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Brexit-Handelspakt: Johnson hofft auf Einigung in letzter Minute | BR24

© picture alliance / Photoshot

Der britische Premierminister Boris Johnson

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    Brexit-Handelspakt: Johnson hofft auf Einigung in letzter Minute

    Der britische Premierminister Boris Johnson hofft, dass sich Brüssel und London in den kommenden Tagen doch noch auf einen Brexit-Handelspakt einigen werden. Das sagte er in einem Interview mit Sky News.

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    Von
    • Wolfgang Zehentmeier

    Nach Drohungen, Ultimaten, dem zwischenzeitlichen Abbruch der Verhandlungen, und einseitigen Änderungen am Brexit-Vertrag hofft der britische Premierminister Boris Johnson offenbar auf eine Einigung im Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der EU in letzter Minute. Zugleich betont Johnson aber im Interview mit dem Nachrichtensender Sky News, sollte keine Einigung Zustande kommen, sei Großbritannien "sehr, sehr gut vorbereitet".

    Gespräche mit von der Leyen noch heute

    Johnson wolle noch am Samstagnachmittag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Telefonat eine Bilanz der bisherigen Verhandlungen ziehen. Geplant sei, dass die Unterhändler beider Seiten ihre Gespräche über das Abkommen in der kommenden Woche fortsetzen.

    Entscheidung in sieben bis zehn Tagen

    Der britische Premier bestätigte in dem Interview vom Freitag, dass es in sieben bis zehn Tagen zu einer Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union kommen könnte. Demnach wäre eine Entscheidung um das kommende Wochenende herum möglich.

    Brüsseler Einigungstermin lang verstrichen

    Die Gespräche zwischen der EU und Großbritannien verliefen über viele Monate sehr schleppend. London verließ zwischenzeitlich sogar den Verhandlungstisch. Brüssel hatte ursprünglich erklärt, eine Einigung müsse bis Ende Oktober stehen, damit ein Vertrag noch ratifiziert werden könne. Die Frist verstrich, doch die Gespräche wurden fortgesetzt. Ohne Vertrag drohen Zölle und andere Handelshemmnisse.

    Pandemie verstärkt den Druck auf Johnson

    Angesichts der Corona-Pandemie ist der Druck auf London erheblich gewachsen, einen Deal mit Brüssel zustande zu bringen und so noch größeren wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Kritiker werfen Johnson vor, ein schlechter Krisen-Manager zu sein. Er habe zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert und so dem Land Schaden zugefügt.

    Ohne Einigung: Harter Brexit zum Jahreswechsel

    In weniger als zwei Monaten endet die Brexit-Übergangsfrist. Dann scheidet Großbritannien aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion aus - und ohne Deal würde es zu einem harten wirtschaftlichen Bruch kommen. Beide Seiten beklagten zuletzt noch erhebliche Differenzen bei den Themen Wettbewerbsbedingungen, Schlichtungsregeln und Fischerei.

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