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Angela Merkel

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    Öffnungsstrategie: Merkel setzt auf umfassende Schnelltests

    Bundeskanzlerin Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests. "Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden", sagte sie der FAZ.

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    • BR24 Redaktion

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf umfassende Schnelltests. Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Regierungschefs der Bundesländer beraten werden. "Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein", sagte sie im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAZ).

    Merkel betonte, grundsätzlich könne ein Schnelltest zeigen, "dass jemand an genau dem Tag nicht infiziert ist, oder umgekehrt, dass jemand, obwohl noch symptomlos, bereits infiziert und auch ansteckend ist." Alle Menschen mit Symptomen sollten ohnehin PCR-Tests machen.

    Merkel über Astrazeneca-Impfstoff: "Zuverlässig, wirkungsvoll und sicher

    Die Kanzlerin versprach zudem, die Corona-Impfungen würden sich jetzt immer weiter beschleunigen. "Wir sprechen im Augenblick darüber, wie es logistisch gelingt, in einer Woche 7,5 bis 9,5 Millionen Dosen zu verimpfen." Die Impfzentren schafften das nicht allein. Dazu würden noch niedergelassene Ärzte gebraucht.

    Mit Blick auf Zweifel am Mittel von Astrazeneca sagte Merkel, dies sei "ein zuverlässiger Impfstoff, wirkungsvoll und sicher". Er sei durch die Europäische Medizinagentur zugelassen und in Deutschland für Menschen unter 65 Jahren empfohlen.

    Angela Merkel warnt vor dritter Welle

    Merkel fürchtet jedoch eine dritte Corona-Welle und will deshalb nur behutsam aus dem Lockdown. "Wir können darüber nachdenken, wie schrittweise Öffnungen aussehen könnten", sagte sie der "FAZ". Ohne die hoch ansteckenden Mutationen wäre das vergleichsweise einfach möglich. Nun komme man aber in "eine neue Phase der Pandemie, aus der eine dritte Welle entstehen kann". Man müsse also klug vorgehen, weil eine dritte Welle "einen neuen kompletten Shutdown in ganz Deutschland erforderlich" machen könnte.

    Die Kanzlerin wiederholte ihren Vorschlag, drei Gruppen von Öffnungen zu betrachten: Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich, Schulen sowie Einzelhandel, Kultur und Sport. Diese drei Stränge, bei denen man Schritt für Schritt und nacheinander öffnen wolle, hatte Merkel bereits am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern einer Online-Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion genannt.

    Um die schon geltende teilweise Öffnung von Kitas und Schulen besser abzusichern, hält Merkel die beschlossene Änderung der Impfreihenfolge für angebracht: "Ich halte es für richtig, neben den besonders vulnerablen und den älteren Menschen erst einmal Bevölkerungsgruppen zum Impfen einzuladen, die in ihrem Beruf keinen Abstand halten können." Dies sei etwa für Kita-Beschäftigte oder für Lehrkräfte an Grundschulen der Fall.

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