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Brauereien wollen Kalorienangabe auf Bierflaschen | BR24

© pa/dpa

Mann mit Bierbauch

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Brauereien wollen Kalorienangabe auf Bierflaschen

Biertrinker in Deutschland sollen künftig schon beim Blick aufs Etikett erfahren, wie viele Kalorien der Gerstensaft hat. Bei Bieren aus Bayern könnte es jedoch noch eine Weile dauern.

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Deutschlands Brauereien wollen künftig den Kaloriengehalt von Bieren auf dem Flaschenetikett angeben. Eine entsprechende Empfehlung richten der Deutsche Brauer-Bund und der Verband Private Brauereien Deutschland an alle Mitgliedsbrauereien, wie beide Verbände mitteilten.

Bayerische Biertrinker werden aber vorerst noch im Ungewissen bleiben, wie viele Kalorien sie mit jeder Halben zu sich nehmen. „Wir können noch nicht sagen, zu welchem Zeitpunkt welche Brauereien damit starten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Lothar Ebbertz, am Rande der Grünen Woche in Berlin. Ob das umgesetzt wird oder nicht, sei freiwillige Entscheidung der Unternehmen.

Kalorienzahl von Bier unterliegt natürlichen Schwankungen

Ob und wie die Kalorienangabe auf den bayerischen Bieren angegeben ist, müsse erst geprüft werden. "Es muss für die bayerischen Brauer ein gewisser Toleranzspielraum bei der Brennwertangabe gegeben sein", sagt Ebbertz. Von Ernte zu Ernte gebe es Schwankungen, die sich auf den Nährwertgehalt des jeweiligen Biers auswirkten. Wie stark der tatsächliche Brennwert von der angegebenen Kalorienzahl abweichen darf, werde derzeit von der bayerischen Lebensmittelüberwachung geprüft.

"Wir setzen uns dafür ein, dass die Belange der kleineren und mittleren Brauereien mitbedacht werden", betont Ebbartz. Kein Hersteller müsse seine alten Etiketten entsorgen. "Es ist ja auch bewusst eine freiwillige Teilnahme".

In Bayern wird das meiste Bier getrunken

Der Bierabsatz in Bayern war 2018 laut Schätzungen zum fünften Mal in Folge der höchste aller Bundesländer. Im vergangenen Jahr sei die Produktionsmenge um 700 000 Hektoliter auf 24,5 Millionen Hektoliter gestiegen, teilte Landwirtschaftministerin Michaela Kaniber (CSU) auf der Grünen Woche in Berlin mit. Das erste Halbjahr 2018 war laut den bayerischen Brauern gar das beste seit 25 Jahren. Als Grund für den Anstieg sieht Ministerin Kaniber vor allem den gestiegenen Absatz im Inland, begünstigt durch den langen und heißen Sommer.

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  • Nadja Stempel
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