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CO2-Preis macht Heizen teurer: Diese Zusatzkosten drohen Mietern | BR24

© B5 aktuell/Joachim Dangel

Bei einem CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne kommen auf einen bayerischen Mieter in einer Durchschnittswohnung Zusatzkosten von jährlich etwa 43 Euro zu, wenn er mit Erdgas heizt.

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CO2-Preis macht Heizen teurer: Diese Zusatzkosten drohen Mietern

Der CO2-Preis soll steigen – entsprechende Änderungen am Klimapaket hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beschlossen. Bahntickets werden dadurch billiger, Heizen hingegen wird teurer. Mieter müssen nun mit Zusatzkosten rechnen.

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Während Bahntickets im Fernverkehr günstiger werden, wird Heizen in Zukunft teurer. Das sieht der Kompromiss zum Klimapaket der Bundesregierung vor, für den sich der Vermittlungsausschuss nun ausgesprochen hat. Jetzt müssen nur noch Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Schrittweise Erhöhung des CO2-Preis bis 2025

Der Kompromiss sieht einen höheren Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) im Verkehr und bei Gebäuden vor. Dadurch sollen fossile Heiz- und Kraftstoffe ab 2021 mehr kosten, damit Bürger und Industrie klimafreundliche Technologien kaufen und entwickeln.

Der Preis soll nun mit 25 Euro pro Tonne starten und schrittweise bis 2025 auf 55 Euro erhöht werden - bisher war ein Start bei 10 Euro vorgesehen.

Mieter müssen mit Zusatzkosten beim Heizen rechnen

Mietwohnungen in Deutschland sind im Schnitt 71 Quadratmeter groß. Geheizt wird überwiegend mit Öl und Erdgas. Bei einem CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne kommen auf einen bayerischen Mieter in eben dieser Durchschnittswohnung Zusatzkosten von jährlich etwa 43 Euro zu, wenn er mit Erdgas heizt. Bei Heizöl sind es fast 55 Euro im Jahr.

Steigt der CO2-Preis in den kommenden Jahren wie vereinbart von 25 auf 55 Euro pro Tonne an, bedeutet das jährliche Zusatzkosten zwischen 95 und 120 Euro für die Durchschnittswohnung.

Haushalte haben Kosten selbst in der Hand

Für die vorliegenden Zahlen haben die TU Dortmund und der Energie- und Immobiliendienstleister "ista" die Heizverbrauchsdaten von 65.000 Mehrfamilienhäusern analysiert.

Professor Walter Krämer von der TU Dortmund betont, dass es sich bei den Angaben um Durchschnittswerte handelt. Jeder Haushalt habe es zu einem guten Teil auch selbst in der Hand, ob er oberhalb oder unterhalb des Durchschnitts bleibe.

© BR

Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag stimmte dem Klimapaket der Bundesregierung zu.