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Corona-Ausbruch bei Tönnies: Gütersloh und Warendorf im Lockdown | BR24

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In zwei Landkreisen hat die nordrhein-westfälische Landesregierung nun also doch einen Lockdown verhängt: Inzwischen haben sich mehr als 1.550 Mitarbeiter beim Großschlachter Tönnies mit Corona infiziert.

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Corona-Ausbruch bei Tönnies: Gütersloh und Warendorf im Lockdown

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischwerk Tönnies verhängen die Behörden einen Lockdown für den Kreis Gütersloh und den Nachbarkreis Warendorf. In beiden Regionen gibt es nun wieder Kontaktbeschränkungen sowie geschlossene Schulen und Kitas.

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Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die NRW-Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh und auch im Nachbarkreis Warendorf massiv ein.

Auch Warendorf schließt wieder Schulen und Kitas

Im öffentlichen Raum dürfen sich die Bewohner eine Woche lang nur noch mit Personen des eigenen Hausstands bewegen oder zu zweit. Außerdem werden Museen, Kinos, Fitnessstudios, Hallenschwimmbäder und Bars geschlossen, wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mitteilte. Der Kreis Warendorf werde von Donnerstag an zudem alle Schulen und Kitas schließen - in Gütersloh sind sie bereits zu.

Schwellenwert für Neuinfektionen überschritten

Grund für den Schritt ist der Corona-Massenausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies. Beim Schlachtbetrieb des Marktführers im westfälischen Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh hatten sich mehr als 1.550 Beschäftigte nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Viele von ihnen leben im Nachbarkreis Warendorf - deshalb war auch dort am Dienstag ein wichtiger Schwellenwert für Neuinfektionen überschritten worden.

Wenige Stunden zuvor hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) noch angekündigt, die Einschränkungen für den Kreis Warendorf würden "nicht flächendeckend" sein, sondern nur für Orte gelten, die an den Kreis Gütersloh grenzen. Auch Warendorfs Landrat Olaf Gericke (CDU) hatte noch am Morgen betont, ein Lockdown im Kreis sei nicht nötig.

Lockdown zunächst bis Ende des Monats

Der Lockdown gilt zunächst für eine Woche. Bis zum 30. Juni erwartet die Landesregierung Klarheit, inwieweit sich das Virus womöglich auch bei Menschen, die nicht bei Tönnies arbeiten, ausgebreitet hat.

Laumann bat die betroffenen Bewohner der Kreise um Verständnis. "Ohne die Maßnahmen wären die Belastungen am Ende womöglich um ein Vielfaches höher – in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, in den benachbarten Kreisen und Städten sowie in den anderen Teilen unseres Landes", sagte er.

Bayern sperrt Hotels für Gäste aus Risikogebieten

Wegen des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh hat Bayern nun die Beherbergung von Menschen untersagt, die von dort und aus anderen akuten Corona-Risikogebieten einreisen. Wie Staatskanzleichef Herrmann sagte, dürfen Hotels und Pensionen im Freistaat künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Kreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt.

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