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Alle internationalen Appelle haben bislang nichts bewirkt. In der Region Berg-Karabach gehen die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan weiter. Beide Seiten beschossen sich mit schwerem Artilleriefeuer.

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Bundesregierung fordert Waffenstillstand in Bergkarabach

Die Bundesregierung fordert einen Waffenstillstand und sofortige Verhandlungen über eine Friedenslösung für die Kaukasus-Region Bergkarabach. Dies sei ein dringender Appell, sagte Regierungssprecher Seibert.

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Von
  • BR24 Redaktion

Die am Wochenende neu entflammten Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach wertet die Bundesregierung demnach als "gefährliche Lage". Es müsse einen Waffenstillstand und sofortige Verhandlungen geben, sagte Regierungssprecher Seibert. Dies sei der dringende Appell der Bundesregierung.

Bundesregierung mit beiden Seiten in Kontakt

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes ergänzte, über die Botschaften vor Ort sei die Bundesregierung mit beiden Konfliktparteien im Kontakt. Beide Länder haben das Kriegsrecht verhängt. Bei den schwersten Kämpfen seit 2016 waren am Sonntag zahlreiche Menschen getötet worden. Der Westen und die Länder der Region beobachten den Konflikt mit Sorge, da er den Südkaukasus zu destabilisieren droht, durch den wichtige Öl- und Gaspipelines verlaufen. Als der Konflikt im April 2016 neu aufflammte, kamen mindestens 200 Menschen ums Leben.

Russland seit langem Vermittler

Russland vermittelt seit Jahrzehnten in dem Konflikt zwischen dem mehrheitlich christlichen Armenien und dem mehrheitlich muslimischen Aserbaidschan. Obwohl beide Länder 1994 einen Waffenstillstand geschlossen hatten, werfen sie sich regelmäßig gegenseitig Angriffe rund um Bergkarabach und entlang der gemeinsamen Grenze vor.

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