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Bundespolizei: Bodycam-Daten landen auf Amazon-Servern | BR24

© dpa-Bildfunk/Bernd Weissbrod

Ein Bundespolizist trägt bei einem Pressetermin eine Bodycam auf der Schulter.

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    Bundespolizei: Bodycam-Daten landen auf Amazon-Servern

    Die Bundespolizei speichert Einsatzaufnahmen von Bodycams auf Servern von Amazon. Laut Bundespolizei gibt es noch keine entsprechende staatliche Infrastrukur. Kritiker sprechen von einem kaum kalkulierbaren Risiko.

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    Einsatzaufnahmen von Körperkameras, sogenannten Bodycams, speichert die Bundespolizei auf Servern des Internetriesen Amazon. Der US-Anbieter sei gegenwärtig der einzige, der in Deutschland eine entsprechende Cloudlösung zur Verfügung stelle, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert sei, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Benjamin Strasser.

    Strasser kritisierte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP das "potenzielle Sicherheitsrisiko". Bei der Speicherung der Daten auf Servern von Amazon bleibe im Unklaren, ob die US-Sicherheitsbehörden auf diese zugreifen können, sagte Strasser.

    Die Bundesregierung sei daher gefordert, die volle Kontrolle über solch sensible Daten sicherzustellen.

    "Dafür brauchen wir Speicherkapazitäten bei den Behörden in Deutschland. Union und SPD sind in der Pflicht, dies schnellstmöglich sicherzustellen." Benjamin Strasser, FDP

    Amazon verkauft Software an US-Polizei

    Bodycams sollen mögliche Angreifer abschrecken. Zugleich können die Aufnahmen helfen, Straftäter zu identifizieren. Das Innenministerium erklärte auf Anfrage Strassers, dass "die deutschen Datenschutzstandards eingehalten" würden. Die Daten würden verschlüsselt und ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert.

    Die "Neue Osnabrücker Zeitung" hatte zuerst über die Anfrage berichtet. Auch der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Konstantin von Notz äußerte Datenschutzbedenken. Amazon sei in der Kritik, weil das Unternehmen auch Gesichtserkennungs-Software an US-Polizeibehörden verkaufe, die bei Aufnahmen von Bodycams genutzt würden, sagte er der "NOZ".

    "Dass ausgerechnet dieses Unternehmen jetzt die Bodycam-Aufnahmen für die Bundespolizei verwalten soll, hinterlässt mehr als ein ungutes Gefühl." Konstantin von Notz, Grüne