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Portugal hat wegen steigender Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus neue Einschränkungen für die Hauptstadt Lissabon erlassen. Nicht notwendige Reisen in und aus der Hauptstadtregion sind von Freitagabend bis Montagmorgen verboten.

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Lissabon wegen Ausbreitung der Delta-Variante abgeriegelt

Portugal hat wegen steigender Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus neue Einschränkungen für die Hauptstadt Lissabon erlassen. Nicht notwendige Reisen in und aus der Hauptstadtregion sind von Freitagabend bis Montagmorgen verboten.

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In Lissabon in Portugal geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen heftig nach oben und die Stadt wird nun übers Wochenende abgeriegelt. "Dies ist eine zusätzliche Maßnahme, die nicht vorgesehen war, die die Regierung aber ergriffen hat, um den Anstieg der Inzidenz im Großraum Lissabon einzudämmen", sagte Regierungssprecherin Mariana Vieira da Silva.

Von Freitagnachmittag (16.00 MESZ) bis Montagmorgen (06.00 MESZ) dürften die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, so die Sprecherin. Auswärtige dürften nur in Ausnahmefällen einreisen.

Dreiviertel aller Neuinfektionen in Hauptstadt-Region

Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1.233). In der "Area Metropolitana" Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

Am Mittwoch war in Portugal mit 1.350 neuen Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden die höchste Fallzahl seit Ende Februar festgestellt worden.

Reise-Beschränkung soll Delta-Variante aufhalten

In Lissabon breite sich derzeit die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Mariana Vieira da Silva.

"Es ist nicht leicht, solche Maßnahmen zu ergreifen, aber uns erschienen sie unerlässlich, damit die Lage, die in Lissabon derzeit herrscht, nicht auf das ganze Land übergreift." Mariana Vieira da Silva, Regierungssprecherin

Diskussion über neuen Lockdown

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hatte am Wochenende einen möglichen weiteren Lockdown trotz der Ausbreitung der Delta-Variante vehement abgelehnt. Die Ansteckungsrate allein rechtfertige keine drastischen Einschränkungen, solange die Zahl der Krankenhauseinweisungen noch weit unter dem Höchststand vom Winter liege, sagte er. Regierungschef António Costa äußerte sich vorsichtiger: "Niemand kann garantieren, dass wir nicht zum Lockdown zurück müssen."

Nur in Portugal und Spanien steigt die Inzidenz

Der einstige Hotspot Portugal hatte im Winter erfolgreich gegen Corona gekämpft und im Frühjahr zeitweilig mit die niedrigsten Werte Europas aufgewiesen. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie war deshalb am 1. Mai nach fünfeinhalb Monaten zu Ende gegangen, zudem sind inzwischen rund ein Viertel der knapp zehn Millionen Portugiesen vollständig geimpft.

Die landesweite 14-Tage-Inzidenz stieg jedoch nach Angaben der EU-Behörde ECDC innerhalb weniger Wochen von 55 auf 87. Neben Portugal verzeichnet in der EU derzeit nur noch Spanien einen Anstieg der Neuinfektionen. Dort erhöhte sich die Zahl der wöchentlichen Neuansteckungen im Vergleich zur Vorwoche um 21 Prozent, in Portugal lag der Zuwachs bei 38 Prozent.

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Portugals Hauptstadt wird wegen rasant gestiegener Corona-Neuinfektionen über das Wochenende abgeriegelt. Wer nicht zwingend reisen muss, darf Lissabon und Umgebung bis Montag früh nicht verlassen. Auch Einreisen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt.

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