BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

China schnallt den Gürtel enger

China hat sein Wachstumsziel für heuer auf "rund 6,5 Prozent" gesenkt. Zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking warnte Regierungschef Li Keqiang eindringlich vor wachsenden Unsicherheiten und Protektionismus in der Weltwirtschaft.

Per Mail sharen

Li rief vor den 2.900 Delegierten zu umfassenden Reformen und Innovation auf. Trotz schwächerer Konjunktur waren 2016 bei einer Zielvorgabe von 6,5 bis 7,0 Prozent noch 6,7 Prozent Wachstum erreicht worden - der niedrigste Wert seit 26 Jahren. Im Vergleich zu Industrienationen ist das Plus zwar hoch, doch China als Schwellenland hat Nachholbedarf und muss mindestens elf Millionen Arbeitsplätze schaffen, um für soziale Stabilität zu sorgen.

Anders als in der Vorjahren fehlte im vorgelegten Haushaltsbericht eine konkrete Zahl für die Steigerung des Verteidigungsetats. Am Vortag hatte die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, nur vage mitgeteilt, dass die Militärausgaben "um rund sieben Prozent" steigen sollen. Das wäre so wenig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Als Etatdefizit wurden umgerechnet 324 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Premier rief deshalb zur äußersten Sparsamkeit auf: "Die Regierungen auf allen Ebenen sollten ihre Gürtel enger schnallen." Die Abteilungen der Zentralregierung sollten die Führung übernehmen und nicht weniger als fünf Prozent ihrer Ausgaben einsparen.

Kampf gegen Smog wird intensiviert

Angesichts der starken Umweltverschmutzung im Land versprach Li, den Himmel "wieder blau" zu machen. Die Menschen hofften verzweifelt auf Fortschritte, um die Luftqualität zu verbessern. Bei der Regierung genössen künftig erneuerbare Energien Priorität und auch die Kohlekraftwerke sollten modernisiert werden. Veraltete Anlagen würden geschlossen. Lauri Myllyvirta von der Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Ankündigung, den Smog zu bekämpfen.