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Bundesregierung: Mit 1,1 Milliarden gegen Mobilfunklöcher | BR24

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Die Bundesregierung will die Lücken im Mobilfunk-Netz schließen. Auf der Digital-Kabinettsklausur in Meseberg beschloss sie den Aufbau von 5.000 zusätzlichen Funkmasten. Dafür wird mehr als eine Milliarde Euro investiert.

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Bundesregierung: Mit 1,1 Milliarden gegen Mobilfunklöcher

Im Bemühen um ein Ende der Funklöcher in Deutschland hat die Bundesregierung ihre Mobilfunkstrategie beschlossen. Der Bund nehme dafür 1,1 Milliarden Euro in die Hand, sagte Kanzleramtsminister Braun kurz nach Beginn der zweitägigen Klausur.

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Die Bundesregierung hat am Sonntag ihre Mobilfunkstrategie beschlossen, um die Funklöcher in Deutschland zu schließen. Die Mobilfunkbetreiber seien für 99 Prozent des Netzausbaus verantwortlich und "für das letzte Prozent" investiere die Regierung 1,1 Milliarden Euro, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) in Meseberg, wo das Kabinett zu einer zweitägigen Digitalklausur zusammenkam.

Handy-Netz auch im ländlichen Raum

Damit soll laut Braun sichergestellt werden, dass künftig in allen Haushalten sowie auf Straßen und im ländlichen Raum mobil telefoniert werden könne. Außerdem sollten Landwirte dabei unterstützt werden, "5G-Netzwerke auf ihren Ackerflächen aufzubauen".

Schon im Frühjahr hatte sich die Regierungskoalition zudem darauf verständigt, ein Staatsunternehmen mit rund hundert Mitarbeitern aus der Taufe zu heben, um jene Gebiete zu erschließen, die für private Betreibergesellschaften selbst mit Förderzuschüssen nicht lukrativ sind.

Deutschland bei Digitalisierung hintendran?

Druck auf die Regierung kam unter anderem vom Digitalverband Bitkom. Präsident Berg sagte, im Koalitionsvertrag stehe 297 Mal das Wort "digital", dennoch falle Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurück.

Sowohl Bundesverkehrsminister Scheuer als auch die Grünen mahnten mehr Tempo bei der Digitalisierung an. Deutschland dürfe sich da nicht abhängen lassen, hieß es.

Künstliche Intelligenz ebenfalls auf der Tagesordnung

Neben der Mobilfunkstrategie soll es auf der Kabinettsklausur auch generell um die Herausforderungen der Digitalisierung in Deutschland gehen. Ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Treffens ist die Auswirkung von Künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft.

© BR/Georg Schwarte

Im Bemühen um ein Ende der Funklöcher in Deutschland hat die Bundesregierung ihre Mobilfunkstrategie beschlossen. Der Bund nehme dafür 1,1 Milliarden Euro in die Hand, sagte Kanzleramtsminister Braun kurz nach Beginn der zweitägigen Klausur.