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Peter Altmaier

Ein No-Deal-Brexit beschädige alle, "nicht nur die Briten selbst, die vor allem, aber eben auch die Wirtschaft in vielen anderen europäischen Ländern," betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Hoffnungsschimmer im Unterhaus

Die gestrige Entscheidung des Unterhauses gegen einen No-Deal sei ein erster Hoffnungsschimmer, sagte Altmaier im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2.

Es sei deutlich geworden, dass eine Mehrheit im britischen Parlament einen ungeregelten, chaotischen Austritt ablehne, so Altmaier weiter.

Niemand wisse, was die nächsten Wochen bringen, so der Bundeswirtschaftsminister.

"Wir brauchen dringend Klarheit, wir brauchen schnell Klarheit. Das schaffen wir aber nicht, indem wir jetzt ständig unsere britischen Freunde und Partner kritisieren von einem hohen moralischen Ross, sondern das schaffen wir nur, wenn es zu einer vernünftigen Lösung kommt."

Fristverlängerung möglich?

In diesem Zusammenhang solle man sich seitens de EU mit dem Wunsch nach einer Fristverlängerung durch die Briten "konstruktiv beschäftigen", forderte Altmaier. "Ich würde da keine künstlichen Grenzen setzen."