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Bürgerschaftswahl in Hamburg: Höhere Beteiligung als 2015 | BR24

© ARD/Isabel Lerch

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg zeichnet sich bis zum Nachmittag eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren.

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Bürgerschaftswahl in Hamburg: Höhere Beteiligung als 2015

Die Bürgerschaftswahl in der Hansestadt Hamburg geht in die entscheidende Runde: Bis 16 Uhr gaben 57 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Damit deutet alles auf eine höhere Beteiligung als vor fünf Jahren hin.

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Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl zeichnet sich eine größere Beteiligung ab als bei der Wahl vor fünf Jahren. Bis 16 Uhr gaben 57 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie das Landeswahlamt mitteilte. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 hatten eine Stunde später, um 17 Uhr, erst 52,3 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.

Damals war die Wahlbeteiligung insgesamt auf das historische Tief von 56,5 Prozent gefallen.

Steigende Wahlbeteiligung in Hamburg

Dieses Jahr "deutet doch einiges darauf hin, dass die Wahlbeteiligung etwas steigen wird", sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf dem NDR. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Beteiligung auf über 60 Prozent steigt. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet.

Rot-Grün seit 2015

Mit Spannung wird das Abschneiden der seit 2015 gemeinsam regierenden Sozialdemokraten und Grünen erwartet. In Hamburg regiert derzeit eine rot-grüne Koalition unter dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher. Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank will das Amt von Tschentscher übernehmen und dessen SPD zum Juniorpartner machen.

Die jüngsten Umfragen lassen jedoch darauf schließen, dass die Hamburgerinnen und Hamburger kein Experiment wagen wollen. 70 Prozent sagen über Tschentscher er sei ein guter Erster Bürgermeister. Über seine Herausforderin von den Grünen, Katharina Fegebank, denken das nur 37 Prozent.

Umfragen rechnen mit Bestätigung für Tschentscher

Bei den Bezirkswahlen im Mai vergangenen Jahres hatten die Grünen hamburgweit 29,3 Prozent der Stimmen geholt und damit vor der SPD gelegen, die auf 27,0 Prozent kam. In den vergangenen Wochen sahen Meinungsforscher die SPD allerdings in Führung. Damit könne Tschentscher mit einer Bestätigung im Amt rechnen.

"Sie können sich vorstellen, welches Ergebnis ich am liebsten vorne sehen. Aber jetzt ist der Moment, wo die Wählerinnen und Wähler das Wort haben und nicht diejenigen, die gewählt werden wollen." Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg

Der CDU, die 2015 in der Bürgerschaftswahl Zweitplatzierte wurde, droht dagegen ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt. Die FDP muss sogar um den Einzug in die Bürgerschaft bangen. Auch der AfD und der Linken werden keine Chancen zugeschrieben, an der nächsten Regierung in Hamburg beteiligt zu sein.

Vorläufig amtliches Wahlergebnis am Montagabend

Um die 121 Sitze in der Bürgerschaft bewerben sich diesmal insgesamt 15 Parteien auf den Landeslisten, zwei mehr als bei der Abstimmung vor fünf Jahren. Der Landeswahlleiter wird am Sonntagabend allerdings lediglich die voraussichtliche Sitzverteilung bekannt geben können. Grundlage dafür ist eine vereinfachte Auszählung der Landesstimmen. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird erst für Montagabend erwartet.

SPD gewann Bürgerschaftswahl 2015

Die Bürgerschaftswahl 2015 hatte die SPD mit 45,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Die damals von Olaf Scholz geführten Sozialdemokraten gingen eine Koalition mit den Grünen ein, die als Drittplatzierte auf 12,3 Prozent gekommen waren. Die CDU hatte 15,9 Prozent der Stimmen geholt, die Linke 8,5 und die FDP 7,4. Die AfD war mit 6,1 Prozent erstmals in ein westdeutsches Landesparlament eingezogen.

© BR

Die Bürgerschwaftswahl in Hamburg ist in vollem Gange. Einige Spitzenkandidaten haben ihre Stimme bereits abgegeben. Die Wahllokale sind noch bis 18:00 Uhr geöffnet.