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Busunglück auf Madeira: Verletzte Deutsche in Köln gelandet | BR24

© pa/dpa/Caroline Seidel

Maschine mit Verletzten aus Madeira landet in Köln

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Busunglück auf Madeira: Verletzte Deutsche in Köln gelandet

Eine Maschine der Bundeswehr ist mit fünfzehn verletzten Deutschen an Bord in Köln gelandet. Eine Verletzte war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig.

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Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind am Karsamstag mit einer Sondermaschine der Bundeswehr in Köln gelandet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn.

Krankenwagen standen für Verletze bereit

Die 15 Verletzten an Bord der Maschine stammen aus dem nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein sowie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Rettungsdienst der Domstadt stehe mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit.

Mehrere Krankenwagen waren vor der Landung der Maschine im Konvoi zum Flughafen gefahren. Das Flugzeug erreichte Köln nach Angaben der Luftwaffe um kurz nach 17 Uhr. Laschet danke den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensiv-Station des Airbus "MedEvac".

Verletzte wurden am Vormittag an Bord gebracht

Am Vormittag war der Airbus A310 der Flugbereitschaft der Bundeswehr in der AirMedEvac-Konfiguration auf Madeira gelandet und gegen 13 Uhr wieder gestartet. An Bord waren neben Ärzten fünfzehn Patienten. Eine verletzte Deutsche war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig und blieb zunächst im Krankenhaus in der Inselhauptstadt Funchal.

Autopsie der Toten ist abgeschlossen

Die Autopsie der 29 Menschen, die bei dem verheerenden Busunglück auf Madeira ums Leben kamen, ist abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Fingerabdrücke aus Deutschland zur Identifizierung

Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht gesagt.

Bei dem Unfall im Ort Caniço nahe Funchal waren am Mittwochabend 29 Urlauber getötet worden, fast alle wahrscheinlich Deutsche aus verschiedenen Landesteilen. 27 weitere Insassen wurden verletzt, als der Reisebus von der Straße abkam und eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte.

💡 "MedEvac"-Airbus

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen".

An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

27 der 29 Toten wahrscheinlich deutsche Staatsangehörige

Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço nahe Funchal von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Die Gruppe wollte zu einem typisch madeirischen Abendessen in Funchal und hatte gerade erst das Hotel verlassen, als der Unfall geschah.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind wahrscheinlich 27 der 29 Toten deutsche Staatsangehörige. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Der Busfahrer, der das Unglück schwer verletzt überlebte, konnte portugiesischen Medienberichten zufolge zunächst nicht vernommen werden.

© BR

Der aus Deutschland entsandte Luftwaffen-Airbus bringt 15 Verletzte des Busunglücks auf Madeira zurück. Das medizinisch ausgerüstete Spezialflugzeug der Bundeswehr hob am Samstagmittag von der Ferieninsel ab.