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Chinesischer Bürgerrechtler Ilham Tohti ausgezeichnet | BR24

© dpa/pa/myoshida|

Bürgerrechtler Ilham Tohti

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    Chinesischer Bürgerrechtler Ilham Tohti ausgezeichnet

    Der in China inhaftierte Bürgerrechtler Ilham Tohti erhält den Martin-Ennals-Preis. Er werde ausgezeichnet, weil er sich über 20 Jahren friedlich für die Rechte der uigurischen Minderheit eingesetzt habe, so die Martin-Ennals-Stiftung.

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    Der 46-jährige habe den "Dialog und das Verständnis" zwischen Uiguren und Chinesen gefördert und dabei "große persönliche Risiken" auf sich genommen, hieß es. Der Bürgerrechtler und Wirtschaftsprofessor war 2014 in einem von westlichen Regierungen und Menschenrechtsorganisationen scharf kritisierten Prozess wegen "Anstiftung zum Separatismus" zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

    Der Martin-Ennals-Preis, der nach einem früheren Generalsekretär von Amnesty International benannt ist und als eine Art "Nobelpreis für Menschenrechte" gilt, wird seit 1993 vergeben. In der Jury sind unter anderem Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First und die Diakonie vertreten. Zu den früheren Preisträgern zählten unter anderem die mexikanische Menschenrechtsanwältin Alejandra Ancheita und Ahmed Mansur, Aktivist aus dem Emiraten.