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Container-Studentinnen klagen vor Bundesverfassungsgericht | BR24

© Andrea Warnecke/dpa

Zwei Frauen die in München Lebensmittel "containert" haben und deswegen verurteilt wurden, wollen nun vor dem Bundesverfassungsgericht klagen.

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    Container-Studentinnen klagen vor Bundesverfassungsgericht

    Anfang Januar wurden zwei junge Frauen verurteilt, weil sie mit Lebensmitteln aus dem Container eines Münchner Supermarkts erwischt worden waren. Im November wollen die Studentinnen vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen klagen.

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    Die beiden bayerischen Studentinnen, die Lebensmittel "containert" haben und deswegen verurteilt wurden, wollen nun vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Die Klage soll am 08. November in Karlsruhe eingereicht werden, wie die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) am Mittwoch bekannt gab. Die Organisation koordiniert Gerichtsverfahren und unterstützt die beiden Frauen.

    "Wollen unserer Position Nachdruck verleihen"

    Die Unterstützer der Frauen sehen das Urteil kritisch. "Containern ist kein Diebstahl", meint Boris Burghardt von der GFF. "Wer verhindert, dass Lebensmittel verschwendet werden, tut nichts Verwerfliches."

    Die Studentinnen Franziska S. und Caroline K. wurden mit den Worten zitiert: "Wir wollen unserer Positionierung gegen Lebensmittelverschwendung und die Kriminalisierung des Containerns mit dem Schritt vor das Bundesverfassungsgericht Nachdruck verleihen."

    "Containern" ist strafbar

    Die Frauen waren in Olching bei München mit Obst und Gemüse aus dem Müllcontainer eines Supermarkts erwischt worden. Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck wertete das als Diebstahl und verurteilte die Frauen, je acht Stunden bei der örtlichen Tafel zu helfen.

    Außerdem bekamen sie eine Geldstrafe von 225 Euro auf Bewährung. Das Urteil wurde vom Bayerischen Obersten Landesgericht Anfang Oktober bestätigt.