorhanden", sagte Rehberg.

    8.00 Uhr: Japan erstattet Eintrittskarten für verschobene Olympische Spiele

    Nach der coronabedingten Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio aufs nächste Jahr beginnt Japan in Kürze mit dem Verfahren für die Rückerstattung von Eintrittskarten. Bereits gekaufte Tickets bleiben zwar auch für das nächste Jahr gültig. Doch wer die Spiele dann nicht besuchen kann, kann zwischen dem 10. und 30. November die Rückerstattung der Eintrittskarten beantragen. Die Rückgabe der Tickets für die Paralympics kann zwischen dem 1. und 21. Dezember beantragt werden. Die nachzuholenden Olympischen Spiele sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

    7.55 Uhr: Mehr als 13.000 Neuinfektionen in Tschechien

    Die tschechischen Behörden melden 13.051 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das Land mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohnern verzeichnet damit inzwischen insgesamt über 310.000 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Tschechien kämpft mit einer der am schnellsten steigenden Infektionsraten in Europa. Zuletzt starben 187 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 2.862 Todesfälle.

    7.45 Uhr: Swiss Re verringert Verlust trotz neuer Covid-19-Belastungen

    Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im dritten Quartal trotz neuer Schadenbelastungen durch die Coronavirus-Pandemie und Naturkatastrophen den Verlust verringert. Unter dem Strich stand nach neun Monaten ein Fehlbetrag von 691 Millionen Dollar, wie der Konzern aus Zürich am Freitag mitteilte. Nach dem ersten Halbjahr hatte sich der Verlust noch auf 1,14 Milliarden Dollar belaufen. Swiss Re verdiente unter anderem an den Finanzmärkten gut. Unter Ausschluss der Covid-19-Belastungen hätte Swiss Re nach eigenen Angaben einen Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar ausgewiesen. Die Rückstellungen für die Auswirkungen der Pandemie erhöhte der Konzern auf drei Milliarden Dollar.

    7.35 Uhr: Lonza erhält Zuschlag für Produktion von Covid-Medikament

    Der Schweizer Lonza-Konzern rüstet sich für die Produktion eines Medikaments zur Prävention und Behandlung von Corona-Patienten. Lonza habe mit AstraZeneca vereinbart, den vom britischen Pharmakonzern entwickelten Wirkstoffkandidaten AZD7442 zu produzieren, teilte das Unternehmen mit. Der noch nicht zugelassene Wirkstoff befinde sich in einer klinischen Studie der Phase I und dürfte in den kommenden Wochen in die Phase III eintreten. Gemäß der Vereinbarung werde Lonza die Arznei in einem neuem Werk im amerikanischen Portsmouth herstellen. Die Produktion dürfte im ersten Halbjahr 2021 starten.

    7.25 Uhr: Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

    Der Fernbus-Anbieter Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab 3. November vorübergehend ein. Mitgründer und Geschäftsführer von FlixMobility, André Schwämmlein, verwies in der "Welt am Sonntag" auf die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen. "Deswegen fahren wir unseren Bus- und Zugbetrieb jetzt im November auch komplett runter in der Hoffnung, an Weihnachten mit Flixbus für unsere Kunden im Einsatz sein zu können. Flixtrain macht vorübergehend Winterpause."

    7.15 Uhr: Elbphilharmonie-Intendant hält Teil-Lockdown für "prinzipiell richtigen Weg"

    "Der Intendant der Hamburger Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, hat Verständnis für den Teil-Lockdown und den damit einhergehenden weitgehenden Stillstand des kulturellen Lebens geäußert. "Es ist zwar schade um die vielen schönen Konzerte im November, aber ich halte die Entscheidung prinzipiell für den richtigen Weg, um die Pandemie in den Griff zu bekommen." Nach Angaben seines Hauses fallen in den vier Wochen vom 2. November an 146 Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und in der Laeiszhalle aus, "viele davon waren ausverkauft". Die Besucher würden direkt kontaktiert und das Geld für ihre Tickets unbürokratisch erstattet bekommen.

    7.05 Uhr: China meldet weniger Corona-Neuinfektionen

    China meldet weniger Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 25 gesunken, nachdem es zuvor noch 47 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien mit einer Ausnahme aus Übersee importiert worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.940. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4.634.

    6.55 Uhr: SPD will Gutverdiener zur Kasse bitten

    Angesichts der Rekordverschuldung des Staates wegen Corona will der SPD-Finanzexperte Lothar Binding Gutverdiener nach der Krise stärker zur Kasse bitten. "Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen", sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der Freitagsausgabe der "Bild"-Zeitung. "Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein." Dagegen bekräftigte Wirtschaftsminister Peter Altmaier, er habe immer klar gesagt, "dass ich Steuererhöhungen für Gift halte für die Wirtschaft und deshalb werde ich mich an Steuererhöhungsdiskussionen nicht beteiligen. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass es in den nächsten vier Jahren nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr keine geben wird"., so Altmaier in der gleichen Zeitung.

    6.40 Uhr: RKI-Zahlen: Landkreis Rottal-Inn mit 7-Tage-Wert von 300

    Das Robert Koch-Institut gibt aktuell (Stand 30.10.2020., 0.00 Uhr) für den Landkreis Rottal-Inn einen 7-Tage-Inzidenzwert von 299,6 an. Damit hat der Landkreis Rottal-Inn aktuell auch einen höheren Wert als der Landkreis Berchtesgadener Land. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch die Landkreise Amberg-Sulzbach und Regen befanden sich am Freitag nach RKI-Angaben nicht in den beiden höchsten Warnstufen.

    6.35 Uhr: Ökonomen: Lockdown-Nothilfe dürfte nicht ausreichen

    Führende Ökonomen halten die staatliche November-Nothilfe für Gastronomen und andere vom geplanten Teil-Lockdown betroffene Branchen längerfristig für nicht ausreichend. "Die Erstattung des Umsatzausfalls ist sicher zielführend", sagte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". "Ob allerdings 75 Prozent ausreichen, dürfte fraglich sein, je länger der Lockdown dauert." Die Gewinnmargen in konsumnahen Branchen seien schließlich gering. "Insofern kann es trotz der Hilfen zu einem massiven Unternehmenssterben kommen", sagte der IW-Direktor. Zudem hätten Einzelhändler keine Aussicht auf Hilfe, obwohl auch ihre Geschäfte leiden würden, wenn in Innenstädten Cafés und Restaurants schließen müssten.

    05.41 Uhr: 18.681 neue Corona-Infektionen in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut meldet 18.681 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden in Deutschland, so viele wie noch nie. Insgesamt verzeichnet das RKI seit Beginn der Pandemie 481.013 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Es gab 77 weitere Covid-19-Todesfälle. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 10.272.

    • So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland

    5.30 Uhr: Apple schließt 17 seiner 20 Geschäfte in Frankreich

    Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab Freitag geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen.

    5.10 Uhr: Erstmals mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

    Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gebrochen. Zuletzt breitete sich das neuartige Virus vor allem im Norden und Mittleren Westen der USA stark aus. Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsfälle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der Universität inzwischen auf 8,94 Millionen.

    5.00 Uhr: Lockdown für zwei Millionen weitere Menschen in England

    Wegen rapide steigender Corona-Neuinfektionen müssen sich zwei Millionen weitere Menschen in England auf Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Betroffen sei die Region West Yorkshire, für die ab Montag die höchste Stufe in einem dreistufigen Warnsystem der Regierung gelten soll. Danach müssen die meisten Pubs und einige Geschäfte schließen, die Menschen dürfen sich in ihren Wohnungen nicht mit Mitgliedern anderer Haushalte treffen. Die Gegend mit den Großstädten Leeds und Bradford gesellt sich zu weiten Teilen Nordenglands, in denen bereits Beschränkungen gelten. Die britische Regierung von Premierminister Boris Johnson will einen landesweiten Lockdown vermeiden und setzt auf regionale Maßnahmen, um Ausbrüchen Herr zu werden.

    02.11 Uhr: Bolsonaro: Neue Lockdowns sind "verrückt"

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält den erneuten Lockdown einiger Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie für übertrieben. Dies sei "verrückt", sagt Bolsonaro angesichts der Bemühungen in vielen westlichen Ländern, die zweite Corona-Welle abzumildern. In Frankreich etwa gelten ab diesem Freitag neue Beschränkungen. "Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Präsident Emanuel Macron an seine Landsleute.

    00.05 Uhr: Weltweit mehr als 44 Millionen Corona-Fälle

    Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 44,66 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und über 1,176 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit knapp 8,9 Millionen bestätigten Fällen und fast 228.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

    Donnerstag, 29. Oktober 2020

    23.40 Uhr: Insgesamt fast 160.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.106 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 513 auf 159.969 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    23.20 Uhr: Weltweit 500.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

    Nach einer Reuters-Zählung sind erstmals weltweit mehr als 500.000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet worden. Getrieben wird der Anstieg dabei von Rekord-Zunahmen auf der Nordhalbkugel. Am Freitag vergangener Woche wurde erstmals ein Anstieg von 400.000 Fällen registriert.

    23.13 Uhr: EU-Kommissonspräsidentin von der Leyen sagt 220 Millionen Euro für Covid19-Patientenverlegungen zu

    Angesichts knapper werdender Krankenhauskapazitäten wegen der Corona-Pandemie finanziert die EU-Kommission die Verlegung von Patienten in andere Länder mit 220 Millionen Euro. Dies kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Video-Konferenz der europäischen Staats- und Regierungschefs zum weiteren Vorgehen gegen die Pandemie an. Die Hilfe können demnach Länder in Anspruch nehmen, wenn bei ihnen Intensivbetten knapp würden. Von der Leyen forderte die Mitgliedstaaten auf, dafür auch die Daten zur Auslastung ihrer Intensivstationen an die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC zu melden. Damit sei es möglich, schnell nötigen Bedarf abzugleichen und die grenzüberschreitende Versorgung von Patienten zu fördern.

    Als weitere Maßnahmen nannte von der Leyen eine Vernetzung von Corona-Experten der nationalen Regierungen und der EU sowie die rasche Zulassung von Corona-Schnelltests. Sie forderte die Mitgliedstaaten auch auf, das EU-Angebot einer Vernetzung nationaler Corona-Warnapps wahrzunehmen und sicherte eine faire Verteilung von Impfstoffen auf alle EU-Staaten zu, wenn diese einsatzbereit seien.

    23.00 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Kanzlerin Merkel gegen Grenzschließungen

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet in der zweiten Corona-Welle nicht mit Grenzschließungen an den europäischen Binnengrenzen wie im Frühjahr. "Ich denke, wir haben alle unsere Lehren aus dem Frühling gezogen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag nach Videoberatungen der EU-Staats- und Regierungschefs. Zu Beginn der Krise hätten viele Länder nach innen geschaut. Aber es habe nur wenig Zeit gebraucht um zu verstehen, dass dies den Binnenmarkt beschädige. Zudem habe es die Ausbreitung des Coronavirus nicht gestoppt. Nun sei der Ansatz deutlich differenzierter, sagte von der Leyen.

    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei dem EU-Videogipfel klar gegen die erneute Schließung von Grenzen innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte , dass sich Merkel für eine koordinierte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Europa eingesetzt habe: "Gerade für Deutschland als Land in der Mitte Europas ist es wichtig, dass die Grenzen offen bleiben, dass es einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf gibt und dass wir gemeinsam die Pandemie bekämpfen."

    Zu Beginn der Corona-Krise hatten die EU-Staaten zum Teil unabgestimmt ihre Grenzen geschlossen und so unter anderem den Warenverkehr in Europa behindert. Zeitweise stauten sich Lastwagen an den Grenzen über Dutzende Kilometer.

    22.37 Uhr: EU-Ratschef zu Corona: Wir sitzen alle in einem Boot

    EU-Ratschef Charles Michel hat die Europäer auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie eingeschworen. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Michel nach Abschluss des Videogipfels zur Corona-Pandemie am Donnerstagabend. "Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und an einem Strang ziehen", fügte er hinzu.

    Im Kampf gegen die Pandemie brauche es einen gemeinsamen Ansatz bei der Verbreitung und Nutzung von Schnelltests, sagte Michel weiter. Zur Kontaktverfolgung müsse die "Interoperabilität" der verschiedenen Smartphone-Apps verbessert werden. Man habe außerdem darüber gesprochen, die Quarantänedauer in Europa zu harmonisieren.

    Man wolle ferner eine Impfstrategie vorbereiten, so dass ein Impfstoff effizient genutzt werden könne, wenn er dann zur Verfügung stehe. Man müsse außerdem einen logistischen Ansatz für effiziente Impfkampagnen finden sowie kommunikativ gegen "Fake News" zu Impfungen vorgehen.

    Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten hatten am 15. Oktober eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie und regelmäßige Videokonferenzen vereinbart. Michel hatte den ersten Corona-Videogipfel einberufen.

    22.06 Uhr: Amazon verdreifacht Gewinn

    Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrößten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar (82,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar.

    21.32 Uhr: Trump: Wir machen nie wieder einen Lockdown, Biden: Ich lege das Virus still

    US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet weiter steigender Coronavirus-Infektionen neue weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA ausgeschlossen. "Wir werden nie wieder einen Lockdown machen", verkündete Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Tampa im Bundesstaat Florida. Er nahm dabei auch ausdrücklich Bezug auf die in Deutschland und Frankreich angekündigten Einschränkungen. Er sei offen für Geschäfte, aber im Falle eines Wahlsiegs der Demokraten werde es dagegen kein normales Leben geben, sagte Trump weiter. "Sie werden Euch nichts erlauben." Dass er selbst eine Corona-Infektion überstanden habe, zeige, dass das Virus besiegbar sei. "Wisst Ihr, unterm Strich ist es so: Ihr werdet wieder gesund."

    Auch der demokratische Kandidat Joe Biden trat in Florida auf, und zwar in Broward County. Der Darstellung Trumps, wonach eine komplette Stilllegung der Wirtschaft drohe, sollte Biden die Wahl gewinnen, widersprach der 77-jährige Oppositionskandidat. "Ich werde die Wirtschaft nicht stilllegen. Ich werde das Land nicht stilllegen. Aber ich werde das Virus stilllegen."

    21.13 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Frankreich kosten Milliarden Euro

    Die neuen coronabedingten Ausgangsbeschränkungen in Frankreich sorgen für milliardenschwere Extrakosten. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstagabend in Paris sagte, müssen 200.000 Geschäfte in den kommenden Wochen geschlossen bleiben. "Dieser Lockdown ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die geschlossen bleiben werden", sagte der Ressortchef. Er bezifferte die nun fälligen Unterstützungsleistungen pro Monat auf rund 15 Milliarden Euro. Die neuen Maßnahmen gelten ab Freitag und bis zum 1. Dezember.

    20.14 Uhr: Über 23.500 neue Positiv-Tests in Spanien

    Spanien gibt 23.580 neue Positiv-Tests bekannt, der höchste Tageswert seit dem Beginn der Pandemie. Zudem werden 173 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gibt es damit knapp 1,2 Millionen bekannte Infektionen und 35.466 Todesfälle.

    20.04 Uhr: Frankreich macht Homeoffice zur Pflicht

    Frankreich macht als Teil des neuen Lockdowns die Arbeit von zu Hause zur Pflicht. Ausnahmen seien nur dann zulässig, wenn es technisch nicht anderes gehe, erklärt Arbeitsministerin Elisabeth Borne. Die Regierung stellt auch andere Einzelheiten der bereits am Mittwoch verkündeten Verschärfungen vor. Unter anderem gilt die Maskenpflicht jetzt für Kinder ab sechs Jahre statt wie bislang ab elf.

    Frankreich meldet 47.636 neue Positiv-Tests nach 36.437 am Mittwoch. Die Zahl der neu verzeichneten Toten fällt dagegen auf 235 von 244. Damit sind insgesamt knapp 1,3 Millionen Infektionen und 36.020 Todesfälle bekannt.

    19.20 Uhr: Landkreis Neu-Ulm überschreitet 100er-Inzidenzwert

    Im Landkreis Neu-Ulm gilt ab morgen auch die Warnstufe "Dunkelrot". Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 118,15 Neuinfektionen gestiegen. Von Freitag bis einschließlich 1. November erlassen die Behörden daher verschärfte Corona-Maßnahmen. So werden Veranstaltungen aller Art auf maximal 50 Personen begrenzt. Dazu zählen Vereinssitzungen, Kino- oder Theatervorführungen, Sportereignisse aber auch Tagungen und Kongresse. Ausnahmen soll es für öffentliche Gottesdienste geben. Der Landkreis Neu-Ulm verzichtet weiterhin auf eine Maskenpflicht für Grundschüler, sie ist erst ab der fünften Jahrgangsstufe verpflichtend. Zum 2. November werden dann die allgemeinen Maßnahmen der Bundesregierung in Kraft treten. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Neu-Ulm 1220 Fälle registriert, 26 Menschen sind in Folge einer Coronainfektion verstorben.

    19.10 Uhr: Verzögerungen bei russischer Impfstudie

    Bei einer russischen Impfstudie kommt es zu Verzögerungen. Mitarbeiter von acht der 25 beteiligen Klinken sagen Reuters, neue Teilnehmer würden vorübergehend nicht mehr angenommen. Die erste der zwei zu verabreichenden Impfdosen sei ausgegangenen, heißt es in mehreren Fällen. Es gebe eine hohe Nachfrage. Der Direktor des leitenden Instituts, Alexander Gintsburg, sagt der Nachrichtenagentur RIA, die Studie laufe wie geplant. Aus Kapazitätsgründen konzentriere man sich nun zunächst auf die zweite Impfdosis. Diese wird 21 Tage nach der ersten verabreicht. Präsident Wladimir Putin zufolge gibt es Probleme, die Produktion des Impfstoffes Sputnik V auszuweiten.

    18.52 Uhr: "Epidemiologische Lage" - Belarus schließt Grenzen zu EU-Staaten

    Ohne Vorwarnung hat Belarus (Weißrussland) seine Grenzen zu den EU-Staaten Polen, Litauen und Lettland sowie zur Ukraine geschlossen. Wegen der "epidemiologischen Lage" in einigen Nachbarländern von Belarus werde für eine Zeit die Einreise beschränkt, teilte der Grenzschutz des Landes mit.

    Die Entscheidung des Grenzschutzes war insofern überraschend, als die Behörden die Gefahr durch die Atemwegserkrankung Covid-19 seit Monaten kleinreden. Präsident Lukaschenko hatte die Coronavirus-Pandemie als eine "Psychose" bezeichnet. Offiziell hatte Belarus bis Donnerstag 96.529 Corona-Infizierte, 85.332 galten als genesen. Die Zahl der Coronavirus-Toten lag nach offizieller Darstellung bei 973. Ärzte in Belarus halten diese Zahlen für geschönt. Es galt als wahrscheinlich, dass es eher politische Gründe für die Grenzschließung gab.

    18.47 Uhr: EU-Staats- und Regierungschefs beraten über weiteres Vorgehen

    Die Staats- und Regierungschefs der EU haben ihre Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise begonnen. EU-Ratspräsident Charles Michel eröffnete am Abend eine Video-Konferenz, an der neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Kolleginnen und Kollegen auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilnehmen.

    Im ersten Teil der etwa zweistündigen Video-Schalte sollte es um einen Austausch von Erfahrungen mit nationalen Maßnahmen gegen die Pandemie gehen, etwa bei Test-Strategien oder Regelungen zu Kontaktbeschränkungen. Danach wollten die Staats- und Regierungschefs Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit auf EU-Ebene erörtern.

    Angesichts der überall in Europa rasant steigenden Infektionszahlen hatte Ratspräsident Charles Michel diese Woche vorgeschlagen, Schnelltests zu nutzen, um etwa innereuropäische Reisebeschränkungen zu verhindern. Dabei geht es auch um die gegenseitige Anerkennung solcher Tests. Darüber hinaus soll über die Verteilungskriterien für künftige Impfstoffe und gegenseitige Hilfe unter den Mitgliedstaaten in der Pandemie beraten werden.

    18.32 Uhr: EZB will Corona-Hilfsmaßnahmen neu kalibrieren

    Die Europäische Zentralbank will ihre Corona-Wirtschaftshilfen bis Dezember überarbeiten. "Wir waren uns alle einig, dass es nötig ist, zu handeln und deshalb unsere Instrumente bei unserem nächsten Ratstreffen neu zu kalibrieren", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach der jüngsten Ratssitzung. Die Verschärfung der Krise mache ein überarbeitetes Hilfspaket nötig - welche zusätzlichen Hilfen dieses beinhalten könnte, ließ Lagarde allerdings offen.

    Von einer Ausweitung wollte die EZB-Chefin noch nicht sprechen. Die Überarbeitung habe im Hintergrund aber bereits begonnen und werde alle laufenden Maßnahmen betreffen. "Wir werden uns alles anschauen", kündigte sie an - und "wir werden alle Instrumente, die wir haben, mit aller Flexibilität nutzen, die wir haben". Auf Basis einer neuen Marktprognose soll der EZB-Rat demnach auf seiner nächsten geldpolitischen Sitzung am 10. Dezember das Hilfspaket "soweit angemessen nachkalibrieren".

    18.19 Uhr: Auch Museen müssen im November schließen

    Mit den neuen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssen auch die Museen in Deutschland schließen. Darauf verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Kulturminister der Länder in einer Konferenzschaltung.

    Zunächst war die Situation für Museen unklar, weil sie in der Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten nicht ausdrücklich erwähnt sind. Danach müssen Kultureinrichtungen wie Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie Kinos im November für einen Monat zubleiben.

    Offen bleiben dürfen nach den Informationen Bibliotheken, Archive und Musikschulen.

    18.08 Uhr: Wieder Höchststand bei Neuinfektionen in Schweden

    Den zweiten Tag in Folge hat Schweden einen Höchststand bei den Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden seien 3.254 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden des skandinavischen Landes mit. Sie empfehlen nun den Einwohnern Stockholms sowie zweier Regionen im Süden des Landes, Kontakte einzuschränken und geschlossene Räume zu meiden.

    Der Epidemiologe Anders Tegnell sagte, dass die Verbreitung des Coronavirus im Frühling "vermutlich 10 bis 15-mal höher" gewesen sei als derzeit. Damals seien aber die Testkapazitäten nicht so groß wie heute gewesen. Nach einer Sommerflaute seien die Ansteckungszahlen "in den vergangenen zwei oder drei Wochen" hochgeschnellt.

    Seit Pandemie-Beginn wurden in Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern insgesamt 121.167 Ansteckungen und 5.934 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das Land geht in der Corona-Krise einen Sonderweg: Die Regierung verzichtet auf das Verhängen von Regeln und Einschränkungen und spricht stattdessen Empfehlungen für die Bürger aus.

    17.58 Uhr: Luxemburg beschließt nächtliche Ausgangssperre

    Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. Auch das Gassigehen mit einem Hund ist im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung erlaubt.

    Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat das Parlament noch weitere Einschränkungen auf den Weg gebracht: Im Restaurant oder zu Hause dürfen nur noch maximal vier Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung zusammenkommen. Wenn es mehr Menschen sind, ist das Tragen einer Maske Pflicht. Diese Einschränkungen gelten bis Jahresende, die Ausgangssperre ist bis Ende November befristet.

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Land mit gut 600.000 Einwohnern ist in der vergangenen Woche (19. bis 25. Oktober) im Vergleich zur Vorwoche um 265 Prozent auf rund 3.400 gestiegen. Luxemburg war bereits im September vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. Diesen Status hatte das Großherzogtum schon von Mitte Juli bis Mitte August inne.

    17.52 Uhr: Papst hält Generalaudienzen wieder ohne Pilger

    Papst Franziskus schränkt angesichts der steigenden Corona-Zahlen seine Auftritte vor Gläubigen wieder stärker ein und überträgt seine Generalaudienz mittwochs nur noch per Livestream. Das teilte der Vatikan mit. Grund für die neuerliche Einschränkung sei der Fall eines positiv auf Corona getesteten Teilnehmers an der Generalaudienz mit Gläubigen vom 21. Oktober. Ab dem 4. November werde Franziskus (83) seine wöchentliche Audienz aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen. Die Umstellung geschehe, "um jegliche zukünftige Gefährdung der Gesundheit der Teilnehmer auszuschließen", hieß es.

    17.48 Uhr: Veranstaltungen mit Publikum laut Studie kein erhöhtes Risiko

    Sport-Veranstaltungen vor Publikum in Zeiten einer Pandemie - dies ist laut einer Studie ohne ein größeres Risiko möglich. Die Universitätsmedizin Halle (Saale) veröffentlichte die Ergebnisse des Forschungsprojekts "RESTART-19", das im Rahmen eines Konzerts am 22. August mit Sänger Tim Bendzko in Leipzig durchgeführt wurde. Bei diesem wurden von den rund 1.400 freiwilligen Teilnehmern zahlreiche Daten erhoben.

    Die Forscher stellten fest, dass bei Einhaltung von Hygiene-Konzepten die zusätzlichen Auswirkungen auf die Pandemie "insgesamt gering bis sehr gering" seien. Als Handlungsempfehlung rückten die Wissenschaftler die Belüftungstechnik in den Vordergrund. "Diese ist für das Ansteckungsrisiko eine entscheidende Schlüsselkomponente", sagte Studienleiter Dr. Stefan Moritz. Mitinitiator Karsten Günther, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig, betonte: "Jetzt kann niemand mehr sagen, wir wissen zu wenig. Jetzt können wir uns an den konkreten Parametern orientieren. Es geht jetzt darum, den Mut zu haben, die Fakten in Entscheidungen zu überführen."

    17.42 Uhr: Staatsrechtler Hufen hält Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig

    Der Mainzer Staatsrechtler Friedhelm Hufen hält die von den Regierungschefs von Bund und Ländern verabredeten Anti-Corona-Maßnahmen für klar verfassungswidrig. Die flächendeckende Schließung der Gastronomie sowie von Hotels und Kultureinrichtungen werde wahrscheinlich von Gerichten schnell wieder gekippt, sagte er in einem Interview mit den Zeitungen der Verlagsgruppe Rhein-Main.

    Statt ganze Branchen zum Stillstand zu bringen, müsse die Kontrolle von Verstößen im privaten Bereich verstärkt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten seien offenbar nach der Devise vorgegangen, alles zu verbieten, "was Spaß macht" und daher vermeintlich überflüssig sei, erklärte der emeritierte Professor für Verwaltungsrecht an der Mainzer Gutenberg-Universität. Pauschale Beherbergungsverbote seien von Gerichten bereits eindeutig als unzulässig verworfen, nun aber erneut verabredet worden, kritisierte der Wissenschaftler: "Ich frage mich: Lesen die Politiker keine Urteile?"

    17.35 Uhr: UNO-Studie: Pandemien werden häufiger auftreten und mehr Tote verursachen

    Bei einer Fortsetzung der gegenwärtigen Lebensweise müssen sich die Menschen nach Einschätzung des Biodiversitätsrats(IBPES) der Vereinten Nationen darauf einstellen, dass Pandemien häufiger auftreten und mehr Opfer verursachen. "Dieselben menschlichen Aktivitäten, die den Klimawandel und die Verluste bei der Artenvielfalt verursachen, erhöhen auch das Pandemie-Risiko", sagte der IBPES-Experte Peter Daszak.

    Es gebe bei Tieren bis zu 850.000 Viren, die wie das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 auf Menschen überspringen könnten, sagte Daszak. Pandemien seien eine "existenzielle Bedrohung". Es gebe Zusammenhänge zwischen ihnen und der Abholzung der Wälder, der extensiven Landnutzung und dem Handel mit Wildtieren.

    Um den bisherigen Entwicklungen entgegenzuwirken, empfehlen die Experten Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und Sonderabgaben auf Fleischverzehr, Viehzucht und andere Aktivitäten, die "ein hohes Pandemie-Risiko" in sich tragen. Die Wissenschaftler zählten seit 1918 sechs Influenza-Pandemien, die "ausschließlich auf menschliche Aktivitäten zurückgingen". Wenn nicht geeignete Maßnahmen ergriffen würden, entstünden der Menschheit hundertfache Kosten, schätzte das Gremium aus 22 Wissenschaftlern.

    17.09 Uhr: Helge Schneider bittet Scholz um Korrektur bei Corona-Hilfe

    Der Musiker Helge Schneider hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, bei der Berechnung der Corona-Finanzhilfe nicht den Monat November des Vorjahres, sondern einen Durchschnittswert heranzuziehen. Schneider veröffentlichte auf Facebook ein Foto eines mit Schreibmaschine geschriebenen Briefes an Scholz: "Bei der Untertützung für Künstler ist Dir ein Fehler unterlaufen: Ich habe im November 2019 gar kein Geld verdient, also kann man dafür ja auch keine 75 % ausrechnen. Bitte mache das anders. Zum Beispiel nehme den JAHRES-MONATSDURCHSCHNITT. Danke!"

    Scholz hatte am Mittwoch angekündigt, dass für die Zeit des Teil-Lockdowns im November unter anderem Solo-Selbstständige ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen sollen.

    17.03 Uhr: Dänemark beschränkt auch die Einreise aus Schleswig-Holstein

    Dänemark weitet seine Reisebeschränkungen nun auch auf Schleswig-Holstein aus. Das geht aus dem wöchentlich aktualisierten Reisemaßgaben des dänischen Außenministeriums hervor. Die Maßnahme bedeutet, dass den Dänen ab Samstag auch von nicht notwendigen Reisen nach Schleswig-Holstein abgeraten wird. Einwohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark einreisen, müssen dafür aber einen triftigen Einreisegrund oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Da die Arbeit als Einreisegrund gilt, werden Grenzpendler weiter ins Land gelassen.

    Grund für den Schritt ist, dass in Schleswig-Holstein die Zahl der Corona-Neuinfektionen den dänischen Grenzwert von 30 wöchentlichen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen überschritten hat. Dieser Wert liegt laut dänischen Angaben bei 31,1. Damit gilt nun ganz Deutschland als sogenanntes Quarantäneland.

    16.50 Uhr: Deutsche Krankenhausgesellschaft - "Wir sind zuversichtlich"

    Der Präsident der deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, ist zuversichtlich, dass die deutschen Kliniken die zweite Covid-19 Welle bewältigen werden. In Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die die Versorgung sicherstellen können. Akutpatienten, Menschen mit Notfallsituationen und schwer kranke Menschen werden auch in den kommenden Wochen und Monaten zuverlässig in den Krankenhäusern behandelt."    

    Neben dem Personal seien auch die Materialbestände in den Kliniken aufgestockt worden, so Gaß. Es gebe bei Einmalhandschuhen einen gewissen Engpass, ansonsten sei "die Lage gut, weil in Asien die Herstellung nicht - so wie im Frühjahr - zusammengebrochen ist." 

    Die Krankenhäuser stellten jetzt von Regelversorgung auf die CoVID19-Versorgung um, so Gaß: "Das heißt, wir werden in den nächsten Tagen und Wochen die weniger dringenden Behandlungen zurückführen um den Platz für die ansteigende Zahl an CoVID-Patienten freizuräumen. Wir tun das, was in unserer Macht steht."

    16.42 Uhr: Münchens Grundschüler weiter von Maskenpflicht am Sitzplatz befreit

    Grundschüler in München müssen an ihrem Sitzplatz vorerst weiter keine Maske tragen. Diese vor gut zehn Tagen beschlossene Aufhebung der Maskenpflicht ist bis zum 11. November verlängert worden, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mitteilte. Das sei aus infektiologischer Sicht vertretbar. Reiter begrüßte, dass Schulen und Kitas trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen geöffnet bleiben dürfen.

    Seit Einführung der Corona-Ampel greift die Maskenpflicht für Grundschüler automatisch, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis mehr als 50 Neuinfizierte je 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert werden. Inzwischen liegen nahezu sämtliche Kommunen im Freistaat deutlich über dem Wert 50.

    16.33 Uhr: Iris Berben - "Kultur ist so wichtig wie die Luft zum Atmen"

    Die Schauspielerin Iris Berben macht sich große Sorgen um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kultur: "Die Pandemie wird nicht mit Jahresende verschwunden sein, deswegen müssen wir Wege finden, um die Kultur am Leben zu erhalten", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir wissen doch, wie schnell Kultur weggespart wird und für viele politische Entscheider ins Luxussegment fällt. Dabei ist Kultur so wichtig wie die Luft zum Atmen. Sie verbindet uns, und die Menschen brauchen Kultur mehr denn je."

    Vor allem die Kino-Landschaft sieht die Schauspielerin in Gefahr: "Das Kino war ja schon vor der Krise etwas, um und für das man immer wieder kämpfen musste", sagte Berben: "Und jetzt kommt uns Corona in die Quere, und es sieht so furchtbar traurig aus. Es kommt mir vor wie ein Dolchstoß."

    16.26 Uhr: Verschärfungen kommen in Rosenheim und Augsburg früher

    Die Stadt Rosenheim geht wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen früher in den Quasi-Lockdown als der Rest Bayerns. Die Regierung von Oberbayern habe die Stadt angewiesen, die landesweit ab Montag geltenden Corona-Beschränkungen bereits ab Freitag 21 Uhr in Kraft zu setzen, teilte die Kommune mit. Hintergrund sei die seit drei Tagen über 200 liegende 7-Tage-Inzidenz in der Stadt.

    Angesichts der steigenden Zahl der Neuinfektionen im Stadtgebiet (7-Tages-Inzidenz heute: 256,7) gelten auch in Augsburg die Beschränkungen bereits ab Freitag 21 Uhr. Darüber hinaus ordnet die Stadt Augsburg eine ausgeweitete Maskenpflicht an, und zwar an Hauptverkehrsadern, an den Uferbereichen von Lech und Wertach, wo Menschen vermehrt ihre Freizeit verbringen, und auf allen öffentlichen Spielplätzen.

    16.18 Uhr: Spanien verlängert Gesundheitsnotstand bis Mai 2021

    In Spanien ist der Corona-Notstand bis zum 9. Mai 2021 verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm den entsprechenden Antrag der linken Regierung mit deutlicher Mehrheit an. 194 von insgesamt 350 Abgeordneten stimmten mit Ja.

    Wegen der rapide steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Dieses Notstands-Dekret galt nur für zwei Wochen. Die von der Regierung angestrebte deutliche Verlängerung musste deshalb gemäß Verfassung vom Parlament gebilligt werden.

    16.12 Uhr: Nur noch drei nicht corona-rote Städte und Kreise in Bayern

    Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch eine kreisfreie Stadt und zwei Landkreise sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen nicht in den beiden höchsten Warnstufen.

    So hat die oberpfälzische Stadt Amberg derzeit knapp 43 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen, der umliegende Landkreis Amberg-Sulzbach 31. Der mittelfränkische Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim steht mit fast 49 nur noch knapp vor der roten 50er-Marke.

    Die höchsten Werte der Neuinfektionen hat im Freistaat weiterhin der Landkreis Berchtesgadener Land, der nach Angaben der dortigen Kreisbehörde auf einen Sieben-Tages-Wert von 308 kommt. Der Kreis Rottal-Inn folgt laut LGL mit 258, die Stadt Augsburg und Rosenheim melden jeweils 257. Mittlerweile hat auch die unterfränkische Stadt Schweinfurt mit 217 die 200er-Marke überschritten.

    16.01 Uhr: Gericht kippt Sperrstunde in Niedersachsen

    Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat vorläufig die nächtliche Sperrstunde für Gastronomen und das Verbot für einen Außerhausverkauf von Alkohol gekippt. Wie das Gericht mitteilte, gab es mit seinem Beschluss der Klage einer Barbeitreiberin aus Delmenhorst statt. Dieser ist nicht mehr anfechtbar.

    Die konkrete Ausgestaltung der Regelungen zur Sperrstunde und zum Verbot des Außerhausverkaufs von Alkohol stellten "keine notwendigen infektionsrechtlichen Schutzmaßnahmen" dar, teilte das Gericht mit. Anstoß nahmen die Richter an der pauschalen Regelung, die Sperrstunde und das Verkaufsverbot in allen Regionen mit einem sogenannten Sieben-Tage-Inzidenzwert von mehr als 35 oder 50 in Kraft zu setzen. Diese Verknüpfung sei "nicht ausreichend".

    Auch mit Blick auf den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter der Gastronomiebetriebe sei die Verordnung nicht schlüssig gegründet worden. So habe das Land nicht nachvollziehbar darlegen können, warum ausgerechnet der Aufenthalt in einem entsprechenden Betrieb zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr ein erhöhtes Risiko bedeute.

    15.50 Uhr: Bayerns Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Corona-Sperrstunde ab

    Die Sperrstundenregelungen für Restaurants und die Teilnehmerbeschränkungen für private Feiern in Corona-Hotspots bleiben vorerst in Kraft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es in einem Eilbeschluss ab, die Regelungen in der bayerischen Corona-Verordnung vorläufig außer Vollzug zu setzen.

    Das Gericht begründete dies mit dem sich verstärkenden pandemischen Geschehen. Die Entscheidung ist zunächst aber nur für wenige Tage relevant: Ab dem 2. November und bis zum Monatsende müssen Restaurants nach einem Bund-Länder-Beschluss und der Bestätigung durch das bayerische Kabinett ohnehin komplett schließen - nur Liefer- und Mitnahmeangebote sowie Kantinen sind davon ausgenommen.

    15.44 Uhr: Katalonien schließt die Grenzen

    Im Kampf gegen das Corona-Virus verhängt die spanische Region Katalonien ein 15-tägiges Ein- und Ausreiseverbot. Am Wochenende werde den Einwohnern zudem nicht nur verboten, Katalonien zu verlassen, sondern auch ihre Städte und Gemeinden, teilen die Behörden mit. Die Anordnung gelte ab Freitag. Zusätzlich würden neben Bars und Restaurants künftig auch Kinos und Theater geschlossen. "Unser Gesundheitssystem kann mit dieser Belastung nicht umgehen. Es kann nicht viel mehr verkraften", sagt der katalanische Gesundheitschef Alba Verges. Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona hat in Spanien die zweithöchste Zahl von Infektionen und Todesfällen und gilt als einer der größten Hotspots in Europa.

    15.37 Uhr: Krisenstab berät morgen über Münchner Christkindlmarkt

    Die Entscheidung über den Münchner Christkindlmarkt wird schon bald fallen: Morgen werde der Stab für außergewöhnliche Angelegenheiten darüber beraten, erklärte ein Rathaus-Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Der Markt sollte eigentlich am 23. November beginnen und diesmal mehr Platz bekommen, damit die coronabedingten Abstandsregeln eingehalten werden können. Ob nun der Zeitplan geändert oder der Markt ganz abgesagt wird, wird sich morgen zeigen.

    15.33 Uhr: Kulturverbände fordern Rettungsschirm

    Die von Bund und Ländern beschlossene neuerliche Schließung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern stößt bei Künstlern, Musikern und Kulturverbänden auf vehementen Protest. Der Bundesverband Schauspiel warnte in Berlin vor einem "kulturellen Kahlschlag ohne Beispiel" infolge des Teil-Lockdowns. Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) äußerte Unverständnis über die Maßnahme und forderte einen "umfassenden Rettungsschirm". Ähnlich reagierten die Museen: Eine erneute Schließung müsse "zwingend kompensiert werden".

    Der Bundesverband Schauspiel protestierte in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder "aufs Schärfste" gegen die am Mittwoch verkündete Schließung von Kultureinrichtungen. Man habe die bisherigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen mitgetragen und umgesetzt. Dass die Theater nun dennoch schließen müssten, sei "weder sinn- noch maßvoll".

    15.26 Uhr: Christkindlmarkt in Rosenheim abgesagt

    Der Christkindlmarkt in Rosenheim ist abgesagt. Das haben der Wirtschaftliche Verband Rosenheim und die Stadt mitgeteilt. Eine kurzfristige Entspannung der Corona-Lage sei derzeit nicht zu erwarten, so die Begründung. Oberbürgermeister Andreas März sagte: "Die Entwicklung der Infektionszahlen sowie die von Bund und Ländern beschlossenen verschärften Regelungen, lassen keine andere Entscheidung zu." Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger müsse an erster Stelle stehen.

    Der Wirtschaftliche Verband teilte mit, bereits an einem Konzept für einen "Winter in Rosenheim" zu arbeiten. Ziel dieser Alternative sei es - mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Abwägung aller Faktoren -, "den Handelsstandort Rosenheim sowie die Existenzen der Markthändler und Schausteller zu stärken", so der Vorsitzende des Wirtschaftlichen Verbandes, Reinhold Frey.

    15.22 Uhr: Putin schließt landesweiten Lockdown aus

    Trotz neuer Höchststände bei den Corona-Infektionen und -Todesfällen hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen landesweiten Lockdown ausgeschlossen. Die Regierung wisse, wie sie handeln müsse, und plane deshalb auch keine Maßnahmen, die den Geschäftsbetrieb und die Wirtschaft zum Erliegen bringen würden, sagte Putin bei einem Investmentforum.

    Kurz zuvor hatte die Regierung ein Hilfspaket in Höhe von umgerechnet 118 Millionen Euro für die Regionen angekündigt, die von der raschen Zunahme der Fälle besonders betroffen sind. Nach Angaben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa vom Vortag ist die Lage in 16 Regionen des Landes "kritisch". Dort seien bereits 90 Prozent der Corona-Intensivbetten belegt.

    Die Gesundheitsbehörden meldeten einen Höchststand von 17.717 neuen Infektions- und 366 Todesfällen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich in Russland nach offiziellen Angaben mehr als 1,58 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt; mehr als 27.300 Infizierte starben demnach.

    15.10 Uhr: Österreichs Regierung plant schärfere Maßnahmen

    Die österreichische Regierung will aufgrund der steigenden Infektionszahlen die Maßnahmen gegen die Pandemie erneut verschärfen. Details sollen nach Gesprächen mit den Landeshauptleuten und den Sozialpartnern am Samstag bekanntgegeben werden, sagte Kanzler Sebastian Kurz: "Wir müssen massiv gegensteuern, weil es sonst zu einer Überforderung der Intensivkapazitäten kommen würde." Die Zahl der Neuinfektionen habe sich innerhalb einer Woche verdoppelt. Zuletzt wurden über 4.400 neue Fälle gezählt. Als kritischen Schwellenwert nannte Kurz die Zahl von 6.000 Neuinfektionen. Österreich habe zwar mehr Kapazitäten als andere Länder, aber auch diese seien begrenzt.

    15.04 Uhr: Arbeitergeberchef kritisiert "zu wenig Augenmaß" bei Einschränkungen

    Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat Bund und Ländern "zu wenig Augenmaß" bei den neuerlichen Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgeworfen. Zu begrüßen sei die Offenhaltung von Schulen, Kindertagesstätten und Handel. Bei der Schließung von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sei jedoch "Aktionismus vor sachlicher Begründung gestellt worden", kritisierte Kramer in einer Mitteilung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

    "Die Einschränkungen von grundgesetzlich garantierten Freiheitsrechten erschrecken mich darüber hinaus als Arbeitgeberpräsidenten, Unternehmer und Bürger gleichwohl", betonte Kramer weiter. "Meines Erachtens sind die Einschränkung von sozialen Kontakten im privaten Wohnbereich, wie im wirtschaftlichen Bereich mit zu wenig Augenmaß geregelt worden und zu weitgehend getroffen."

    Kramer forderte die Bundesregierung auf, "mit einem breiten Dialog (...) den künftigen Kurs unseres Landes in der Corona-Krise nachvollziehbar festzulegen". Kern müsse dabei "eine Grundrechtsabwägung verschiedener Optionen zur Corona-Bekämpfung sein. Die deutschen Arbeitgeber haben in den vergangen Monaten gemeinsam mit Ihren Beschäftigten viel erreicht um die Arbeit in Unternehmen in Coronazeiten sicher zu machen. Diese Veränderungs- und Innovationsbereitschaft erwarten wir auch von der Politik."

    14.44 Uhr: Scholz verspricht "massive Unterstützungsleistungen" für Firmen

    Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Firmen wegen der neuen Corona-Einschränkungen "massive, in dieser Größenordnung bisher unbekannte Unterstützungsleistungen" versprochen. Die Tatsache, dass die Schließung von Gastronomie, Hotels und vielen anderen Wirtschaftsbereichen auf wenige Wochen begrenzt sei, ermögliche es dem Bund, dies zu stemmen. In einem Monat sollten zehn Milliarden Euro investiert werden.

    Es sei klar, dass viele Betriebe im November auf gute Geschäfte gehofft hätten. Die neuen Maßnahmen träfen sie hart, sagte Scholz: "Wir helfen ihnen, dass sie das auch durchstehen können."

    Konkret sollen Solo-Selbstständige und Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen. Bei größeren Unternehmen sei es etwas weniger, sagte Scholz. Die Hilfen sollten unmittelbar und unbürokratisch fließen. Scholz warb erneut um Unterstützung in der Bevölkerung. "Die Lage ist ernst - auch wenn sie sich noch nicht für jeden so anfühlt", betonte er.

    14.37 Uhr: Hausärzte warnen vor Überlastung der Praxen

    Die deutschen Hausärzte warnen vor einer Überlastung der Praxen. "Wir fordern von der Politik eine nationale tragfähige Corona-Strategie über 2021 hinaus. Dabei muss zwingend der Aufwand in den Hausarztpraxen mitbedacht werden", forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, in Berlin. Bereits jetzt seien viele Praxen an ihrer Belastungsgrenze.

    Das liege etwa an den hohen Test-Anforderungen, großer Nachfrage nach Grippeimpfungen und einer wachsenden Verunsicherung von Patienten. Mit den derzeitigen Test-Anforderungen gehe zudem ein viel zu hoher bürokratischer Aufwand einher. "Wir müssen verhindern, dass die ambulante Versorgung, insbesondere in den Hausarztpraxen, die einen Großteil der Behandlung von Covid-19-Erkrankten stemmt, wegbricht", so Weigeldt.

    14.26 Uhr: Start der Skisaison auf der Zugspitze verschoben

    Der Start in die Wintersaison an der Zugspitze verzögert sich aufgrund der Corona-Pandemie. Wegen des neuen Teil-Lockdowns können Skifahrer und Snowboarder nicht wie geplant am 13. November ihre ersten Schwünge auf den Pisten an Deutschlands höchstem Berg ziehen. Am Samstag werde der normale Betrieb für Ausflügler vorerst eingestellt, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen mit.

    "Als touristisches Unternehmen hat der Schutz unserer Gäste und Mitarbeiter oberste Priorität", sagte Vorstand Matthias Stauch. Daher sei die Entscheidung gefallen, bereits vor Montag zu schließen. "Je schneller wir jetzt die Kontakte minimieren, um so größer ist die Chance, im Dezember in einen relativ normalen Skibetrieb starten zu können", ergänzte Sprecherin Verena Altenhofen.

    14.05 Uhr: Söder sieht Bayern erneut vor Katastrophenfall - Neuinfektionen auf Höchststand

    Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die "dramatische Entwicklung" besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren.

    "Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation", betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten.

    Im Freistaat seien am Donnerstag vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3.057 neue Infektionen gemeldet worden. "Das ist eine neue Rekordzahl", sagte Söder. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region in sieben Tagen, liege landesweit bei 107. Damit bewege sich Bayern bundesweit zwar noch im Mittelfeld, gleichwohl sei die Zahl "einfach zu hoch". 13 Kommunen in Bayern lägen bereits über einer Inzidenz von 50, einige sogar über 200.

    14.00 Uhr: Weitere Städte sagen Weihnachtsmärkte ab

    Angesichts der Corona-Pandemie haben weitere Städte in Deutschland ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. So fällt der übliche Budenzauber nun beispielsweise auch in Stuttgart und Koblenz aus. "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu", teilte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) mit. Alternativ sollen in der Stuttgarter Innenstadt verteilt einzelne Verkaufsstände "in beschränkter Zahl" zugelassen werden,

    Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner (SPD) erklärte zur Absage des Weihnachtsmarkts: "Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben jetzt höchste Priorität. Das dynamische Infektionsgeschehen der letzten Tage lässt an der Entscheidung und den Vorgaben von Bund und Ländern keinen Zweifel."

    Schon vorher hatten viele Städte ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, darunter auch Nürnberg mit dem weltberühmten Christkindlesmarkt. Andere Städte hielten dagegen vorerst an ihren Plänen fest.

    13.40 Uhr: Ausbildung trotz Corona ermöglichen

    Katholische Verbände appellieren an die Unternehmen, jungen Menschen auch in der Corona-Pandemie eine Ausbildung zu ermöglichen. Dies sei auch im Interesse der Betriebe, da der Fachkräftemangel durch Covid-19 nicht überwunden werde, sagte Caritas-Vorstandsmitglied Eva Welskop-Deffaa.

    13.35 Uhr: Nach Beschlüssen entfällt Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag

    Nach der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch mit weitreichenden Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist eine schon seit längerem für Freitag geplante Videokonferenz der Ministerpräsidenten abgesagt worden. Das teilte das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Konferenz als Präsenztreffen dreitägig mit verschiedensten Themen geplant. Wegen stark steigender Infektionszahlen war sie später verkürzt und ins Internet verlegt worden - ehe nun die Absage folgte.

    13.25 Uhr: Arbeitsminister Heil: "Manche werden durch Corona-Lage Job verlieren"

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht Deutschland "vor einem ziemlich harten Winter". Manche würden "aufgrund dieser Situation ihre Arbeit verlieren", sagt der SPD-Politiker in Berlin. Wenn es aber gelinge, die Infektionskurve in den Griff zu bekommen und wenn im kommenden Jahr ein Impfstoff verfügbar sei, "dann haben wir nach wie vor die Chance auf eine Frühjahrsbelebung". Allerdings werde es keine v-förmige Erholung mit einem raschen Ab- und Aufschwung geben. "Wir haben länger mit der Krise zu kämpfen.

    13.20 Uhr: BDI erwartet schwierigen November

    BDI-Präsident Dieter Kempf erwartet wegen der neuerlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens einen schwierigen November für die Wirtschaft. Vor allem die Verbraucherstimmung werde stark beeinträchtigt sein. "Auch wenn ein kompletter Lockdown richtigerweise ausgeschlossen wird, werden die Maßnahmen die vorübergehende konjunkturelle Erholung dämpfen. Deshalb ist die anvisierte Überprüfung in zwei Wochen so wichtig, um Maßnahmen anzupassen und möglicherweise in einigen Bereichen zu erleichtern."

    13.15 Uhr: Frankreich kündigt Maskenpflicht für Kinder an

    Die französische Regierung hat eine Maskenpflicht für Kinder ab sechs Jahren angekündigt. Angesichts der "plötzlichen" und "brutalen" zweiten Ansteckungswelle sei diese Maßnahme notwendig, sagte der französische Premierminister Jean Castex, einen Tag vor Beginn eines landesweiten Lockdowns. Bislang war das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nur für Kinder ab elf Jahren verpflichtend. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Mittwoch angekündigt, dass Schulen und Kitas - anders als bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr - geöffnet bleiben würden.

    12.55 Uhr: Mittelstand droht mit Klage gegen "Lockdown light"

    Mittelstands-Präsident Mario Ohoven will überprüfen lassen, ob der "Lockdown light" verhältnismäßig und verfassungskonform ist. "Am Ende könnte die Anrufung des Bundesverfassungsgerichts stehen." Bei den getroffenen Maßnahmen gehe es um die wirtschaftliche Existenz von ganzen Berufsgruppen sowie Millionen von Selbstständigen.

    12.50 Uhr: Keine Fastnachtsfeier am 11.11. in Mainz

    Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) hat jetzt auch die zuletzt im kleinen Rahmen geplante Feier zum Start der Fastnacht am 11.11. abgesagt. Diese hat in Mainz keine so große Tradition wie in den anderen Karnevalshochburgen am Rhein. In den vergangenen Jahren kamen aber Tausende zum ersten Narrentreiben auf dem Mainzer Schillerplatz zusammen. Bis zuletzt hatten nach Angaben Urbans alle Beteiligten an einem Konzept für eine kleine Feier im Osteiner Hof gefeilt.

    12.35 Uhr: Lockdown für nordgriechische Städte Thessaloniki, Serres und Rodopi

    Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die griechische Regierung einen Lockdown für die Städte Thessaloniki, Serres und Rodopi im Norden Griechenlands angeordnet. Die Maßnahmen ähneln jenen in Deutschland; so sollen Kinder weite zur Schule gehen, aber Versammlungen sind verboten und Restaurants müssen geschlossen bleiben. Griechenland war im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher verhältnismäßig schwach von Corona betroffen, doch in den vergangenen Wochen schnellten die Zahlen in die Höhe. Dennoch erziele man bisher bessere Ergebnisse als andere Länder, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. "Ich würde sagen, dass wir rund zwei bis drei Wochen hinter der Entwicklung zurückbleiben, die andere europäische Länder derzeit erleben." Am Freitag will die Regierung weitere Maßnahmen verkünden.

    12.30 Uhr: Mehr als 500 Festnahmen wegen Corona-Regelverstößen in Malaysia

    In Malaysia sind nach landesweiten Kontrollen fast 550 Menschen wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen festgenommen worden. Fast 200 der Inhaftierten seien ohne Maske erwischt worden, sagte Verteidigungsminister Ismail Sabri Yaakob am Donnerstag. Andere hätten sich bei Restaurantbesuchen nicht ordnungsgemäß registriert, die Abstandsregeln nicht eingehalten oder illegal wiedereröffnete Pubs besucht. Insgesamt habe die Polizei am Mittwoch 46 000 Kontrollen durchgeführt. Die Behörden überprüfen die Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig, dabei kommt es immer wieder zu Festnahmen. Die meisten der Regelbrecher kommen Berichten zufolge mit einer Geldstrafe davon, aber gegen einige sei auch Untersuchungshaft verhängt worden.

    12.25 Uhr: Mann schlägt Sicherheitsmitarbeiter im Streit um Maske Zahn ab

    Ein 41-Jähriger ohne Mund-Nasen-Bedeckung hatte sich geweigert, in einem Supermarkt in Zirndorf (Landkreis Fürth) das Attest vorzuzeigen, das ihm vom Tragen einer Maske befreit. Zwei Sicherheitsmitarbeiter machten deshalb vom Hausrecht Gebrauch und baten den Mann, das Einkaufszentrum zu verlassen - woraufhin dieser um sich schlug und einem 42-Jährigen ein Stück eines Zahnes abbrach. Wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht bekommt der Unruhestifter übrigens keine Anzeige: Den herbeigerufenen Polizisten händigte er das Attest am Mittwoch dann bereitwillig aus.

    12.20 Uhr: Sarah Wiener positiv getestet: "Geht mir nicht so gut"

    Köchin und Grünen-Politikerin Sarah Wiener (58) ist an Covid-19 erkrankt. Ihr gehe es leider nicht so gut, teilte die Fernsehköchin auf Facebook mit. "Ich bin sehr schnell erschöpft und habe einen hartnäckigen Husten." Sie sei aber zuhause und hoffe, dass es ihr bald besser gehe. Die von der Politik beschlossenen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen hält Wiener für richtig. "Wenn ihr mich fragt: sie machen Sinn und ich hoffe, es bewirkt auch das Richtige." Sie selbst habe alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, keine Partys oder große Treffen besucht. Obwohl sie zudem keine Vorerkrankungen habe und abseits vom Arbeitsstress ein "ziemlich gesundes Leben" führe, sei sie und nun doch an Covid erkrankt.

    12.15 Uhr: Schwesig für Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich für Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands ausgesprochen, um die hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus zurückzudrängen. Sie sei überzeugt, das es besser sei, für Gebiete mit hohen Inzidenzen Regeln zu haben, sagte sie in einer Regierungserklärung im Schweriner Landtag. Die Diskussion um Reisebeschränkungen für Menschen aus Gebieten mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen solle noch einmal aufgenommen werden. Dabei sollten auch Familienbesuche einbezogen werden.

    12.05 Uhr: SPD-Politiker Kühnert für Sicherungsfonds aus TV-Geldern

    SPD-Politiker Kevin Kühnert hat den Fußball-Bundesligisten den Aufbau eines finanziellen Sicherheitspolsters empfohlen. "Ich hielte es für wegweisend, wenn ein gewisser Anteil aus den TV-Erlösen generell gar nicht an die Vereine wandert, sondern dafür benutzt wird, um eine Art Sicherungsfonds zu bilden", sagte der JuSo-Vorsitzende im Interview mit Spox und Goal. Gerade in Coronazeiten wäre dies ein Zeichen der Fußballbranche, «dass sie stark genug sein möchte, sich notfalls am eigenen Schopf aus so einem Schlamassel ziehen zu können», so Kühnert. Gleichzeitig könne das Geld außerhalb der Krisenzeit "in soziale Projekte im Umfeld des Sports, oder die Förderung des Nachwuchses oder den Frauenfußball gesteckt werden".

    11.55 Uhr: Helmholtz-Gemeinschaft heißt Maßnahmen gut - auch bei Gastronomie

    Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, hat die Corona-Maßnahmen für den kommenden November begrüßt - und Verständnis für die weitgehende Schließung von Gastronomiebetrieben gezeigt. "Ich glaube, wir müssen ehrlich anerkennen: Die Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, reichen in der bisherigen Situation offenbar nicht aus", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Einschränkungen im November seien "in meinen Augen auch aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht nicht zu vermeiden." Zur weitgehenden Schließung von Gastronomiebetrieben sagte er: "Wenn ich am Wochenende durch Berlin gehe und sehe, wie man sich zum Beispiel in Restaurants begegnet - das ist ein Bereich, da können Sie Vorsichtsmaßnahmen auch gar nicht streng einhalten." Man könne ja zum Beispiel nicht dauerhaft eine Maske tragen. Zudem komme jetzt die kalte Jahreszeit, in der die Außenbereiche geschlossen seien. "Also da habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass man diesem Bereich zumutet, für eine überschaubare Phase von vier Wochen diese Maßnahme zu treffen."

    11.52 Uhr: Spaniens Parlament debattiert über sechsmonatigen Corona-Notstand

    Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat vor "sehr schweren Monaten" gewarnt. Man müsse "zum Wohle aller vereint handeln", sagte Illa am Donnerstag in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19.00 Uhr erwartet. Gegen die Verlängerung bis zum 9. Mai hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten die Zeitung «El País» und andere Medien übereinstimmend.

    11.50 Uhr: Corona-Justizfall Ischgl: Staat bestreitet Schuld der Behörden

    Im Justizstreit um das Corona-Krisenmanagement im österreichischen Ischgl hat der Staat jegliches schuldhaftes Handeln der Behörden bestritten. Die Gesundheitsbehörden hätten "zu jedem Zeitpunkt sämtliche dem Ermittlungsstand entsprechenden, erforderlichen und durch die bestehende Rechtslage zur Verfügung stehenden Maßnahmen unverzüglich gesetzt", heißt es in einer Klagebeantwortung der Finanzprokuratur als Vertreterin des Staates. In ihrer Stellungnahme zu einer Amtshaftungsklage stellt die Finanzprokuratur außerdem infrage, dass sich der Betroffene in Ischgl mit dem Coronavirus angesteckt habe. Aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen sei es durchaus möglich, dass der Kläger bereits infiziert nach Ischgl gereist sei.

    11.45 Uhr: Bewerberzahl für Ausbildungsplätze in langjährigem Tief

    Die Corona-Krise schlägt am bayerischen Ausbildungsmarkt nicht durch. Trotz Rückgängen sind nach wie vor deutlich mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Für den Zeitraum von Oktober 2019 bis September 2020 lag die Zahl der gemeldeten Stellen bei 103 221. Das sind gut 7000 weniger als im Vorjahreszeitraum und in etwa der Wert des Ausbildungsjahres 2015/16. Die Zahl der Bewerber fiel um knapp 5000 auf 69 968 - den niedrigsten Wert seit September 1992.

    11.40 Uhr: Ex-AfD-Politikerin Petry kassiert Ordnungsruf im Bundestag

    Die frühere AfD-Politikerin Frauke Petry hat im Bundestag einen Ordnungsruf kassiert, weil sie ohne Mund-Nasenschutz durch den Plenarsaal gegangen ist. Bereits nach Petrys Weg zum Rednerpult hatte Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau (Linke), die die Sitzung leitete, die fraktionslose Petry ans vorgeschriebene Tragen einer Maske erinnert. Petry ließ aber auch auf dem Rückweg das Gesicht unbedeckt. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte Anfang Oktober angeordnet, dass in den Bundestagsgebäuden - einschließlich Plenarsaal - in der Regel eine Schutzmaske zu tragen ist und etwa im Plenarsaal am Platz abgenommen werden kann, wenn ein Mindestabstand von 1,50 zu anderen Personen gewährleistet ist. Zur Durchsetzung ist ein Zwangsgeld von bis zu 25.000 Euro möglich, auch eine Geldbuße bis 5.000 Euro ist möglich - oder gar ein Hausverbot.

    11.20 Uhr: Göring-Eckardt: Eingriffe auf solide gesetzgeberische Füße stellen

    Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt kritisierte , dass die erneuten Einschränkungen in der Corona-Krise ohne Mitwirkung des Bundestags beschlossen wurden. "Es macht keinen Sinn, dass dieses Parlament nach den Entscheidungen gestern hier debattiert", sagte sie. "Es ist gut, dass wir Argumente austauschen, aber die Beschlüsse gehören hier her." Bundestag und Bundesrat müssten gemeinsam entscheiden. Die tief in unseren Alltag eingreifenden Beschränkungen gehörten "endlich auf solide gesetzgeberische Füße gestellt".

    11.10 Uhr: Bürgerliche Mitte Augsburg fordert Corona-Schnelltest vor Stadtratssitzungen

    Die Augsburger Stadtregierung und die Stadträte sollen vor Ausschuss- und Stadtratssitzungen künftig einen Corona-Schnelltest machen lassen können. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hat jetzt die Fraktion 'Bürgerliche Mitte' (Freie Wähler, Pro Augsburg, FDP) gestellt. Ziel sei es, eine coronabedingte Quarantäne der Stadtregierung zu vermeiden. Deshalb solle ein dafür notwendiges Regelwerk und Verfahren erarbeitet werden, heißt es in dem Schreiben. Bei diesen Vorkehrungen geht es auch um die Sicherheit von Mitarbeitern und Bürgern. Sollte ein positives Testergebnis vorliegen, könnte das Gesundheitsamt schnell reagieren und entsprechende Kontaktpersonen ermitteln. So wären auch wieder Stadtratssitzungen in voller Besetzung möglich, heißt es weiter.

    11.05 Uhr: Slowakische Bischöfe fordern Ende des Gottesdienst-Verbots

    Die katholische Bischofskonferenz der Slowakei hat ein baldiges Ende des Verbots öffentlicher Gottesdienste gefordert. Die Kirche habe die Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus stets mitgetragen, teilte ein Sprecher am Donnerstag in Bratislava mit. Die geistlichen Bedürfnisse der Menschen dürften aber nicht in Vergessenheit geraten. Das religiöse Leben könne langfristig nicht allein über Bildschirme ablaufen - einzelne Pfarreien übertragen ihre Predigten im Internet.

    11.00 Uhr: Dreyer verteidigt Bund-Länder-Entscheidung zu Corona-Maßnahmen

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Regeln gegen die Corona-Pandemie verteidigt. "Niemand von uns ist blind in diesen Herbst gegangen", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im Bundestag. Sie sei als Ministerpräsidentin nicht bereit hinzunehmen, dass in den Krankenhäusern wieder mehr Menschen sterben. Die neuen Regeln seien auch ein klares Signal an die Bevölkerung und an den Bundestag, dass die Bundesländer und der Bund zusammen Verantwortung übernähmen.

    10.50 Uhr: "Covid-Haus" in Mühldorf macht sich erneut für Patienten bereit

    Das InnKlinikum Altötting und Mühldorf am Inn macht sich erneut bereit, das Krankenhaus in Mühldorf zum "Covid-Haus" zu machen, dieses Mal sollen aber auch weiterhin Patientinnen und Patienten ohne Covid-19-Infektion dort zu versorgen und kein reines "Covid-Haus" werden. In der ersten Phase der Pandemie hatten die Landkreise Altötting und Mühldorf im Frühjahr eine besondere Lösung für ihre behandlungsbedürftigen Corona-Patientinnen und -Patienten: Das InnKlinikum Altötting und Mühldorf, mit insgesamt vier Häusern in Altötting, Burghausen, Haag und Mühldorf, hatte mit dem Krankenhaus in Mühldorf monatelang ein eigenes „Covid-Haus“ für die beiden Landkreise Altötting und Mühldorf.

    10.30 Uhr: Intensivmediziner warnen vor Überlastung

    Auf Deutschlands Intensivstationen rollt in der Corona-Pandemie eine Covid-19-Welle zu, die jene vom Frühjahr weit übertreffen könnte. "Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr", sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der dpa. "In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung." Kliniken müssten sich deshalb bereits jetzt fragen, bei welchen Patienten sie vereinbarte Operationen guten Gewissens verschieben könnten. Die Devise könne nur lauten: "Fahrt runter!".

    10.20 Uhr: BA-Chef spricht bei Corona-Maßnahmen explizit nicht von Lockdown

    Die ab Montag geplanten neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entsprechen nach Worten des Chefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, keinem Lockdown. Anders als im Frühjahr blieben Schulen und Kitas wie auch der Einzelhandel geöffnet. "Es wird zu einem Einbruch am Arbeitsmarkt führen, aber nicht zu einem Zusammenbruch", sagt Scheele. Die BA hoffe, im Dezember an die positive Entwicklung im Oktober wieder anknüpfen zu können. In diesem Monat waren Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit laut BA kräftig gesunken. "Ein positiver Ausblick, der hoffentlich den November irgendwie überlebt", sagt Scheele.

    10.15 Uhr: Brinkhaus - In vier Wochen wird über weiteren Wohlstand entschieden

    In den kommenden vier Wochen fällt laut CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus die Entscheidung, ob Deutschland seinen Wohlstand halten könne - und ob Europa im Wettbewerb mit autoritären Staaten bestehen könne, die mit ihren hier unerwünschten Mittel die Pandemie erfolgreich bekämpften. "Wir müssen beweisen als offene, plurale Gesellschaft, dass wir das auch in den Griff bekommen", sagt er. Zugleich weist er Vorwürfe der Opposition über eine mangelnde parlamentarische Beteiligung in der Corona-Krise scharf zurück. Es habe 70 Debatten über Corona gegeben.

    10.00 Uhr: Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober kräftig gesunken

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober deutlich gesunken. Insgesamt waren 2.760.000 Menschen ohne Arbeit. Das sind 87.000 weniger als im September, allerdings gut eine halbe Million (556.000) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von September auf Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 6,0 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sei im Zuge der Herbstbelebung kräftig gesunken, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele in Nürnberg. Auch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit nehme weiter ab, so Scheele, aber nach wie vor zeigten sich auf dem Arbeitsmarkt deutliche Spuren der ersten Welle der Corona-Pandemie. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeit liegen laut Bundesagentur für den August vor. Demnach befanden sich im August knapp 2,6 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Kurzarbeit. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit hat nach dem Höchststand im April mit knapp 6 Millionen Beschäftigten sukzessive abgenommen.

    09.55 Uhr: SPD-Bundestagsfraktion unterstützt neue Einschränkungen

    SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich spricht von einer "existentiellen Herausforderung". Die Pandemie werde nicht von alleine verschwinden. Daher unterstütze die SPD-Fraktion im Bundestag die beschlossenen Maßnahmen. Sie seien "dringend erforderlich und verhältnismäßig", sagt Mützenich.

    09.50 Uhr: Böckler-Stiftung: Corona vergrößert soziale Ungleichheit

    Die Corona-Pandemie vergrößert einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge die soziale Ungleichheit in Deutschland. Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen, Minijobber und Leiharbeiter sowie Menschen mit Migrationshintergrund seien überdurchschnittlich oft von Einkommensverlusten durch die Krise betroffen, heißt es in der Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Stiftung. Zudem müssten Eltern öfter Einkommensverluste verkraften als Kinderlose.

    09.40 Uhr: Spanische Wirtschaft im dritten Quartal kräftig gewachsen

    Spaniens Wirtschaft ist im dritten Quartal kräftig gewachsen, sagt Wirtschaftsministerin Nadia Calvino. Spanien sei immer noch auf dem Weg der Erholung. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone war im Frühjahr um fast 18 Prozent eingebrochen. Man arbeite zusammen mit Banken und der EU-Kommission daran, wie man die Umsetzung staatlich verbürgter Kredite verbessern könne, sagt Calvino. Hier dürfte es in den nächsten Wochen Fortschritte geben.

    09.30 Uhr: Europa auf zweite Welle besser vorbereitet

    Bundeskanzlerin Angela Merkel verweist auf die dramatische Lage in anderen EU-Staaten, die mit einem rasanten Anstieg der Neuinfektionen zu kämpfen hätten. Die Kanzlerin betont aber, Europa sei diesmal besser vorbereitet als im Frühjahr, um die Einschränkungen für den europäischen Binnenmarkt so gering wie möglich zu halten.

    09.30 Uhr: Französischer Gesundheitsminister - Dritte Virus-Welle nicht ausgeschlossen

    Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran schließt eine dritte Coronavirus-Welle nicht aus. Das sagt er dem Radiosender France Info. Ab Freitag gelten in Frankreich schärfere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Veran sagt, derzeit seien in Frankreich vermutlich eine Million Menschen mit dem Virus infiziert.

    09.25 Uhr: Weltärzte-Präsident Montgomery: "Auf den allerletzten Drücker"

    Aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, kommen die neuen Corona-Maßnahmen sehr spät. "Nach meiner Auffassung kommen sie auf den allerletzten Drücker. Ich frage mich auch, warum wir dem Virus jetzt noch bis Montag Zeit geben müssen." Die Pandemie habe sich schlimmer entwickelt, als er ursprünglich befürchtet habe. Montgomery sagte, im Prinzip reichten die AHA-Regeln aus, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Doch er gab zu bedenken: "Die Menschen sind zu unvernünftig. Ich frage mich, was noch geschehen muss, damit man manchen Menschen die Lektion beibringt, dass dieses Virus bisher nicht durch eine Therapie behandelt werden kann, dass wir nur durch Prävention, nur durch kluges Verhalten diesem Virus Paroli bieten können."

    09.15 Uhr: Kanzlerin Merkel: Maßnahmen "geeignet, erforderlich, verhältnismäßig"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel macht im Deutschen Bundestag die dramatische Entwicklung in der Pandemie deutlich und rechtfertigt die vereinbarten Maßnahmen. Ginge die Entwicklung so weiter, wäre die Intensivmedizin schon bald überfordert, sagte Merkel. Die beschlossenen Maßnahmen seien "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Es sei dringend notwendig, die Kontaktketten der Neuinfizierten wieder verfolgen zu können. Dies sei derzeit nicht der Fall.

    09.05 Uhr: Lockdown in Frankreich muss womöglich länger dauern

    Der wissenschaftliche Berater der französischen Regierung schließt nicht aus, dass die ab Freitag geltenden schärferen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus über den 1. Dezember hinaus verlängert werden müssen. Die Zahl der Tages-Neuinfektionen werde bis zum 1. Dezember nicht auf 5.000 zurückgehen, sagt Jean-François Delfraissy. "Das kann ich Ihnen schon heute sagen. Wir werden mehr Zeit brauchen."

    08.55 Uhr: Ifo-Chef will mit Verlustrücktrag Firmen in Krise helfen

    Unternehmen sollten Gewinne aus der Vergangenheit mit Verlusten aus dem Corona-Jahr verrechnen können, fordert Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die derzeit geltende Beschränkung der Verlustverrechnung verstärkt die Krise, denn sie belastet gerade Unternehmen, die vor der Krise positive Erträge erwirtschaftet haben und nun krisenbedingt Verluste erleiden", sagt der Chef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts. Eine Ausweitung über fünf Millionen Euro hinaus könne Pleiten durch Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit abwenden und so viele Arbeitsplätze und öffentliche Einnahmen retten. Es würden nur jene Unternehmen entlastet, die vor der Krise ein funktionierendes Geschäftsmodell gehabt hätten und die ihre Gewinne in Deutschland versteuert hätten.

    08.20 Uhr: Münchner Virologe: Staat soll zertifizierte Masken für alle Bürger ausgeben

    Der Münchner Virologe Prof. Dr. Oliver Keppler schlägt vor, zertifizierte Masken an alle Bürger auszugeben, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. „Mir fehlt der Fokus auf die Maskenpflicht. Das halte ich für eine der schärfsten Waffen, die wir im Kampf gegen die Pandemie haben", sagte er im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Der Leiter der Virologie des Max von Pettenkofer-Instituts der LMU sagte, man könne sich etwa an Taiwan orientieren und alle zwei Wochen drei zertifizierte Masken ausgeben. Er teile die Ansicht seines Kollegen Hendrick Streeck, die Maske als zentrales Präventionsinstrument in den Vordergrund zu stellen. Die aktuell beschlossenen Anti-Corona-Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen befürwortet Keppler. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die zweite Welle da sei.

    08.15 Uhr: Spahn beschäftigt eigene Ansteckung und die unbekannte Quelle

    Der mit dem Corona-Virus infizierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spürt nach eigenen Worten keine schweren Symptome. "Mir geht es vergleichsweise gut - den Umständen entsprechend leichte Erkältungssymptome", sagt der Minister. Spahn beschäftige vielmehr, dass es einen erwischen könne, ohne dass man das merke. Er werde oft gefragt, wo er sich angesteckt habe und das könne er nicht sagen. "Immer da, wo ich eine Vermutung hatte, hat sie sich als falsch herausgestellt, weil die Betreffenden selbst negativ getestet wurden als Kontaktpersonen."

    08:05 Uhr: Tschechien meldet fast 13.000 Neuinfektionen

    In Tschechien verzeichnen die Behörden 12.977 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf 297.013. Das Land, in dem rund 10,7 Millionen Menschen leben, kämpft mit einer der am schnellsten steigenden Infektionsrate in Europa. 128 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 2675 Todesfälle.

    07.55 Uhr: Gastrobranche fordert schnelle Entschädigung

    Der Hotel- und Gastroverband Dehoga hat angesichts der erneuten Schließungen von Bars, Kneipen und Restaurants schnelle und unbürokratische Hilfen gefordert. "Es ist mehr als konsequent, dass hier eine Entschädigung erfolgt, wenn unsere Branche geschlossen wird, damit die allgemeine Wirtschaft keinen Lockdown erfährt und Schulen geöffnet bleiben", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der dpa. "Es ist nun wichtig, dass diese Hilfen für alle Unternehmen in Gastronomie, Hotellerie und Cateringwirtschaft schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden." Zudem komme es darauf an, wie sorgfältig die Landesregierungen die Beschlüsse der Bundesregierung und der Länderchefs umsetzten.

    07.45 Uhr: Kanzleramtsminister geht von juristisch standhaften Beschlüssen aus

    Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet damit, dass die von Bund und Ländern vereinbarten drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor Gericht Bestand haben werden. "Davon bin ich fest überzeugt", sagt er im Deutschlandfunk. Die Maßnahmen seien aus Gesundheitsschutzgründen erforderlich, deshalb würden die Gerichte das auch anerkennen.

    07.40 Uhr: Gesundheitsminister Spahn will "Situation nicht entgleiten" lassen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Corona-Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern verteidigt. "Ich will nicht warten, bis die Intensivstationen überfüllt sind", sagt der Minister im WDR. Es gehe darum, dass das Gesundheitswesen nicht überfordert werde. Die Zahl der Infizierten und auch der Todesfälle stiegen. Die Situation dürfe nicht entgleiten. Deshalb müsse jetzt gehandelt werden.

    07.25 Uhr: Patientenschützer loben Maßnahmen von Bund und Ländern

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die neuen Maßnahmen von Bund und Ländern gegen die Corona-Pandemie begrüßt. "Bund und Länder mussten konsequent handeln. Die größte Gefahr geht von privaten Kontakten, Festen und Zusammenkünften aus", sagte Vorstand Eugen Bryschder Nachrichtenagentur KNA. Er forderte insbesondere besseren Schutz für Senioren, Altenpflege und Kliniken - dort müssten Schnelltests massiv ausgebaut werden. "Sonst reißt das Virus immer mehr Löcher in die knappe Personaldecke. Gerade die hier arbeitenden Menschen werden in der Pandemie dringend gebraucht", betonte Bryschder.

    07.15 Uhr: Wieder gewaltsame Proteste in Italien

    In Italien ist es am Mittwochabend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen der gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Straße. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Ebenfalls am Mittwochabend wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten in Palermo auf Sizilien verletzt, wie Ansa berichtete. Dort sei es nach einer Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Beschränkung ihrer Öffnungszeiten zu Flaschenwürfen und dem Abschießen von Feuerwerkskörpern gekommen. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Die Polizei habe von einigen Beteiligten die Personalien aufgenommen.

    07.10 Uhr: Keine Grenzschließungen wie im Frühjahr

    Trotz der weitreichenden Einschränkungen will die Bundesregierung anders als im Frühjahr die Grenzen diesmal nicht schließen. "Wir müssen alles tun, um Grenzschließungen auch weiterhin zu vermeiden", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der "Wirtschaftswoche". Der Europäische Binnenmarkt setze voraus, dass Lieferketten auch in Pandemiezeiten funktionierten, sagt der CDU-Politiker. "Diesbezüglich haben wir aus dem ersten Shutdown gelernt."

    07.05 Uhr: Städte- und Gemeindebund begrüßt Lockdown-Maßnahmen

    Der Städte- und Gemeindebund hat die Verschärfung der Corona-Auflagen durch den Bund-Länder-Beschluss begrüßt. Die Beschlüsse zeigten "Augenmaß", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Es sei verhindert worden, dass das Land in eine Art "Halbkoma" versetzt werde und es sei richtig, insbesondere Schulen und Kindergärten grundsätzlich weiterhin zu betreiben.

    07.00 Uhr: Weltweit mehr als 44,2 Millionen Menschen infiziert, knapp 1,2 Millionen Tote

    Weltweit haben sich mehr als 44,2 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Fast 1,17 Millionen Menschen sind demnach mit oder an dem Virus gestorben. Die meisten Infektionen weltweit verzeichnen die USA, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland und Frankreich.

    06.50 Uhr: Gewerkschaft NGG fordert Hilfen für Kurzarbeiter in Gastronomie

    Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Guido Zeitler erwartet vom 10 Milliarden Euro schweren Hilfspaket der Bundesregierung eine stärkere Unterstützung der Kurzarbeiter in der Branche. Durch den Lockdown müssten wieder mehrere Hunderttausende Beschäftigte der Gastronomie und Hotellerie in Kurzarbeit, sagt Zeitler. "Das trifft vor allem jene existenziell, die im Niedriglohnbereich arbeiten. Gerade in der Gastronomie leben die Beschäftigten auch von Trinkgeldern, die jetzt wegfallen", erklärt er. Minijobber in der Branche hätten bislang überhaupt noch keine Hilfe erhalten. Seit dem Frühjahr sei schon jeder sechste Arbeitsplatz weggefallen.

    06.25 Uhr: USA: Stimmzettel in zwei Bundesstaaten dürfen nach Wahltermin ankommen

    In der Corona-Krise geben mehr Amerikaner als sonst ihre Stimme bei der Präsidentenwahl per Brief ab. Doch nicht zuletzt wegen der getroffenen Sparmaßnahmen bei der Post weiß niemand so recht, wie schnell die Wahlunterlagen ankommen. Daher lässt das Oberste Gericht in den USA in zwei wichtigen Bundesstaaten auch noch per Post abgeschickte Stimmzettel zählen, die nach dem Wahltermin am 3. November eintreffen. In Pennsylvania sollen die Briefwahlunterlagen noch gelten, wenn sie bis zu drei Tage später eintreffen. In North Carolina sind es sogar neun Tage. Das Oberste Gericht ließ nun diese Entscheidung in Kraft. Präsident Donald Trump und die Republikaner wollen, dass nur bis zum 3. November zugestellte Stimmzettel gezählt werden.

    06.05 Uhr: Wirtschaftsauskunftei warnt vor Pleitewelle in Gastronomie

    Die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel hat angesichts der Corona-Krise vor einer Pleitewelle in der Gastronomie gewarnt. Stand Ende Oktober seien mehr als 8300 Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland insolvenzgefährdet, heißt es in einer Analyse, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Das seien 14,5 Prozent der untersuchten Betriebe. Im Februar - bevor Gastronomen in der ersten Corona-Welle schließen musste - hatte Crif Bürgel die Zahl der insolvenzgefährdeten Gastronomiefirmen auf 6201 taxiert (10,2 Prozent). Die Wirtschaftsauskunftei analysiert die finanzielle Lage von 57.300 Gastronomiebetrieben in Deutschland.

    05.50 Uhr: Japanische Impfstoffstudie startet wohl außerhalb des Landes

    Der japanische Pharmakonzern Shionogi plant bis Ende des Jahres mit klinischen Studien an einem der ersten im Inland hergestellten Corona-Impfstoffe zu beginnen. Die dritte und letzte Phase der Studie müsste wahrscheinlich in Übersee durchgeführt werden, da es in Japan relativ wenig Covid-19-Fälle gebe, sagt Konzernchef Isao Teshirogi.

    05.29 Uhr: Robert-Koch-Institut meldet 16.774 Neuinfektionen

    In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 16.000 neue Coronavirus-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Mittwoch insgesamt 16.774 neue Fälle registriert, nach 14.964 neuen Fällen am Vortag.

    Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 481.013, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 10.272 - 89 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut dem RKI auf etwa 339.200.

    05.24 Uhr: Indien: Mehr als acht Millionen Menschen infiziert

    Indien durchbricht nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Marke von acht Millionen Corona-Fällen. Die zweitgrößte Nation der Welt verzeichnet damit nach den USA mit 8,8 Millionen Infektionen auch die zweithöchste Infektionsrate. Binnen Tagesfrist melden die Behörden 49.881 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Indien steigt offiziellen Angaben zufolge um 517 auf 120.527.

    04.45 Uhr: Steigende Coronavirus-Zahlen in Xinjiang

    Nach dem Ausbruch des Virus in einer Kleiderfabrik in der chinesischen Region Xinjiang zeigen immer mehr positiv-getestete Arbeiter Symptome. China meldet offiziellen Angaben zufolge mit 47 neuen bestätigten Corona-Fällen gegenüber 42 tags zuvor einen Rekordwert an tägliche Neuinfektionen seit mehr als zwei Monaten. Von den neuen Fällen seien 23 zuvor asymptomatische Fälle aus Xinjiang gewesen, teilt die nationale Gesundheitsbehörde mit. China wertet symptomlose Infektionen nicht als bestätigte Covid-19-Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 85.915, während die Zahl der Todesopfer unverändert bei 4634 bleibt.

    04.23 Uhr: Stiko: Durchimpfung der Bevölkerung erst 2022

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut rechnet erst in 2022 mit einer umfassenden Impfung der Bevölkerung gegen das Corona-Virus. "Auch wenn es bald Impfstoffe gibt, wird die Impfung der gesamten Bevölkerung Ende 2021 meines Erachtens noch nicht abgeschlossen sein", sagt der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Donnerstagsausgaben). Wenn man rein rechnerisch etwa pro Tag 100.000 Menschen impfen könnte - was bereits eine Herausforderung sei - brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen, erklärt Mertens. Auch werde es seiner Ansicht nach längere Zeit dauern, bis durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens deutlich wird.

    Mittwoch, 28.10.2020

    22.03 Uhr: Proteste in Italien gehen weiter

    In Italien gehen die Demonstrationen gegen die seit Anfang der Woche verschärften Corona-Schutzmaßnahmen weiter. Heute demonstrierten Unternehmer und Beschäftigte aus Restaurants, Bars und anderen Lokalen in vielen Städten des Landes, darunter Mailand, Triest, Florenz und Neapel.

    Italien meldet 24.991 neue Positiv-Tests, ein Rekord. Insbesondere die Lombardei sei betroffen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der neuen Todesfälle liegt bei 205 nach 221 am Dienstag. Damit werden insgesamt 589.766 Positiv-Tests und 37.905 Todesfälle gezählt.

    Die Regierung will mit einem schnellen Nothilfe-Paket von mehr als fünf Milliarden Euro die Folgen der jüngsten Beschränkungen abfedern. Seit Montag müssen alle Lokale um 18 Uhr für Gäste schließen. Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen.

    21.47 Uhr: Bayerische Wirtschaft fordert schnelle Hilfe

    Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) sieht die aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder vereinbart hat, als notwendig an. Das sagte VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Da es es einige Wirtschaftsbereiche besonders hart trifft, müssen die angekündigten umfangreichen Hilfsmaßnahmen laut Brossardt jetzt rasch realisiert werden. Die Hoffnung sei, dass zumindest Weihnachtsgeschäft umgesetzt werden könne, so der VBW-Hauptgeschäftsführer.

    21.32 Uhr: Spanien überprüft mit Drohnen

    Mit Drohnen wollen die Behörden in Madrid an Allerheiligen die Einhaltung der Corona-Regeln auf den zwei größten Friedhöfen der spanischen Hauptstadt kontrollieren. Aufgrund der Pandemie wurden die Besucherkapazitäten auf den Friedhöfen um die Hälfte reduziert, wie das Rathaus mitteilte. Besuchergruppen dürfen demnach aus maximal sechs Menschen bestehen; diese müssen die Abstandsregeln einhalten.

    "Wir können nicht zulassen, dass sich Menschenmassen innerhalb oder außerhalb der Friedhöfe bilden", sagte Madrids Bürgermeister José Luiz Martínez-Almeida. Neben den Drohnen sollen ab dem 30. Oktober drei Tage lang bis zu 300 Polizisten auf den Friedhöfen eingesetzt werden. Das sind etwa 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei in Madrid Drohnen verwendet, um die Corona-Regeln zu überwachen.

    21.30 Uhr: Merkel gibt Regierungserklärung ab

    Nach den Bund-Länder-Beratungen will Kanzlerin Angela Merkel dem Bundestag am Donnerstag die Corona-Politik der Bundesregierung erläutern. Die Regierungserklärung ist die dritte seit Beginn der Pandemie.

    Im Anschluss an die etwa 20-minütige Rede (9.00 Uhr) ist eine anderthalbstündige Debatte geplant.

    21.18 Uhr: 4.000 Neuinfektionen in Portugal

    Portugal hat einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen 24 Stunden seien in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 3.960 Ansteckungen erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Wegen der rapide steigenden Zahlen berief Ministerpräsident António Costa für Samstag eine Sondersitzung seines Kabinetts ein. Dabei werde man über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten, teilte die sozialistische Regierung mit. Die Lage sei "kritisch", sagte der für Gesundheit zuständige Staatssekretär António Lacerda Sales.

    In dem lange Zeit vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommenen Land wurden bereits insgesamt fast 130.000 Infektionen verzeichnet.

    21.15 Uhr: New Yorks Geschäfte verkaufen auf Bürgersteigen

    In der Coronavirus-Pandemie dürfen sich die Geschäfte in New York demnächst auch auf die Bürgersteige ausbreiten. Ab Freitag und zunächst bis zum Ende des Jahres dürften die Läden einen Teil der Bürgersteige davor für die Ausstellung und den Verkauf von Waren, für Warteschlangen oder zur Abwicklung der Bezahlung nutzen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Das solle sie in der Krise unterstützten.

    Im Sommer hatte die Stadt bereits den Restaurants, Cafés und Bars erlaubt, Essen und Getränke vor der Tür zu servieren. Das Programm gilt als großer Erfolg und soll bleiben. Die Millionenmetropole New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Neuinfektionsgeschehen dort stabilisiert, war zuletzt aber wieder leicht angestiegen.

    21.10 Uhr: Dehoga prüft rechtliche Schritte

    Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) prüft rechtliche Schritte gegen den Beschluss von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das kündigte Sachsen-Anhalts Dehoga-Chef Michael Schmidt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. "Es ist eine große Enttäuschung, das ist wirklich dramatisch für uns", sagte Schmidt. "Wir sind nicht der Treiber der Pandemie." Klagen könnten nur die Gastronomen selbst. Die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte in der ARD, es hätten sich schon Mitglieder gemeldet, die klagen wollten.

    Zuvor hatten sich die 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung auf einen befristeten Teil-Lockdown verständigt. Der sieht unter anderem vor, dass Restaurants im November wie schon im Frühjahr nur noch Speisen außer Haus verkaufen dürfen. Hotels dürfen außerdem nur noch Geschäftsreisende beherbergen.

    Die Regelungen sollen am Montag in Kraft treten und zunächst bis Ende November gelten. Die betroffenen Betriebe sollen vom Bund entschädigt werden und bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem November 2019 erstattet bekommen.

    21.03 Uhr: Novum im bayerischen Landtag

    Zum ersten Mal soll es im bayerischen Landtag am Freitag eine Abstimmung über schärfere Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern geben. Die Abstimmung ist zwar aus rechtlichen Gründen formal nicht bindend für die Staatsregierung, aber dennoch ein Novum.

    In einer Sondersitzung des Landtags will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zunächst seine zweite Regierungserklärung zur Corona-Krise binnen zwei Wochen halten. Anschließend, so war am Mittwochabend aus dem Umfeld von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und den Regierungsfraktionen zu hören, soll voraussichtlich über einen Dringlichkeitsantrag von CSU und Freien Wählern abgestimmt werden, in dem Eckpunkte der Anti-Corona-Maßnahmen aufgeführt sind.

    Rechtlich kann die Abstimmung deshalb nicht bindend sein, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Dennoch dürfte eine solche Abstimmung dann den Debatten im Landesparlament ein Stück mehr Gewicht geben - und umgekehrt der Staatsregierung zu zusätzlicher politischer Legitimation verhelfen.

    20.50 Uhr: Algeriens Präsident zur Untersuchung in Deutschland

    Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ist zur medizinischen Untersuchung nach Deutschland gereist. Nachdem er am Vortag in ein Militärkrankenhaus in der algerischen Hauptstadt gebracht worden war, wurde Tebboune auf Empfehlung des dortigen medizinischen Personals zur eingehenden medizinischen Untersuchung nach Deutschland überstellt. Das teilte das Präsidialamt in einer im algerischen Fernsehen gezeigten Pressemitteilung mit. Details zu seinem genauen Aufenthaltsort oder seinem gesundheitlichen Zustand gab es darüber hinaus zunächst nicht.

    Wegen des Verdachts auf Corona-Infektionen bei mehreren seiner Berater hatte sich Tebboune bereits am vergangenen Samstag freiwillig in Quarantäne begeben. Bei seinem Wechsel in das Militärkrankenhaus am Dienstag kommunizierte das Präsidialamt, es handele sich lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. Sein Gesundheitszustand sei weiterhin stabil und bedenkenlos. Ob der 74-Jährige mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde, blieb offen.

    Algerien hat bisher nach Angaben der Behörden mehr als 56 700 Corona-Fälle registriert. Mindestens 1931 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

    20.27 Uhr: Macron kündigt neuen Lockdown an

    Wegen der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen geht Frankreich ab Freitag in einen neuen landesweiten Lockdown. Er soll vorerst bis zum 1. Dezember gelten, wie Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache ankündigte. Anders als im Frühjahr sollen die Schulen aber offen bleiben.

    Unter anderem sollen Bars und Gaststätten geschlossen bleiben, Schulen dagegen offen. Allgemein soll von zu Hause aus gearbeitet werden, Universitäten sollen auf einen Online-Betrieb umstellen.

    "Das Virus breitet sich mit einer Geschwindigkeit aus, die nicht einmal die pessimistischsten Prognosen vorhergesagt haben", sagte Macron. Frankreich befinde sich dabei in derselben Situation wie die Nachbarländer: "Überrannt von einer zweiten Welle, von der wir wissen, dass sie härter, tödlicher sein wird als die erste."

    20.18 Uhr: Schüler in Aschaffenburg in Quarantäne

    In Aschaffenburg sind an zwei Schulen Schüler und Schülerinnen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, damit sind insgesamt 47 Schüler in Quarantäne geschickt worden. Wie die Stadt Aschaffenburg mitteilte, wurde ein Schüler an der Berufsschule 2 positiv getestet. Die 21 Schüler der Klasse wurden als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft und müssen bis zum 4. November in Quarantäne. Ob Lehrer als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen sind, wird individuell ermittelt.

    In der Brentano-Mittelschule wurden drei Schüler aus der Klasse 9 positiv auf SARS-CoV2 getestet. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind aufgrund von klassen-übergreifendem Unterricht 26 Schüler als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen und bis 5. November in Quarantäne. Ein erneuter Test ist geplant. Bei sechs Lehrkräften wird individuell die Einordnung als Kontaktpersonen der Kategorie 1 oder 2 vorgenommen.

    20.16 Uhr: Rekordzahlen in Frankreich

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt zum Beginn einer mit Spannung erwarteten Rede 36.437 Neuinfektionen bekannt - ein Rekord. Das Virus bereite sich schneller aus als vorhergesagt, erklärt er. Benötigt würden neue Maßnahmen.

    20.06 Uhr: Bundesregierung weitet Reisewarnung aus

    Die Bundesregierung weitet ihre Reisewarnung wieder auf die ganze Türkei aus. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, sind ab dem 9. November auch die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya von der Reisewarnung betroffen. Das Auswärtige Amt erinnerte daran, dass wegen der Covid-Pandemie vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei weiterhin gewarnt werde.

    Die vier Provinzen an der türkischen Ägäis- und Mittelmeerküste, für die nun die Ausweitung der Reisewarnung angekündigt wurde, waren bislang von dieser Warnung ausgenommen. Diese Ausnahmeregelung soll nach Angaben des Auswärtigen Amts bis zum 8. November auch weiterhin gelten.

    Voraussetzung für Reisen in die Region ist nach Angaben des Auswärtigen Amts die strikte Einhaltung eines von der türkischen Regierung verfügten Tourismus- und Hygienekonzepts. Dazu zählt, dass sich die Reisenden innerhalb von 48 Stunden vor ihrer Rückkehr nach Deutschland einem Corona-Test unterziehen müssen. Da die Türkei als Risikogebiet eingestuft ist, kann daraus auch eine Quarantäneverpflichtung bei der Einreise nach Deutschland resultieren.

    In der Türkei haben die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Am Mittwoch überschritt die Zahl der Verstorbenen die Schwelle von 10.000. Wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilte, wurden in der Türkei mittlerweile insgesamt 368.513 Infektions- und 10.027 Todesfälle verzeichnet.

    Das Epizentrum der Corona-Epidemie in der Türkei sei Istanbul, sagte der Minister. Vier von zehn Infizierten stammen demnach aus der Metropole am Bosporus.

    19.46 Uhr: Sorge um "Sport-Deutschland"

    Der DOSB bedauert sehr, dass dieser temporäre Lockdown inklusive eines Verbots des Amateursports offenbar nötig geworden ist, so Alfons Hörmann, vom DOSB. "Wir tragen diese Maßnahme jedoch verantwortungsbewusst trotz der negativen Effekte für den Sport grundsätzlich solidarisch mit. Leider berücksichtigt der generelle Lockdown nicht die vielfältigen und erfolgreichen Aktivitäten des Sports, der durch ein hohes Maß an Disziplin und mit der konsequenten Umsetzung von Hygiene-Konzepten erreicht hat, dass der Sport nachweislich kein Infektionstreiber ist. Wir begrüßen, dass der Profi- und Spitzensport nicht ausgesetzt wird, auch wenn er ohne Zuschauer stattfinden muss. Um den Beitrag der Vereine, Bünde und Verbände zur gesellschaftlichen Stabilität auch dauerhaft und nach der Krise gewährleisten zu können, fordern wir im Bereich der angekündigten Nothilfen, dass der Sport in seiner ganzen Vielfalt unproblematisch daran teilhaben kann."

    19.35 Uhr: Tausende Polizisten sollen Maßnahmen kontrollieren

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will mit dem Einsatz Tausender Bundespolizisten die Einhaltung der neuen Corona-Regeln überwachen. Die Beamte sollten in Absprache mit den Ländern in Großstädten, Hotspots und der Einreise an Flughäfen Bahnhöfen und Straßen eingesetzt werden, twitterte sein Ministerium.

    Dabei geht es auch um die Schleierfahndung, mit der die Einhaltung der Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten überprüft werden soll. Die Schleierfahndung werde an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung.

    Es solle "verdachtsunabhängige Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich" geben", beschlossen auch die 16 Länderregierungschefs bei ihrer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Wir werden verstärkt überwachen, auch durch Bundespolizei", sagte Merkel. Es solle aber keine Grenzkontrollen geben.

    In der Corona-Pandemie gilt die Regelung, dass sich Rückkehrer aus Risikoländern in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssen, solange sie kein positives Testergebnis vorlegen können. Ab dem 8. November gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen. Sie kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können.

    Bund und Länder haben sich auf umfangreiche Kontaktbeschränkungen sowie die vorübergehende Schließung gastronomischer Betriebe und Freizeiteinrichtungen im November verständigt.

    19.29 Uhr: Grüne fordern die Lockdown-Zeit zu nutzen

    Grünen-Chef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, den Teil-Lockdown im November zur Vorbereitung auf die kommenden Monate mit der Corona-Pandemie zu nutzen. "Es rächt sich jetzt bitter, dass die letzten acht Monate nicht besser genutzt wurden, dass wir nicht besser vorbereitet sind für die dunkle, kalte Jahreszeit", sagte Habeck in Berlin, nachdem Bund und Länder befristete, aber deutliche Einschränkungen beschlossen hatten. "Wir müssen wissen, wie wir über den Winter, über den Herbst kommen", sagte Habeck, die Politik auf Zuruf müsse enden. "Die Gereiztheit in der Gesellschaft wird immer größer, es droht eine gesellschaftliche Zerreißprobe, in Teilen haben wir die schon."

    Die Grünen trügen die "absolut bittere Maßnahmen" im Kern "notgedrungen" mit, sagte Habeck. Für Menschen, die für Betriebe und Veranstaltungen Hygienekonzepte entwickelt und deren Güte bestätigt bekommen hätten, müssten die Entscheidungen aber "wie Hohn klingen".

    Den Plan von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), die Schleierfahndung zu intensivieren, um Verstöße von Reisenden gegen Corona-Bestimmungen festzustellen, lehnen die Grünen ab. "Die Bundesregierung wäre gut beraten, die Bevölkerung nicht unter Generalverdacht zu stellen", sagte Habeck, man solle nicht Mittel aus der Terrorbekämpfung einsetzen, um die Bevölkerung zu kontrollieren.

    19.21 Uhr: Staats- und Regierungschefs beraten über Vorgehen

    Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten morgen in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Angesichts rasant steigender Infektionszahlen hat EU-Ratspräsident Charles Michel vorgeschlagen, Schnelltests zu nutzen, um etwa innereuropäische Reisebeschränkungen zu verhindern. Darüber hinaus soll es um die Verteilungskriterien für künftige Impfstoffe gehen und um gegenseitige Hilfe unter den Mitgliedstaaten in der Pandemie.

    Michel hatte angesichts der zweiten Infektionswelle am Dienstag gewarnt, es müsse jetzt "eine Tragödie" verhindert werden. Schon nach dem letzten EU-Gipfel in Brüssel hatte er angekündigt, dass die Staats- und Regierungschefs sich fortan regelmäßiger zu dem Thema abstimmen würden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) brachte sogar wöchentliche Beratungen ins Gespräch.

    19.16 Uhr: EZB-Rat entscheidet über weiteres Vorgehen

    Die Europäische Zentralbank (EZB) verkündet nach ihrer morgigen Ratssitzung, ob sie ihre Hilfen für die Wirtschaft angesichts neuer Restriktionen und Reisebeschränkungen in der Corona-Krise ausweitet. Trotz der bereits ultralockeren Geldpolitik könnte die Notenbank zwar ihr Anleihekaufprogramm PEPP noch ausweiten. Analysten erwarten einen solchen Schritt aber erst im Dezember - und am Donnerstag eine weiterhin abwartende Haltung.

    Für EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist die virtuelle Sitzung zur Geldpolitik das achte Ratstreffen des 25-köpfigen EZB-Rates. Auch ein Jahr nach Amtsantritt steht dabei nicht ihre angestrebte Reform der Zentralbank, sondern ein ausgewogener und glaubwürdiger Krisenkurs im Vordergrund. Lagarde hatte vergangene Woche gewarnt, dass die zweite Corona-Welle die Bewertung der wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone beeinflusse und die herrschende Unsicherheit verstärke.

    19.10 Uhr: Sachsen Fußball-Präsident entsetzt über Beschlüsse

    Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), Hermann Winkler, hat die Beschlüsse zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern scharf kritisiert. "Ich bin entsetzt über die Ignoranz und Geringschätzung gegenüber dem Sport und der Vereine", sagte Winkler der Deutschen Presse-Agentur.

    "Dort, wo in meist ehrenamtlicher Arbeit mit viel Aufwand Hygienekonzepte erarbeitet wurden, die auch wirken, und wo kaum Infektionsgeschehen vorhanden ist, wird dicht gemacht", klagte Winkler und verwies auf die präventive Wirkung des Sports auch im Hinblick auf die nahende Grippe-Saison.

    Winkler forderte die Parlamente und deren gewählte Volksvertreter auf, "sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden, um diese willkürlichen Beschlüsse zu relativieren, so wie es im Sächsischen Landtag schon angekündigt wurde".

    19.04 Uhr: Deutsche Bischofskonferenz zu Corona-Maßnahmen

    Anlässlich der Konferenz der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing: "Die heutigen Beschlüsse der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten zum weiteren Vorgehen gegen die zweite Welle der Pandemie sind Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu begrenzen. Wir sind den politisch Verantwortlichen dankbar für ihren Einsatz."

    18.50 Uhr: SPD sieht "ermutigendes Signal"

    SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sieht in den Anti-Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern ein "ermutigendes Signal". Bei früheren Beschlüssen habe es nervende Profilierungswettläufe und schwer verständliche Flickenteppich-Lösungen gegeben, sagte Walter-Borjans der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Diesmal hätten die Verantwortlichen das Zeichen gesetzt: "Gemeinsam können wir Corona besiegen". Jetzt komme es auf die Bürgerinnen und Bürger an. "Wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen, dass das Corona-Virus zurückgedrängt und ein dramatischer Gesundheitsnotstand abgewendet wird", sagte der SPD-Chef. Es lohne sich, zu Hause zu bleiben. Der Freizeit-Lockdown habe ein absehbares Ende.

    18.40 Uhr: DFL nennt vorübergehendes Zuschauerverbot "bedauerlich"

    Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat mit einer Mischung aus Enttäuschung und Verständnis auf das für November geltende Zuschauerverbot in den Stadien der Bundesliga reagiert. "Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", schrieb die DFL in einem Statement. Jedoch hätten die Vereine mit "großem Aufwand" Hygienekonzepte entwickelt, hieß es weiter: "Fans und Klubs haben darauf aufbauend, wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden". Der Ligaverband hoffe nun, "dass die beschlossenen Maßnahmen im Sinne der gesamten Gesellschaft schnell und nachhaltig Wirkung zeigen".

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer auf ihrem virtuellen Corona-Krisengipfel beschlossen, im Fußball sowie allen anderen großen Ligen Zuschauer ab dem kommenden Montag für den Monat November zu untersagen. Grund dafür ist die verschärfte Pandemielage in Deutschland.

    18.19 Uhr: Kitas und Schulen bleiben offen: GEW Bayern übt scharfe Kritik

    Der Landesverband Bayern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat scharfe Kritik an der Entscheidung von Ministerpräsident Söder geübt, Schulen und Kindertagesstätten trotz steigender Corona-Fallzahlen offen zu lassen. Der Verband wirft dem CSU-Chef vor, sich zu sehr auf die Wirtschaft zu konzentrieren, den Schutz von Pädagogen aber völlig aus den Augen zu verlieren. Das Personal in Kitas und Schulen müsse täglich seine Gesundheit zu riskieren, damit Konzerne ungestört globale Geschäfte fortführen können, heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung.

    Die GEW forderte Gleichzeitig massive Nachbesserungen bei den Schutzmaßnahmen im Kita- und Schulbetrieb. So sollen unter anderem Beschäftigte Mund-und-Nasenschutz zu Verfügung gestellt bekommen und Klassen- und Gruppengrößen deutlich verringert werden. Auch das Problem mit der Lüftung von Räumlichkeiten im nahenden Winter müsse durch entsprechende technische Vorkehrungen endlich angegangen werden.

    18.08 Uhr: Kanadas Premierminister Trudeau warnt vor "hartem Winter"

    In der Coronavirus-Pandemie hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau die Bewohner des nordamerikanischen Landes vor einem "harten Winter" gewarnt, in dem auch traditionelle Weihnachtsfeiern mit der Familie möglicherweise nicht stattfinden könnten. "Das nervt, das tut es wirklich", sagte Trudeau bei einer Pressekonferenz, wie kanadische Medien in der Nacht zum Mittwoch berichteten. "Es wird ein harter Winter. Es ist leicht, einfach alles hinschmeißen zu wollen, es ist frustrierend, durch diese Situation gehen zu müssen."

    Trudeau forderte alle Kanadier auf, sich weiter an die Hygiene- und Maskenvorschriften zu halten. "Niemand wollte, dass 2020 so wird, aber wir können kontrollieren, wie schlimm es wird, indem wir unseren Teil dazu beitragen", sagte Trudeau. "Wenn wir nicht ganz, ganz vorsichtig sind, könnte es die Familienzusammenkünfte, die wir zu Weihnachten haben wollen, vielleicht nicht geben." In dem Land mit rund 38 Millionen Einwohnern haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang rund 220.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl der täglichen Neuinfektionen war zuletzt in vielen Gegenden wieder gestiegen.

    17.56 Uhr: EU-Gipfel über gemeinsame Linie gegen zweite Corona-Welle geplant

    Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Donnerstagabend über eine gemeinsame Linie im Kampf gegen die zweite Corona-Welle beraten. Bei einer Videokonferenz soll es vor allem um Test- und Impfstrategien sowie die Verfolgung von Kontaktpersonen gehen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kollegen hatten bei ihrem EU-Gipfel vor zwei Wochen vereinbart, in der Pandemie-Bekämpfung künftig enger zusammenzuarbeiten.

    Diplomaten zufolge soll es bei den Beratungen am Donnerstag unter anderem um den Einsatz neuer Antigen-Schnelltests sowie die gegenseitige Anerkennung der Tests etwa bei innereuropäischem Reisen gehen. Zudem soll darüber beraten werden, wie und in welchem Umfang die EU-Staaten einander in der Krise helfen können - auch mit Blick auf einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus.

    17.50 Uhr: Privater Rundfunk will erweiterte Corona-Hilfen

    Private Rundfunkunternehmen in Deutschland wollen erweiterte Corona-Hilfen vom Staat. "Wir müssen auch mit der Politik darüber sprechen, bestehende Fördermaßnahmen auf die betroffenen TV-Sender zu erweitern", sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Medien (Vaunet), Annette Kümmel, in einer Gesprächsrunde auf den 34. Münchner Medientagen.

    Kümmel sagte auch, nun sollten Gesetzgebungsvorhaben und Regulierungen daraufhin überprüft werden, ob sie einen negativen Effekt auf die privaten Medien haben. Als Beispiele nannte sie: "Keine zusätzlichen Werberestriktionen, Urheberrechtsgesetz auf den Prüfstand stellen." Die privaten Rundfunkunternehmen in Deutschland haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor allem mit weggebrochenen Werbeerlösen zu kämpfen, die ein essenzielles Standbein sind.

    17.45 Uhr: Merkel und Söder informieren über neue Corona-Beschlüsse

    Nach über vier Stunden Video-Verhandlung zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wollen nun Kanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Kanzleramt Auskunft über die neuen Regelungen geben:

    17.42 Uhr: Neuer Corona-Rekordwert: Fast 25.000 Positiv-Fälle in Italien

    Italien hat 24.991 neue Positiv-Tests und somit einen neuen Höchstwert gemeldet. Insbesondere die Lombardei sei betroffen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der neuen Todesfälle lag bei 205 nach 221 am Dienstag. Damit wurden insgesamt 589.766 Positiv-Tests und 37.905 Todesfälle gezählt.

    17.38 Uhr: DIHK sieht beschwerlichen Rückweg aus der Corona-Krise

    Die deutschen Unternehmen rechnen in der Corona-Pandemie mit einem zunehmend beschwerlichen Rückweg in die wirtschaftliche Normalität. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter rund 30.000 Unternehmen zeigt zwar, dass sich die Lage für viele inzwischen wieder aufgehellt habe. "Vom Vorkrisenniveau zu Jahresbeginn sind die Einschätzungen jedoch weit entfernt", heißt es in der Auswertung der Umfrage vom Mittwoch in Berlin. Zudem sind darin noch nicht die drastischen Beschränkungen berücksichtigt, die Bund um Länder am Mittwoch im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen haben.

    Die Beschäftigungsabsichten der Unternehmen haben sich laut DIHK nach dem Einbruch im Frühsommer erholt, liegen aber immer noch unter dem Wert zu Jahresbeginn. "Jedes vierte Unternehmen rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit einem Beschäftigungsrückgang, elf Prozent planen mit einem Aufbau", heißt es.

    17.25 Uhr: Estland verzeichnet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

    In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 125 Fällen binnen 24 Stunden einen Rekordwert erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Höchstwert war mit 93 Neuinfektionen am 2. April erfasst worden. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4.590 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Der Baltenstaat gehört damit zu den am wenigsten betroffenen Ländern in Europa. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen mit 42,0 bei einem Viertel des deutschen Werts.

    17.10 Uhr: Slowakei verlängert Ausgangsbeschränkungen - Ausnahme mit Test

    Die Regierung in der Slowakei hat die landesweiten Ausgangsbeschränkungen bis zum 8. November verlängert. Die Menschen dürfen ihre Häuser und Wohnungen unter anderen nur verlassen, um notwendige Besorgungen zu erledigen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine entscheidende Änderung: Wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, darf sich vom 2. November an wieder frei im ganzen Land bewegen.

    Hintergrund ist, dass an diesem Wochenende die erste Runde landesweiter Massentests beginnt. Getestet werden sollen alle Personen im Alter zwischen zehn und 65 Jahren. Die Teilnahme ist an sich freiwillig, doch Kritiker bemängeln, dass man kaum eine andere Wahl habe. Die Ärztekammer sprach gar von "Erpressung". Verwendet werden sollen Antigentests, die zwar schnell Ergebnisse liefern, aber als weniger empfindlich als PCR-Tests gelten.

    16.57 Uhr: Bulgarien fährt öffentliches Leben weiter runter

    Bulgarien hat wegen schnell steigender Corona-Neuinfektionen Einschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. Wie Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Mittwoch erläuterte, müssen die Innenbereiche von Nachtlokalen ab Donnerstag für zwei Wochen schließen. Sportevents dürfen in diesem Zeitraum nur noch ohne Publikum stattfinden. Zudem müssen Gymnasien und Universitäten auf digitalen Fernunterricht umschalten. Ebenfalls ab Donnerstag dürfen an Konferenzen und Ausstellungen höchstens 30 Personen physisch teilnehmen. Theater und Kinos können bei 30 Prozent ihrer Kapazität geöffnet bleiben. Auch Restaurants dürfen bei strengeren Auflagen öffnen. Das Tragen von Schutzmasken ist seit einer Woche auch im Freien wieder Pflicht, wenn Abstandhalten unmöglich ist.

    In dem südöstlichen EU-Land mit einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen wurde am Mittwoch mit 2.569 Corona-Neuinfektionen ein Höchststand erreicht. Vor einer Woche waren es noch 13.430 gewesen.

    16.31 Uhr: Seehofer will Corona-Regeln stärker kontrollieren

    Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt eine intensivere Schleierfahndung an, um die Einhaltung der neuen Regeln zu überwachen. Die Bundespolizei werde in Absprache mit den Ländern Tausende Beamte in Großstädten und Hotspots einsetzen, sagt er "Bild" einem Vorabbericht zufolge. Aber auch die Einreise aus Risikogebieten werde verstärkt kontrolliert. "Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu können."

    16.23 Uhr: Schweiz schränkt öffentliches Leben ein

    Die Schweizer Regierung verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Coronavirus-Welle. Discos und Tanzlokale werden am Donnerstag geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 23.00 Uhr offen haben. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen würden verboten. An Familienfesten dürften nur noch zehn Personen teilnehmen. Die Maskenpflicht werde ausgeweitet. Mit den unbefristeten Maßnahmen wolle die Regierung die Überlastung der Intensivpflegestationen sowie des Gesundheitspersonals in den Spitälern verhindern. Die Schweiz verzeichnet gemessen an der Bevölkerungszahl von rund 8,5 Millionen zur Zeit eine der europaweit höchsten Covid-Neuansteckungsraten.

    16.16 Uhr: Macron will "neue Etappe" im Kampf gegen Corona einläuten

    Die Franzosen müssen sich wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus auf neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Staatschef Emmanuel Macron werde am Abend (20.00 Uhr) eine "neue Etappe" gegen Corona einläuten, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal in Paris an. Der Staatschef habe in der Kabinettssitzung von einer massiven, allgemeinen und weitgehend unerwarteten Verschlechterung in Europa gesprochen.

    Attal äußerte sich nicht im Detail zu den geplanten Schritten - das werde Macron tun. Spekuliert wurde vor allem über Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land mit einer Dauer von vier Wochen. Die Bestimmungen sollen laut Medien aber weniger streng als im Frühjahr ausfallen - demnach könnten zahlreiche Schulen und Geschäfte weiter offen bleiben.

    16.12 Uhr: Belgische Außenministerin verlässt Intensivstation

    Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès kann die Intensivstation nach einer Corona-Infektion wieder verlassen. Sie werde allerdings noch weiter im Krankenhaus behandelt, schrieb Wilmès auf Twitter. Sie bedankte sich bei den Pflegekräften für deren Engagement und Professionalität und forderte die Bürger auf, weiter Zuhause zu bleiben. Wilmes, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, wurde vor einer Woche ins Krankenhaus gebracht und auf der Intensivstation behandelt. Die 45-Jährige war bis vor kurzem Ministerpräsidentin Belgiens.

    16.00 Uhr: LGL vermeldet 2.629 Neuinfektionen in Bayern

    Im Vergleich zum Vortag haben sich in Bayern 2.629 Menschen mit Covid-19 infiziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen (Stand: 28.10.2020, 08:00 Uhr) des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen hervor. Das sind erneut über 500 Neuinfektionen mehr im Vergleich zu gestern (2.089). Bayernweit wurden somit seit Beginn der Pandemie 96.415 Fälle gemeldet. Die Anzahl der Menschen, die in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung gestorben sind, ist um 14 auf 2.770 gestiegen. Laut LGL gibt es nur noch einen einzigen Landkreis, der unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aufweist: der Landkreis Amberg-Sulzbach.

    15.49 Uhr: Neue Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen in Italien

    In Italien setzt sich die Welle der Demonstrationen gegen die seit Anfang der Woche verschärften Corona-Schutzmaßnahmen fort. Unternehmer und Beschäftigte aus Restaurants, Bars und anderen Lokalen demonstrierten in vielen Städten, darunter in Mailand, Triest, Florenz und Neapel, gegen die Beschränkungen.

    15.36 Uhr: Bundesregierung warnt wieder vor Reisen in die Türkei

    Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Muğla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

    15.33 Uhr: Bayerische Krankenhausgesellschaft für Fortsetzung des Rettungsschirms

    Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) fordert die Fortsetzung des Rettungsschirms für Kliniken. Die Regelung endete am 30. September mit der Begründung, der Aufbau von Kapazitäten sei nicht mehr nötig. Seit Anfang Oktober fehlt den Krankenhäusern eine finanzielle Regelung, um Betten freizuhalten für Corona-Patienten. Derzeit können Kliniken nur konkrete Behandlungen mit den Krankenversicherungen abrechnen. Diese Umstellung des Abrechnungssystems kritisiert die Bayerische Krankenhausgesellschaft. Man habe von Seiten der Politik lange so getan, als wäre die Krise im September oder Ende 2020 vorbei. Das sei definitiv nicht so, erklärt Siegfried Hasenbein von der BKG. Die Kliniken auch im Freistaat bräuchten jetzt Regelungen für das kommende Jahr.

    15.27 Uhr: Tausende Künstler und Veranstalter demonstrieren in Berlin

    In Berlin haben erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Mit einem Lastwagen-Korso mit Hunderten Fahrzeugen und einem Fußmarsch wollte das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot am Mittwoch in der Hauptstadt auf die prekäre Lage der Branche aufmerksam zu machen. Seit Monaten sind große Veranstaltungen wie Messen und Konzerte aufgrund der Pandemie so gut wie tabu. Darunter leidet auch der Tourismus und das Hotel- und Gaststättengewerbe, deren Branchenverbände ebenfalls zu der Großdemonstration aufgerufen hatten.

    15.24 Uhr: Ärzte und Therapeuten fordern mehr Eigenverantwortung bei neuen Corona-Beschlüssen

    Dutzende Ärzteverbände und Therapeutenvertretungen sowie zahlreiche Experten raten in einem gemeinsamen Appell dringend von einem erneuten Lockdown ab. Es müsse stärker auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung gesetzt und der Schutz von Risikogruppen in den Fokus gerückt werden. Entscheidend sei, dass die Bevölkerung die Maßnahmen mittrage, sonst liefe alles ins Leere.

    Die Unterzeichner fordern daher ein bundesweit einheitliches Ampelsystem. Anhand dessen ließe sich sowohl auf Bundes- als auch auf Kreisebene die aktuelle Lage auf einen Blick erkennen, und die Politik könne auf Basis des Systems klar die Lage kommunizieren, welche Entwicklungen erwartbar seien und welche Maßnahmen anstünden. Grundlage dieser Corona-Ampel müssten alle relevanten Kennzahlen wie Infektionszahlen, die Anzahl der durchgeführten Tests oder stationäre und intensivmedizinische Behandlungskapazitäten bilden.

    15.04 Uhr: Bund und Länder: Beginn von Kontaktbeschränkungen am 2. November

    Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen bereits vom 2. und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Video-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

    14.39 Uhr: Schweden meldet Rekordwert bei Neuinfektionen

    Schweden hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 2.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Nachmittag kamen in der Datenbank der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten insgesamt 2.128 bestätigte Corona-Fälle hinzu - nach Angaben des Fernsehsenders SVT ist das der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Allerdings wird mittlerweile auch deutlich mehr auf Corona getestet, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus der ersten Jahreshälfte vergleichen lassen. Damit sind mittlerweile knapp 118.000 Infektionen in Schweden nachgewiesen worden. Die Anzahl der mit Covid-19-Erkrankungen in Verbindung stehenden Todesfälle stieg um neun auf 5.927.

    14.35 Uhr: Scholz will Firmen bis zu 75 Prozent der Umsatzausfälle ersetzen

    Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will Firmen, die besonders von der Corona-Krise getroffen sind, große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzen. Wie die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete, könnte bei kleinen Betrieben bis zu 75 Prozent, bei größeren bis zu 70 Prozent der Lücke gestopft werden. Vergleichsmaßstab sind die Umsätze des Vorjahresmonats. Der Deutschen Presse-Agentur wurden die Pläne aus Regierungskreisen bestätigt. Scholz schlug die Maßnahme demnach bei einer Sitzung im Kanzleramt vor - es werde aber noch darüber beraten. Die Kosten bezifferte er auf sieben bis zehn Milliarden Euro für vier Wochen.

    14.28 Uhr: Altmaier für Reduzierung der Kontakte "um die Hälfte"

    Zur Eindämmung der Pandemie müssen nach Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier die sozialen Kontakte deutlich reduziert werden. "Und zwar nicht um 10 oder 15 Prozent, sondern in einer Größenordnung, die in Richtung der Hälfte oder noch darüberhinaus geht", sagt er bei einer Befragung im Bundestag mit Blick auf laufende Beratungen von Bund und Ländern. "Dazu werden umfangreiche Maßnahmen notwendig sein."

    14.13 Uhr: Kabinett beschließt neue Regeln zu Corona-Verdienstausfällen

    Für Verdienstausfälle in der Corona-Krise sollen teils neue Regeln kommen. So sollen Entschädigungsansprüche für Eltern bis März 2021 verlängert werden, wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. Diese sollen außerdem auch dann bestehen, wenn einzelne Kinder zu Hause betreut werden müssen, weil sie vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt sind. Bisher sind Entschädigungen möglich, wenn Schulen oder Kitas ganz geschlossen werden und keine andere Betreuung möglich ist. Eltern, die nicht zur Arbeit gehen, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat erhalten. Inzwischen werden aber auch einzelne Klassen nach Hause geschickt.

    Wer eine "vermeidbare Reise" in ausländische Risikogebiete macht, soll dagegen nach der Rückkehr für die Zeit der vorgeschriebenen Quarantäne keine Verdienstausfallentschädigung mehr bekommen. Ausgenommen sein sollen "außergewöhnliche Umstände", etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger. Nicht dazu zählen andere private Feiern, Urlaubsreisen und verschiebbare Dienstreisen.

    13.54 Uhr: Lauterbach - "Große Gruppen im privaten Raum sind ein No-Go"

    Die Menschen in Deutschland sollen sich wegen der starken Corona-Ausbreitung nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach derzeit auch nicht mehr in großen Gruppen in Wohnungen treffen. "Große Gruppen im privaten Raum sind ein No-Go", sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. Natürlich gelte die "Unverletzlichkeit der Wohnung" nach Artikel 13 Grundgesetz. "Diese stellt niemand infrage – auch ich nicht", sagte Lauterbach. "Es muss aber auch klar sein: Jetzt ist nicht die Zeit, in größeren Gruppen zu feiern – nicht im Restaurant, nicht im Club und auch nicht in den Wohnungen."

    Der "Rheinischen Post" hatte Lauterbach gesagt: "Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein." Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährdeten, müssten die Behörden einschreiten können.

    13.40 Uhr: Experte - Tausend Corona-Tote pro Tag in Europa

    Die Anzahl der Corona-Toten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. "Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1.000 Menschen jeden Tag an Covid sterben", sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus, in Brüssel. "Die Lage ist sehr ernst und sie droht, noch schlimmer zu werden, wenn wir nicht dringende und drastische Maßnahmen ergreifen", fügte er hinzu.

    Piot forderte, dass noch viel mehr Menschen in Europa einen Mund-Nasen-Schutz tragen. "Wir müssen bei rund 95 Prozent statt jetzt 60 Prozent ankommen, das kann Hunderttausende Leben retten, wenn wir das tun", sagte er.

    Langfristige Anstrengungen seien notwendig im Kampf gegen die Pandemie, so Piot. Es müsse ein sicherer Impfstoff entwickelt werden. Man dürfe zudem nicht Gesundheitsschutz und Wirtschaft gegeneinander ausspielen. Nur wenn die Pandemie besiegt werde, könne die Wirtschaft florieren.

    13.32 Uhr: Bundeskabinett befürwortet drastische Kontaktbeschränkungen

    Das Bundeskabinett unterstützt geschlossen drastische Kontaktbeschränkungen gegen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen. Das teilte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin mit. "Die Infektionszahlen steigen dramatisch. Der Gesundheitsschutz hat höchste Priorität", sagte Heil. Angesichts steigender Infektionszahlen müssten Politik und Gesellschaft die Seuche jetzt wieder in den Griff bekommen. Dafür habe sich das Kabinett am Mittwoch hinter die jüngsten Vorschläge gestellt – "und zwar einstimmig und einhellig". Heil: "Ich setze darauf, dass wir zu bundeseinheitlichen Regelungen kommen."

    Der Bund will mit einem Herunterfahren von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ab kommenden Mittwoch die starke Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland aufhalten. Das sieht ein Entwurf für die seit 13 Uhr laufenden Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder vor.

    13.14 Uhr: Bouffier sieht "nationalen Gesundheitsnotstand"

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bewertet die derzeitige Situation Deutschlands in der Corona-Pandemie als "nationalen Gesundheitsnotstand". Nicht, weil man zurzeit Menschen noch nicht versorgen könne, sagte Bouffier in Wiesbaden: "Aber wenn wir nicht handeln, dann kommen wir an einen Punkt, wo wir sie nicht versorgen können."

    Das Infektionsgeschehen habe sich innerhalb einer Woche verdoppelt, sagte Bouffier. Nur mit einschneidenden Maßnahmen könne diese Entwicklung gestoppt werden. "Das tut weh, das tut mir auch weh. Aber wenn wir sie nicht treffen, dann werden wir noch viel härtere Maßnahmen treffen müssen, die noch viel länger dauern."

    13.07 Uhr: Mediziner kritisieren Pläne für breiten Lockdown

    Ärzte und Wissenschaftler haben sich gegen ein breites Herunterfahren des Alltagslebens zur Corona-Eindämmung ausgesprochen. "Eine pauschale Lockdown-Regelung ist weder zielführend noch umsetzbar", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. Man könne nicht das ganze Land "Wochen und Monate in eine Art künstliches Koma" versetzen, auch angesichts bleibender Schäden für Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft. Nötig seien zielgerichtete Maßnahmen zur Eindämmung.

    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck kritisierte, "dass der Schutz der Risikogruppe zu kurz kommt". Vorkehrungen und Tests in Pflegeheimen und Kliniken seien nicht systematisch genug. Zudem müsse auch für Menschen der Risikogruppen, die zu Hause leben, Schutz etabliert werden - etwa Masken und Tests, um Besuch bekommen zu können. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit betonte, die Schutzregeln mit Abstand, Hygiene, Masken und Corona-Warn-App seien eigentlich ausreichend - müssten aber konsequent umgesetzt werden. Darüber müsse besser aufgeklärt werden, etwa auch bei Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen. Es sei richtig, Risikokontakte zu reduzieren. Viele fänden aber zu Hause statt, weniger etwa in Hotels.

    12.53 Uhr: In der Schweiz schießen die Fallzahlen in die Höhe

    In der Schweiz schießen die Coronavirus-Fallzahlen in die Höhe. Innerhalb eines Tages wurden dem Gesundheitsamt 8.616 neue Covid-Infektionen gemeldet - ein neuer Höchststand. 149 weitere Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, 24 starben in Zusammenhang mit der Seuche. Am Nachmittag will die Schweizer Regierung über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie informieren.

    12.39 Uhr: Im Iran 415 Tote an einem Tag

    Im Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 415 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an nur einem Tag. Insgesamt seien bisher 33.714 Menschen der Epidemie erlegen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle sei binnen 24 Stunden um 6.824 auf 558.648 gestiegen. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in der Region.

    12.16 Uhr: Teilweiser Corona-Lockdown wird auf ganz Belgien ausgedehnt

    In Belgien gelten ab Freitag wegen der Corona-Pandemie wieder landesweit weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Angesichts rasant steigender Ansteckungszahlen im Norden des Landes beschloss auch die flämische Regionalregierung ähnlich strenge Regeln wie sie in der Hauptstadt Brüssel und der französischsprachigen Wallonie bereits in Kraft sind. Kultur- und Sportveranstaltungen müssen demnach abgesagt werden, die Universitäten stellen auf Online-Kurse um und nachts gilt eine Ausgangssperre.

    Flandern hatte vergangene Woche noch unter Verweis auf die vermeintlich bessere Lage in den flämischen Provinzen strengere Maßnahmen auf nationaler Ebene blockiert. Mittlerweile steigen die Fallzahlen dort aber besonders stark.

    Nach aktuellen Angaben der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC liegt Belgien inzwischen bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner EU-weit an erster Stelle. Demnach verzeichnete das Land in den vergangenen zwei Wochen 1.391 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und damit knapp mehr als Tschechien.

    12.09 Uhr: Berchtesgadener Wirt scheitert mit Eilantrag gegen Lockdown

    Ein Wirt aus dem Corona-Hotspot Berchtesgadener Land ist mit einem Eilantrag gegen den dortigen Lockdown gescheitert. Das Verwaltungsgericht München entschied in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil, es gebe keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Schließung der Gastronomiebetriebe in der Region. Die Maßnahmen seien darauf gerichtet, Kontakte auf das notwendigste Maß zu beschränken und damit einen weiteren Anstieg des Infektionsgeschehens zu verhindern.

    Es liege auf der Hand, dass die Schließung von Gaststätten geeignet zur Reduzierung von Kontakten sei, urteilte das Gericht. In der Abwägung mit den Rechten der Bevölkerung auf Schutz von Leben und Gesundheit trete die Berufsfreiheit der Gastronomen zurück.

    12.04 Uhr: RKI-Webseite von Hackern angegriffen

    Cyberkriminelle haben am vergangenen Donnerstag die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zeitweise lahmgelegt. Der Angriff sei morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr erfolgt, sagte ein Sprecher des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund). Es habe sich um einem sogenannten DDOS-Angriff (Distributed Denial of Service) gehandelt.

    Bei DDoS-Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen in die Knie gezwungen. So können Angriffe im großen Stil ausgeführt werden. Wer hinter der Attacke steckt, sei bisher nicht bekannt und werde noch untersucht, heißt es vom ITZBund. Der staatliche IT-Dienstleister betreibt die Webseite des RKI.

    Das RKI ist die deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und steht seit Monaten im Kontext der Corona-Pandemie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das sogenannte Dashboard, in dem aktuelle Zahlen zum Pandemiegeschehen gesammelt und angezeigt werden, war von dem Angriff nicht betroffen, da es auf einer anderen Webseite gehostet wird. Auch Funktionen der Corona-Warn-App waren durch den Angriff nicht betroffen.

    11.55 Uhr: Fallzahlen in Augsburg und Rosenheim steigen weiter

    In den beiden besonders von der Corona-Pandemie betroffenen bayerischen Städten steigen die Fallzahlen weiter. Trotzdem ist in Rosenheim und in Augsburg nicht mit einem Lockdown zu rechnen. Wie aus den Stadtverwaltungen zu erfahren war, warten die beiden kreisfreien Städte zunächst die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch ab.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in Rosenheim am Mittwoch auf 255, am Vortag lag dieser Wert noch bei 217. In Augsburg kletterte der Wert von 218 auf 224 und somit etwas langsamer als zuvor.

    11.42 Uhr: In Großbritannien Impfstoff noch vor Weihnachten möglich

    In Großbritannien könnte noch vor Weihnachten ein Corona-Impfstoff eingeführt und einigen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Ein Start der Impfungen Anfang kommenden Jahres sei aber wahrscheinlicher, sagt Kate Bingham, Vorsitzende der Impfstoff-Taskforce der britischen Regierung, der BBC: "Wenn die ersten beiden Impfstoffe oder einer von beiden zeigen, dass sie sicher und wirksam sind, ist es möglich, dass ihre Ausgabe vor Weihnachten beginnt."

    Wenn nicht, sei die Einführung Anfang 2021 realistischer, so Bingham. Sie merkte zudem an, dass ein erster Impfstoff möglicherweise "nicht für alle funktionieren" werde und nur Patienten helfen könnte, die bereits infiziert sind - also keinen Schutz vor einer Ansteckung biete.

    11.31 Uhr: DFG-Präsidentin - Kontaktbeschränkungen können Tausende Tote vermeiden

    Eine drastische Einschränkung der Kontakte kann nach Einschätzung der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Katja Becker, in der Corona-Pandemie viele Tausend Leben retten.

    Becker erklärte im SWR, wenn die Infektionen stiegen wie bisher, müsste Deutschland bis Ende November mit fast 100.000 Neuinfektionen rechnen. "Dann sehen wir uns auch einer Zahl von fast 20.000 Todesopfern gegenüber", mahnte sie. Wenn hingegen Kontakte ohne Vorsichtsmaßnahmen halbiert würden, dann gebe es den Modellrechnungen zufolge 14.000 Todesopfer: "Angenommen, wir vierteln die Kontakte, dann sind wir bei etwa 12.000 Todesopfern."

    In einer gemeinsamen Erklärung hatten die DFG und fünf andere Wissenschaftsorganisationen am Dienstag vorgeschlagen, die Kontakte auf ein Viertel zu reduzieren.

    11.22 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt in Fürth

    Nach der Absage des Nürnberger Christkindlesmarktes hat nun auch die Nachbarstadt Fürth ihren Weihnachtsmarkt gestrichen. "Das ist ein Gebot der Vernunft, unter den gegebenen Umständen wäre jede andere Entscheidung nicht zu vertreten", sagte der Fürther Wirtschaftsreferent Horst Müller (CSU). Ob und wie man den gebeutelten Schaustellern einzelne Verkaufsmöglichkeiten anbieten könne, werde derzeit geprüft.

    11.16 Uhr: In Frankreich zeichnet sich ein neuer Lockdown ab

    In Frankreich zeichnet sich erstmals seit dem Frühjahr ein landesweiter Lockdown ab: Präsident Emmanuel Macron will am Donnerstagabend um 20 Uhr neue Maßnahmen im Fernsehen verkünden, wie sein Büro mitteilte. Aus dem Umfeld des Präsidenten war von "unpopulären" Entscheidungen die Rede.

    Wie mehrere Medien berichten, dürfte der neue Lockdown mehr Ausnahmen vorsehen als zwischen März und Mai, als das Land weitgehend zum Stillstand kam. So könnten etwa Schulen bis zur Mittelstufe geöffnet bleiben und auch öffentliche Dienstleistungen weiter gewährleistet sein.

    Die Zahl der Corona-Todesfälle schnellte zuletzt um mehr als 500 nach oben, weil die Behörden erstmals seit vier Tagen wieder Zahlen aus Altenheimen bekannt gaben. Damit gab es insgesamt 35.541 Todesfälle in Frankreich. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen pendelt seit mehreren Tagen zwischen 30.000 und mehr als 50.000.

    11.09 Uhr: Mehr als 18.000 Neuinfektionen in Polen

    In Polen hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Tag erstmals die Marke von 18.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 18.820 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2.800) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 236 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

    Der bisherige Rekordwert war mit 16.300 Fällen erst am Dienstag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4.851 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

    10.50 Uhr: Trautner - Halloween nur in der Familie feiern

    Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) hat an Eltern appelliert, wegen der Corona-Pandemie die Halloween-Bräuche nur im Familienkreis zu gestalten. "Gemeinsam basteln, verkleiden und Süßigkeiten naschen soll natürlich auch in diesem Jahr möglich sein, aber bitte nur innerhalb der Familie", sagte Trautner in München. "Wir müssen jetzt alle die Kontakte zu anderen Menschen so gering wie möglich halten und vorsichtig sein." Mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen rate sie deshalb von Halloween-Feiern außerhalb der Familie und vom Von-Tür-zu-Tür-Gehen ab.

    10.43 Uhr: DIW - Zweite Corona-Welle würgt Aufschwung ab

    Die zweite Corona-Welle droht dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge die Erholung der Konjunktur abzuwürgen. "Der Aufschwung wird sehr wahrscheinlich deutlich ausgebremst werden", sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen: "Es drohen wieder schärfere Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens – das Pandemiegeschehen nimmt Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen die Zuversicht."

    Stand jetzt werde die Wirtschaftsleistung zum Jahresende nur leicht steigen, der kräftige Aufholprozess aus dem Sommer werde sich nicht fortsetzen. Die Wirtschaft war wegen des ersten Lockdowns im Frühjahr mit 9,7 Prozent so stark eingebrochen wie noch nie.

    10.34 Uhr: Intensivmediziner appellieren an Bevölkerung

    Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren an die Bevölkerung, alles zu tun, um die Kurve der Corona-Infektionen wieder zu senken. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, erklärte in einem YouTube-Video, er beobachte mit großer Sorge die stark ansteigenden Infektionszahlen sowie die sich wieder füllenden Krankenhausbetten.

    "Wir Intensivmediziner befürchten, bei weiter steigenden Infektionszahlen die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland bald nicht mehr in vollem Umfang gewährleisten zu können", sagte Janssens. Er wolle keine Angst machen, und noch seien genug Intensivbetten frei. Alle Bürger müssten sich jetzt aber strikt an die Regeln zur Minimierung des Infektionsrisikos halten, damit das System nicht überlastet werde. "Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird es uns gelingen, die Kurve der derzeit steigenden Infektionszahlen wieder flach zu halten - und damit den Druck aus den Krankenhäusern, und hier insbesondere den Intensivstationen, herauszunehmen."

    10.29 Uhr: Bundeskabinett macht Weg für größere Testkapazitäten frei

    Das Bundeskabinett hat nach Angaben aus Regierungskreisen den Weg für eine Ausweitung der Corona-Laborkapazitäten frei gemacht. Das Gesundheitsministerium will mit der Änderung des "Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemiologischen Lage von nationaler Tragweite" unter anderem sicherstellen, dass Nicht-Versicherte ebenfalls getestet und geimpft werden können. Zudem sollen veterinärmedizinische Labore genutzt werden, um die Testkapazität zu vergrößern. Beschlossen wurde demnach auch, dass Personen, die wissentlich in Risikogebiete reisen, keine Entschädigung für Verdienstausfälle durch eine Corona-Quarantäne bekommen sollen.

    Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

    10.15 Uhr: Neuinfektionen in Tschechien mit 15.663 auf Höchststand

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Tschechien erneut einen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 15.663 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag bekanntgab. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 284.033 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 und 2.547 Todesfälle registriert. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Tschechien neben Belgien zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Ländern.

    Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hat strikte Anti-Corona-Maßnahmen getroffen, um die Infektionskurve abzuflachen. Erstmals gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 bis 4.59 Uhr. In Prag ist der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Die Menschen sind angehalten, auch tagsüber zu Hause zu bleiben.

    10.01 Uhr: Bayerns Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei über 100

    Bayern hat nach Angagen des Robert-Koch-Instituts (RKI) landesweit den Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Der Wert liegt demnach aktuell bei 104,96.

    Inzwischen gibt es in Bayern fünf Kommunen, die sogar einen Inzidenzwert von über 200 aufweisen: Die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sowie die Städte Rosenheim, Weiden und Augsburg. Den landesweit höchsten Wert hat weiterhin der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land, der mittlerweile nach Angaben der Kreisbehörde fast auf 296 kommt. Dahinter folgt laut dem Landesamt für Gesundheit der niederbayerische Kreis Rottal-Inn mit 240. Beide Landkreise haben wegen der hohen Zahlen bereits Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung verhängt.

    09.34 Uhr: Ärzteverband fordert einheitliche Kontaktbeschränkungen

    Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Dienstes hat angesichts der gestiegenen Infektionszahlen neue Maßnahmen gefordert. Zugleich sei es wichtig, dass es bundesweit einheitliche Regelungen gebe, sagte Verbandsvorsitzende Ute Teichert im RBB-Inforadio. Die Zahlen der positiv Getesteten steige im Moment rasant an, "wenn wir dem Einhalt gebieten wollen, müssen wir dringend Maßnahmen ergreifen", sagte Teichert. Kontaktbeschränkungen finde sie zwar schwierig: "Aber wenn man sich vor Augen hält, was im Moment passiert, führt aus meiner Sicht kein Weg daran vorbei." Die Politik müsse nun entscheiden, an welchen Stellen die Kontaktbeschränkungen am sinnvollsten seien.

    "So schwierig das für jeden von uns ist, aber wir haben keine Medikamente, wir haben keinen Impfstoff. Die einzige Möglichkeit, die Virusausbreitung zu verhindern ist, die Kontakte zu reduzieren", betonte Teichert. Dabei seien regional unterschiedliche Beschlüsse sowohl für die Bürger schwer nachvollziehbar als auch für die Gesundheitsämter unübersichtlich.

    09.20 Uhr: Höchststand bei Corona-Toten in Russland

    In Russland registrieren die Behörden mit 346 Todesfällen nach Ansteckungen mit dem Coronavirus eine neue Tageshöchstzahl. Insgesamt sind 26.935 Menschen der Infektion erlegen. 16.202 neue Coronavirus-Infektionen werden erfasst. Damit haben sich insgesamt 1.563.976 Menschen angesteckt. Russland steht in der Rangfolge der Länder mit den meisten Coronavirus-Fällen an vierter Stelle hinter den USA, Indien und Brasilien.

    09.17 Uhr: Spahn - Nicht "warten, bis Intensivstationen voll sind"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat mögliche Einschränkungen im öffentlichen Leben wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen verteidigt. Im SWR sagte Spahn: "Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät." Im europäischen Ausland seien einige Krankenhäuser am Limit, und es kämen Hilfsanfragen. Spahn sagte, er sei zuversichtlich, dass es nach dem geplanten Bund-Länder-Treffen am selben Tag eine klare Linie geben werde. Es sei besser, jetzt "die Welle zu brechen" und dann in Richtung Weihnachten die Situation wieder eher unter Kontrolle zu haben.

    Für die von möglichen Einschränkungen besonders betroffenen Branchen wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kulturschaffende forderte Spahn zusätzliche Hilfen. Es sage sich schnell, wo die Prioritäten lägen: "Kita, Schule, Arbeitsplätze sichern". Aber es sei eine "sehr, sehr harte Entscheidung", für Reiseveranstalter, Gastronomie und Kultur im November diese Bereiche herunterzufahren. Deswegen müsse parallel ein "großzügiges und zielgerichtetes Hilfspaket" kommen, um auch in diesen Bereichen Perspektiven zu geben.

    09.00 Uhr: Arbeitgeber nennen Corona-Vorschläge des Bundes "ziemlich heavy"

    Die Arbeitgeber sehen die von der Bundesregierung vorgeschlagenen drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Teilen kritisch. "Was da diskutiert wird, sieht nicht besonders light aus, sondern ist schon ziemlich heavy", sagt der Hauptgeschäftsführer ihres Spitzenverbandes BDA, Steffen Kampeter, im Deutschlandfunk.

    Für Schließungen in der Gastronomie habe er wenig Verständnis, so Kampeter: "In Bereichen etwas anzuordnen, wo kein Infektionsgeschehen erkennbar ist, ist ein vermeidbarer Schaden." Richtig sei es, im privaten Bereich strikter vorzugehen. Positiv sei der Wille, Schulen und Kitas offen zu halten. Andernfalls drohten Betriebsschließungen wegen fehlender Kinderbetreuung.

    08.57 Uhr: Unionsfraktionschef - Mit ganz harten Einschränkungen "Weihnachten retten"

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert mit Blick auf Weihnachten "ganz harte Einschränkungen". "Es geht jetzt darum, dass wir Weihnachten retten. Dass wir Weihnachten relativ normal feiern können – und dafür müssen wir kämpfen", sagt der CDU-Politiker dem Sender RTL/ntv.

    08.43 Uhr: Lindner stellt Verfassungsmäßigkeit neuer Corona-Pläne infrage

    FDP-Chef Christian Lindner hat die Verfassungsmäßigkeit der neuen Corona-Pläne des Bundeskanzleramts in Zweifel gezogen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle "unter anderem die Gastronomie komplett still legen", erklärte Lindner: "Das hielte ich für unnötig und deshalb auch für verfassungswidrig."

    Die Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen mit den Ländern am Mittwochnachmittag sieht vor, dass "Gastronomiebetriebe sowie Bars, Klubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen" im November geschlossen werden sollen. Die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause soll erlaubt bleiben.

    Die Vorlage sieht zudem vor, touristische Übernachtungen im Inland zu untersagen und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern, Kinos, Schwimmbäder und Fitnessstudios für vier Wochen zu schließen. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollen die Bürger ihre privaten Kontakte auf ein "absolut nötiges Minimum" reduzieren.

    08.36 Uhr: RKI meldet Höchststand bei Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl bei 7.595 gelegen.

    Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 449.275, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 10.098 - 27 mehr als am Vortag.

    Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag bundesweit am Dienstag bei 87. In der Woche zuvor (20.10.) hatte das RKI eine Inzidenz von 48,6 Fällen gemeldet. Nach RKI-Angaben haben rund 70 Prozent der Kreise eine Inzidenz von über 50, acht Kreise liegen nach diesen Angaben sogar bei über 200.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,17 (Vortag: 1,37). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 12 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    08.14 Uhr: Kubicki warnt vor "Alarmismus"

    Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat von der Bundesregierung angestrebte Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. "Konzentrieren wir uns auf die Gruppen, die wirklich geschützt werden müssen", sagte der FDP-Politiker im Deutschlandfunk. Man solle so viel "normales Leben" unter Beachtung von Hygiene-Schutzmaßnahmen zulassen wie möglich: "Ich warne dringend vor Alarmismus, der auch zu falschen Entscheidungen führen kann."

    Kubicki verwies auf Gerichtsentscheide, die Beherbergungsverbote in den Bundesländern gekippt hatten. Man könne Beherbergungsbetriebe nicht schließen, wenn es keine Evidenz gebe, dass dort das Infektionsgeschehen intensiviert werde. Statt des vom Bund angestrebten "nahezu kompletten Lockdowns" solle bei Infektionsherden angesetzt werden, so Kubicki: Restaurants und Hotels, die mit Hygienekonzepten ihre Existenz gesichert hätten, wieder mit einem "Komplett-Lockdown" zu belegen, sei unverhältnismäßig.

    08.06 Uhr: Altmaier will Künstlern und Soloselbstständigen helfen

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Kulturschaffenden finanzielle Hilfe zugesichert. "Die Kultur gehört zur Identität unseres Landes. ... Deshalb wollen wir eine Pleitewelle oder Änderung dieser Kulturlandschaft, die tiefgreifend ist, verhindern", sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Die Soloselbstständigen hätten zwar die Möglichkeit, Grundsicherung zu erleichternden Bedingungen zu beantragen. Das schrecke aber viele ab. "Deshalb reden wir über zumutbare Alternativen. ... Wir werden in den nächsten Wochen ganz intensiv auch über dieses Thema reden."

    Zu möglichen drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens äußert sich Altmaier nicht. Er wolle den heutigen Gesprächen zwischen Bund und Ländern nicht vorgreifen.

    07.57 Uhr: Kurzarbeit in Deutschland sinkt weiter - aber langsamer

    Die Kurzarbeit ist dem Ifo-Institut zufolge im Oktober deutlich langsamer zurückgegangen als in den Monaten zuvor. Sie sank um rund 450.000 auf knapp 3,3 Millionen Beschäftigte, wie die Münchner Forscher mitteilten. Zuvor habe der Rückgang noch bei rund einer Million pro Monat gelegen. Damit seien aktuell zehn Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach elf Prozent im September.

    "In der Industrie hält sich die Kurzarbeit besonders hartnäckig. Sie liegt dort bei 19 Prozent oder 1,3 Millionen Menschen", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. "Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau." Die Metallbranche liegt demnach mit 29 Prozent der Beschäftigten (330.000) ganz vorn, zusammen mit dem Maschinenbau mit ebenfalls 29 Prozent (320.000). Bei den Dienstleistern sank die Kurzarbeit nur von zwölf auf elf Prozent der Beschäftigten. Spitzenreiter ist hier das Gastgewerbe mit 26 Prozent der Beschäftigten oder 290.000 Menschen.

    07.17 Uhr: Bericht: Falsche Testergebnisse aus bayerischem Labor

    Ein großes bayerisches Labor hat einem Zeitungsbericht zufolge bei Corona-Tests reihenweise falsch positive Ergebnisse produziert. Das sei bei Nachprüfungen in einem Krankenhaus im oberbayerischen Taufkirchen/Vils aufgefallen, berichtete der "Münchner Merkur". Dort hätten sich 58 von 60 positiven Tests als falsch herausgestellt.

    Die Geschäftsführerin des Augsburger MVZ-Labors erklärte die Fehler mit der Knappheit an Reagenzien. Das Labor habe auf ein anderes Nachweismittel zurückgreifen müssen, das offenbar nicht kompatibel gewesen sei. "Aufgrund des hohen Probenaufkommens und des fehlenden Zubehörs war eine Kontrolle positiver Ergebnisse nicht in allen Fällen zeitnah möglich", zitierte die Zeitung die Geschäftsführerin. Das psychiatrische Isar-Amper-Klinikum habe sich die Häufung positiver Fälle nicht erklären können und die Patienten deshalb erneut testen lassen.

    Die angewandten PCR-Tests gelten eigentlich zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. Dem Bericht zufolge sind die falschen Ergebnisse aber kein Einzelfall. Auch andere Labore hätten Schwierigkeiten, wegen Personalmangels und fehlender Reagenzien in der gewohnten Qualität zu testen. Vor dem vergangenen Wochenende waren zahlreiche falsch positive Tests bei Profifußballern bekanntgeworden, unter anderem bei Nationalspieler Serge Gnabry und mehreren Spielern der Würzburger Kickers sowie des Drittligisten Türkgücü München.

    06.54 Uhr: In Melbourne endet monatelanger Lockdown

    In der australischen Stadt Melbourne wird heute der im Juli verhängte Lockdown aufgehoben. Die rund fünf Millionen Einwohner von Australiens zweitgrößter Stadt können wieder Restaurants und Cafes besuchen, auch Friseure öffnen wieder. Zudem werden die Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte gelockert: Künftig dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten besuchen. In Melbourne war nach dem Ausbruch einer zweiten Infektions-Welle mit rund 700 täglichen Coronavirus-Fällen der strikte Lockdown verhängt worden.

    06.42 Uhr: Inzidenzwerte in Kitzingen und Würzburg Stadt wieder unter 100

    Die Sieben-Tage-Inzidenzrate liegt in Kitzingen und Würzburg Stadt nun wieder knapp unter 100. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Kitzingen steht demnach bei einem Inzidenzwert von 93,2, Würzburg-Stadt bei 89,1. Auch in Stadt und Landkreis Schweinfurt sind die hohen Inzidenzwerte etwas gesunken, sie liegen in der Stadt bei 149,7 und im Landkreis bei 148,1. Für den Landkreis Miltenberg zeigt das RKI einen Wert von 101,8 an. Der Landkreis Aschaffenburg liegt mit 47,1 nun wieder etwas unter dem Grenzwert von 50. Alle anderen unterfränkischen Kommunen bleiben auf der "Corona-Ampel" unverändert.

    06.25 Uhr: Städtetag fordert einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln

    Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. "Trotz beängstigend steigender Zahlen müssen wir einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern", sagt Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Zahl der Infektionen müsse deutlich runtergehen, ohne dass Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. "Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können. Und die wirtschaftliche Erholung darf nicht abgewürgt werden." Dazu sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, fordert Jung. "Dann blicken die Menschen besser durch und wir haben nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich."

    05.28 Uhr: Medienbericht: Regierung für drastische Einschränkungen im November

    Die Bundesregierung dringt einem Medienbericht zufolge auf drastische Einschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Wie aus einem den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegenden Entwurf zu einer Beschlussvorlage für die Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer hervorgeht, sollen die Bürger vom 4. November an befristet bis Ende des Monats angehalten werden, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes "auf ein absolutes Minimum zu beschränken". Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit solle daher nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet werden. Das gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden entsprechend sanktioniert. Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen seien "angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel".

    05.09 Uhr: Knapp 75.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der positiv auf das Coronavirus Gestesteten um mindestens 74.194 auf rund 8,81 Millionen. Mindestens weitere 976 Menschen sind nach einer Ansteckung mit dem Virus in den vergangenen 24 Stunden gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöht sich demnach auf mindestens 226.804.

    05.06 Uhr: SPD verspricht Hilfen für Veranstaltungsbranche

    Angesichts der Diskussion um einen neuerlichen Lockdown stellt die SPD der notleidenden Veranstaltungsbranche Hilfen in Aussicht. "Oberstes Ziel von uns allen muss sein, die Ansteckungswelle zu brechen. Und leider trifft das die Veranstaltungsbranche besonders hart", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Parteichefin Saskia Esken und Generalsekretär Lars Klingbeil, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegt. Die Politik müsse die Hilfsprogramme auf die Bedürfnisse von Kunst- und Kulturschaffenden besser anpassen, da sie so vielseitig sei, dass sie kaum in ein Raster passe, forderte der SPD-Generalsekretär. "Die Veranstaltungsbranche ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern sehr viel mehr, sie ist Bereicherung und Haltung."

    Dienstag, 27.10.2020

    21.50 Uhr: Frankreich erwägt Medien zufolge einmonatigen Lockdown

    Die französische Regierung prüft einem Medienbericht zufolge angesichts der steigenden Fallzahlen einen einmonatigen Lockdown. Dieser könne ab Mitternacht am Donnerstag gelten, berichtet der Sender BFM TV. Allerdings würden die Einschränkungen in diesem Fall flexibler sein als die im März verhängten. Präsident Emmanuel Macron soll sich am Mittwoch in einer Fernsehansprache an das Volk wenden.

    21.30 Uhr: Bushido mit Coronavirus infiziert - "Nehmt die Sache ernst"

    Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", teilte der 42-Jährige auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. "Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen", so der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt. Weiter schrieb er: "Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen." Damit verwies er wohl auf jene, die die Gefahren des Virus abstreiten und Verschwörungstheorien darüber verbreiten.

    21.00 Uhr: OB Reiter: Entscheidung über Oktoberfest 2021 im April

    Die Entscheidung über das Oktoberfest 2021 soll im April nächsten Jahres fallen. Das sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) dem Sender München TV. Er äußerte sich dabei zurückhaltend: Die Wiesn 2021 werde nur stattfinden können, wenn die Corona-Lage weltweit es erlaube.

    Das diesjährige Oktoberfest hatte Reiter gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 21. April abgesagt. Ein Fest in der Größe und mit der Internationalität bedeute in der Corona-Pandemie eine zu hohe Gefahr. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen sonst zum größten Volksfest der Welt und feiern teils dicht gedrängt in den Bierzelten.

    Wirte, Schausteller und Marktkaufleute bekommen in normalen Jahren im Frühjahr ihre Zulassung für das Volksfest und starten dann in die heiße Planungsphase.

    20.30 Uhr: Virologe Drosten rät zu Mini-Lockdown

    Der Virologe Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. "Wenn die Belastung zu groß wird, dann muss man 'ne Pause einlegen", sagte der Charité-Wissenschaftler in der heute veröffentlichten Folge des "Coronavirus-Update" von NDR-Info. "Dieses Virus lässt nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown."

    Momentan sei die Inzidenz in Deutschland noch vergleichsweise niedrig. "Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten würden, dann hätte das einen ganz nachhaltigen Effekt. Das würde uns ganz viel Zeit einspielen."

    Drosten beschrieb den Vorteil eines befristeten Lockdowns, der zum Beispiel auch Ausnahmen wie geöffnete Schulen machen könne: "Alle wissen von vorneherein, der ist zeitlich befristet." Etwa drei Wochen - etwas mehr als eine Quarantänezeit brauche man aus Sicht des Wissenschaftlers dafür. "Die Inzidenz ist danach erheblich gesenkt und ist dann auch unter bestimmten Umständen auf lange Frist gesenkt."

    Das sei ein Gewinn für alle. Diese geplanten Mini-Lockdowns, auch "Circuit Breaker" (Überlastschalter) genannt, gebe es schon in Teilen Großbritanniens. Sie sollen das System vor Überlastung schützen. Denkbar sei eine Art Zeitplan bis Frühjahr mit und ohne Einschränkungen, damit die Wirtschaft planen könne. Das sei wie bei einem Lastwagen, der einen Hang hinunterfahre. Wenn man frühzeitig fünf Sekunden auf die Bremse trete, reiche das eine ganz schön lange Zeit aus. Vielleicht müsse man gar nicht so lange und so stark bremsen.

    20.10 Uhr: Macron verkündet am Mittwoch neue Maßnahmen

    Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Frankreich wird Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend neue Maßnahmen verkünden. Wie der Elysée-Palast am Dienstagabend mitteilte, will sich der Präsident um 20.00 Uhr in einer Fernsehansprache äußern. Die neuen Maßnahmen sollen demnach am Vormittag vom Kabinett beschlossen werden. Im Gespräch sind eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein neuer Lockdown - zumindest in stark betroffenen Regionen.

    Die französische Regierung befürchtet Abgeordneten zufolge ohne strengere Maßnahmen eine Überfüllung der Krankenhäuser. Ministerpräsident Jean Castex habe bei einer Unterrichtung hinter verschlossenen Türen den 11. November als Datum dafür genannt, sagt Andre Chassaigne nach dem Treffen. "Die Situation ist also besonders ernst. Wenn wir die Kurve nicht abflachen können, können unsere Krankenhäuser in 15 Tagen keine Patienten mehr behandeln."

    19.30 Uhr: Auch Linke sagt ihren Parteitag ab

    Nach der CDU hat auch die Linke ihren Parteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgesagt. Der Parteivorstand beschloss am Dienstag, dass das schon einmal von Juni auf Ende dieses Monats verschobene Treffen erneut nicht stattfinden kann. "Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen diesen Schritt leider unausweichlich", teilte die Partei mit.

    Eigentlich sollte bei einem verkürzten Parteitag an diesem Freitag in Erfurt über die Nachfolge der Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger entschieden werden. Beide sind seit acht Jahren im Amt. Die neue Doppelspitze soll aller Voraussicht nach von der Linksfraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, und Thüringens Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow gebildet werden.

    Es würden nun alternative Möglichkeiten für einen Parteitag mit Wahlen geprüft, hieß es weiter. Der Parteivorstand werde am 7. und 8. November darüber beraten.

    18.37 Uhr: Bouffier: "Wir werden einiges beschließen, was weh tut"

    Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnet bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch zur Corona-Lage mit einer Verständigung auf tiefgreifende Maßnahmen. "Wir werden für Deutschland einiges beschließen, was weh tut und nicht schön ist", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen würden bei ihrem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "harte Entscheidungen" treffen.

    "Die Lage ist weit dramatischer, als viele glauben", sagte Bouffier mit Blick auf die Entwicklung der Pandemie. Konkret warnte er vor einer Überlastung der Krankenhäuser. "Bei uns laufen die Betten zu", sagte der Ministerpräsident: "Schon heute gehen wir an die Grenzen."

    18.30 Uhr: EU-Ratspräsident Michel: "Wir müssen jetzt eine Tragödie verhindern"

    Vor den Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs über die Corona-Krise hat Ratspräsident Charles Michel eine europäische Strategie für Schnelltests gefordert. "Die zweite Welle von Covid-19 hat uns erreicht", schrieb Michel in einem Newsletter. Die Lage sei "alarmierend": "Wir müssen jetzt eine Tragödie verhindern."

    Während überall in Europa die Corona-Infektionszahlen rasant steigen, will die EU-Kommission am Mittwoch neue Vorschläge zum Vorgehen gegen Corona vorstellen. Am Donnerstag beraten dann die EU-Staats- und Regierungschefs in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen.

    Michel als Organisator der Beratungen schlug "zwei Pfeiler" für "entschlossenes" europäisches Handeln vor: "Wir brauchen eine Union der Tests und Impfungen". Zwar seien erste Impfstoffe Anfang kommenden Jahres zu erwarten. Es werde aber "viel länger dauern, bis sie der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen". In der Zwischenzeit seien schnelle Testmethoden wichtig.

    18.18 Uhr: Sportfunktionäre befürchten neue Beschränkungen

    Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen am Mittwoch fürchtet der Sport neue Einschränkungen. "Wenn die Bundesliga erneut unterbrochen werden würde, wenn also nicht mal mehr ohne Zuschauer gespielt werden dürfte, müssten nach und nach viele Vereine Insolvenz anmelden, und in der Folge würde dann sogar die Gefahr bestehen, dass die Bundesliga als Ganzes kollabiert", sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge der Agentur SID.

    Auch für die Basketball Bundesliga (BBL) wäre es "ein Desaster, wenn es wieder einen Lockdown geben würde. Wenn man uns den Spielbetrieb einstellt, kann man den Laden zusperren", sagte Geschäftsführer Stefan Holz. Sein Kollege Frank Bohmann von der Handball Bundesliga (HBL) betonte: "Sollte es einen kompletten Zuschauer-Ausschluss geben, müssen wir eine Diskussion darüber führen, ob wir den Spielbetrieb weiterführen können." DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke betonte das Vorliegen geeigneter Hygienekonzepte und warnte: "Wenn die Politik Zuschauer verbietet, entzieht sie dem Profisport die Basis zum Überleben."

    18.02 Uhr: Laschet fordert "beherztes Handeln der Politik"

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie für die weitgehende Beschränkung privater Kontakte ausgesprochen. Die Lage sei "sehr, sehr ernst". Er setze sich daher für die "Wiedereinführung eines strengeren Kontaktverbots" ein, sagte Laschet in Düsseldorf: "Wir müssen unsere sozialen Kontakte drastisch reduzieren."

    Der November werde in der Pandemie "der Monat der Entscheidung", sagte der Ministerpräsident. Es komme jetzt "auf beherztes Handeln der Politik" an. Nötig sei eine "effektive Corona-Bremse". Es müsse am Mittwoch "eine starke Antwort der 16 Länder und der Bundeskanzlerin gemeinschaftlich erfolgen".

    Einen kurzzeitigen kompletten Lockdown für sieben Tage wie von einigen Politikern gefordert lehnte Laschet ab. Ein solches Vorgehen würde große Schäden verursachen und niemand könne sicher sagen, ob die Lage danach tatsächlich besser wäre. "Ich halte eine Entschleunigung im Monat November für zielgerichteter."

    17.44 Uhr: Belgien hat höchste Infektionsrate der EU, gefolgt von Tschechien

    Belgien ist in der Europäischen Union (EU) zum Land mit der höchsten Covid-19-Infektionsrate geworden. Laut Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten wies das Land mit rund elf Millionen Bürgern 1.390 neue Covid-19-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen auf. An zweiter Stelle befinde sich Tschechien mit 1.379 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Die Zahl der täglichen Positiv-Tests war in Belgien am 20. Oktober auf einen Höchststand von mehr als 18.000 gestiegen. Am Freitag will die belgische Regierung zusammenkommen, um über einen möglichen neuen nationalen Lockdown zu entscheiden.

    17.38 Uhr: Italien meldet Höchstwert bei Neuinfektionen

    Das italienische Gesundheitsministerium meldet 21.994 neue Positiv-Tests, ein Höchststand. Zudem gibt es 221 weitere Todesfälle. Damit wird zum ersten Mal seit Mitte Mai die Marke von 200 Toten pro Tag überschritten.

    Aktuell gibt es laut amtlichen Angaben mehr als 255.000 aktive Fälle im Land. Insgesamt forderte die Pandemie in Italien bislang 37.700 Todesopfer.

    17.32 Uhr: Kultusminister wollen Schulen offen halten

    Die Kultusminister der Länder bleiben bei ihrer Position, dass die Schulen möglichst geöffnet bleiben sollen. Das Recht auf Bildung werde am besten im Präsenzunterricht verwirklicht, heißt in einem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK). Schulen seien als Orte des sozialen Miteinanders von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: "Dies muss oberste Priorität bei allen Entscheidungen über einschränkende Maßnahmen haben, die aufgrund steigender Infektionszahlen zu ergreifen sind."

    Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und amtierende KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sagte: "Jetzt ist die Zeit, Prioritäten zu setzen. Wir alle müssen uns im Privaten einschränken, müssen auf Feiern, Treffen mit Freunden und vielleicht auch Hobbies verzichten, damit unsere Kinder und Jugendlichen die Bildung erhalten können, die ihnen zusteht." Laut KMK bewegen sich die bundesweiten Infektionszahlen an Schulen derzeit "im Promillebereich und damit auf einem vergleichsweise geringen Niveau". Die Länder würden die Infektionslage genau analysieren und über Maßnahmen entscheiden.

    17.20 Uhr: Erstmals mehr als 1.000 Neuinfektionen in Berlin

    In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung erstmals mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich demnach 1.040 weitere Menschen nachweislich mit dem Virus, wie die Senatsverwaltung mitteilte. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 137,2.

    Seit Beginn der Pandemie Berlin wurden in der Hauptstadt 28.063 Corona-Fälle gemeldet. 19.063 Menschen gelten inzwischen als genesen (365 mehr als am Vortag). 251 Infizierte starben, die Zahl veränderte sich im Vergleich zu Montag nicht. Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten wurde mit 9,8 Prozent angegeben. Am Tag zuvor lag er bei 9,2 Prozent.

    Unter den Berliner Bezirken hat Neukölln nach wie vor die meisten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Der Wert lag bei 250,7, gefolgt von Mitte mit 215,2, Friedrichshain-Kreuzberg mit 193,5 und Tempelhof-Schöneberg mit 160,1.

    16.45 Uhr: Bayern landesweit kurz vor "dunkelrot"

    Wegen der weiterhin steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen ist bald ganz Bayern "dunkelrot". Nach den Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind in den vergangenen sieben Tagen im gesamten Freistaat pro 100.000 Einwohner 96 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vor wenigen Tagen hatte die Staatsregierung in München die 100er-Marke als zusätzliche, dunkelrote Warnstufe festgelegt, zuvor war der rote Wert 50 die höchste Stufe.

    Den landesweit höchsten Sieben-Tages-Wert hat weiterhin der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land, der mittlerweile nach Angaben der Kreisbehörde fast auf 296 kommt. Dahinter folgt laut dem LGL der niederbayerische Kreis Rottal-Inn mit 240, rund 39 weniger als am Vortag. Beide Landkreise haben wegen der hohen Zahlen bereits Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung verhängt.

    Solch ein Lockdown droht allerdings auch in mehreren kreisfreien Städten. So liegt der Corona-Warnwert in der Stadt Augsburg nach Angaben der Kommune mittlerweile bei 218, die Stadt Rosenheim liegt laut dem Landesamt bei 217. Auch die Stadt Weiden hat laut LGL mit 204 die 200er-Marke bereits übersprungen.

    16.34 Uhr: Montgomery - Bürger müssen "sich am Riemen reißen"

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat mehr Vorsicht aller Bundesbürger angemahnt, um neue weitgehende Alltagsbeschränkungen abzuwenden. "Wenn wir den wirtschaftlichen Lockdown verhindern wollen, müssen wir uns alle mehr am Riemen reißen", sagte er der "Passauer Neuen Presse": "Das heißt weniger Kontakte, mehr zu Hause bleiben." Es gelte, Kontaktstellen wie Restaurants wieder zu meiden - entweder durch Verringerung der Zahl von Menschen, die sich dort treffen könnten oder durch Schließungen.

    "Die Menschen, die sich nicht an die Regeln halten, sind nämlich schuld, wenn es für alle wieder zum Lockdown kommt", sagte Montgomery: "Die Unverfrorenheit, mit der manche Menschen die Abstands- und Masken-Regeln missachten, die unbeschreibliche Dummheit und Unverfrorenheit, mit der manche sich verweigern, erschreckt mich manchmal. Etliche haben den Schuss nicht gehört."

    16.27 Uhr: Inzidenzwert im Landkreis Berchtesgadener Land steigt wieder auf 295,5

    Der Inzidenzwert im Landkreis Berchtesgadener Land ist wieder angestiegen, auf 295,5. Das meldet das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt. Seit gestern gibt es 54 weitere bestätigte Covid 19-Fälle im Landkreis.Landrat Bernhard Kern appelliert nochmals an die Bürgerinnen und Bürger, die AHA-Regeln (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) weiterhin einzuhalten. "Nur dadurch können wir einem weiteren Anstieg der Neuinfektionen in unserem Landkreis entgegenwirken", so Kern.

    Aktuell gibt es 370 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. Besonders viele Coronapositiv-Fälle gebe es im sogenannten Bürgerheim in Berchtesgaden, ein Alten- und Pflegeheim, sowie im Haus Hohenfried in Bayerisch Gmain für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

    16.22 Uhr: Ramelow will möglichen Lockdown-Beschluss nicht mittragen

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) will einen Beschluss der Länder zu einem möglichen neuen Lockdown nicht mittragen. Das erklärte er nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Die Ministerpräsidentenkonferenz nehme in der Pandemiebewältigung eine wichtige strukturierende Aufgabe wahr, so Ramelow. "Diese Aufgabe darf sie jedoch nicht überstrapazieren", erklärte der Linkspolitiker.

    Darüber hinaus warnte er vor einem Aushöhlen des Föderalismus. Die örtliche Entwicklung müsse weiterhin die "Grundlage für Entscheidungen der Pandemiebekämpfung" sein.Ramelow übte zugleich deutliche Kritik an der Bundesregierung. "Ich bin keine nachgeordnete Behörde des Kanzleramts", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabmeldung.

    16.14 Uhr: Altmaier erwartet für Ende der Woche 20.000 Neuinfektionen täglich

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet mit einem starken Anstieg der Corona-Infektionszahlen in den nächsten Tagen. "In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um 70, 75 Prozent im Vergleich zur Woche davor", sagte Altmaier in einer Rede beim Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: "Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben."

    Altmaier sagte weiter: "Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum." Die Infektionen hätten eine Zahl erreicht, "die wir uns vor drei Wochen noch gar nicht vorstellen konnten".

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Ende September im CDU-Präsidium laut Teilnehmern von bis zu 19.200 täglichen Neuinfektionen zu Weihnachten gesprochen, falls sich die Entwicklung so fortsetze, wie es sich zu dem Zeitpunkt angedeutet hatte. Die Zahl 19.200 bis Weihnachten war damals von manchen als viel zu hoch gegriffen angezweifelt worden.

    16.02 Uhr: WHO sieht Intensivstationen in Europa vor Überlastung

    Angesichts rapide steigender Corona-Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer Überlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. "Viele Länder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von Fällen und Einweisungen ins Krankenhaus", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. An einigen Orten füllten sich die Intensivstationen schnell.

    Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, sind teils die Kapazitätsgrenzen sogar schon erreicht. Dies gilt unter anderem für Regionen in Belgien, Großbritannien und Tschechien. So sind in der belgischen Provinz Lüttich Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Corona-Infektion im Dienst.

    Auch in Großbritannien ist die Lage sehr angespannt. Die Kapazität erster Kliniken etwa im Großraum Manchester ist Medienberichten zufolge erschöpft.

    In Tschechien sind von knapp 4.000 Intensivbetten nur noch rund 1.100 für Covid-Erkrankte und alle anderen Patienten verfügbar. Große Sorgen bereitet der Personalmangel. Mehr als 13.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben sich nach Angaben der Ärztekammer selbst mit Corona infiziert.

    15.44 Uhr: Arbeitgeberpräsident warnt vor Schaden für Volkswirtschaft

    Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat Bund und Länder dazu aufgerufen, in der Corona-Krise "vermeidbaren Schaden an unserer Volkswirtschaft" zu verhindern. "Wir dürfen nicht aufhören zu laufen, weil wir Angst davor haben zu fallen", sagt der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), bei Beschränkungen seien "Achtsamkeit und Augenmaß" gefordert. Kramer erklärte, es solle dort angesetzt werden, wo die Gefahren entstehen. "Konkret heißt das: Geselligkeit, die zu körperlicher Nähe führt, in der Öffentlichkeit auf ein Minimum reduzieren. Dazu gehören Feiern und Veranstaltungen, Hochzeitsfeiern und andere große Partys."

    Entsprechende Räumlichkeiten sollten nicht zur Verfügung gestellt werden dürfen. Außerdem sollte zusätzlich bundesweit eine weitgehende Maskenpflicht durchgesetzt werden. Das Gleiche gelte für das Vorziehen von Sperrstunden, die ausufernde Geselligkeit begrenzen sollten, ohne aber das Abendessen im Restaurant einzuschränken.

    15.33 Uhr: Krankenhaus Schongau - 600 Beschäftigte gehen in Quarantäne

    600 Beschäftigte des Krankenhauses Schongau werden für 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt. Das teilt die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau schriftlich mit. Seit Donnerstag waren 38 Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Landesamt für Gesundheit (LGA) und der Landkreis Weilheim-Schongau als Träger haben einen Kompromiss ausgearbeitet, dass negativ getestete Mitarbeiter für die Versorgung von derzeit 90 Patienten eingesetzt werden können.

    Innerhalb des Krankenhauses haben sich 17 Patienten mit dem Covid-Erreger infiziert. Sie wurden auf die Isolierstation verlegt. Die Übertragung des Erregers kann sowohl durch Mitarbeiter, aber auch durch Besucher erfolgt sein, bestätigte eine Sprecherin dem BR. In den kommenden 14 Tagen gilt im Krankenhaus Schongau ein Aufnahme - und Besuchsstopp. Das Krankenhaus soll ab dem 7. November stufenweise in den Regelbetrieb zurückkehren. Voraussetzung dafür sei, dass alle Mitarbeiter drei Mal nacheinander negativ getestet werden.

    15.19 Uhr: Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt außer Vollzug

    Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Gäste aus Corona-Risikogebieten gestoppt. Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorläufig außer Vollzug, wie das Gericht mitteilte. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.

    15.19 Uhr: Rosenheimer Anwalt klagt auf Befreiung von Maskenpflicht für Grundschüler

    Ein Rechtsanwalt will mit einer Normenkontrollklage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) erreichen, dass Grundschüler keine Schutzmaske am Platz tragen müssen. Er bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, gestern einen entsprechenden Eilantrag beim BayVGH eingereicht zu haben.

    Seine sechsjährige Tochter besucht die erste Klasse einer Grundschule im Landkreis Rosenheim. Dort gilt eine strenge Maskenpflicht auch für Grundschüler, sie müssen ihre Masken während des gesamten Unterrichts tragen. Die Inzidenz im Landkreis Rosenheim lag heute über 200, das ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen im Laufe einer Woche, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

    Der Anwalt hat kein Problem damit, dass die Grundschulkinder bis zu ihrem Einzelplatz im Klassenzimmer Masken tragen müssen. Doch die Maske auch während des gesamten Unterrichts tragen zu müssen, sei zu viel.

    15.10 Uhr: Schweden meldet Höchststand bei Neuinfektionen

    In Schweden melden die Gesundheitsbehörden 1.870 neue Corona-Fälle. Das ist die höchste Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Spitzenwert lag bei 1.698 neuen Positiv-Tests binnen 24 Stunden und datiert von Ende Juni. Nach Auskunft der Behörden dürften die Höchstwerte im Frühling allerdings viel höher gewesen sein, weil sie mangels ausreichender Tests nicht erfasst wurden.

    Schweden fährt einen international stark beachteten Sonderweg in der Corona-Krise mit deutlich geringeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Totenzahl im Verhältnis zur Bevölkerungsstärke ist viel höher als in den skandinavischen Nachbarländern, aber niedriger als in großen europäischen Ländern wie Spanien und Großbritannien.

    14.54 Uhr: Alkoholverbot am 11.11. in Köln

    Mit einem ganztägigen Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten will Köln am 11.11. Karnevalstouristen abschrecken. Die Corona-Pandemie mache das Feiern zum traditionellen Start in die neue Karnevalssaison dieses Jahr unmöglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

    "Deswegen werden wir neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten zusätzlich am 11.11. ganztägig und auf dem gesamten Stadtgebiet ein Alkoholkonsumverbot und ein Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten erlassen", kündigte die parteilose Politikerin an. Das Verbot beziehe sich auf Straßen, nicht auf Privatwohnungen, stellte ein Sprecher der Stadt klar.

    Reker appellierte in einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus an alle Bürgerinnen und Bürger: "Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten. Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11. Es ist in diesem Jahr nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch."

    14.14 Uhr: Belgische Ärzte und Krankenpfleger arbeiten trotz eigener Corona-Infektion

    Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. "Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten Lösung", sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften der Deutschen Presse-Agentur. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.

    Die Ärzte und Krankenpfleger, die trotz Corona-Infektion arbeiteten, seien symptomfrei, sagte er. In den Krankenhäusern der Region seien sicher mehr als 100 infizierte Pfleger im Dienst. Devos betonte, dass sie ausschließlich infizierte Patienten versorgen. Zudem trügen sie die besten zur Verfügung stehenden Masken. Für sie gebe es einen gesonderten Raum zum Essen. Alle Bedingungen seien so, dass das Risiko einer Ansteckung sehr gering sei.

    13.41 Uhr: Merkel will ältere Menschen nicht isolieren

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei einem Pflegegipfel im Kanzleramt dagegen ausgesprochen, in der Corona-Pandemie alte Menschen zu ihrem eigenen Schutz zu isolieren. "Wir haben das Ziel, Kranke, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung bestmöglich zu schützen", ohne Millionen von Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben auszugrenzen, sagte Merkel am Dienstag zur Eröffnung des als Videokonferenz abgehaltenen Treffens.

    Die Kanzlerin versicherte, die Regierung werde solchen Versuchen nicht nachgeben. Eine Hoffnung setzt Merkel auf die Schnelltests. Die neue Testverordnung, die seit Mitte Oktober in Kraft ist, konzentriere die Anwendung der Antigentests sehr auf die Pflegeeinrichtungen, sagte die Kanzlerin und forderte die Verbände der Heimträger auf, davon möglichst Gebrauch zu machen.

    13.25 Uhr: Bund der Steuerzahler mahnt zu sorgfältigerem Umgang mit Steuergeldern in Corona-Krise

    Der Bund der Steuerzahler hat in der Corona-Pandemie einen sorgfältigeren Umgang mit Steuergeldern angemahnt. Selbstverständlich müsse der Staat in der Krise helfen, betonte Präsident Reiner Holznagel bei der Vorstellung des neuen Schwarzbuchs seines Verbands in Berlin. Zugleich verschlechtere sich aber der Zustand der öffentlichen Haushalte durch eine hohe Neuverschuldung. Vor allem ein Staatseinstieg bei Firmen sei riskant und müsse an genauere Bedingungen geknüpft werden. "Was uns eindeutig fehlt, sind klare Ausstiegsszenarien", sagte Holznagel mit Blick auf die jüngsten staatlichen Beteiligungen an der Fluglinie Lufthansa oder dem Touristikkonzern TUI. Die Ziele der Krisenhilfe durch Staatseinstieg müssten vorab genau definiert werden. Die Commerzbank, an welcher der Staat seit der Finanzkrise 2008/2009 beteiligt ist, sei in dieser Hinsicht "ein ganz schlechtes Beispiel".

    13.12 Uhr: Papst beklagt wegen Corona Rückschritte bei europäischer Integration und Aufnahme von Flüchtlingen

    Papst Franziskus hat die Europäische Union vor spalterischen Tendenzen bei der Bekämpfung der Corona-Krise gewarnt. Die Pandemie sei eine "Wasserscheide", die die Europäer vor die Wahl stelle, weiter Autonomiebestrebungen und Alleingängen nachzugeben oder gemeinsam nach Lösungen zu suchen, betonte er. Europa müsse seinen Ursprung als solidarische Gemeinschaft wiederentdecken, mahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche auch anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE). Ein geteiltes Europa werde nicht in der Lage sein, Schwierigkeiten wie die Corona-Pandemie zu lösen. Zu den wichtigsten Herausforderungen, die die EU-Staaten gemeinsam meistern müssten, gehört demnach der Kampf gegen Misstrauen gegenüber Flüchtlingen und die Aufnahme von Migranten.

    13.12 Uhr: Besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer erhalten 500 Euro Sonderprämie

    Die Staatsregierung hat eine Prämie für Schulleiterinnen und Schulleiter von staatlichen Schulen sowie besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer beschlossen. Noch im Jahr 2020 sollen demnach jeweils 500 Euro aus dem Corona-Sonderfonds steuerfrei ausbezahlt werden. Die Prämien seien Ausdruck der Wertschätzung für die Anstrengungen der Schulen im vergangenen halben Jahr, hieß es in einer Pressemitteilung aus der Staatskanzlei.

    13.07 Uhr: Zwei-Drittel der Deutschen rechnen mit weiteren Lockdowns - Ministerpräsident Söder für harte Maßnahmen

    Fast zwei Drittel der Bürger rechnen nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur damit, dass es wegen der stark steigenden Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt davor, dass Deutschland in Situationen kommen könnte, "die ausgesprochen schwierig sind". Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Infektionszahlen - auf bis zu 20.000 schon bis zum Wochenende.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder plädiert derweil für harte Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. "Der größte Schaden für die Wirtschaft ist eine verschleppte Situation", sagt Söder am Dienstagmittag nach einer Kabinettssitzung in München. Maßnahmen sollten "lieber konsequenter und schneller" ergriffen werden.

    12.50 Uhr: Flüchtlingsrat für Abschiebestopp während der Corona-Pandemie

    Der Bayerische Flüchtlingsrat hat gemeinsam mit Pro Asyl einen generellen Abschiebestopp während der Corona-Pandemie gefordert. Anlass seien jüngste Informationen, wonach geplant sei, Personen nach Somalia und Äthiopien sowie nach Afghanistan abzuschieben. So etwas in diesen Zeiten durchzuziehen, bevor der nächste Lockdown komme, zeuge von einer "ausgeprägten Kaltschnäuzigkeit", heißt es in einer Stellungnahme des Flüchtlingsrats. Laut Mitteilung gibt es Hinweise auf eine heute Abend geplante Abschiebung vom Flughafen München nach Somalia und Äthiopien. Betroffene Personen würden vorab zum Covid-19-Test einbestellt, teils mit Hinweis auf "aufenthaltsbeendigende Maßnahmen". Mehrere der betroffenen Somalier seien in festen Arbeitsverhältnissen, bei zweien liefen Anträge an die Härtefallkommission. Bayern beweise damit erneut, "dass Abschiebung vor Vernunft geht", so Flüchtlingsratssprecher Stephan Dünnwald. Während Kanzlerin Angela Merkel eindringlich rate, "alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen", werde diese Maßgabe bei Abschiebungen in den Wind geschlagen.

    12.35 Uhr: Hilfsorganisation Care: Corona verschärft Lage im Jemen extrem

    Die Corona-Krise hat nach Ansicht der Hilfsorganisation Care die Probleme im Bürgerkriegsland Jemen nochmals verschärft. "Das Land ist auf eine zweite Welle extrem unvorbereitet", sagte Länderdirektor Aaron Brent am Dienstag in Bonn. Selbst einfache Hygieneregeln wie Händewaschen könnten die Menschen wegen Wassermangels oft nicht umsetzen. Es fehle eine grundlegende Gesundheitsversorgung. In dem Bürgerkriegsland kämpfen Huthi-Rebellen gegen die von Saudi-Arabien unterstützte und international anerkannte Regierung.

    12.30 Uhr: Berliner Parteien halten an Präsenzparteitagen fest

    Trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen halten Berliner Parteien an ihren in den nächsten Tagen oder Wochen geplanten Präsenzparteitagen fest. Sowohl die Landesdelegiertenversammlung der Grünen an diesem Mittwoch wie auch der SPD-Parteitag am Samstag sollen unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen stattfinden, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die CDU hatte gestern bekannt gegeben, ihren Bundesparteitag auf nächstes Jahr verschieben zu wollen.

    12.25 Uhr: Klage gegen Lockdown im Berchtesgadener Land eingereicht

    Rund 150 Unternehmer aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wehren sich gegen den dort geltenden faktischen Lockdown. Die Betreiber von Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen unterstützen eine Klage, die inzwischen beim Verwaltungsgericht München eingegangen ist. In dem Eilantrag wird der Lockdown als unverhältnismäßig bezeichnet. Auch seien die Maßnahmen nicht ausreichend begründet. Initiiert hat die Klage der Vorsitzende des Reichenhaller Unternehmerforums, Rupin. Wie er dem BR sagte, stehen viele Betriebe im Landkreis Berchtesgadener Land vor den Scherben ihrer Existenz. Es herrsche absolute Hoffnungslosigkeit. Der Politik wirft er Planlosigkeit und Aktionismus vor. Rupin hofft darauf, dass das Verwaltungsgericht noch in dieser Woche entscheidet.

    12.25 Uhr: Japanische Fluggesellschaft legt 35 Flugzeuge still

    Die größte japanische Fluggesellschaft Ana Holdings erwartet wegen der Corona-Krise einen Rekordverlust und legt mehr als ein Zehntel ihrer Flotte still. Ana prognostizierte für das Gesamtjahr bis Ende März einen Betriebsverlust von 505 Milliarden Yen (4,1 Milliarden Euro). Um Kosten zu sparen, werden 35 Maschinen aus dem Verkehr gezogen und die Lieferung von zwei weiteren Flugzeugen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Insgesamt reduziere sich die Flotte damit um 33 auf 276 Flugzeuge. Ana leidet wie andere Fluggesellschaften darunter, dass wegen der Corona-Pandemie kaum noch Touristen fliegen und auch die lukrativeren Geschäftsreisen so gut wie gar nicht mehr stattfinden.

    12.13 Uhr: Spanien will Steuern für Reiche und Ausgaben für Soziales erhöhen

    Die linke spanische Regierung setzt bei der Bekämpfung der Corona-Folgen auf höhere Steuern für Reiche und mehr Geld für soziale Aufgaben. Ministerpräsident Pedro Sánchez und sein Koalitionspartner, Vizeregierungschef Pablo Iglesias, kündigten höhere Abgaben für große Wirtschaftsunternehmen sowie für Besserverdienende ab 200.000 Euro Jahreseinkommen und Vermögen ab einem Wert von zehn Millionen Euro an.

    Im Haushaltsentwurf für 2021, der Gesamtausgaben von 196,1 Milliarden Euro vorsieht, sind auch 27 Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren EU-Hilfen in der Corona-Krise als Einnahmen eingeplant. Sánchez betonte, der Haushaltsentwurf solle die in Spanien besonders heftigen Corona-Folgen mildern, die Wirtschaft modernisieren und den Sozialstaat stärken. Iglesias ergänzte, die neoliberalen Zeiten mit Ausgabenkürzungen seien vorbei.

    Die staatlichen Hilfen für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für die besonders hart von der Corona-Krise getroffene Tourismusbranche sollen um 150 Prozent steigen. Gleich hoch soll der Zuwachs bei den Ausgaben für das Gesundheitswesen sein. Die Verschuldung des Staates liegt schon jetzt auf Rekordhöhe. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Spaniens Defizit dieses Jahr 14,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen wird. Der wegen Corona ausgesetzte EU-Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von 3,0 Prozent vor.

    12.02 Uhr: Zuschauer-Obergrenze trifft Theater hart - Spielbetrieb kaum rentabel

    Für die Theater in Bayern ist eine Obergrenze von 50 Zuschauern bei sehr hohen Corona-Infektionszahlen ein schwerer Schlag. "Eine Begrenzung auf nur 50 Personen macht aus einem modernen, offenen Haus ein elitäres Bollwerk", kritisierte die Bayerische Staatsoper in München. Den Häusern brechen wichtige Einnahmen weg, viele sehen sogar ihren Kulturauftrag in Gefahr. Trotzdem wollen die meisten weiter spielen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Einige stellen den Spielbetrieb dagegen ganz oder teilweise ein, weil es für sie mit 50 Zuschauern schlicht nicht mehr rentabel ist.

    "Gerade haben wir die Planungen für eine Bespielung unseres Hauses fertig, die wir sowohl auf der Bühne umsetzen als auch vor 200 Gästen einigermaßen wirtschaftlich abbilden können. Diese Arbeit war umsonst, wenn die Regelung so bleibt", hieß es vom Deutschen Theater in München. "Vor 50 Gästen wird es bei uns keine Vorstellungen geben, da dies wirtschaftlich nicht machbar ist." Das Mainfranken Theater, das sein Großes Haus gerade saniert, bespielt die Außenspielstätte "Theaterfabrik Blaue Halle" vorerst nicht mehr.

    11.52 Uhr: Handballer befürchten Existenzkrise

    Der Handball-Bundesliga droht im Falle sich weiter verschärfenden Corona-Maßnahmen eine schwere Existenzkrise. Sollte die Politik wegen der sprunghaft angestiegenen Fallzahlen die derzeit zulässige Zuschauerkapazität von maximal 20 Prozent verringern oder gar ein vorläufiges Verbot von Sportevents aussprechen, befürchtet HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann gravierende Auswirkungen für die Handballer. "Ein, zwei Geisterspiele sind zu verkraften, danach geht es an die Substanz. Auf Dauer ist das ein Modell, das nicht aufgeht", betonte Bohmann. Selbst eine 20-prozentige Auslastung der Hallen sei ein Zuschussgeschäft. "Natürlich hoffen wir auf mehr, aber die Gesundheit geht vor", sagte Bohmann.

    11.15 Uhr: Nürnberger Spielwarenmesse wird auf Sommer 2021 verschoben

    Nachdem der Januar-Termin für die Nürnberger Spielwarenmesse wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, haben die Veranstalter nun den Ersatztermin bekannt gegeben. Demnach soll die Spielwarenmesse, weltweit größter Treffpunkt der Branche, vom 20.-24. Juli 2021 stattfinden. Weitere Einzelheiten wollen die Messeveranstalter in den kommenden Monaten bekanntgeben.

    10.45 Uhr: Keine belegten Infektionen durch angebliche Superspreaderin von Garmisch-Partenkirchen

    Der 26 Jahre alten Frau, die im Verdacht stand, vielleicht Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, können keine Infektionen nachgewiesen werden. Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen hat nach Angaben eines Sprechers keine Kontaktpersonen ermitteln können, die durch die positiv getestete Frau infiziert worden sind.

    Die 26-Jährige hatte eine Kneipentour in der oberbayerischen Stadt unternommen, obwohl sie Krankheitssymptome hatte und unter Quarantäne stand. Später erhielt sie ein positives Testergebnis. Die kompletten Zusammenhänge der Infektionen vor Ort konnten von den deutschen Behörden nicht genau geklärt werden. Gegen die 26-Jährige läuft nun noch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

    10.21 Uhr: Frankreich befürchtet neuen Lockdown

    Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen steht Frankreich offenbar vor einem neuen Lockdown: Innenminister Gérald Darmanin sagte am Dienstag vor einer Krisensitzung des Kabinetts, "harte Entscheidungen" seien unausweichlich. Im Gespräch sind eine deutliche Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein zeitlich befristeter Lockdown.

    10.19 Uhr: Weniger Verkehrsunfälle in Corona-Pandemie

    Die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland ist in der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Zwischen März und Juni sank die Zahl der Unfälle um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Insgesamt verzeichnete die Polizei für diese vier Monate 670.000 Verkehrsunfälle. 880 Menschen starben. Am stärksten war der Rückgang bei Unfällen mit Personenschäden auf Autobahnen - ihre Zahl sank um 39 Prozent. Weniger deutlich war der Rückgang auf Landstraßen mit 16 Prozent und innerorts mit 21,5 Prozent.

    Die Zahl der getöteten Fahrrad- und Motorradfahrer sank weniger stark als diejenigen der Autofahrer. Zwischen März und Juni starben elfeinhalb Prozent weniger Fahrradfahrer und zwölf Prozent weniger Motorradfahrer als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bei den Opferzahlen unter Autoinsassen betrug fast 22 Prozent. Die Zahl der getöteten Fußgänger sank um 24 Prozent.

    10.01 Uhr: Rosenheim reißt 200er-Marke bei Corona-Inzidenz

    Die Stadt Rosenheim hat laut Robert Koch-Institut (RKI) die Marke von 200 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gerissen. "Die Stadtspitze steht in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden", sagte ein Sprecher der Stadt. Derzeit gelten in Rosenheim die bayernweiten Corona-Maßnahmen für Städte und Landkreise, in der die Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen ist. Das ist ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 Infektionen der Fall, die in Rosenheim inzwischen um mehr als das Doppelte überschritten wurde. "Der nächste Schritt wären dann in der Tat Lockdown-Maßnahmen wie in Rottal-Inn oder im Berchtesgadener Land", sagte der Sprecher. "Wir haben da aber noch nichts in aktueller Planung."

    9.53 Uhr: Deutscher Export-Handel rechnet mit Einbußen

    Steigende Neuinfektionen bei wichtigen Handelspartnern drücken die Stimmung der deutschen Exporteure. Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie fielen im Oktober um 3,7 auf 6,6 Punkte, wie das Münchner Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte. "Die weltweit steigenden Infektionszahlen bereiten der Exportwirtschaft zunehmend Sorgen", fasste Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis zusammen. Besonders der massive Anstieg der Infektionszahlen bei wichtigen Handelspartnern wie Frankreich, Italien und Spanien schürt die Angst vor einer nachlassenden Nachfrage.

    Mit rückläufigen Exporten rechnen etwa Betriebe der Nahrungs- und Getränkeindustrie sowie der Bekleidungsbranche. In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind die deutschen Warenexporte um 12,7 Prozent auf 770,3 Milliarden Euro eingebrochen. Zuletzt hatten sich die Ausfuhren erholt, doch könnten neue Lockdowns wichtige Lieferketten unterbrechen, Investitionen verzögern und die Nachfrage dämpfen.

    9.01 Uhr: 1.547.774 Corona-Infizierte in Russland

    Die Zahl der Corona-Infektionen ist laut russischen Behörden binnen 24 Stunden um 16.550 angestiegen. Damit haben sich nun insgesamt 1.547.774 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 320 auf insgesamt 26.589. In Russland ordnete die Verbraucherschutz-Behörde heute eine Sperrstunde für Restaurants und Bars an. Die Lokale müssen zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr geschlossen bleiben, berichtet die Nachrichtenagentur RIA.

    9.00 Uhr: Höchster Corona-Inzidenzwert deutschlandweit jetzt in Berlin

    Der Landkreis Rottal-Inn hat nicht mehr den deutschlandweit höchsten Corona-Wert. Aus den um Mitternacht veröffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) geht hervor, dass jetzt der Berliner Bezirk Neukölln mit einer 7-Tage-Inzidenz von 256,9 pro 100.000 Einwohner den schlechtesten Wert aufweist.

    Der Landkreis Rottal-Inn weist heute laut RKI eine Inzidenz von 239,5 auf - das ist der zweithöchste Wert in Deutschland.

    8.22 Uhr: Haus der Geschichte sammelt Objekte zur Corona-Krise

    Corona ist schon jetzt museumsreif. Das Bonner Haus der Geschichte hat bereits mehr als 400 Objekte zusammengetragen, die die Pandemie und ihre Auswirkungen dokumentieren. Unter den Objekten sind der Fußball des ersten Bundesliga-Geisterspiels, ein Bierkrug des ausgefallenen Münchner Oktoberfestes, Atemschutzmasken aller Art und Zubehör einer Drive-In-Teststation der Feuerwehr. Alle Gegenstände werden in einer Datenbank registriert und zunächst im Depot gelagert. Später können sie für Ausstellungen genutzt werden.

    8.15 Uhr: Krankenhäuser schränken Besuchsrecht ein

    Die Krankenhäuser in Bayern schränken wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen immer mehr die Besuchsmöglichkeiten von Patienten ein. Wie der Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Eduard Fuchshuber, erläuterte, dürfe oft nur noch ein Besucher pro Tag kommen. Zudem würden die Daten der Besucher erfasst. Er rechnete damit, dass solche Maßnahmen in den nächsten Wochen noch in weiteren Häusern beschlossen werden.

    Einzelne Krankenhäuser gehen noch weiter. So hat die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz beschlossen, dass von diesem Mittwoch an "ein generelles Besuchsverbot" gilt. Ausnahmen seien aber möglich bei der Behandlung von Kindern oder bei sterbenden Patienten. "Wir haben uns zu diesem drastischen Schritt entschieden, um unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen und um zu verhindern, dass das Virus in unser Krankenhaus gelangt", sagte Geschäftsführer Felix Rauschek. Nach Angaben von Fuchshuber sind solche Besuchsverbote derzeit im Freistaat aber noch die Ausnahme.

    5.52 Uhr: US-Gesundheitsdienste decken Kosten für Impfung

    Eine Impfung gegen Covid-19 soll in den USA Insidern zufolge für Millionen Bürger kostenfrei werden. Die US-Gesundheitsdienste Medicare und Medicaid würden am Dienstag oder Mittwoch die Kostenübernahme für Impfstoffe ankündigen, die zuvor von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Notfallgenehmigung erhalten hätten, berichtet die Zeitung Politico unter Berufung auf vier Personen mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    5.31 Uhr: In den USA knapp 70.000 neue Corona-Fälle

    In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 69.413 auf rund 8,74 Millionen. Demnach sind mindestens 515 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöht sich demnach auf mindestens 225.828.

    5.18 Uhr: RKI: 11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6.868 gelegen. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 27.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

    1.01 Uhr: Zu wenig Pflegekräfte in Kliniken

    Der Mangel an Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern entwickelt sich nach Ansicht von Ärztevertretern zu einem zentralen Problem bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Viele der in der Pandemie zusätzlich geschaffenen Betten könnten "nicht belegt werden, weil das Personal zur Versorgung der Patienten fehlt", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Grob geschätzt fehlten bundesweit 3.500 bis 4.000 Fachkräfte für die Intensivpflege. "Wir werden uns auf Wartezeiten bei der Regelversorgung ebenso einstellen müssen, wie auf die Verlegung von Patienten aus hoch belasteten Standorten in entferntere Krankenhäuser", sagt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß.

    0.05 Uhr: Weltweit mehr als 43 Millionen Corona-Fälle

    Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 43,08 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und über 1,154 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit mehr als 8,6 Millionen bestätigten Fällen und mehr als 225.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

    Montag, 26.10.2020

    22.00 Uhr: Tschechien verhängt nächtliche Ausgangssperre

    Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Von Mittwoch an dürfen die Menschen zwischen 21.00 Uhr und 4.59 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen, wie der demnächst aus dem Amt scheidende Gesundheitsminister Roman Prymula nach der Kabinettssitzung am Abend bekanntgab. Die bisherigen Maßnahmen hätten nur wenig Wirkung gezeigt, sagte der 56-Jährige. Seit Beginn der Pandemie wurden in Tschechien insgesamt 263.572 Corona-Infektionen und 2.337 Todesfälle registriert.

    Eine weitere Maßnahme sieht vor, dass die noch geöffneten Geschäfte wie Supermärkte sonntags schließen müssen. Bereits seit anderthalb Wochen sind die Menschen aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen von den Ausgangsbeschränkungen wie den Weg zur Arbeit, Sport und Einkaufen. In Tschechien gilt seit Anfang Oktober der Notstand. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken.

    21.35 Uhr: Dänemark verzeichnet erstmals mehr als tausend Neuinfektionen

    In Dänemark sind zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als tausend Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet worden. Wie die dänische Gesundheitsbehörde mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1056 neue Corona-Fälle registriert. Zu Wochenbeginn waren in Dänemark zugleich neue Beschränkungen in Kraft getreten.

    Seit Montag darf in Dänemark ab 22.00 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden. Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern sind verboten. Ab Donnerstag wird zudem die Maskenpflicht, die bisher bereits in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bars und Restaurants gilt, auf alle öffentlichen Räume ausgeweitet.

    Insgesamt haben sich in Dänemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern bislang mehr als 41.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 700 von ihnen starben. Im Vergleich zum Rest Europas zählt Dänemark damit zu den weniger betroffenen Ländern der Corona-Pandemie.

    21.20 Uhr: Slowenien verschärft Corona-Beschränkungen

    Wegen steigender Infektionszahlen hat die Regierung in Slowenien die Corona-Regeln weiter verschärft. Ab Dienstag dürfen die Bürger ihre Wohnorte nicht mehr verlassen, wie die Regierung von Ministerpräsident Janez Jansa am Montag bekanntgab. Bereits am Montag wurden die Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Italien, Ungarn und Kroatien verstärkt und Einreisesperren für Menschen aus Risikogebieten in den Nachbarländern erlassen.

    Vor einer Woche hatte die Regierung in Ljubljana bereits eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr verhängt. Am Samstag mussten dann alle Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und viele Geschäfte schließen. Auch Kindergärten, Grundschulen und Universitäten sind geschlossen.

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Zwei-Millionen-Einwohnerland war zuletzt stark gestiegen. Am Montag wurde ein neuer Höchstwert verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie wurden damit rund 24.000 Infektionsfälle registriert, fast 250 Menschen in Slowenien starben an den Folgen der Viruserkrankung.

    20.13 Uhr: Ansturm auf Frankreichs Kliniken

    In französische Krankenhäuser sind am Montag 1.307 Corona-Patienten eingeliefert worden. Das ist die höchste Zahl an einem Tag seit dem 2. April, als 1.607 Covid-19-Kranke aufgenommen worden. Insgesamt werden derzeit 17.784 mit der Atemwegserkrankung Infizierte in französischen Kliniken behandelt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem bisherigen Höchststand am 14. April von 32.292 Patienten.

    Am Montag meldete das Gesundheitsministerium zudem 26.771 bestätigte Neuinfektionen. Das ist zwar nur etwas mehr als die Hälfte vom Wert am Sonntag (52.010). Am Montag sind die Zahlen aber in der Regel immer niedriger, weil übers Wochenende Meldungen mitunter ausbleiben.

    19.50 Uhr: Mehr als 50.000 Neuinfektionen in Spanien gemeldet

    In Spanien sind über das Wochenende mehr als 50.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Mit den 52.188 neu registrierten Ansteckungen erhöht sich die Gesamtzahl der Fälle auf fast 1,1 Millionen, wie das Gesundheitsministerium meldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich demnach um 279 auf 35.031. Am Sonntag war in Spanien für sechs Monate der Notstand ausgerufen worden, womit überall mit Ausnahme der Kanarischen Inseln nächtliche Ausgangssperren verhängt werden können. Doch schon am Montag erntete die Regierung dafür Kritik: Oppositionelle betrachten die Dauer als zu lang, Wissenschaftler halten die Maßnahmen für nicht ausreichend und einige Spanier laufen gegen die Ausgangssperren Sturm.

    19.30 Uhr: Merkel verweist auf Verwerfungen durch Corona-Krise

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bezeichnet. Die CDU-Politikerin sagte am Montagabend: "Die Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen trifft uns alle, einige aber besonders hart - vor allem jene, die ohnehin nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die im Alltag Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen, die sie nun aber coronabedingt noch schwerer als sonst bekommen können. Und so gewinnt die soziale Frage an Schärfe." Merkel äußerte sich in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Sozialpreises 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

    18.44 Uhr: WHO fordert von Europa "Beschleunigung" im Kampf gegen Corona

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht Europa im Rückstand bei der Bekämpfung der Pandemie. Benötigt werde nun "eine ernsthafte Beschleunigung" der Maßnahmen, sagt die hochrangige WHO-Vertreterin Maria van Kerkhove in einem Online-Briefing. Es gebe immer noch die Hoffnung, dass Europa landesweite Lockdowns vermeiden könne.

    Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnte zugleich vor einer Überlastung der Krankenhäuser in Europa. Die Intensivstationen der Hospitäler füllten sich zu schnell mit Covid-19-Patienten. Die Hospitäler kämen an ihre Kapazitätsgrenzen.

    18.37 Uhr: Trump weist Vorwurf der Kapitulation vor Corona zurück

    US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgegeben. "Das tue ich nicht", sagte Trump, als er von Journalisten auf eine entsprechende Anschuldigung seines Wahl-Herausforderers Joe Biden angesprochen wurde. Der Amtsinhaber wiederholte vielmehr seine optimistische Einschätzung, die USA könnten die Pandemie bald hinter sich lassen.

    Am Sonntag hatte Trumps Stabschef Mark Meadows mit einer Aussage für Wirbel gesorgt, die als Kapitulation vor dem Virus gewertet wurde. "Wir werden die Pandemie nicht kontrollieren", sagte Meadows im Nachrichtensender CNN. Entscheidend sei vielmehr, dass Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus zum Einsatz kämen.

    Biden erklärte daraufhin, Meadows habe letztlich nur die Strategie des Präsidenten im Umgang mit der Pandemie eingeräumt: "Die weiße Flagge der Niederlage schwenken und hoffen, dass das Virus einfach verschwindet, wenn er es ignoriert."

    18.03 Uhr: Karstadt-Kaufhof-Chef warnt vor "massivem Ladensterben" bei neuem Lockdown

    Der Chef des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, warnt hat vor einer abermaligen Schließung von Geschäften in den Innenstädten. "Einkaufen ist nicht das Problem, und somit wäre ein Lockdown völlig unverhältnismäßig", sagte Müllenbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut Vorabbericht, "aber er würde ein massives Ladensterben verursachen und damit auch negative Folgen für viele Innenstädte haben."

    17.52 Uhr: Erstmals mehr als 1.000 Neuinfektionen in Dänemark

    Dänemark hat erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1.000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag verzeichnet. Wie aus Zahlen des Gesundheitsinstituts SSI hervorgeht, wurden seit Sonntag 1.056 neue Corona-Fälle registriert. SSI-Direktor Kåre Mølbak wies aber darauf hin, dass diese Zahl diesmal 28 statt 24 Stunden umfasse und das Niveau somit in etwa bei dem vom Sonntag liege.

    Am Sonntag hatten die Dänen mit 945 Neuinfektionen bereits einen Höchststand vermeldet. Dänemark testet allerdings viel mehr als im Frühjahr, die Entwicklung wird jedoch mit Sorge beobachtet. Mittlerweile liegen 145 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus, der höchste Stand seit Mitte Mai. Auch sechs Todesfälle kamen am Montag hinzu. Damit sind in Dänemark bislang mehr als 41.400 Fälle bestätigt worden, 708 Menschen mit Corona-Infektion sind gestorben.

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus traten am Montag in Dänemark weitere Beschränkungen in Kraft. Von nun an dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Die meisten Personen aus Deutschland dürfen seit Samstag nur noch mit einem triftigen Grund ins Land einreisen. Ab Donnerstag wird die Maskenpflicht zudem vom öffentlichen Nahverkehr auf alle öffentlichen Räume wie etwa Supermärkte ausgeweitet.

    17.39 Uhr: Merkel plant angeblich "Lockdown light"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant laut einem Bericht der "Bild" eine Art "Lockdown Light". Dabei sollen Schulen und Kitas außer in Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen geöffnet bleiben, wie die Zeitung ohne Nennung von Quellen berichtete. Auch Geschäfte dürften demnach mit Einschränkungen geöffnet bleiben. Dagegen wolle Merkel in der Gastronomie und bei Veranstaltungen "hart vorgehen": Restaurants und Bars sollten schließen und Veranstaltungen verboten werden. Bereits bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch könnten sich die Kanzlerin und die 16 Länderchefs auf ein neues Lockdown-Modell einigen, schrieb "Bild" weiter.

    17.11 Uhr: Auch Augsburg sagt Christkindlesmarkt ab

    Aufgrund der anhaltend steigenden Infektionszahlen sagt nach Nürnberg auch die Stadt Augsburg den Christkindlesmarkt 2020 ab. Oberbürgermeisterin Eva Weber bedauerte die Entscheidung: "Wir hatten bis zuletzt die Hoffnung, mit einem dezentralen Konzept die notwendigen Hygienemaßnahmen zu garantieren und damit den Christkindlesmarkt auch durchführen zu können. Daran festzuhalten wäre aber ein falsches Signal, denn die Corona- Pandemie zwingt uns zu erheblichen Kontaktbeschränkungen. In einer solchen Situation ist es auch mit einem detaillierten Hygienekonzept nicht zu verantworten, mit Veranstaltungen von der Größe eines Christkindlesmarktes, gezielt Menschen in die Stadt zu locken."

    Die Augsburger Marktkaufleute, zeigten Verständnis für die Entscheidung, betonten jedoch, dass die Absage "ein herber Verlust" sei.

    17.02 Uhr: Norwegen verschärft Corona-Beschränkungen

    Die Norweger sollen wegen steigender Corona-Zahlen ab Mittwoch nicht mehr als fünf Gäste in ihren eigenen vier Wänden begrüßen. Das teilte Ministerpräsidentin Erna Solberg in Oslo mit. Private Zusammenkünfte an öffentlichen Orten werden auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt, bislang lag die Grenze bei 200.

    Darüber hinaus werden Arbeitskräfte aus Ländern, die die EU als Risikogebiete bezeichnet, ab Samstag nicht mehr von der obligatorischen Zehn-Tages-Quarantäne ausgenommen. Dazu zählen laut Solberg unter anderem Polen, Frankreich und Großbritannien.

    Die Infektionszahlen stiegen, sagte Solberg. Es müsse deshalb mehr getan werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Norwegen ist im Europa-Vergleich bislang mit knapp 18.000 gemeldeten Fällen und 279 Toten relativ gut durch die Pandemie gekommen. Auch in den vergangenen 14 Tagen haben die Norweger auf die Bevölkerungszahl umgerechnet nur ein Viertel der Neuinfektionen verzeichnet, die in Deutschland auftraten, die Zahlen gingen aber nach oben.

    16.51 Uhr: Bayerischer VGH weist Antrag zur Befreiung von Maskenpflicht im Unterricht ab

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat den Eilantrag zweier Grundschülerinnen auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt. Sie hatten ärztliche Atteste vorgelegt, in denen es ohne weitere Begründung hieß, sie könnten "aus gesundheitlichen Gründen" die Masken nicht tragen. Weil die Grundschule die Atteste nicht akzeptierte, zog die Mutter vor Gericht: Ein beim Verwaltungsgericht Würzburg gestellter Antrag wurde jedoch abgelehnt, die Beschwerde vor dem VGH scheiterte nun ebenfalls.

    Nach Sicht der Richter konnten die Mädchen nicht glaubhaft belegen, von der grundsätzlichen Maskenpflicht aus gesundheitlichen Gründen befreit zu sein. Die Richter forderten eine ärztliche Bescheinigung, "welche nachvollziehbare Befundtatsachen sowie eine Diagnose enthält". Die Maskenpflicht diene vor allem dem Schutz der Mitschüler und Mitarbeiter an den Schulen.

    Bei der Überschreitung des Corona-Wertes von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen kann in Bayern die generelle Maskenpflicht an Grundschulen verhängt werden. Allerdings hält zum Beispiel die Stadt München trotz Kritik daran fest, Grundschüler von der Maskenpflicht zu befreien.

    16.44 Uhr: Auch Giffey rät zu Verzicht auf Halloween-Klingeltouren

    Nach dem Verband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zu Halloween auf die beliebten Klingeltouren zu verzichten. "In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln – dafür ist aktuell nicht die Zeit", sagte Giffey der "Welt". Das Risiko, dabei das Coronavirus zu übertragen sei zu groß. Ganz ausfallen müsse das vor allem bei Kindern beliebte Fest am Abend des 31. Oktober ja nicht, sagte Giffey: "Zu Hause, in einem kleinen Kreis, kann das Verkleiden und Naschen auch Spaß machen."

    16.38 Uhr: 1.503 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    Seit gestern wurden in Bayern 1.503 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus registriert. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Damit gab es seit Beginn der Pandemie 91.697 Coronafälle in Bayern. Vier Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, sind seit gestern gestorben. Somit sind es bayernweit inzwischen 2.744 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in ganz Bayern bei 88,31. Die höchste 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner haben in Bayern der Landkreis Rottal-Inn (279,01), das Berchtesgadener Land (236,95) und die Stadt Weiden (205,88).

    16.34 Uhr: Landkreis Berchtesgadener Land will Allgemeinverfügung bald lockern

    Der Landkreis Berchtesgadener Land will die Allgemeinverfügung zu der seit vergangenen Dienstag bestehenden Ausgangsbeschränkung überprüfen und anpassen. Sie soll in dieser Form nicht mehr verlängert werden. Voraussetzung dafür sei jedoch das weitere Absinken der Inzidenzzahl, so Landrat Bernhard Kern gegenüber dem BR: "Ab 3.11. gibt es eine veränderte Allgemeinverfügung, aber nicht mit den Restriktionen, die jetzt in der Allgemeinverfügung drin stehen." Am kommenden Mittwoch will der Corona-Koordinierungsstab im Landratsamt eine Abstimmung der Allgemeinverfügung vornehmen.

    Kern geht davon aus, dass die Inzidenzzahl bis zum Beginn der Herbstferien nach unten geht. Er appellierte trotzdem an die Solidarität und das Miteinander der Bürger im Landkreis, sich noch eine Woche an die strikten Bestimmungen zu halten. Der Landrat möchte erreichen, dass die Kitas und Kindergärten im Landkreis am 3.11. mit einem Sicherheitskonzept wieder öffnen können und nach den Herbstferien ab 9. November die Schulen des Landkreises.

    16.08 Uhr: Mehr als 10.300 neue Fälle in den Niederlanden

    Die niederländischen Gesundheitsbehörden haben 10.343 neue Infektionsfälle bekannt gegeben, das ist ein neuer Höchststand. Insgesamt seien damit bisher mehr als 300.000 Fälle registriert worden, hieß es.

    15.48 Uhr: Nürnberg sagt Christkindlesmarkt ab

    Angesichts der schnell steigenden Corona-Fallzahlen hat die Stadt Nürnberg den Christkindlesmarkt abgesagt. Nach langer Abwägung und zum Schutz der Bevölkerung sei man zu Schluss gekommen, den Christkindlesmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Nürnberg bewege sich in Richtung des Schwellenwerts von 100 und mehr Infektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Aktuell betrage der Wert nach der Corona-Ampel des Bayerischen Gesundheitsministeriums 76,01. Vor diesem Hintergrund sei es ein falsches Signal, den Christkindlesmarkt zu veranstalten, so König. Das Marktamt hatte zwar ein Hygienekonzept erarbeitet, "dennoch können wir eine zusätzliche Ansammlung von vielen Tausend Menschen in der Innenstadt nicht verantworten", bedauerte König die Absage.

    15.46 Uhr: Huml wirbt um Verständnis für Lockdown im Kreis Rottal-Inn

    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat bei den Menschen im Landkreis Rottal-Inn um Verständnis für die Ausgangsbeschränkungen sowie Schul- und Kita-Schließungen geworben. Die Einschränkungen seien notwendig, um Infektketten durchbrechen zu können, sagte Huml in Pfarrkirchen. Und dazu sei es eben nötig, dass man sich weniger begegne und Kontakte beschränke.

    "Ich bin mir bewusst, dass es für die Bevölkerung immer Einschnitte sind", sagte Huml. Aber es sei nun notwendig, zu handeln. "Das Virus kann nur gemeinsam in die Schranken gewesen werden", betonte sie.

    Der Landrat von Rottal-Inn, Michael Fahnmüller (CSU) erklärte den starken Fall-Anstieg auch mit der Nähe zu Österreich. Dort seien etwa anders als in Bayern große Feste möglich gewesen.

    Im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn dürfen die Menschen ihre Wohnung von Dienstag 00.00 Uhr an nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, ebenso Restaurants. Veranstaltungen werden abgesagt.

    15.28 Uhr: China meldet weitere 26 Infizierte in Xinjiang

    Nach einem neuen Ausbruch des Coronavirus in der westchinesischen Region Xinjiang haben die Behörden weitere Infektionen gemeldet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde das Virus bei 26 weiteren Menschen in der Stadt Kashgar nachgewiesen. Keine der positiv getesteten Personen habe Symptome wie Husten oder Fieber. 

    Die Behörden in Xinjiang hatten am Sonntag die höchste Alarmstufe im öffentlichen Gesundheitswesen ausgerufen, nachdem zunächst 137 Menschen ohne Symptome positiv auf Corona getestet worden waren. Sämtliche Bewohner der Millionenstadt Kasghar sollten getestet werden.

    Mit strengen Maßnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus derzeit offenbar weitgehend unter Kontrolle. Es gab lediglich vereinzelt lokal begrenzte Ausbrüche, die schnell wieder eingedämmt wurden. So testete vor einigen Wochen auch die Küstenstadt Qingdao im Osten des Landes nach einem Ausbruch die gesamte Bevölkerung von knapp zehn Millionen Einwohnern.

    15.15 Uhr: Bayerns Polizei rügt 1.820 Maskenmuffel

    Bei einer landesweiten Schwerpunktkontrolle zur Maskenpflicht wegen Corona am vergangenen Freitag hat die bayerische Polizei 1.820 Verstöße festgestellt. Das teilte das bayerische Innenministerium am Montag mit. "Auch wenn die weit überwiegende Mehrheit vorbildlich ist, sind immer noch viel zu viele Maskenmuffel unterwegs", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Polizei werde deshalb ihre verstärkten Maskenkontrollen bis auf weiteres fortsetzen.

    Am Freitag hatten rund 2.000 Beamte schwerpunktmäßig kontrolliert, ob die Bevölkerung ihrer Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa im öffentlichen Nahverkehr oder - in Gegenden mit zahlreichen Corona-Fällen - auf öffentlichen Plätzen nachkommt. Bei einer ähnlichen Kontrollaktion im Frühjahr waren noch 3.000 Verstöße aufgefallen.

    Die Maskenmuffel wurden entweder bei der zuständigen Kreisverwaltung angezeigt, erhielten ein Bußgeld von bis zu 250 Euro oder - in milderen Fällen - eine Verwarnung. In neun Fällen kam der Verdacht auf, dass Menschen gefälschte Atteste vorlegten, um auf eine Maske verzichten zu können.

    15.08 Uhr: 50 Festnahmen bei Demos von Maskenverweigerern in Berlin

    Bei den Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin hat es am Sonntag insgesamt 50 Festnahmen gegeben, wie die Berliner Polizei nun mitteilte. Demnach wurden 64 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.

    Außerdem stellten die Beamten in 71 Fällen Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Im Zusammenhang mit den Versammlungen wurden 18 Polizisten verletzt. Ein Beamter wurde von einem Demonstranten i ndie Hand gebissen, er kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

    15.02 Uhr: Nürnberger Messe "Biofach" soll 2021 nur digital stattfinden

    Die "Biofach", Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, soll im kommenden Jahr nur digital stattfinden. Damit reagiere die Nürnberg Messe auf die Entwicklungen der Corona-Pandemie, heißt es in einer Pressemitteilung. Somit gibt es das Messeangebot von 17. bis 19. Februar 2021 nur online. Das betrifft auf die Naturkosmetik-Messe Vivaness, die Zeitgleich stattfindet.

    Die vorige "Biofach"-Messe fand einen Monat vor dem Lockdown statt. Seitdem gab es in Nürnberg nur noch Online-Messen. Das Angebot der "Biofach" reicht von Molkereiprodukten, über Hülsenfrüchte, Obst, Süßwaren bis hin zu Getränken.

    14.48 Uhr: Spahn hat "Erkältungssymptome"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es einer Sprecherin zufolge weiterhin "den Umständen entsprechend gut". Er habe nach wie vor Erkältungssymptome, die aber nicht schlimmer geworden seien. Spahn wurde vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet.

    14.30 Uhr: Merkel berät am Mittwoch mit Länderchefs über "ernste" Lage

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Mittwoch zusammen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Die Videokonferenz sei für 13.00 Uhr angesetzt, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert.

    Seibert sagte, der drastische Anstieg der Corona-Neuinfektionen führe "zu einer in vielerlei Hinsicht ernsten Situation". So nehme der Anteil der älteren Infizierten wieder zu, die Nachverfolgung der Kontakte sei in vielen Kommunen nicht mehr möglich. Die Krankenhäuser verzeichneten eine Zunahme von Covid-Erkrankten, auch auf Intensivstationen. Seibert erinnerte an den eindringlichen Appell von Kanzlerin Angela Merkel: "Es liegt in unserer Verantwortung, wie sich die Zahlen entwickeln."

    Seibert sagte, es müsse jetzt darum gehen, die Infektionszahlen zu stabilisieren. Allen sei bewusst, dass jeder Tag zähle, so Seibert, "also rechne ich auch mit Beschlüssen", sagte er zu dem geplanten Treffen. Details wollte Seibert noch nicht nennen.

    14.16 Uhr: Bundesregierung will Wachstumsprognose anheben

    Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr einem Medienbericht zufolge trotz der hohen Corona-Neuinfektionszahlen leicht anheben. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erwartet das Wirtschaftsministerium in der neuen Herbstprognose einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von 5,5 Prozent. Anfang September hatte das Haus von Minister Peter Altmaier (CDU) noch ein Minus von 5,8 Prozent vorhergesagt. Ende April war sogar mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 6,3 Prozent gerechnet worden.

    Altmaier stellt die Prognose an diesem Mittwoch in Berlin vor. Er hatte schon deutlich gemacht, die Prognose auch für das Wachstum im kommenden Jahr stehe unter dem Vorbehalt, wie sich die Corona-Krise entwickelt und ob es gelinge, die hohe Zahl der Neuinfektionen senken zu können. Laut Zeitung erwartet die Bundesregierung 2021 weiterhin eine spürbare Erholung und bleibt bei ihrer bisherigen Vorhersage von plus 4,4 Prozent.

    Die Politik will einen erneuten flächendeckenden Lockdown wie im Frühjahr unbedingt verhindern, also ein Herunterfahren des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. Dies hatte im Frühjahr zu einem Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt.

    14.05 Uhr: Stimmung deutscher Unternehmen verschlechtert sich

    Die steigenden Corona-Infektionszahlen verunsichern die Wirtschaft. Erstmals seit Mai verschlechterte sich die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen wieder, wie das Ifo-Institut mitteilte. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Oktober sank von 93,2 Punkten auf 92,7 Punkte. "Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten", erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Im April war der Index wegen der Corona-Krise auf ein historisches Tief von 74,2 Punkten gestürzt. Im Mai setzte die Erholung ein, "der zuletzt aufgekommene Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat aber einen merklichen Rückschlag erhalten", kommentierte Fuest nun.

    VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann erklärte, die zweite Welle der Corona-Pandemie gefährde die positive Entwicklung, die sich in den Unternehmen abzeichne. "Wir erwarten deshalb von der Kanzlerin, dass sie einen Lockdown klipp und klar ausschließt", forderte er. Denn ein Lockdown "würde sich auf die Wirtschaft verheerend auswirken", warnte Brodtmann.

    Der Mittelstandsverband fürchtet eine Pleitewelle spätestens nach der kommenden Bundestagswahl. Er erwarte eine starken Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und einen "massiven Verlust von Arbeitsplätzen", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, der "Augsburger Allgemeinen".

    13.58 Uhr: Schweizer Regierung kündigt andauernde Einschränkungen an

    Die Schweizer Regierung hat angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus weitere Schritte zur Eindämmung der Pandemie angekündigt. Innenminister Alain Berset stimmte die Bevölkerung angesichts der stark steigenden Fallzahlen zudem auf lange andauernde Einschränkungen ein. "Was wir jetzt vorbereiten, wird für sehr lange halten müssen voraussichtlich", sagte der Minister im Kanton Waadt. "Wir entscheiden am Mittwoch für die nächsten Wochen und Monate." Die Schweiz gehöre in Europa derzeit zu den am schlimmsten betroffenen Ländern, sagte Berset und mahnte, Abstandsregeln und Maskenpflicht einzuhalten. "Die Leute müssen sich an die Regeln halten."

    Seit Freitag haben sich in der Schweiz dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zufolge 17.440 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - im Schnitt jeweils 5.813 Personen in den letzten drei Tagen. Am Freitag war mit 6.634 ein neuer Höchststand an Ansteckungen gemeldet worden. Insgesamt sind in der Schweiz seit Beginn der Pandemie 121.093 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 1.914 sind an oder mit Covid-19 gestorben.

    12.51 Uhr: Länderchefs diskutieren einheitlichere Corona-Regeln

    Angesichts steigender Infektionszahlen rückt im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Freitag eine stärker bundesweit abgestimmte Corona-Eindämmung in den Blick. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte im ARD-"Morgenmagazin", bisher habe man regional Maßnahmen bestimmt, die zum Infektionsgeschehen passen: "Aber jetzt sind wir in der Tat in einer Lage, in der in ganz Deutschland die Zahlen steigen. Und deswegen ist es gut, dass wir auch noch mal bundesweit auf die Regeln gucken und überlegen, ob es noch weitere Maßnahmen geben muss."

    Saar-Regierungschef Tobias Hans (CDU) sagte im Deutschlandfunk, ein neuer Lockdown könne nur vermieden werden, "wenn wir jetzt konzertiert als Bundesländer mit dem Bund zusammen klare Maßstäbe, die für jeden transparent sind, festlegen". Es habe zwar keinen Sinn, wegen einer hohen Neuinfektionszahl-Zahl im Saarland einen sächsischen Kreis in den Stillstand zu bringen. Es solle aber jeder nachschauen können: "Ist dieser Landkreis rot, gelb oder grün?" - und Sicherheit haben, dass jeweils gleiche Maßnahmen gelten.

    12.43 Uhr: EU fährt Treffen in Brüssel herunter

    Wegen der steigenden Corona-Infektionen in Brüssel schränkt der deutsche EU-Vorsitz die Vorbereitungstreffen von Experten der Mitgliedstaaten deutlich ein. Nur noch "essentielle Treffen, die für das Funktionieren der EU oder zur Koordinierung der Covid-19-Krisenreaktion notwendig sind", könnten "weiterhin persönlich stattfinden", sagte ein Sprecher der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Wegen fehlender technischer Möglichkeiten müssen auch "virtuelle Sitzungen" auf "prioritäre Themen" beschränkt werden.

    "Die zweite Welle der Corona-Pandemie trifft die EU-Hauptstadt Brüssel derzeit mit voller Härte", sagte der Sprecher. "Die Infektionszahlen in Brüssel gehören mit zu den höchsten in ganz Europa." Die Einschränkungen würden gelten, "solange es die Pandemielage in Brüssel erfordert".

    Im EU-Rat finden jede Woche normalerweise dutzende Treffen von Experten der Mitgliedstaaten statt. Sie bereiten Entscheidungen der EU und die Sitzungen der Minister vor.

    12.32 Uhr: Mehr als 18.000 Neuinfektionen in Belgien an einem Tag

    Das von der Corona-Pandemie schwer betroffene Belgien meldet einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Für Dienstag voriger Woche (20. Oktober) belaufe sich die Zahl nach neuen Berechnungen auf 18.217, sagte der Sprecher des Krisenzentrums, Yves van Laethem, vor der Presse in Brüssel. Der Wert für den 20. Oktober war am Wochenende zunächst mit 15.432 angegeben worden.

    Zum Vergleich: In Deutschland, das mehr als siebenmal so viele Einwohner wie Belgien hat, hatte das Robert Koch-Institut den bisher höchsten Tageswert am Samstag mit 14.714 gemeldet, worin Nachmeldungen enthalten sein könnten. Für Belgien bezifferte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro Tag für den Zeitraum vom 16. bis 22. Oktober auf 12.491, ein Anstieg um 44 Prozent zur Vorwoche.

    Bisher sind in dem 11,5 Millionen-Einwohner-Land 10.810 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. In Deutschland waren es bis Montag 10.056. Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hat Belgien mit 94 Corona-Toten pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Todesraten weltweit.

    12.19 Uhr: CDU verschiebt Parteitag

    Die CDU hat angesichts der Corona-Lage ihren für den 4. Dezember geplanten CDU-Bundesparteitag in Stuttgart abgesagt. Stattdessen soll nun der Bundesvorstand am 14. Dezember über die rechtlichen Möglichkeiten etwa für einen digitalen Parteitag entscheiden, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach Sitzungen von Präsidium und Bundesvorstand. "Es besteht Einigkeit darüber, dass ein Präsenzparteitag die beste Variante wäre", fügte Ziemiak hinzu. Ob dieser möglich sei, solle auf der CDU-Vorstandsklausur Mitte Januar entschieden werden. Denkbar sei auch ein digitaler Parteitag mit anschließender Briefwahl.

    12.07 Uhr: Kliniken wollen nicht dringliche Operationen verschieben

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen stellen sich die Krankenhäuser in Deutschland darauf ein, planbare Operationen zu verschieben. Es sei damit zu rechnen, dass "nicht notfallmäßige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenhäusern wieder verschoben werden müssen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der "Augsburger Allgemeinen".

    Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen "besorgniserregend". "Wir wissen aus dem Frühjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsläufig stationäre Behandlungsfälle folgen." Damals habe jeder siebte Corona-Infizierte mit einem zeitlich verzögertem Abstand im Verlauf der Krankheit stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen.

    Zudem müsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freigehalten werden müsse. "Anders als im Frühjahr wird es aber keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben", fügte Baum hinzu. Insbesondere die überregionale Versorgung großer Kliniken für wichtige Eingriffe solle gewährleistet bleiben.

    11.45 Uhr: Merkel nennt Corona-Lage "dramatisch"

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach einem Medienbericht ihre große Sorge wegen der hohen Corona-Infektionszahlen auch in den CDU-Gremien deutlich gemacht. Der Anstieg müsse dringend gestoppt werden, mahnte sie nach Informationen der "Bild". Die Situation sei "hochdynamisch" und "dramatisch". Deutschland könne demnach bald in eine "schwierige Lage" kommen, wenn es um Intensivbetten gehe.

    Auch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) äußerte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in den CDU-Gremien sehr skeptisch, was das Infektionsgeschehen angeht. Die Zahlen stiegen zu schnell, machte er nach Angaben aus Teilnehmerkreisen deutlich.

    Die Gesundheitsämter meldeten 8.685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen mitteilte. Am Montag vor einer Woche hatte diese Zahl etwa halb so hoch bei 4.325 gelegen. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen sonntags und montags niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird.

    10.57 Uhr: Polizeigewerkschaft GdP beklagt "Gereiztheit"

    Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Menschen zu mehr Eigenverantwortung aufgerufen. "Wir merken immer wieder, wie gereizt die Gesellschaft im Augenblick ist", sagte GdP-Vize Jörg Radek "Rheinischen Post". "Bei der kleinsten Gereiztheit wird nach der Polizei gerufen." Jeder Kneipenwirt könne selbst ein Verbot aussprechen, wenn sich ein Gast nicht an die Sperrstunde halte oder die Corona-Liste nicht korrekt ausfülle. Er müsse nicht sofort die Polizei benachrichtigen. "Ich vermisse hier mehr Eigenverantwortung", unterstrich Radek. Dazu zähle auch, dass sich jeder an die Corona-Auflagen halte. Radek forderte zugleich von der Verwaltung, widerspruchsfreie Auflagen zu formulieren. Sonst werde die Arbeit der Polizei "unnötig erschwert".

    10.48 Uhr: Niederlage nach Corona-Fehltest: Würzburg legt keinen Einspruch ein

    Trotz fehlerhafter Corona-Tests wollen die Würzburger Kickers keinen Einspruch gegen die 1:3-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga beim Hamburger SV einlegen. "Vor allem in der jetzigen Situation, nicht nur in unserem Land, würde ein Einspruch bzw. eine Klage nicht unseren Werten und der DNA unseres Vereins entsprechen", sagte Vorstandschef Daniel Sauer in einer Mitteilung vom Montag.

    10.40 Uhr: Mehrheit der Deutschen würde sich gegen Corona impfen lassen

    Etwa 70 Prozent der Deutschen würden sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gegen das Corona-Virus impfen lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt. Dies ergebe sich aus einer Befragung im Juni und Juli. Rund die Hälfte wäre auch für die Einführung einer Impfpflicht. Ein Zwang, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, könnte laut DIW eine Alternative zu anderen Zwangsmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Sperrstunden sein.

    10.00 Uhr: In Tschechien drohen weitere Corona-Einschränkungen

    Trotz Ausgangsbeschränkungen bleiben die Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einem dramatisch hohen Niveau. Am Sonntag kamen 7.301 bestätigte Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Montag bekanntgab. Das war die höchste Zahl an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. An Wochenenden wird grundsätzlich weniger getestet. Die Zahl der seit März registrierten Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf mehr als 2.200. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Regierungschef Andrej Babis schwor die Bevölkerung in einem Social-Media-Video auf weitere Einschränkungen und eine Verlängerung des Notstands ein.

    09.55 Uhr: Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. "Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird," so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

    09.23 Uhr: CDU-Chefin wegen Pandemie für Verschiebung von Parteitag

    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schlägt dem Präsidium nach Informationen von Reuters vor, den am 4. Dezember geplanten Parteitag wegen der Pandemie zu verschieben. Es solle am 16. Januar erneut entschieden werden, ob und wann ein Bundesparteitag stattfinden könne. Wenn dann die Corona-Lage immer noch unüberschaubar sei, müsse man über eine Briefwahl nachdenken.

    09.08 Uhr: Infektionen in Frankreich könnten auf 100.000 pro Tag ansteigen

    In Frankreich könnte die Pandemie bis auf 100.000 Neuinfektionen pro Tag anwachsen, warnt der Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der die französische Regierung berät. "Es wird wahrscheinlich mehr als 50.000 Fälle pro Tag geben", sagt Jean-François Delfraissy dem Sender RTL. "Wir vermuten (...) , dass es mehr in die Richtung von 100.000 pro Tag gehen wird."

    08.50 Uhr: In Russland über 17.000 Neuinfektionen

    Die Zahl der Corona-Infektionen steigt laut russischen Behörden binnen 24 Stunden um 17.347. Davon wurden allein in Moskau 5224 Fälle erfasst. Die Zahl der Todesfälle steigt um 219 auf insgesamt 26.269.

    07.48 Uhr: Erste Erfolge bei Impfstoff von Uni Oxford

    Erste Ergebnisse von Tests einer von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelten Corona-Schutzimpfung sind nach einem Bericht der "Financial Times" erfolgsversprechend verlaufen. Bei älteren Menschen, der Gruppe mit dem höchsten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sei eine "robuste Immun-Reaktion" entstanden, berichtet das Blatt.

    07.36 Uhr: Lockdown im australischen Corona-Hotspot Victoria endet am Mittwoch

    Der Bundesstaat Victoria im Südosten Australiens hebt nach Monaten seinen strikten Corona-Lockdown auf. Ab Mittwoch dürften in der Hauptstadt Melbourne und den anderen Teilen der Region Geschäfte, Bars, Cafés und Restaurants wieder öffnen, teilte Regionalregierungschef Daniel Andrews mit. Auch dürfen die Bürger wieder uneingeschränkt ihre Häuser verlassen.

    Die strengen Auflagen galten seit Anfang August. Jedoch dürfen sich die 4,9 Millionen Einwohner Victorias weiterhin nur maximal 25 Kilometer von ihren Häusern entfernen - diese Regel wird erst am 8. November aufgehoben. Am Montag hatte der Bundesstaat zum ersten Mal seit dem 9. Juni keine Neuinfektion registriert.

    07.29 Uhr: Corona-Krise drückt Ölpreis auf Drei-Wochen-Tief

    Aus Furcht vor einem erneuten Nachfrage-Rückgang ziehen sich Anleger am Montag aus dem Rohölmarkt zurück. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee fällt um gut zwei Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 40,87 Dollar je Barrel. "Der Anstieg der Corona-Infektionen und neue Restriktionen in Europa lasten auf der Stimmung, schreiben die Analysten der ING Bank.

    07.10 Uhr: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt, Halloween ausfallen zu lassen

    "Süßes, sonst gibt's Saures!" - das bei Kindern beliebte Um-die-Häuser-Ziehen an Halloween wird von vielen Experten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr kritisch gesehen. "Die ganz klare Empfehlung ist, den Brauch in diesem Jahr ausfallen zu lassen", sagt Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Vor Corona zogen viele Kinder ziehen in Gruppen verkleidet von Tür zu Tür, um Süßigkeiten zu sammeln. In diesem Jahr dürften die Straßen leerer sein, denn die Corona-Krise zwingt viele Familien zum Umdenken. "Man weiß ja auch gar nicht, wer da die Tür aufmacht. Eventuell ist es eine Person aus der Gruppe der Risikopatienten", sagt Maske. Das Risiko einer Ansteckung sei einfach zu hoch.

    06.53 Uhr: Jens Spahn: Noch 7,4 Millionen Grippe-Impfdosen verfügbar

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist Beschwerden über einen akuten Mangel an Grippe-Impfdosen entgegengetreten. Insgesamt seien für diese Grippesaison 26,675 Millionen Impfdosen beschafft worden. "Davon stehen noch 7,4 Millionen Dosen bereit, um in den kommenden Wochen bis Jahresende ausgeliefert zu werden", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). "Wir rechnen damit, dass weitere Impfstoffdosen im Großhandel, in den Apotheken und in Arztpraxen lagern. Das sollte reichen, um die große Nachfrage nach Grippeimpfungen zu befriedigen. Spahn hatte angesichts der Corona-Pandemie mehrfach an die Bürger appelliert, sich in diesem Jahr verstärkt gegen Influenza impfen zu lassen, damit es in Herbst und Winter nicht gleichzeitig zu vielen Grippe- und Corona-Fällen kommt.

    06.39 Uhr: Kampf gegen Corona: Viele EU-Staaten setzen neue Auflagen in Kraft

    Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle treten am Montag vielerorts in Europa neue Beschränkungen in Kraft. So müssen in Italien landesweit künftig alle Restaurants und Bars um 18.00 Uhr für Gäste schließen. Auch Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen. Ein Großteil der italienischen Gymnasialschüler wird vorerst online unterrichtet. Auch in der Slowakei müssen Schüler ab der fünften Schulstufe auf Online-Unterricht umsteigen.

    06.30 Uhr: Studenten sehen schlechtere Berufschancen wegen Corona

    Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werfen einer Umfrage zufolge auch die beruflichen Pläne vieler Studenten über den Haufen. So gehen mehr als 40 Prozent davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in den vergangenen Monaten verschlechtert haben, heißt es in der neuen "Studierendenstudie" des Beratungsunternehmens EY. Ein gutes Viertel hat seine Pläne schon geändert und will nun zum Beispiel länger studieren, die Branche wechseln oder sich doch lieber nicht selbstständig machen. Zwar seien 79 Prozent der Befragten trotz allem immer noch zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrer aktuellen persönlichen Situation, heißt es weiter. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung 2018 sei das aber ein deutlicher Rückgang.

    06.23 Uhr: In den USA mindestens 60.413 neue Corona-Fälle

    In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 60.413 auf rund 8,67 Millionen. Demnach sind mindestens 333 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Corona-Toten erhöht sich demnach auf mindestens 225.313.

    05.54 Uhr: Kleine Roboter helfen in Japan bei Corona-Einsamkeit

    Kleine Roboter erfreuen sich in Japan während der Corona-Pandemie wachsender Nachfrage als Ersatz für zwischenmenschlichen Kontakt. So kauften immer mehr Japaner für ihre oft weit entfernt in der Provinz lebenden Eltern, die sie aus Sorge vor einem Ansteckungsrisiko derzeit nicht besuchen könnten, mechanisches Spielzeug wie Sonys Roboterhund Aibo, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Dank der Spielzeuge könnten sie sicherstellen, dass die Eltern wohlauf seien. So hatte Sony die neueste Version von Aibo so konzipiert, dass der Roboterhund im Haushalt auf Patrouille gehen kann. Besitzer können Bereiche im Haus festlegen, auf die Aibo zu bestimmten Zeiten aufpassen soll.

    05.16 Uhr: RKI: 8.685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8.685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4.325 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

    Mehr dazu: "RKI meldet 8.685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland"

    05.01 Uhr: Handelsverband fordert dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer

    Der Handelsverband HDE fordert angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer. "Die Rückkehr zu den alten Sätzen zum Jahreswechsel ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll", sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, der Zeitung "Welt". Derzeit würden viele Kunden die Innenstädte und den Einkaufsbummel meiden, um Kontakte zu reduzieren. Deshalb brauche der Konsum weiterhin eine Stütze. "Die gesenkten Sätze sollten so lange beibehalten werden, bis die Pandemie zuverlässig überwunden ist", sagte Genth.

    04.44 Uhr: Trotz Corona-Rekordzahlen: Trump spricht von Wende im Kampf gegen das Virus

    US-Präsident Donald Trump spricht neun Tage vor den Präsidentschaftswahlen trotz steigender Fallzahlen erneut von einer Wende im Kampf gegen das Coronavirus. "Es gibt keine Nation auf der Welt, die sich so erholt hat wie wir", sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Flughafen in New Hampshire am Sonntag (Ortszeit). "Wir sind über den Berg, wir haben die Impfstoffe, wir haben alles. Auch ohne die Impfstoffe haben wir die Wende geschafft", sagte Trump vor jubelnden Anhängern, von denen viele keine Schutzmasken trugen oder den empfohlenen Abstand zueinander einhielten. Die Vereinigten Staaten meldeten in den vergangenen zwei Tagen - mit etwa 84.000 am Freitag und über 79.000 am Samstag - die höchste Anzahl neuer Covid-19-Fälle. Allein 29 US-Bundesstaaten verzeichneten Rekordwerte.

    00.47 Uhr: Slowakei beendet erste Phase der Corona-Massentests

    In der Slowakei ist am Sonntagabend die erste Phase einer beispiellosen Testung fast der gesamten slowakischen Bevölkerung auf das Coronavirus zu Ende gegangen. Seit Freitag wurden unter der Regie des Verteidigungsministeriums in vier besonders stark betroffenen Bezirken an der Grenze zu Polen alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. An den beiden nächsten Wochenenden soll der Rest des Landes folgen - immerhin rund fünf Millionen Menschen. Die Regierung in Bratislava sieht dieses Projekt als Beispiel, dem auch andere Länder Europas folgen könnten.

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