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Bundestag verbietet Konversionstherapien | BR24

© Sylvia Bentele

Bundestag stimmt für Verbot von Pseudo-Therapien gegen Homosexualität.

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    Bundestag verbietet Konversionstherapien

    Der Bundestag hat für ein Verbot von Pseudo-Therapien gegen Homosexualität gestimmt. Wer homosexuelle oder transsexuelle Menschen mit einer Konversionstherapie umzupolen versucht, kann dafür künftig eine Freiheitsstrafe bekommen.

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    Der Bundestag hat am Donnerstagabend für ein Verbot von Pseudo-Therapien gegen Homosexualität gestimmt.

    Gesetzesentwurf stellt Konversionstherapien unter Strafe

    Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die umstrittenen Therapien bei unter 18-Jährigen generell verboten werden. Das Verbot soll zudem grundsätzlich gelten, wenn Erwachsene einem "Willensmangel" unterliegen - etwa durch Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohung. Das trifft zum Beispiel zu, wenn jemand über den therapeutischen Nutzen getäuscht oder nicht ausreichend über Risiken aufgeklärt wird. Verboten werden das Anbieten, Bewerben oder Vermitteln solcher Behandlungen.

    Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr

    Das bedeutet, wer homosexuelle oder transsexuelle Menschen mit einer Konversionstherapie umzupolen versucht, kann dafür künftig eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bekommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wertete das neue Gesetz als wichtiges Signal für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben in Deutschland.

    "Wo keine Krankheit ist, braucht es auch keine Therapie"

    Die umstrittenen Therapien erzeugten viel Leid, sagte Spahn am Donnerstag. "Wo keine Krankheit ist, braucht es auch keine Therapie." Mit dem Gesetz komme zum Ausdruck, "dass wir jeden so akzeptieren, wie er ist", fügte der Gesundheitsminister hinzu.

    Die Konversionstherapien zielen darauf ab, die homosexuelle Orientierung eines Menschen zu ändern beziehungsweise zu "heilen" und in heterosexuelles beziehungsweise asexuelles Verhalten umzuwandeln. Sie vermitteln den Eindruck, dass Homosexualität eine Erkrankung sei, die korrigiert werden müsse.