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ARD-DeutschlandTrend: Union holt auf, SPD bleibt vorn

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ARD-DeutschlandTrend: Scholz oder Laschet? Es bleibt spannend

Der aktuelle ARD-Deutschlandtrend zeigt: Die Zeiten einfacher Koalitionsalternativen sind vorerst vorbei, eine Regierung aus drei Parteien wird immer wahrscheinlicher. Auch wer Deutschlands nächster Kanzler wird, ist völlig offen.

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Von
  • Barbara Kostolnik

Zehn Tage vor der Bundestagswahl bleibt die SPD in der aktuellen bundesweiten Sonntagsfrage die stärkste Kraft. Mit 26 Prozent kann sie gegenüber dem letzten ARD-Deutschlandtrend um einen Punkt zulegen. Auch die Union gewinnt zwei Prozentpunkte, sie kommt damit auf 22 Prozent. Federn lassen AfD, FDP und Grüne, allerdings nur in kleinem Rahmen, die AfD ist jetzt gleichauf mit der FDP bei 11 Prozent, die Grünen sind einen Punkt schwächer und kommen auf 15 Prozent.

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Nach wie vor wenig Chancen auf einen Einzug ins Parlament haben die Freien Wähler, sie liegen bei 3 Prozent. Wichtig zu wissen: Für 65 Prozent der Befragten steht die Entscheidung schon fest, der Rest hat sich noch nicht festgelegt, ist generell unentschlossen oder will gar nicht wählen gehen.

Grafik: Sicherheit der Wahlentscheidung

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ARD-DeutschlandTrend: Sicherheit der Wahlentscheidung

Laschet gewinnt hinzu

Bei der Politikerzufriedenheit gewinnt Armin Laschet deutlich hinzu (+5), während Olaf Scholz deutlich verliert (-5). Dennoch bleibt der SPD-Politiker mit aktuell 51 Prozent der mit Abstand populärste Spitzenkandidat dieser Bundestagswahl. Auf Platz zwei steht hier der FDP-Vorsitzende Christian Lindner, den 33 Prozent der Befragten positiv bewerten. Die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock kommt mit 27 Prozent Zufriedenheit auf Platz 3, dann folgt Unions-Kandidat Armin Laschet mit 25 Prozent.

Grafik: Politikerzufriedenheit

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ARD-DeutschlandTrend: Politikerzufriedenheit

Scholz bei Direktwahl vorn

Gäbe es eine direkte Wahl des Kanzlers oder der Kanzlerin, könnte Olaf Scholz seinen Sympathievorsprung aus den vergangenen Umfragen behalten. Vier von zehn Befragten würden für Olaf Scholz stimmen (40 Prozent; -3). Etwa jeder fünfte könnte sich Armin Laschet vorstellen (19 Prozent; +3), und 13 Prozent (+1) würden eine Kanzlerin Annalena Baerbock bevorzugen. Fast ein Drittel der Befragten kann oder will sich nach wie vor für keinen der drei Politiker entscheiden. Nach Altersgruppen unterteilt käme Olaf Scholz in allen Alterskohorten auf Platz eins, besonders beliebt ist er bei den Über-65-jährigen.

Grafik: Direktwahl Bundeskanzler/in

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ARD-DeutschlandTrend: Direktwahl Bundeskanzler/in

Farbenspiele der Koalitionen

So eindeutig die Zahlen sind, so uneindeutig fallen die Wünsche der Bundesbürger und Bundesbürgerinnen für die nächste Regierungsbildung aus. Die Zustimmung zu einer Jamaica-Koalition sinkt reich rechnerisch um einen Punkt. Aber die Präferenz der Befragten für eine unionsgeführte Bundesregierung steigt um fünf Punkte. Ein Drittel der Befragten befürwortet nun einen Wechsel zugunsten einer SPD-geführten Bundesregierung (34 Prozent; -1). Hier ist eine leichte Tendenz nach unten zu erkennen. Eine unionsgeführte Regierung wollen mittlerweile wieder mehr: drei von zehn Befragten sind dafür (29 Prozent; +5). Ein Kabinett mit einer grünen Kanzlerin will jeder Achte (12 Prozent; -1). Für ein Viertel (25 Prozent; -3) kommt keine der drei Optionen in Frage.

Ein Fazit lässt sich aus diesem ARD-Deutschlandtrend ziehen: Es ist nach wie vor alles offen – in den verschiedensten Konstellationen.

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Wenn schon am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD als beste Partei abschneiden: So zumindest das Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends.

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