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Bundesregierung warnt vor E-Zigaretten und Wasserpfeifen | BR24

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Der Aufwärtstrend bei E-Zigaretten und Wasserpfeifen geht weiter, bestätigt der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Damit verbunden ist die Gefahr, süchtig zu werden. Für die Politik ein Grund, die Prävention auszubauen.

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Bundesregierung warnt vor E-Zigaretten und Wasserpfeifen

Der Aufwärtstrend bei E-Zigaretten und Wasserpfeifen geht weiter, bestätigt der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Damit verbunden ist die Gefahr, süchtig zu werden. Für die Politik ein Grund, die Prävention auszubauen.

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Laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geht der Aufwärtstrend bei Wasserpfeifen und E-Zigaretten immer weiter. Demnach rauchten 2014 knapp 11 Prozent der unter 30-jährigen eine E-Zigarette. 2017 waren es in der gleichen Altersgruppe bereits knapp 18 Prozent. Eine Steigerung also in 3 Jahren von über 60 Prozent.

Einer der Betroffenen ist der Münchner Timm Rautenberger. Vor 15 Jahren rauchte er erstmals eine Shishapfeife. Wie bei vielen anderen hatten ihn Freunde darauf gebracht.

"So vor 10, 15 Jahren ist das aufgekommen, so eine Trendgeschichte und da bin ich eben einfach aufgesprungen, gar nicht über Zigaretten, sondern direkt. Man hat gesehen, dass es die Freunde machen. Und dann ist man einfach aufgesprungen." Timm Rautenberger, raucht Shishapfeife

Schädlichkeit von E-Zigarette und Wasserpfeife wenig bekannt

Ohne Shisha hätte Timm Rautenberger das Rauchen wohl nie angefangen. Für ihn haben Zigaretten einen üblen Geruch, nicht so seine Wasserpfeifen, die mit verschiedenen Aromadüften konsumiert werden können. Die Schädlichkeit einer Shisha sei vielen aber gar nicht so bekannt, sagt Tobias Rüther von der Tabakambulanz am Uniklinikum München

"Normale Wasserpfeifen sind einfach Tabak, der verbrannt und heruntergekühlt wird. Das ist vom Gefährdungspotential ungefähr wie die Zigarette, weil sie tiefer inhalieren, weil sie durch die Kühlung weniger Reizung haben und so tiefer inhalieren können." Tobias Rüther, Tabakambulanz München

Aus Amerika nach Deutschland geschwappt

70 bis 100 extrem giftige Stoffe würden dadurch aufgenommen. Deutlich besser, aber alles andere als gesund, sei dagegen die E-Zigarette oder E-Shisha, so der Suchttherapeut. Die E-Zigarette habe deutlich weniger Schadstoffe in ihrem Dampf als die Tabak-Zigarette es im Rauch hat, aber immer noch seien welche drin, wie Propylenglykol oder Nikotin. Das alles sei nicht gesund, so Rüther.

"Ich mache mir immer mehr Sorgen, dass die Jugendlichen die E-Zigarette als Einsteigerprodukt nehmen. Und das ist ein Trend, der immer mehr im Kommen ist, das schwappt aus Amerika mit einem neuen Produkt zu uns herüber. Das wird in den nächsten Jahren noch ein richtiges Problem werden." Tobias Rüther, Tabakambulanz München

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor E-Zigaretten und E-Shishas. Beides könnte für Kinder und Jugendliche ein getarnter Einstieg in die Nikotinsucht sein. Laut Melanie Huml hat Bayern in den letzten Jahren darüber intensiv informiert. E-Shishas und E-Zigaretten gehörten nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen.

Autor
  • Daniel Knopp
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