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"Brot für die Welt": Armut wächst wegen Corona drastisch | BR24

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Auch vor Corona haben viele Menschen an Armut und Hunger gelitten. Doch seit der Pandemie steigt ihre Zahl besonders stark. Darauf macht das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" aufmerksam.

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"Brot für die Welt": Armut wächst wegen Corona drastisch

Die Corona-Krise trifft Menschen in den Entwicklungsländern besonders hart. Die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagte, die Armut wachse so drastisch, dass es oft nur noch um Nothilfe gehe.

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Die Politik müsse weiter gedrängt werden, die Ursachen von Armut und Unterentwicklung zu bekämpfen, so Füllkrug-Weitzel bei der Jahresbilanz der evangelischen Hilfsorganisation in Berlin. Eine neue Hungerkrise drohe insbesondere in den ostafrikanischen Ländern. Weltweit würden nach Schätzungen der Welternährungsorganisation durch die Pandemie in diesem Jahr zusätzlich bis zu 132 Millionen Menschen an chronischem Hunger leiden.

Lockdowns treffen Entwicklungsländer besonders hart

Die rigorosen Lockdowns in vielen Ländern des Südens träfen die Menschen sehr hart, sagte Füllkrug-Weitzel, da weltweit zwei Drittel aller Berufstätigen ohne soziale Absicherung im informellen Sektor arbeiten, als Tagelöhnerinnen und Tagelöhner, als Hausangestellte oder Straßenhändlerinnen."Brot für die Welt" hat bisher 12,7 Millionen Euro zusätzlich für Corona-Hilfen bereitgestellt, wovon Partnerorganisationen beispielsweise Aufklärungskampagnen, Hygienekits, Beatmungsgeräte oder Lebensmittelpakete finanzieren.

Spendenaufkommen trotz Krise noch stabil

Die Organisation ist in acht der zehn Länder mit den derzeit höchsten Infektionsraten tätig, darunter Brasilien, Indien und Südafrika. Trotz der Corona-Krise sind die Spenden an "Brot für die Welt" in diesem Jahr bisher gestiegen. Füllkrug-Weitzel sagte, die Unterstützer wüssten, dass es ihnen in der Krise vergleichsweise gut gehe und wollten anderen helfen. Dennoch werde für 2020 insgesamt mit einem Rückgang der Spenden gerechnet. Denn die Kollekten aus Gottesdiensten würden ganz oder teilweise ausfallen.

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