BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Brasiliens Regierung warnt Schwangere vor Olympia-Besuch | BR24

© picture-alliance/dpa; Esteban Biba

Tigermücken-Larven unter dem Mikroskop

Per Mail sharen

    Brasiliens Regierung warnt Schwangere vor Olympia-Besuch

    Die brasilianische Regierung hat wegen des sich ausbreitenden Zika-Virus' eine drastische Warnung ausgegeben: Schwangeren wurde eindringlich von einem Besuch bei den Olympischen Spielen im August in Rio de Janeiro abgeraten.

    Per Mail sharen

    "Das Risiko für schwangere Frauen ist sehr ernst zu nehmen", so der Stabschef von Staatspräsidentin Dilma Rousseff, Jaques Wagner. Mit Blick auf die anstehenden Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) sagte Wagner, es sei "für sie eindeutig nicht ratsam, dieses Risiko einzugehen". 

    Mehr als 3.000 Babys mit Verdacht auf Mikrozephalie 

    In den vergangenen drei Monaten wurden in Brasilien mehr als 3.000 Kinder mit Verdacht auf Mikrozephalie geboren, also abnorm kleinem Kopf. Die Fehlbildungen werden auf Infektionen mit dem von der Tigermücke (Aedes aegypti) übertragenen Zika-Virus zurückgeführt. Bei Erwachsenen kann der Erreger das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom auslösen. Die seltene Nervenkrankheit kann zu dauerhaften Lähmungen führen.

    WHO ruft globalen Notstand aus

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief am Montag den globalen Notstand wegen der Epidemie aus. In Brasilien geht man von rund 1,5 Millionen Infizierten aus, im Nachbarland Kolumbien von rund 20.000. Das Virus wurde inzwischen in fast allen Ländern Lateinamerikas mit Ausnahme Chiles, Argentiniens, Perus, Uruguays und Kubas nachgewiesen.

    Armee soll Mücken bekämpfen

    In Brasilien sollen ab dem 13. Februar 213.000 Soldaten zur Bekämpfung des Überträgers, der Tiger- oder Gelbfiebermücke eingesetzt werden. Auch Dengue und Chikunguna werden von dem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreiteten Mosquito übertragen.