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Manfred Weber
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Jannik Pentz
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Manfred Weber

Manfred Weber ist sich seiner Rolle bewusst. Einen "Doppelhut" habe er auf. Denn Weber ist nicht nur Spitzenkandidat der konservativen EVP-Fraktion für die kommende Europawahl. Als CSU-Politiker spricht er außerdem das offizielle Grußwort der Schwesterpartei.

"Wenn ich hier als CSU-Vertreter spreche, dann möchte ich auch über die schwierigen Zeiten ein Wort verlieren", sagt Weber über das Verhältnis zwischen CDU und CSU. "Auch meine Partei hat sich nicht immer glücklich verhalten in den letzten Monaten und Jahren." Entscheidend sei aber nicht der Blick zurück, sondern was man daraus lerne.

Der Unionskandidat bei der Europawahl

Weber blickt deshalb nach vorne. Als Spitzenkandidat der EVP-Fraktion will er die Europawahl im Mai 2019 gewinnen. Eventuell könnte er dann Jean Claude-Juncker als Kommissionspräsident beerben. "Wir müssen größer denken", fordert Weber. Man müsse nun europäische Souveränität zurückgewinnen.

Eindringlich warnt er vor einem Erstarken der rechten Kräfte in Europa. So sei die AfD eine rechte Partei und in Teilen "eine extreme Partei", mit dem "Oberrelativierer Gauland an der Spitze". "Deswegen werden wir mit aller Kraft dagegen kämpfen, dass die weiter Einfluss in unserem Land bekommen", so Weber.

"Ich bin stolzer Bayer, da bin ich daheim." Manfred Weber, Spitzenkandidat der EVP

"Ich bin deutscher Staatsbürger und ich bin im Herzen überzeugter Europäer. Und ich lasse mir von keinem Populisten einreden, dass das ein Widerspruch ist", so Weber weiter.

Mit seiner emotionalen Rede kam Weber bei der CDU offenbar gut an. Die Delegierten reagierten mit minutenlangem Applaus - und selbst Tagungspräsident David McAllister merkte an: So ein "stehender Beifall" sei für ein Grußwort "nicht der Normalfall".

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Jannik Pentz

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B5 Nachrichten vom 08.12.2018 - 11:00 Uhr