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Ciao Nutella: Brotaufstrich ist Salvini nicht italienisch genug | BR24

© Twitter-Account von Salvini

Archivbild: Salvini

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    Ciao Nutella: Brotaufstrich ist Salvini nicht italienisch genug

    Matteo Salvini, Chef der rechtspopulistischen Lega, will kein Nutella mehr essen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Ravenna begründete er dies damit, dass die Nuss-Nougat-Creme türkische Nüsse enthalte und nicht italienisch genug sei.

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    Der italienische Rechtspopulist Matteo Salvini verbannt Nutella von seinem Speiseplan, weil es Rohstoffe aus der Türkei enthält. "Ich habe herausgefunden, dass Nutella türkische Nüsse benutzt und ich bevorzuge es, Firmen zu helfen, die italienische Produkte verwenden", sagte er am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Ravenna. Eine Frau im Publikum hatte ihm zuvor empfohlen, ein Nutella-Brot zu essen, damit ihm nicht kalt werde.

    "Kauft italienische Haselnüsse"

    Am Freitag legte Salvini nach und sagte, er sei eigentlich "einer der größten Konsumenten von Nutella und seinen Derivaten in ganz Italien - pfeif auf Diät". In einem Video verband er dieses Bekenntnis mit einem Appell an "die Herren Ferrero" und andere Lebensmittelhersteller: "Kauft italienischen Zucker, kauft italienische Haselnüsse, kauft italienische Milch."

    Türkei größter Haselnuss-Produzent

    Italienischen Medienberichten zufolge kann das italienische Angebot an Haselnüssen den Bedarf gar nicht decken. Laut Welternährungsorganisation FAO ist die Türkei der mit Abstand größte Produzent und Exporteur von Haselnüssen weltweit.

    Salvini, der bis Anfang September italienischer Innenminister war, hofft auf Neuwahlen in Italien und eine Rückkehr an die Macht. In Umfragen ist seine Lega stärkste Partei. In der Region Emilia-Romagna, zu der Ravenna gehört, finden Ende Januar Regionalwahlen statt. Salvini setzt auf einen Sieg seiner Kandidaten in dieser traditionell linken Hochburg.

    Protest der "Sardinen"

    Derzeit macht eine Protestbewegung, die sogenannten "Sardinen", gegen Salvini mit Demonstrationen in zahlreichen Städten mobil. "Ich esse jetzt Brot, Salami und zwei Sardinen, dann geht es mir noch besser", scherzte Salvini.