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Bundeswehr: KSK-Unteroffizier soll Rechtsextremist sein | BR24

© picture alliance/Ulrich Baumgarten

Schießtraining im Schießausbildungszentrum des KSK in Calw

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    Bundeswehr: KSK-Unteroffizier soll Rechtsextremist sein

    In der Bundeswehr gibt es einem Bericht zufolge einen neuen Neonazi-Skandal. Konkret geht es um einen Unteroffizier der Eliteeinheit "Kommando Spezialkräfte" (KSK). Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kündigte ein hartes Vorgehen an.

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    Gegen einen Unteroffizier der Bundeswehr-Eliteeinheit "Kommando Spezialkräfte" (KSK) wird wegen des Verdachts auf rechtsextremistische Umtriebe ermittelt. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) verdächtige den Unteroffizier in der Feldwebellaufbahn dringend, ein Rechtsextremist zu sein, schreibt die "Bild am Sonntag". Das Verteidigungsministerium bestätigt, dass seit Monaten eine nachrichtendienstliche Ermittlung gegen ihn läuft.

    Der Soldat soll nun schnellstmöglich aus dem KSK entfernt werden. Nach Informationen der Zeitung war der Unteroffizier mehrmals in Afghanistan im Einsatz.

    Zwei Stabsoffiziere: Hitlergruß gezeigt?

    Dem Bericht zufolge hat der Militärische Abschirmdienst MAD außerdem zwei Stabsoffiziere wegen Verdachts auf Rechtsextremismus im Visier. Sie hatten nach Informationen der Zeitung auf einer privaten Feier des Unteroffiziers den Hitlergruß gezeigt. Einer der beiden sei vor ein paar Wochen suspendiert worden, der andere gelte beim MAD als "Verdachtsfall". Laut der Zeitung will das Ministerium zudem Strafanzeigen gegen Unbekannt "wegen Geheimnisverrates" stellen.

    AKK: Sehr, sehr ernst genommen

    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach den Ermittlungen wegen Verdachts auf einen neuen Fall von Rechtsextremismus im KSK ein hartes Vorgehen angekündigt.

    "Jeder, der in irgendeiner Art und Weise radikal bei der Bundeswehr auffällt, hat in dieser Bundeswehr keinen Platz." Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin

    Das gelte insbesondere für das KSK, denn es sei "ein Stück Aushängeschild". Es empfinde sich selbst als solches und habe deswegen eine "besondere Verantwortung, jeder Tendenz zur Radikalität auch entgegenzutreten". Jeder Fall von Extremismus in der Bundeswehr werde "sehr, sehr ernst" genommen, so die Ministerin. Insbesondere werde untersucht, ob dahinter Netzwerke und Verbindungen lägen. Deshalb habe der MAD eine Arbeitsgruppe mit Blick auf das KSK eingerichtet.

    Mehrere Rechtsextremismus-Fälle in der Bundeswehr

    Es sind nicht die ersten Rechtsextremismus-Vorwürfe gegen Soldaten der Bundeswehr. Ein KSK-Soldat soll mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Im Januar hatte er einen Strafbefehl akzeptiert. Zudem hatte der Fall des Offiziers Franco A. im April 2017 umfangreiche Ermittlungen ausgelöst, weil es den Verdacht gab, er könne Teil einer größeren rechtsextremistischen Gruppe sein.

    Der MAD hatte jüngst erklärt, man wolle künftig auch solche Soldaten stärker in den Blick nehmen, bei denen die Schwelle zum Rechtsextremismus noch nicht überschritten sei.