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Bund dringt offenbar auf schärfere Corona-Auflagen | BR24

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Wegen des massiven Anstiegs der Corona-Zahlen will Kanzlerin Merkel bereits am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über härtere Maßnahmen sprechen. Laut "Bild" wird dabei ein "Lockdown Light" diskutiert: Eine Bestätigung dafür gibt es aber nicht.

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Bund dringt offenbar auf schärfere Corona-Auflagen

Wegen des massiven Anstiegs der Corona-Zahlen will Kanzlerin Merkel bereits am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über härtere Maßnahmen sprechen. Laut "Bild" wird dabei ein "Lockdown Light" diskutiert: Restaurants sollen demnach wieder schließen.

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Um den rasanten Anstieg der Infektionszahlen einzudämmen, dringt der Bund offenbar auf härtere Corona-Auflagen. An diesem Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten über die sich zuspitzende Entwicklung. Die Videokonferenz war ursprünglich für Freitag geplant, nun wird sie vorgezogen.

Einem Medienbericht zufolge schlägt der Bund eine Art "Lockdown Light" vor. Laut "Bild"-Zeitung sollen Schulen und Kitas außer in Regionen mit katastrophal hohen Corona-Infektionszahlen geöffnet bleiben. Auch der Einzelhandel solle offen bleiben, wenn auch mit zusätzlichen Einschränkungen.

Restaurants und Bars sollen laut "Bild" schließen

Dagegen wolle Kanzlerin Merkel in der Gastronomie und bei Veranstaltungen "hart vorgehen", wie es in dem Bericht hieß: Restaurants und Bars sollen schließen und Veranstaltungen verboten werden. Eine konkrete Quelle nannte "Bild" dafür nicht, das Blatt berief sich auf Angaben aus "informierten Kreisen".

Der Fernsehsender ntv berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, Merkel plane eine drastische Beschränkung der sozialen Kontakte. Details wurden nicht genannt. Auch hier hieß es, dass die Schulen möglichst offen bleiben sollten.

Eine Bestätigung der Berichte gibt es bislang nicht. Ein Sprecher der Kanzlerin hat dem ARD-Hauptstadtstudio gesagt, es gebe bisher keine Festlegungen. Die Entscheidung liegt am Ende ohnehin bei den Länderchefs – die sich in letzter Zeit auch gegen das Kanzleramt gestellt haben.

Regierungssprecher: Jeder Tag zählt

Auch Regierungssprecher Steffen Seibert hatte es zuvor in Berlin abgelehnt, über neue Corona-Schutzmaßnahmen zu spekulieren und auf die anstehenden Beratungen darüber verwiesen. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Seibert am Montag. Allen sei bewusst, "dass dabei jeder Tag zählt".

Merkel und die Ministerpräsidenten hatten zuletzt am 14. Oktober gemeinsam beraten und einige zusätzliche Maßnahmen vor allem für regionale Corona-Hochburgen vereinbart. Die Kanzlerin hatte damals bereits deutlich gemacht, dass nach etwa zehn Tagen zu sehen sei, "ob neue weitere Schritte notwendig sind oder ob die beschlossenen Schritte bereits ausgereicht haben".

Dreyer: Kontakte reduzieren

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, bei den Beratungen mit Merkel solle am Mittwoch besprochen werden, ob die Kontakte deutschlandweit weiter eingeschränkt werden müssen. "Wir sind in einer sehr ernsten Situation", sagte Dreyer mit Blick auf die exponentiell steigenden Corona-Infektionen.

Die Sozialdemokratin sprach von einem "entscheidenden Wendepunkt" im Verlauf der Pandemie. Es müsse jedoch darüber nachgedacht werden, welche Kontakte weiter reduziert werden könnten, "ohne dass Kitas und Schulen schließen müssen und die Wirtschaft zu Boden geht".

RKI meldet 8.685 Neuinfektionen

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter 8.685 Neuinfektionen binnen eines Tages - etwa doppelt so viele wie am Montag vor einer Woche mit 4.325. Dabei sind die Zahlen sonntags und montags niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie in Deutschland erreicht worden.

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Wegen des massiven Anstiegs der Corona-Zahlen will Kanzlerin Merkel bereits am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über härtere Maßnahmen sprechen.

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